28.12.14 14:23 Uhr
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Azubi-Mangel: Handwerk setzt auf Bleiberecht für Flüchtlinge

Das deutsche Handwerk verlangt ein begrenztes Bleiberecht für junge Flüchtlinge, die ausbildungswillig sind. Unter ihnen seien sehr viele mit einer guten Schulbildung und großem praktischen Geschick, sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans-Peter Wollseifer.

Bei vielen Handwerksbetrieben in Deutschland bleiben die Lehrlingsplätze unbesetzt. Hauptgründe hierfür sind neben rückläufigen Geburtenzahlen der Lauf der jungen Jahrgänge auf Hochschulen.

Der Handwerkspräsident forderte die Politik auf, den Betrieben Planungssicherheit durch neue rechtliche Reformen zu geben, da die Flüchtlinge die ganze Ausbildungszeit in Deutschland bleiben müssten.


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WebReporter: marc01
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Flüchtling, Mangel, Handwerk, Azubi, Auszubildende, Bleiberecht
Quelle: spiegel.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.12.2014 14:36 Uhr von Justin.tv
 
+42 | -12
 
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liebes handwerk

wie wäre es denn mit einer besseren bezahlung?
5 tage die woche für 500 brutto ist ein witz
und nach der ausbildung 9€ pro stunde in einer zeitarbeitsfirma

wenn man durch hartz4 und wohnzuschuss mehr bekommt als durch eine vollzeitstelle, dann läuft doch was falsch

am schlimmsten sind die betriebe, die nur ausbilden und nicht übernehmen
die billigsten arbeiter sind azubis
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28.12.2014 14:58 Uhr von lopad
 
+25 | -4
 
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"Unter ihnen seien sehr viele mit einer guten Schulbildung und großem praktischen Geschick, sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans-Peter Wollseifer. "

Die man dann nochmal für weit weniger als den üblichen, bereits niedrigen, Branchenlohn beschäftigen kann.

"Hauptgründe hierfür sind neben rückläufigen Geburtenzahlen der Lauf der jungen Jahrgänge auf Hochschulen. "

Hauptgründe hierfür ist das miese Grundgehalt in Verbindung mit unmengen unbezahlter Überstunden.

Denn auch der Azubi/Geselle kann seine Rechnungen nicht mit Luft und Liebe bezahlen..
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28.12.2014 15:02 Uhr von WalterWhite
 
+17 | -16
 
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Jetzt kommen wahrscheinlich wieder die Rednecks, die schreien "die Ausländer klauen unsere Jobs!". An diejenigen will ich folgendes sagen: Wenn jemand, der nicht deutsch spricht, aus einem Kriegsland kommt und keine Ausbildung oder Kontakte hat, dir den Job wegnehmen kann, dann würde ich mir mal Gedanken machen...
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28.12.2014 15:04 Uhr von ar1234
 
+14 | -2
 
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Wie währe es denn mit Planungssicherheit für die Azubis und die fertig ausgebildeten Arbeiter?
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28.12.2014 15:15 Uhr von blaupunkt123
 
+27 | -3
 
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Ja jetzt haben sie ihre neuen Billigarbeiter entdeckt....

Immer diese Lügerei. Wir finden hier keinen blabla...

Kein Wunder, wenn für eine Handwerkerlehre Hauptschüler und immer mehr Realschüler abgelehnt werden.
Teilweise wollen sie ja Leute mit Abitur ködern...

Und das dann für einen Lohn der einfach lachhaft ist.

Viele Hauptschüler haben genauso Geschick. Jedoch vielleicht eine 3 in Deutsch.
Flüchtlinge können kein- bis schlechtes Deutsch und die sind jetzt plötzlich gefragt ?

Das sich diese Kapitalisten nicht schämen.
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28.12.2014 15:35 Uhr von Shalanor
 
+11 | -13
 
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Was hier an Dummheit rumrennt ist wiedermal zum totlachen.
Denkt ihr der kleine Handwerker, der jeden Arbeiter beim Namen kennt, die Gesamte Familie zu Betriebsfesten einläd und selber 16 Stunden am Tag buckelt nur damit die Arbeiter weiterhin ihre Arbeit machen können ist der von euch propagierte Finanzhai?
Seid ihr geistig eigentlich auf der Höhe einer handelsüblichen Erdnuss oder noch dümmer?
Die Großfirmen töten das deutsche Handwerk. Ausbluten bis zum geht nichtmehr, Preise drücken mit der vorhandenen marktmacht und alles mit Politischer Rückendeckung.
Und dann wie immer "MIMIMI LOHN!!!!!!". Wisst ihr eigentlich das eure Gier diese ganze scheise erst produziert? Der Einzige der sich bei Lohnerhöhungen freut ist der Staat! Lohnsteuer rauf, Mehrwertsteuer auf alles was mehr gekauft wird ebenso da freut sich der Staat. Und euren höheren Lohn mus man mit mehr Umsatz erwirtschaften ergo Umsatzsteuer. Und diese höheren preise für eure Produkte müssen eure Kunden ebenso an ihre Kunden weitergeben ergo habt ihr deppen am Ende wesentlich weniger aber ne höhere Zahl aufm Gehaltcheck. Und ihr freut euch auchnoch :).
Ihr seid das einzige dumme Tier das lachend zum schlachter rennt....
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28.12.2014 15:40 Uhr von Justin.tv
 
