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München: Chefarzt betrügt Patienten und kassiert zu hohe Honorare

Zu den beliebtesten und besten Medizinern ganz Deutschlands gehört jener Chefarzt, der nun durch Unstimmigkeiten im Abrechnungswesen aufgefallen ist.

Zahlreiche Privatpatienten ließen sich von ihm operieren, was Chefarzt Dr. F. auch entsprechend abgerechnet hatte. Das fatale war jedoch, dass der Chefarzt nicht selbst operierte, sondern nur als Operateur eingetragen war.

Heraus kam der Abrechnungsbetrug durch die Vorlesungen des Chefarztes, die zum gleichen Zeitpunkt stattfanden, wie seine angeblichen Operationen. Er war schon einmal im Jahr 2013 ins Kreuzfeuer geraten, man warf ihm manipulative Verteilung von Spenderorganen vor.


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WebReporter: ProCrushial
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: München, Betrug, Chefarzt
Quelle: bild.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.12.2014 09:34 Uhr von ljjogi
 
+6 | -1
 
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Den Aufenthalt im Bau muss er aber selber zahlen damit der Steuerzahler nicht dafür büßen muss.....
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30.12.2014 09:42 Uhr von Arne 67
 
+4 | -0
 
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Das sind doch Götter in Weiß! Also was solls? Der zieht schnell nach Bayern um und schon ist ein netter Kuhhandel mit der Staatsanwaltschaft ausgehandelt. Auch wenn er wiederholungstäter ist, wird man Ihm in keinster Weise weh tun wollen. Immerhin hat er bstimmt auch ein paar bekannte Patienten, die auf sein Wohlwollen nicht verzichten können in der Parteikaste.

Also alles nur Schmuh, damit die Masse den Glauben an die Politikerkaste mit ihren Schergen nicht verliert.
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30.12.2014 09:51 Uhr von Gimpel1952
 
+6 | -0
 
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Verbrecher in weissen Kitteln. Solchen Halunken sofort Lizenz entziehen und eine gepfefferte Knaststrafe. Aber diese Dummpfeifen von der Justiz werden hier wieder mit hochbezahlten Anwälten einen DEAL aushandeln und alle sind zufrieden. Was für ein Verbrecherstaat ist hier bloß zugange ? KOTZ KOTZ
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30.12.2014 12:03 Uhr von NilsGH
 
+1 | -0
 
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Na das ist ja mal ein Skandal: Ein Arzt, der nicht korrekt abrechnet. :-)

Dass er sich bei Operationen hat vertreten lassen ist wirklich eine Sauerei, das ist Betrug am Patienten. Wenn dabei aber nichts schief gegangen ist, spricht das ja umgekehrt wieder für die operierenden Kollegen.

Aber was ist denn skandalös daran, dass Ärzte falsch abrechnen? Als Skandal können das nur - ich erkläre gleich warum - Kassenpatienten finden. Die bekommen ihre Abrechnungen nämlich nie zu Gesicht.

Seit ich - quasi gezwungener Maßen - von der gesetzlichen zur privaten kasse gewechselt bin, habe ich von 10 Rechnungen auf mindestens zweien "Unregelmäßigkeiten" gefunden. Macht 20 % falsche Rechnungen. Nach Beschwerden wurden diese gaaaaanz schnell korrigiert. Denn mit den Krankenkassen wollen sich die Ärzte nicht anlegen. :-)

Dass gesetzlich Versicherte das skanalös finden, ist klar: Sie erhalten keine Rechnung und die Kasse muss dem Arzt mehr oder minder vertrauen. Das nutzen viele Ärzte aus. Selbst bei privaten Rechnungen versteht man ja maximal die Hälfte von dem, was da auf der Rechnung steht. Ergo fiel es mir anfangs auch nicht auf, dass da zu viel berechnet wurde.

Als der HNO aber denn bei einer Behandlung im Rachenraum plötzlich was von Gehörgang auf die Rechnung schrieb, wurde ich stutzig. Da wurde angeblich der Gehörgang untersucht, irgend eine "Ätzung" vorgenommen, Salbe, Untersuchung und Behandlung des Gehörgangs vermerkt usw. ... zusammen etwa fünf Posten. Der hat meine Ohren nicht mal aus der Ferne betrachtet!

