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Schwedens Außenministerin wird in Israel zur unerwünschten Person erklärt

Die schwedische Außenministerin Margot Wallström ist in Israel nicht mehr willkommen, nachdem sie forderte, dass das Land die Tötung von Palästinensern untersuchen müsse.

Israel reagierte auf die Forderung mit Empörung und sagte: "Israel hat beschlossen, seine Tür für schwedische Regierungsvertreter zu schließen". Wallströms Forderung sei zudem "eine Mischung aus Blindheit und politischer Dummheit".

Ein Sprecher des israelischen Außenamts schwächte diese Aussage etwas ab, indem er deutlich machte, dass nur Wallström eine unerwünschte Person sei, nicht alle schwedischen Politiker.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Israel, Schweden, Person, unerwünscht, Margot Wallström
Quelle: spiegel.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.01.2016 13:24 Uhr von Patreo
 
+8 | -7
 
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Quelle: ,,Knapp 150 Araber sind seit Anfang Oktober in Israel und den palästinensischen Gebieten erschossen worden. Mehr als 90 Tote waren Attentäter oder mutmaßliche Angreifer, die mit Messern auf Israelis losgingen. Die anderen kamen bei Zusammenstößen mit der israelischen Polizei und Armee ums Leben.
Schwedens Außenministerin forderte am Dienstag von Israel eine Aufklärung zu den Umständen der Vorfälle. "

Verfahrene Situation: Auf der einen Seite kommen in Israel vermehrt tödliche Übergriffe durch Palästinenser bzw. auch durch arabische Israelis zustande.
Viele der Attentäter werden neutralisiert.
Auf der anderen Seite schafft dies auch eine Situation von Angst und Paranoia in Israel, sodass es viele zweifelhafte Entscheidungen und ,,Gegenangriffe" gab.
Diese aufzuklären, halte ich ebenso für wichtig.
Ob sich Wallström über die Lage in Israel bewusst ist, ist schwer zu beurteilen, die mangelnde Selbstreflexion in Israel auf der anderen Seite mit gleichzeitiger ,,alleinigen" Ursachensuche für die derzeitigen Vorkommnisse ist nicht nicht weniger deplaziert.
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14.01.2016 16:25 Uhr von omar
 
+8 | -6
 
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Ein Wunsch nach Untersuchung ist noch lange keine Anschuldigung. Oder hat hier jemand was zu verbergen?
Getroffene Hunde usw...
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14.01.2016 16:40 Uhr von daguckstdu
 
+6 | -7
 
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@Omar

"Getroffene Hunde usw."

Oh dann haben ja die Palästinenser so einiges im argen, wenn dein Spruch zutreffen würde.

Untersuchungen sind gut, sind aber bitte keine Einbahnstraßen! Ich vermisse das Engagement auf palästinensischer Seite, oder ist das egal wo die Attentäter herkommen und wer sie unterstützt?

Ich vergaß, der Opferstatus seit 1948 gilt ja für alles! ;-)

[ nachträglich editiert von daguckstdu ]
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14.01.2016 17:07 Uhr von timbal
 
+5 | -1
 
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Frage an den Hundeverein und an Radio Istanbul! Wurden jemals Gewaltverbrechen, verübt von Palis, auch von denen selbst untersucht?
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15.01.2016 00:26 Uhr von omar
 
+1 | -3
 
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@daguckstu
Eine Untersuchung ist eine Untersuchung.
Es werden alle Fakten gesammelt und geprüft, und dann beurteilt man den Fall anhand der Faktenlage.
Jeder Fall sollte für sich geprüft werden.
Wenn ein Amok-Läufer erschossen wird, ist die Sachlage klar.
Wenn man aber z.B. einen jugendlichen Steinewerfer über den Haufen ballert, obwohl es nicht zwingend notwendig ist (!), dann ist die Sachlage doch wohl eine andere. Liegt hier Übereifer vor? Liegt hier eine Fehlentscheidung oder Panik vor? Oder war es vorsätzlicher Mord bzw. eine Exekution?
Und ich erinnere hier mahnend an die vier spielenden Kinder am Strand, die von IDF Soldaten grundlos ermordet wurden, und bei denen "kein Verantwortlicher gefunden wurde"...
http://www.focus.de/...
https://www.facebook.com/...


