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Staatsfeind Journalist: In der Türkei gibt es keine wirkliche Pressefreiheit

Journalisten haben in der Türkei ein schweres Leben. Schreiben sie bei regierungstreuen Medien zu kritisch über die AKP-Regierung um Präsident Erdogan, werden sie oft sehr schnell gefeuert. Bei Berichterstattungen für regierungskritische Medien droht womöglich sogar eine Haftstrafe.

Nicht umsonst belegt die Türkei in der Rangliste von "Reporter ohne Grenzen" nur Rang 149 von 180 Ländern. Zum Vergleich, die skandinavischen Länder Finnland, Dänemark, Schweden und Norwegen befinden sich unter den Top Fünf, wenn es um die Pressefreiheit geht. Deutschland landet auf Platz 12.

Laut dem Chef der oppositionellen CHP, Sezgin Tanrikulu, wurden im vergangenen Jahr 484 gerichtliche Verfahren gegen Journalisten eröffnet. Aus diesem Grund sei die türkische Demokratie am Ende, so der Politiker. Und man mache sich nicht mal mehr die Mühe die Behinderung der Presse zu verschleiern.


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WebReporter: blonx
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Türkei, Journalist, Pressefreiheit, Staatsfeind
Quelle: contra-magazin.com

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