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Flüchtlingsdebatte: Sprachwissenschaftlerin empfiehlt das Wort "Geflüchtete"

In der aktuellen Flüchtlingsdebatte zeigt sich, dass Worte eine große Macht haben, das Thema in den Medien - je nach Zielrichtung des Schreibenden - darzustellen.

So erzeugen Begriffe wie Flüchtlingsmasse und Flüchtlingsströme automatisch ungute Assoziationen. Auch der Begriff Flüchtling an sich ist problematisch, wie die Sprachwissenschaftlerin Jana Tereik erklärt.

Sie empfiehlt das Wort "Geflüchtete", denn "Geflüchtete" wird verwendet, um die Endung "-ling" zu vermeiden. Viele empfinden dies als entmenschlichend und sagen ihnen eine Nähe zu Wörtern wie Schädling nach".


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Flüchtling, Wort, Sprachwissenschaft
Quelle: bento.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.10.2015 10:38 Uhr von Bokaj
 
+3 | -18
 
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20.10.2015 10:59 Uhr von HerrVorragend15
 
+0 | -6
 
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Man könnte einfach "Leute" sagen...
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20.10.2015 11:00 Uhr von sooma
 
+1 | -1
 
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Ich wäre für "Neusiedler", entspricht etwas mehr der Wahrheit.
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20.10.2015 11:03 Uhr von HerrVorragend15
 
+0 | -8
 
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Also ich wäre ja einfach für "Leute". Wenn man dieses Wort verwendet, merkt man manchmal auch wie blödsinnig manche Aussagen eigentlich sin...
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20.10.2015 11:10 Uhr von Kanni_Maltz
 
+6 | -0
 
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George Orwell: "1984"
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20.10.2015 11:14 Uhr von RainerLenz
 
+4 | -0
 
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"So erzeugen Begriffe wie Flüchtlingsmasse und Flüchtlingsströme automatisch ungute Assoziationen. Auch der Begriff Flüchtling an sich ist problematisch, wie die Sprachwissenschaftlerin Jana Tereik erklärt."

Nun gut, dann heißt das ab jetzt "Massen von Geflüchteten" und "Ströme von Geflüchteten". ;)

Blödsinnig das ganze, hat irgendwie was von "Zigeunerschnitzel ist diskriminierend."

[ nachträglich editiert von RainerLenz ]
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20.10.2015 11:23 Uhr von Twari
 
+5 | -0
 
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Die Endung "-ling" ist tatsächlich sehr entwertend. Deshalb bin ich auch dafür statt "Zwilling" besser "Gezwillter" oder statt "Frühling" "Gefrühter" zu sagen.

"Ein Geschmetterter" ist auch viel besser...
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20.10.2015 13:55 Uhr von bundeswahrsager
 
+1 | -0
 
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„In der aktuellen Flüchtlingsdebatte zeigt sich, dass Worte eine große Macht haben....“

Möge die Macht mit ihr sein – eine Sprachwissenschaftlerin erklärte, was Sprache alles anrichten kann.

Der Bundeswahrsager stellt hierzu Folgendes richtig:

„Geflüchtete“ klingt nur scheinbar passender als andere Formulierungen, denn noch deutlich zutreffender dürfte der Begriff „Flüchtende(r)“ sein.

Die fortgesetzte Flucht offenbar sehr vieler Leute...die dauert nämlich noch an und endet möglicherweise jetzt für´s Erste in Deutschland.

In einem Interview erklärte einer der „Flüchtenden“, dass er bereits seit 38 Jahren auf der Flucht sei und dabei sehr viele Länder kennengelernt hat, hier und dort schon ein paar Jahre „gearbeitet“ hatte.

Ein echter Langzeit-Weltreisender oder doch lieber nur ein extremer Einzelfall unter den vielen, zumeist jungen, sehr motivierten Aus-Wanderern mit Berufs- und Studienwünschen ?

Wenn dieser und andere Flüchtende dieses Deutsch-Land auf einigen Ebenen einige Zeit lang um einiges besser kennengelernt haben werden, dann wird möglicherweise weiter-geflüchtet oder es wird sich nur irgendwie im Sozialsystem versteckt werden.

Und alles nicht besonders unter dem mächtigen Schlagwort „Integration“ gesehen, es bleibt für viele also eher eine sehr „flüchtige“ Perspektive übrig.

Denn in erster Linie und bei den meisten, die auf der Flucht sind – ist es offenkundig eine Flucht aus sehr schlechten Lebensverhältnissen, vor der Armut und aus der Perspektivlosigkeit in der ursprünglichen Heimat.

Über die Perspektiven hierzulande täuschen sich allzuviele mit Sicherheit und mit noch grösserer Sicherheit sind sie von vornherein von anderen darüber getäuscht worden.

Alles andere sind – Aus-Flüchte !

http://bundeswahrsager.blogspot.de
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20.10.2015 17:53 Uhr von oldtime
 
+4 | -0
 
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Wie mächtig sprache ist haben wir ja grad sehr deutlich gelernt. Da muss nur die richtige Person sagen es gibt keine Obergrenze und schon haben wir Elend ohne Obergrenze.

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