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Wasserversorgung Beckum verweigert Dampflok das Wasser

Auf der alljährlichen Winterdampffahrt des "Teuto-Express" von Lengerich nach Warstein machte die Dampflok, wie jedes Jahr, einen Halt in Tönnishäuschen bei Ahlen, zur Wasseraufnahme. Doch die Hydranten wurden vom zuständigen Versorger, der Wasserversorgung Beckum, kurzfristig verplombt.

Mit "letztem Tropfen" fuhr die alte Lok bis Wadersloh um vor einem weiteren verplombten Hydranten zu stehen. Hier war auch ein Mitarbeiter des Wasserversorgers anwesend, welcher den Lokführern mit der Polizei - beim Versuch Wasser zu entnehmen - drohte. Die herbeigerufene Feuerwehr war machtlos.

Dieser war in einer Mail vorab untersagt worden zu helfen. So musste kurzfristig eine Diesellok angemietet werden, um die Dampflok zum nächsten freien Hydranten zu schleppen.


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WebReporter: Hanniball76
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Wasser, Wasserversorgung, Dampflok
Quelle: wn.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.01.2016 22:09 Uhr von Hanniball76
 
+52 | -1
 
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Wasser für eine Dampflok: 15€ // Miete für eine Diesellok: 1500€ // 400 Fahrgäste ein einmaliges Erlebnis versauen und sich lächerlich machen: UNBEZAHLBAR

Fazit: Die sprichwörtlichen "Beckumer Betonköppe" haben sich mal wieder von ihrer besten Seite gezeigt.
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11.01.2016 22:25 Uhr von Islamwissenschaftler
 
+3 | -13
 
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11.01.2016 22:41 Uhr von Jlaebbischer
 
+10 | -0
 
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In der News ist ein wichtiger Teil der Quelle unterschlagen worden.

Es soll von Seitens der Wasserwerker aus Kontaktversuche zum Verein gegeben haben, um das Prozedere abzusprechen, was die nötigen Standrohre angeht und eine Einweisung in die Wasserentnahme. Darauf soll der Verein jedochnicht reagiert haben.

Da von uns keiner in Beckum oder dem Verein arbeiten dürfte, können wir jetzt natürlich lange überlegen, wer den Schwarzen Peter am Ende bekommt.
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11.01.2016 22:53 Uhr von Jlaebbischer
 
+8 | -0
 
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benni, einmal die Quelle lesen, da steht die Begründung der Wasserwerke.
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12.01.2016 00:10 Uhr von fraro
 
+24 | -5
 
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Der Lokführer hätte sagen sollen, dass er gerade mit dem letzten Tropfen Wasser aus Syrien hierher gekommen ist: da wären wahrscheinlich schnell noch zusätzliche Wasserwagen aktiviert worden und Wasser hätte es umsonst gegeben.

Ironie aus/
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12.01.2016 00:56 Uhr von Tempra
 
+8 | -1
 
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wo währe das Problem gewesen dem Mitarbeiter der Wasserversorgung ein Rückflußsicheres Standrohr zu geben und ihn an den ersten und nicht den 2ten Hydranten zu stellen ? Ich glaube dem Wasserversorger kein Wort.
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12.01.2016 00:57 Uhr von Marco Werner
 
+19 | -0
 
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Sehen wir es mal von der logischen Seite: Hydranten werden üblicherweise selten bis nie ausgetauscht. Diese Traditionsfahrt findet jedes Jahr statt. Also kann man wohl getrost davon ausgehen,daß die Lok nicht zum ersten Mal über so einen Hydranten betankt wurde. Wieso machen die Wasserwerker also so einen Aufstand,weil keiner auf den Versuch einer Einweisung reagiert hat ? Und wieso zum Geier war die Feuerwehr machtlos ? Immerhin sind doch Hydranten eben für die Feuerwehr da....wenn selbst die den Hydranten nicht benutzen durften,wieso ist das Ding dann überhaupt noch da ? Ich würde mal sagen,da hat irgendein kleiner unterv*gelter Bürohengst seine Allmachtsphantasien spielen lassen, mehr nicht.
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12.01.2016 02:24 Uhr von Warpilein2
 
+7 | -0
 
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@Quelle
"„Wenn sich der Verein vor der nächsten Winterdampffahrt meldet, gibt’s natürlich auch wieder Wasser“, sagte Becker"

WENN, was durch diesen entstandenen Schaden auf einem anderen Blatt steht, nochmal eine Winterfahrt gemacht wird, würde ich es mit denn Örtlichen Feuerwehren klären das die einen Tanklöschwagen bereitstellen oder mit einem LKW voll mit Wasser voran Fahren und dort auf die LOK warten nur als passene antwort .....
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12.01.2016 02:51 Uhr von IRONnick
 
+4 | -4
 
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Ich höre hier immer nur die eine Seite, nicht die andere.
Der Wasserversorger wird schon triftige Gründe haben, warum die eine Einweisung verlangten. Und wenn die andere Seite partout nicht reagiert würde ich denen auch was husten !
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12.01.2016 08:06 Uhr von rubberduck09
 
+2 | -0
 
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Gabs denn da keinen Bahnhof mit Gardena-Schlauch? Dauert zwar "etwas" länger aber da kann doch der Wasserversorger dann nix mehr gegen sagen.
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12.01.2016 08:32 Uhr von fromdusktilldawn
 
+0 | -3
 
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der wasserversorger hat richtig gehandelt, die betreiber der dampflok haben auch pflichten denen es nachzugehen gilt, wenn sie es versäumen dann eben die sperrung der hydranten, denn ohne rückflussicherung, wie von dem wasserversorger beschrieben kein wasser
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12.01.2016 08:47 Uhr von d-fiant
 
+3 | -0
 
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Warum allerdings die Feuerwehr nicht einfach den Inhalt eines Löschfahrzeugs reingepumpt hat, verstehe ich nicht. Hätte man denen einen 20er in die Hand gedrückt, wär doch alles super gewesen. Die Feuerwehr unterliegt doch nicht den Weisungen des Wasserversorgers.
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12.01.2016 08:50 Uhr von erdengott
 
+2 | -0
 
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"Gabs denn da keinen Bahnhof mit Gardena-Schlauch?" Warum mit Schlauch? Die hatten doch Passagiere, da macht man eine Eimerkette. Wenn schon in alten Zeiten schwelgen dann richtig.
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12.01.2016 08:59 Uhr von tsunami13
 
+3 | -0
 
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Feuerwehr war machtlos? Aus dem nächsten See oder Kanal Wasser holen???

