04.01.16 21:21 Uhr
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Berliner klagt erfolgreich Tempo 30 ein

In Berlin hat ein Anwohner erfolgreich "Tempo 30" auf einer Hauptverkehrsstraße eingeklagt. Das Verwaltungsgericht gab dem Kläger unter Hinweis auf die hohe Schadstoffbelastung in der Luft recht.

Anwohner könnten im Einzelfall eine Geschwindkeitsbegrenzung verlangen, wenn ein Luftreinhalteplan das vorsehe, hieß es im Urteil. Konkret ging es um einen Teil der Berliner Allee im Stadtteil Weißensee.

Dort werden die Grenzwerte für Stickstoff-Dioxid seit Jahren um 10 Prozent überschritten. Das Urteil könnte Signalwirkung haben, weil die Belastung auch an anderen wichtigen Verkehrsrouten in der Stadt den Höchstwert übersteigt.


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WebReporter: MR.Minus
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Klage, Tempo, Luftreinhalteplan
Quelle: tagesspiegel.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.01.2016 21:46 Uhr von Knoffhoff
 
+23 | -8
 
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Freunde mit seiner Klage macht er sich keine.
Sich auch noch öffentlich auf einem Bild zu zeigen gleicht ja schon fast an Selbstmord.
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04.01.2016 22:27 Uhr von tvpit
 
+12 | -5
 
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So werden Staus gemacht und Tempo 30 löst bestimmt das Problem.
Solche Gutmenschen brauchen wir,damit stehen wir jetzt schon am Abgrund.
Aber ein gutes hat es:Morgen sind wir schon einen Schritt weiter.
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05.01.2016 00:06 Uhr von Zeisig717
 
+1 | -11
 
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05.01.2016 02:49 Uhr von AMB
 
+6 | -1
 
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Was dabei völlig vergessen wird, ist, daß der Luftwiderstand, welcher gewissermaßen die Grundlage dafür ist, daß man bei höheren Geschwindigkeiten die Umwelt stärker belastet tatsächlich eher Quadratisch ansteigt und in den unteren Geschwindigkeitsbereichen selbst kaum wirkt, da hier mehr oder minder Getriebewiderstände und ungünstige Übersetzungen den Hauptaufwand darstellen. So ist es durchaus möglich, daß bei Tempo 30 viel mehr Umweltschaden erzeugt wird, sobald man so was wie Nutzen und Leistung ins Verhältnis zum Energieverbrauch setzt.

Es ist praktisch unmöglich den Verbrauch von Fahrzeugen durch das Fahren von nur 30km/h anstatt 50km/h wirklich zu senken. Dies jedoch wird doch im Urteil erklagt und somit ist das ganze eine Farce.

Was mich dabei jedoch mehr stört ist, daß diese Volkssabotage, die jedem Bürger, der betroffen ist Zeit raubt so unsinnig die Zeit raubt, daß man sich fragen Muß ob es jemanden gibt, der sich am Deutschen Bruttosozialprodukt stört oder der es den Leuten heute nicht mehr gönnt ohne Stress leben zu dürfen, da sie durch solche mehrfach auftretenden Behinderungen sehr in Stress kommen können, wenn es nur darum geht das eigene Leben in den Griff zu bekommen. Es fällt kaum auf, aber wenn man eben für den Transport der Nahrung, der Kinder, des eigenen Arsches zur Arbeit und eben für alles, daß für das Leben notwendig ist fast doppelt so lange braucht, dann kann man einfach nicht mehr so einfach diese Dinge in den Griff bekommen und wundert sich, warum einem hinten und vorn die Zeit fehlt, alles im Stress unter geht, obwohl doch die Großmutter mit weniger Hilfsmitteln das alles meisterte.
Das sie jedoch in einer Gesellschaft gelebt hat in der dem Menschen das vernünftige denken noch erlaubt war, in der man den Menschen achtete und seine Zeit schätzte wird dabei leicht übersehen.
Vor allem wird kaum einer sich darüber Gedanken machen, was hier kaput geht, weil man den Einzelschaden einzelner Bürger nicht aufrechnet und nicht mal auf die Idee kommt, durch zu rechnen ob dieses Limit dann wirklich etwas bringt. Ich vermute, daß dieses Tempolimit rein auf die Umwelt gesehen eine Verschlimmerung der Lage mit sich bringt, die unsere Bevölkerung im Jahr pro Kilometer Tempo 30 Hauptstraße wegen der Effekte die dies hat ungefähr 3,5 Millionen Euro kostet, sofern durch dieses Tempolimit keine Effekte auftreten, die ein Verstopfen und Anstauen des Verkehrs bewirken. Sollte der Verkehr durch eine solche Maßnahme nur täglich zwei mal angestaut werden, beträgt der Schaden ein Vielfaches und vor allem ist dieser Schaden dann nicht nur ein Schaden an Zeit sondern sogar ein Schaden an erhöhtem Energiebedarf. Da hier die Tonnage der zu bewegenden Fahrzeuge voll zur Geltung kommt.
Was oft übersehen wird ist ein Effekt, den man auf Autobahnen bemerken kann und der etwas mit der Stauentwicklung zu tun hat, dadurch, daß Reaktionszeiten dazu führen, daß Fahrzeuge beim Verlangsamen oft unter die notwendige Geschwindigkeit gebremst werden. Da das Fahrzeug wieder beschleunigt werden muß, kann man den gesamten Energiebedarf für das Bremsen als unnötigen Energiebedarf sehen. Solche Betrachtungen sind auch die Erklärung dafür warum ein Fahrzeug meist im Stadtverkehr einen höheren Spritverbrauch hat und warum es hier zwischen verschiedenen Fahrern so große Unterschiede gibt. Manche wissen, daß Bremsen Kraftstoff verbraucht andere nicht.

