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Mutter und Ehefrau verhungerte - Ehemann und Tochter erhalten Haftstrafe

Weil ein 50-jähriger Mann seine Ehefrau verhungern ließ, ist dieser nun vom Landgericht Verden zu einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt worden. Ihm wurde zunächst Mord durch Unterlassen zur Last gelegt, was später in Totschlag durch Unterlassen geändert wurde.

Die mitangeklagte 18-jährige Tochter erhielt eine Jugendstrafe von drei Jahren. Der Staatsanwaltschaft zufolge hätten die beiden die alkoholkranke Frau auf einem Sofa liegen gelassen, nachdem sich diese die Hüfte gebrochen hatte. So verhungerte die 49-Jährige im Laufe mehrerer Wochen.

Die Verteidigung hatte erklärt, dass die Frau mehrfach Hilfe ausgeschlagen habe. Dabei hätten weder der Mann noch seine Tochter erkannt, dass sich die Frau in Lebensgefahr befunden habe.


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WebReporter: Starstalker
Rubrik:   Brennpunkte / Rechtsstreit
Schlagworte: Mutter, Tochter, Ehefrau, Ehemann, Haftstrafe
Quelle: n-tv.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.01.2016 13:04 Uhr von Durchschnittsdeutsch
 
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Schwerer Fall: Wer selbst die Erfahrung gemacht hat, wie schon die Arbeit mit alkoholkranken Menschen sein kann, der mag sich grob vorstellen können, wie schwierig erst das Leben mit so einer Person sein muss; vor allem wenn es Frau oder Mutter ist.

Nach einem so schweren Unfall hätten die Beiden wissen können, dass sich die Frau in einer akuten Gefährdungslage befindet.
Doch gerade wenn sie auch nichts zu trinken bekommen hat, gerade entzog, kann ich mir vorstellen, dass sie Hilfe tatsächlich abgelehnt hat. Und ich kann mir auch vorstellen, dass die Familie massiv abgestumpft ist und auf die Bedürfnisse der Frau nicht reagiert hat, weil das ist, was Angehörige machen.

Rein Menschlich aber hätte man helfen müssen. Rein juristisch sind sie "schuldig".
Ich denke trotzdem, dass es sich weder um kaltblütige Mörder handelt noch den beiden die vollen Konsequenzen ihres Handelns bewusst waren.

Das sind eben diese Fälle, warum ich Menschen hasse, die einfach pauschalisieren und aufgrund einiger Bild-Schlagzeilen (wahrscheinlich "MÖRDERTOCHTER LÄSST MUTTER VERHUNGERN!) lauthals nach der Todesstrafe schreien.
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25.01.2016 13:27 Uhr von GaiusBaltar
 
+2 | -2
 
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Der Titel ist irreführend. Icht dacht zuerst zwei Personen sind verhungert. Bullshit-Titel um Mitleid zu erregen.
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25.01.2016 14:29 Uhr von friedliebend
 
+2 | -1
 
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Wenn du so jmd wirklich helfen ist, ist deine einzige Option ihn für nicht mehr zurechnungsfähig zu erklären bzw. eine Pflegevollmacht zu erhalten.

Was wären ihre Optionen gewesen? Krankenwagen rufen? Dann kommen die Helfer, sie lehnt die Hilfe ab, die gehen wieder, denn sie dürfen niemanden gegen seinen Willen mitnehmen. Sie müssen also warten bis jmd kurz vor dem Verhungern ist, schon das Bewußtsein verloren hat so daß er keinen Widerspruch mehr einlegen kann, und dann kann er erst Hilfe bekommen.

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