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Führerscheinentzug bei Überfahren roter Ampel - Nicht immer

Wenn man beim Überfahren einer roten Ampel von Polizisten beobachtet wird, muss das nicht zwangsläufig ein Fahrverbot nach sich ziehen, wie ein Urteil (Az.: 815 OWi-982 Js 5076/15) des Amtsgerichts Köln nun ergab.

Laut der Gesetzeshüter habe die Verkehrssünderin die Ampel nach über einer Sekunde Rot überquert, was diese aber mit einer Rechenformel widerlegen konnte. Laut Polizei sei sie nämlich zwei Fahrzeuglängen von der Haltelinie entfernt gewesen, als diese auf Rot umsprang.

Für die Berechnung wurde eine Geschwindigkeit von 70 km/h genommen, woraus sich ermitteln ließ, dass die Ampel nicht so lange rot war, bevor die Autofahrerin über die Ampel rauschte. Mit ihrer Argumentation konnte sie das Gericht überzeugen und ein Fahrverbot abwenden. Ergebnis: Bußgeld und ein Punkt.


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WebReporter: Ghost1
Rubrik:   Brennpunkte / Rechtsstreit
Schlagworte: Urteil, Führerschein, Ampel
Quelle: autozeitung.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.01.2016 10:38 Uhr von rubberduck09
 
+3 | -0
 
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70 km/h -> 19,5 m/s (grob). Da aber ein Auto keine 10 Meter lang ist sind 2 Autolängen eher 10m.

Somit ist die Dame nur ca. 1/2 Sekunde Rot drüber und keine Sekunde.

Schade dass Rechnen kein Erfordernis für Polizeiarbeit ist.
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15.01.2016 12:06 Uhr von fraro
 
+4 | -1
 
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"Herr Polizist, da vorne werden gerade Frauen belästigt - bitte helfen Sie schnell!"
Antwort: "Keine Zeit, muss erst noch was Wichtiges berechnen."

Ironie aus/
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15.01.2016 12:16 Uhr von Sijamboi
 
+0 | -0
 
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Az.: 815 OWi-982 Js 5076/15
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15.01.2016 12:25 Uhr von rubberduck09
 
+0 | -0
 
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@fraro

Du meinst also die Anzeige wurde just auf der Straße so ins System gegeben? Ist es nicht warscheinlicher dass das am Tag drauf passiert ist? Und im Büro? Da kann man schon mal eben schnell den Taschenrechner anwerfen und die Plausibilität nachprüfen. Allerdings würde ich auch von Verkehrspolizisten erwarten, Geschwindigkeiten und Entfernungen richtig einschätzen zu können. Hier waren die ja um Faktor 2 daneben!

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