Da ging die Rechnerei mal los: zu viel berechnet waren rd. 75,- €. Das bei jedem der ca. 100 Patienten am Tag macht 7500,- € Plus. Selbst wenn es nur jeder 10. ist sind es immer noch 750,- € am TAG!

Jeder Arzt sollte die Rechnung an die Kasse UND an den Patienten schicken müssen. Egal, welche Kasse. Das wäre zwar ein zusätzlicher Aufwand, aber diese Bürde müssten sie einfach tragen, wenn da solch ein Schindluder getrieben wird. Jeder, der pro Jahr mehrmals falsch abrechnet, sollte zudem empfindliche Strafen zahlen müssen. Das wäre unserem Gesundheitssystem sehr zuträglich und würde Beitragserhöhungen entgegenwirken.
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30.12.2014 12:33 Uhr von MrDesperados
 
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Darüber bin ich jetzt nicht wirklich schockiert. Das sind doch totale Peanuts!

Mein bester Kumpel arbeitet in einem Krankenhaus als Krankenpfleger und was der schon für Geschichten vom Stapel gelassen hat ist haarsträubend. Er sagt, er muss über diese Vorkommnisse mit anderen Menschen Sprechen weil diese Vorfälle sehr an seiner Psyche nagen. Er stellt den gesamten Berufszweig in Frage und will aus dem Gesundheitsbereich raus.

Nur mal zwei Beispiele:

Es steht der Chefarzt mit zwei Pflegern am Bett einer 80 jährigen Dame, welche im Sterben lag. Man bespricht was man noch tun kann, als der Arzt plötzlich auf seine Uhr schaut und das Gespräch unterbricht und fröhlich sagt: "So, Zeit fürs Mittagessen. Wer kommt mit?". Beide Pfleger haben heftig gegen das Verhalten des Arztes protestiert, dieser hat nur müde gelächelt.

Ich persönlich mag ja schwarzen Humor, daher ist dies meiner Meinung nach nur etwas grenzwertig.

Ein weiterer Fall betraf eine Frau mittleren Alters, die seit einigen Wochen im Koma lag. Der behandelnde Arzt traf dann auf einmal die Entscheidung, alle Lebenserhaltenden Maschinen dieser Frau abzuschalten, OHNE die Angehörigen vorher darüber in Kenntnis zu setzen. Die Frau starb und man gab eine natürliche Todesursache an. Als der Pfleger den Arzt zur rede stellte, gab dieser als Begründung an: "Nach einiger Zeit verdienen wir an solchen Patienten nichts mehr und sie liegen uns nur noch auf der Tasche rum. Es ist ohnehin für die Angehörigen das Beste gewesen."

Ich kann nicht beurteilen, ob diese Erzählungen wahr sind, da ich sie nicht erlebt habe. An der Stimmungslage meines Kumpels erkenne ich aber, dass Ihn das alles sehr bedrückt und zusetzt. Sollte dies stimmen, so haben wir ein echt großes Problem in Deutschland. Würdet Ihr den Krankenhäusern, vor allem Ärzten im allgmeinen, noch euer Leben anvertrauen wenn man solche Erzählungen mitbekommt? Ich bin da verunsichert.

Als ich ihn fragte, warum er mit diesen Dingen nicht an die Öffentlichkeit gehe, sagte er nur: Solche Dinge passieren unter der Hand und es gibt keine Aufzeichnungen über diese Geschehenisse. Dinge versteckt aufzuzeichnen traue sich niemand, da das Pflegepersonal Angst hat Ihren Job zu verlieren.

Bei sowas bräuchten wir wirkliche Leaks an Informationen. Tonaufnahmen, Videos oder Dokumente. Diese Leute müssen bloßgestellt und verurteilt werden.

Wenn ich mir dieses Deutschland heute mit all seinen Facetten so ansehe, schäme ich mich dafür Deutscher zu sein.

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