@timbal:
In Israel und den besetzten Palästinensergebieten gibt es Amokläufer, die auf eigene Faust handeln.
Wie soll die Palästinensische Autonomiebehörde diese Fälle prüfen, wenn diese ihnen weder unterstehen noch sie wissen, wer so tickt? Sie haben weder Befugnisse auf den Territorien noch die Mittel hierzu.
Zudem sind die Plästinenser in unterschiedliche Lager gespalten. Hamas, Hisbollah, Fatah, etc... und keiner lässt sich vom anderen etwas sagen.
Israel hat auf der anderen Seite quasi alle Möglichkeiten und Mittel für Aufklärung zu sorgen. Sie haben in den von ihnen kontrollierten Gebieten auch die Macht und die Polizeigewalt in ihrer Hand. Die Palis haben dort nichts zu melden... deine Forderung nach Aufklärung kann daher sich nur auf Bereitstellung von Informationen, bzw. Kooperation mit Israel bedeuten. Falls du es vergessen hast: Die haben gerade wenig Lust auf Zusammenarbeit:
http://www.zeit.de/...

[ nachträglich editiert von omar ]
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15.01.2016 08:04 Uhr von daguckstdu
 
+2 | -1
 
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@Omar
„Eine Untersuchung ist eine Untersuchung.“

Korrekt, eine Untersuchung ist eine Untersuchung und es spricht nichts dagegen, nur die subjektive Botschaft die Kulturbereicherer immer wieder versuchen zu vermitteln, stößt halt ein wenig auf. Zeigt schon das man Israel mit „Hunde“ vergleicht, gell! Scheint ja so ein Kulturelles Problem bei euch zu sein.

„Wenn man aber z.B. einen jugendlichen Steinewerfer über den Haufen ballert, obwohl es nicht zwingend notwendig ist (!), dann ist die Sachlage doch wohl eine andere.“

Und da sieht man doch wo bei euch der Hund begraben ist. Steinewerfer sind Gewaltverbrecher die die Absicht haben, andere zu verletzen oder sogar zu töten. Die Verharmlosung dieser Steinwerfer ist schon meines Erachtens moralische Verwerflich, vor allem im Hinblick der Fakten, dass dies von Palästinenser als völlig legitim betrachtet wird und vor allem, dass Eltern ihre Kinder dazu noch anhalten. Ist das der Friedenswille der Palästinenser? Warum werden hier keine Untersuchungen von Seitens der Palästinenser getätigt? Haben diese Narrenfreiheit vor den Augen der Weltöffentlichkeit?

"Die Palästinensische Autonomiebehörde hat Steinwürfe offiziell als „friedlichen Widerstand“ bezeichnet. Allen voran Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, der die Familie eines 12-jährigen palästinensischen Jungen öffentlich lobte, weil sie Steine ??auf israelische Soldaten geworfen hatte. Die Familie attackierte die Soldaten, als sie den Jungen verhaften wollten. „Der friedliche Widerstand der Bevölkerung gegen die Besatzer ist eine mächtige Waffe in den Händen des palästinensischen Volkes“, so Abbas."

http://www.israelheute.com/...

„Und ich erinnere hier mahnend an die vier spielenden Kinder am Strand, die von IDF Soldaten grundlos ermordet wurden, und bei denen "kein Verantwortlicher gefunden wurde“

Auch hier von Mord zu sprechen entspricht die stets subjektive Darstellung von den Kulturbereicherer. Um einen Mord jemanden zu unterstellen muss man die Absicht erst beweisen dass man gezielt gewollt hat dass diese Kinder sterben. Was hier nicht der Fall war.
"Wenn wir damals gewusst hätten, was wir heute wissen"
http://www.zeit.de/...
„In Israel und den besetzten Palästinensergebieten gibt es Amokläufer, die auf eigene Faust handeln.“

Die Aussage ist falsch! Wo bitte sind besetzte Gebiete? Hamastan (Gaza) ist nicht besetzt und das Westjordanland ist in 3 Bereichen (A-B-C) aufgeteilt! Politisch korrekt spricht man hier von Umstrittenen Gebieten! Aber die sind ja nicht ja nicht gemeint. Im Sprachgebrauch der Terrorversteher wird das gesamte Land inkl. Israel, als besetzt betrachtet.