Das boshafte an solchen Behinderungen ist, daß jene, die es einfach haben. Supermarkt vor der Türe, Arbeitsplatz um die Ecke nicht merken, welche Problematik sie für andere Erzeugen, die plötzlich statt eben nur 40 Minuten Autofahrt am Tag jetzt nahezu 66 Minuten mit dem Auto unterwegs sind nur um zum Arbeitsplatz zu fahren. Wer noch härter getroffen wird und ein Kind in die Schule bringt, einkaufen geht kommt da locker von ursprünglich 60 Minuten auf ganze 100 Minuten. Weil der Schaden Täglich greift eine immense Behinderung.

Für mich gehören solche Querolanten und Rücksichtslos Idioten verboten und Gesetze derart angepaßt, daß solch ein Blödsinn nicht möglich ist.
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05.01.2016 09:43 Uhr von AMB
 
+2 | -1
 
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Wer etwas aufmerksam den Artikel gelesen hat, der kann sich ausrechnen, daß auf diese Weise alleine in Berlin ein Schaden in Höhe von einer Halben Milliarde Euro pro Jahr entsteht. Dieser Schaden kann praktisch in den Büchern nicht erfaßt werden, da man nicht ermitteln kann, was die Bürger ohne ihn gemacht hätten.

Das dieser Schaden mit Zahlen errechnet wurde, die unter dem Mindestlohn lagen legt nahe, daß er gegebenen falls die Milliarde übersteigt.

Das Berlin sich so was leisten kann, sieht man ja am Flughafen.

[ nachträglich editiert von AMB ]
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05.01.2016 14:14 Uhr von Schlappeseppel
 
+0 | -0
 
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Alle nur noch 15 Km/h im 1. Gang. !!

Da freut Er sich bestimmt noch viel mehr. :-)

@_DaDone_
nicht Vollgas. Der arme Motor.
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05.01.2016 15:46 Uhr von alter.mann
 
+1 | -0
 
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erinnert an den fuzzi aus bayern mit seinem nichtraucherschutz ...

wenn die begrenzung tatsächlich wegen den emissionen gewollt ist, ist das, wie schon geschrieben wurde, unfug.
für mich als oldifahrer wärs ein grund dort mit gezogenem choke im zweiten zu tuckern .. ;o)
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05.01.2016 19:06 Uhr von little_skunk
 
+0 | -1
 
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Lächerlich. Die Beschränkung gilt für ~500m und dort stehen 4 Ampel die wegen Bevorzugung der Straßenbahn das Wort Grüne Welle nicht kennen. Jetzt darf mir der Richter gern mal erklären wie eine 30er Begrenzung an der Lage etwas ändern sollte. Die Luftverschmutzung wird dort sicherlich im Berufsverkehr gemessen. Zu dieser Zeit ist 5-30km/h angesagt. Selbst ohne Begrenzung ist es nicht möglich auf 50 zu beschleunigen. Damit erübrigt sich allerding auch eure Argumentation. Zumindest für diesen speziellen Fall.
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05.01.2016 20:58 Uhr von AMB
 
+0 | -0
 
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@ little_skunk

das Problem ist, mit deiner Argumentation kann man den Sabotage Akt, der hier am Volkswohl betrieben wird legitimieren und weil es dort niemanden Trifft dann durch winken. Nur in zukünftigen Prozessen wird man diesen als Muster verwenden und dann hinterfrägt man nicht mal mehr den Sinn.

Abgesehen davon, wenn es doch sowieso nicht nötig ist ein Schild auf zu stellen, dann sollte man das Schild vermeiden, denn dieses kostet genauso Geld und lenkt Menschen eventuell von wichtigerem ab.

@ all

Die limits, die mit Sicherheit begründet werden sind nicht in der Milliarden Rechnung enthalten. Würde man die einschließen, dann käm man auf viel mehr. Allerdings muß man sich sehr genau überlegen, ob man eine Gefährdungssituation nicht dadurch entspannt, daß man einen Über- oder Unterweg baut. Der ist im Verhältnis zum Schaden am Volkswohl ein klacks.

Im übrigen kann man die Auswirkungen solcher Politik in Bremen beobachten, denn dort glaube ich hat man mal eine Zeit lang Verkehrssabotage im großen Stil betrieben. Die Quittung ist heute die höchste Arbeitslosenquote denn der Mangel an Zeit macht sich irgend wann überall bemerkbar.

[ nachträglich editiert von AMB ]

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