Den Schaden dem Amtsleiter vom Lohn abziehen. Die gleiche Summe als Strafe für Dummheit und Langeweile im Amt.
Rückfluss? Gegen über 5 bar Leitungsdruck??
Druckabfall? Genau. Sowas passiert nie, Zb wenn es brennt oder eine Leitung platzt. Dann hat der ganze Kreis kein Wasser.

[ nachträglich editiert von tsunami13 ]
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12.01.2016 09:08 Uhr von onkelmihe
 
+0 | -1
 
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Die Quelle:
Andreas Becker ist Geschäftsführer des Versorgers mit Sitz in Beckum. Und kennt natürlich die Antwort. Die ist simpel – und bedingt nachvollziehbar. „Natürlich könne der Verein Wasser entnehmen“, sagte er. „Nur möge er das bitte zuvor anmelden.“ Das sei nicht nur wegen des Drucks im Leitungssystem wichtig. Das habe vor allem hygienische Gründe, „weil das Wasser nun mal mit einem Standrohr entnommen werden muss, das einen unkontrollierten Rückfluss verhindern kann“. Das Equipment verliehen die Beckumer gerne, sie gäben dazu auch eine Einweisung, „nur müssen sich Interessenten melden“. Und das vor einer Entnahme. Das sei den Freunden historischer Dampflokomotiven in Lengerich mehrfach mitgeteilt worden. Weil die aber nie geantwortet hätten, habe sich der Versorger zu der zugegeben drastischen Maßnahme entschlossen"


-> Klar soweit?

[ nachträglich editiert von onkelmihe ]
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12.01.2016 09:08 Uhr von rubberduck09
 
+1 | -0
 
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@tsunami13

Verunreinigtes Wasser willst du nicht in einer Dampfmaschine haben. Ich glaube nicht dass die Feuerwehr geeignete Filter in ihren Pumpen hat da die den Durchsatz ja auch massiv reduzieren würden.

Ich dachte schon mein Gardena-Vorschlag wäre abwegig und nicht zu überbieten aber es hat tatsächlich einer geschafft...

Wg. Rückflussicherung: Wozu? Da ist doch reichlich Druck drauf. Haben die Wasserwerke nicht genug Power dass der Druck auch dann noch bleibt wenn ein Hydrant geöffnet wird? Das wäre aber schon komisch. Wie soll dann Wasser ´zurückfließen´?
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12.01.2016 12:03 Uhr von bigpapa
 
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Wieso Rückfluss. ?

Soweit ich weiß wird das Wasser bei Dampfloks immer von Oben in die Lok gepumpt. Das heißt das Wasser "fällt" in den Kessel, und wird nicht wie bei ein Luftballon rein gedrückt.

Macht die Feuerwehr auch so. Schlauch anschließen, Spritze auf -> Wasser Marsch.

Ergo wäre der einzige Rückfluss frische Luft, was man Angesicht des Druckes wohl als lächerlich bezeichnen darf.

Klar ist die Entnahme von Wasser ohne Genehmigung strafbar.

Aber so was hätte ja kurzfristig mit ein kleinen Aufpreis genehmigen können. So eine Art "Bearbeitungsgebühr für Express-/Sonderbearbeitung" von 100 Euro oder so. Das wäre eine realistische Strafe.

Und ich denke sogar, das wenn die Sache (wegen der 2000 Euro) vor Gericht landet, es darauf hinaus laufen wird.

Meiner Meinung nach liegt da irgendwas tieferes vor, was weder die Presse noch die Allgemeinheit weiß. Irgendwas was dann eskaliert und solche Machtspielchen als Ergebnis hat.

Gruß

BIGPAPA
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13.01.2016 00:49 Uhr von AMB
 
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Welchen Wirklichen Grund hatte diese Handlung?

Vor allem stand das schon fest bevor sie gestartet ist oder hat man das irgend wann einfach mal so gehandhabt, damit man diese Dampflok sabotieren konnte.

Also für mich gehören diese Schildbürger schon bestraft, denn wenn das Wasser in einer Dampflok aus geht, wird der Kessel zu heiß und kann dabei völlig zerstört werden. Normal sorgt das Wasser für eine Kühlung und somit dafür, daß das Metall im Kesselbereich nicht weit über 100°C kommt.

Was nett geschrieben ist, sie haben dies dem Verein mitgeteilt. Frag mich jedoch wie, denn wenn man die Mitteilung so gestaltet, daß nicht sicher ist ob sie entgegen genommen wurde, dann ist für mich keine erfolgt. Hab auch ein Problem damit, daß man behaupten kann, das ein Brief ja angekommen ist und somit die Information auch, selbst wenn es kein Einschreiben war.

[ nachträglich editiert von AMB ]
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13.01.2016 16:10 Uhr von cure
 
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Mut zum Risiko.

Bin jetzt nicht unbedingt vom Fach , aber eine Dampflok ohne ausreichend Wasser dürfte nicht ganz ungefährlich sein