„Wie soll die Palästinensische Autonomiebehörde diese Fälle prüfen, wenn diese ihnen weder unterstehen noch sie wissen, wer so tickt?“

Ganz einfach, sie bekamen und bekommen Milliarden für Verwaltung und haben die Administrative Gewalt in ihren Bereichen, womit ihnen die Möglichkeit gegeben ist Gewaltverbrechen, verübt von Palästinensern auch zu untersuchen und so den guten Willen zeigen, das auch sie an einer Aufklärung interessiert sind. Was aber nicht der Fall ist!

"Die Hamas wies den Bericht unterdessen zurück. Das führende Hamas -Mitglied Salah al-Barwadil sprach von einem „Massaker an der Gerechtigkeit“. Der Bericht zeige, dass „Amnesty International“ „dem israelischen Terrorismus diene“. Die Palästinenser würden nicht töten, sondern sich nur selbst verteidigen."

http://www.israelnetz.com/...

http://www.welt.de/...

Wie gesagt, es darf keine Einbahnstraße sein!

[ nachträglich editiert von daguckstdu ]
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15.01.2016 10:03 Uhr von Kaputt
 
+1 | -3
 
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Persona non grata in Israel ist wohl eher eines der größten Komplimente, das man bekommen kann.

Respekt Frau Wallström!
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15.01.2016 10:30 Uhr von daguckstdu
 
+2 | -1
 
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"Persona non grata in Israel ist wohl eher eines der größten Komplimente, das man bekommen kann."

http://www.amnesty.de/...

Welch verdrehtes Rechtsverständnis hier immer noch lebt!

[ nachträglich editiert von daguckstdu ]
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15.01.2016 10:38 Uhr von daguckstdu
 
+3 | -1
 
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http://www.vice.com/...

http://www.taz.de/!5058465/

http://www.nzz.ch/...

http://www.spiegel.de/...

http://www.berliner-zeitung.de/...

Rassengesetze haben offensichtlich kein Verfallsdatum, besitzen aber die notwendige Doppelmoral, wenn es darum geht auf andere Länder mit den Finger zu zeigen!
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15.01.2016 14:16 Uhr von omar
 
+1 | -3
 
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Grundsätzlich betrachte ich mich selbst als Kulturbereicherer. Die sarkastische Wortwahl der Rechten Szen die aus dir spricht ist nur ein unkreatives Armutszeugnis.
Rechte und ewig gestrige sind eher genau das Gegenteil, denn Sie wollen ja lieber eine "deutsche Monokultur" haben... Naja, jedem das seine (ohne auf KZs Bezug nehmen zu wollen)...
"Getroffene Hunde..." ist im Übrigen eine deutsche Redewendung, und kein Vergleich. Hier mal die Übersetzung (des Deutschen bist du ja mächtig):
http://www.redensarten-index.de/...~~Getroffene%20Hunde%20bellen&suchspalte%5B%5D=rart_ou
"Getroffene Hunde bellen"
Bedeutung: "Wer sich angegriffen fühlt, verteidigt sich; Wenn sich jemand ungewöhnlich heftig gegen Kritik zur Wehr setzt, dann war die Kritik oft berechtigt "


"Und da sieht man doch wo bei euch der Hund begraben ist." Sollte das eine Retourkutsche werden?!
Grundsätzlich verbitte ich mir deinen unverschämten Tonfall.
Ich bin weder Palästinenser/Araber, noch habe ich jemals an einer Demo gegen Israel teilgenommen, geschweige denn mit Steinen nach Soldaten und Panzern geworfen.
Selbstverteidigung ist für Israel und seine Soldaten ein legitimes Grundrecht. Falls die eigene Gesundheit durch die Steinewerfer gefährdet ist, spricht nichts gegen Gewalteinsatz zum Selbstschutz.
Falls aber keine echte Gefahr von den Steinewerfern ausgeht, ist das Töten von agressiven Demonstranten eine überzogene Reaktion. Wenn z.B. wenn ein Panzer mit Steinen beworfen wird, ist das nur lästig... aber niemand ist in Gefahr. Kein Grund also dumme Jugendlich umzubringen.
Genau sowas sollte eine Untersuchung ermitteln: War der Gewalteinsatz in der angewendeten Form so in Ordnung, oder nicht?! Gibt es irgend etwas daran Auszusetzen? Wenn ja, bitte ich um eine Konkretisierung.

Zum Thema Widerstand:
Palästinenser sehen sich selbst als vertriebenes, entmachtetes und unterdrücktes Volk (was vermutlich bei den meisten Menschen weltweit zumindest teilweise Verständnis findet). Sie sind der Militärmacht Israels quasi schutzlos ausgeliefert.
Es gibt unter ihne viele die glauben, dass man mit Gewalt etwas gegen die Besatzer ausrichten könnte (ein Trugschluss). Viele schließen sich irgend einer bewaffneten Fraktion oder Miliz an, weil sich sich wehren möchten oder auch einfach aus Rache (weil Freunde und Verwandte durch die IDF getötet wurden). Wenn man dann simple Steine, die jeder aufheben kann, mit Schusswaffen, Messern, Bomben oder gar Raketen vergleicht, ist ein Stein eher eine Waffe der harmloseren Art.
In Deutschland gibt es z.B. Autonome die bei den Mai-Demos immr wieder Steine werfen. Klar gehören die alle verhaftet, verurteilt und bestraft. Aber eine Erschießung durch die Polizei, ohne Verhandlung oder akute Gefahr für das eigene Leben, würde hier niemand akzeptieren.
Wieso also mit zweierlei Maß messen?
Dein Link ist übrigens nicht schlecht:
"der Sinn solcher Untersuchungen besteht darin, diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die gegen das Recht verstoßen haben, nicht darin, schwierige militärische Entscheidungen im Rückblick zu beurteilen. "
Nichts anderes habe ich gemeint. Untersuchen, und dann nach Faktenlage beurteilen, was hier vorliegt.
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15.01.2016 14:26 Uhr von omar
 
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Wenn sich Hamas & Co. falsch verhalten, kann man nicht eigenes Unrecht dadurch legitimieren.
Wenn man behauptet "Wir sind die Guten", dann sollte man sich auch entsprechend verhalten.
Wenn zwei Drittel oder mehr der getöteten Palästinenser Zivilisten/Unbeteiligte sind, dann wird deren Tod billigend in Kauf genommen.
Das halte ich für grundlegend Falsch!
Genauso die Strategie von Hamas & Co., ungelenkte Raketen auf Israel abzuschießen, ganz egal, wen man da trifft (in Israel leben auch arabische Zivilisten, die getroffen werden könnten).

"dass man gezielt gewollt hat dass diese Kinder sterben."
=> Aha, man hat also nicht geschossen um zu töten?!
Hast du dir das Video angeschaut?
https://www.youtube.com/...
Ich sehe nur, dass dort nur Kinder wegrennen (keine Erwachsenen, geschweige denn irgendwelche bewaffneten Leute) und auch eine Fischerhütte beschossen wird. Wo ging denn hier bitte die Gefahr für die IDF aus?!
Und nehmen wir mal an, dort würde sich tatsächlich ein echter Terrorist befinden: Findest du es als legitimierbar, einfach Gebäude zu bombardieren oder Strandabschnitte zu beschießen, in denen sich unbeteiligte Zivilisten befinden, und dann das ganze als "Kollateralschaden" abzuhaken? Ich halte das rechtlich und moralisch für absolut inakzeptabel.
Stell dir vor du gehst auf den Markt. Neben dir steht zufällig ein Terrorist. Plötzlich kommt eine Bombe runter, und gemeinsam mit dem Terroristen sterben 30 unbeteiligte... Pech gehabt?!

[ nachträglich editiert von omar ]
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15.01.2016 14:31 Uhr von omar