+14 | -7
 
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wieso bekomm ich soviel minus
rechen wir mal durch

handwerk vs arbeitslos

handwerk
zeitarbeitsfirma 9,5€/stunde 37,5h/woche sind im monat ~ 1200 netto
2 zimmer wohnung 600€ warm
auto mit amortisation 200€
~400€ pro monat

arbeitslos
alleinstehend 391€
miete wird übernommen 0€
auto nicht notwendig 0€
~400€ pro monat
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28.12.2014 16:01 Uhr von mcdar
 
+9 | -1
 
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...Azubimangel gibt es auch deswegen, weil alle Schüler von der Grundschule an den gleichem Lehrplan haben und dann, zack auf zack dürfen sie sich aus einer Unmenge von Berufen auf eines fixieren. Das ist verwirrend. Die Schüler nehmen dann das naheliegende, nicht das, in dem sie gut sein könnten.
Die Pflicht der Lehrer als Pädagoge ist, schon früh zu erkennen, welche Fähigkeiten ein Kind mitbringt und es auf diesen weiteren Weg zu führen und zu unterstützen. Aber...das ist beinahe Utopie in dieser Konzernenwelt...
...im Ostblock hat man sich noch danach gerichtet...
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28.12.2014 16:05 Uhr von muell222
 
+13 | -1
 
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"76.000 junge Menschen fanden im vergangenen Jahr keine Ausbildungsstelle, gleichzeitig blieben Tausende Lehrstellen unbesetzt. Deutschlands Ausbildungsmarkt krankt - das macht der jüngste Berufsbildungsbericht deutlich....

...Konkret heißt das: Bei der Vermittlung von Ausbildungsplätzen gab und gibt es erhebliche regionale Probleme, aber auch Engpässe in bestimmten Berufsfeldern. So hatten vor allem Arbeitgeber in der Gastronomie und Ernährungsberufe wie Metzger und Bäcker Mühe, ihre Lehrstellen zu besetzen. Diese Branchen sind wegen schlechter Arbeitszeiten und geringer Verdienstmöglichkeiten eher unbeliebt bei jungen Leuten. Traditionell sind hier auch die Abbrecherquoten am höchsten."

http://www.sueddeutsche.de/...

Da wird wohl um billige Sklaven für unbeliebte Berufe gebettelt.
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28.12.2014 16:22 Uhr von shadow#
 
+3 | -11
 
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Nicht quatschen, Pilotprojekte starten.
Sehr viele junge Flüchtlinge sprechen gutes Deutsch und gehen in Deutschland zur Schule, nur um danach wahllos wieder abgeschoben zu werden. Wie wäre es mal mit ein paar sinnvollen Incentives? Bestandenes Abitur an deutscher Schule, Bleiberecht und Arbeitserlaubnis. Solange sie keine Sozialleistungen beziehen, können sie Eltern und Großeltern später meinetwegen auch gleich noch mitbringen. Steuern sind Steuern.
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28.12.2014 16:53 Uhr von lopad
 
+10 | -3
 
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"Denkt ihr der kleine Handwerker, der jeden Arbeiter beim Namen kennt, die Gesamte Familie zu Betriebsfesten einläd und selber 16 Stunden am Tag buckelt nur damit die Arbeiter weiterhin ihre Arbeit machen können ist der von euch propagierte Finanzhai? "

Da manche von den "kleinen Handwerkern" selbst im AMG, "M" BMW oder sonstigen hochpreisigen Fahrzeugen vorfahren während deren Gesellen zusehen müssen wie sie übers Jahr kommen, ja.

Deine beschriebene "Familienbetrieb Romantik" ist heutzutage doch eher die Ausnahme.
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28.12.2014 16:53 Uhr von architeutes
 
+4 | -4
 
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Ist das jetzt klug lieber gar nichts zu tun als in die Lehre zu gehen ?? Muss ja jeder selber wissen aber die Chance den Zug zu verpassen ist mehr als groß.
In den nächsten Jahrzehnt wird sich nicht viel ändern und wer dann mit 30 in die Arbeitswelt eintreten will wird sich sicher wundern über eine massive Ablehnung.
Denn dort sitzen dann jene die sich den beschwerlichen Weg gestellt haben.
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28.12.2014 17:53 Uhr von silent_warior
 
+5 | -3
 
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Wenn ich frühs mit der Bahn zur Arbeit fahre treffe ich auch auf eine ganze Menge Azubis und es gibt viele die von einer Ausbildung in eine andere kommen weil sie dort einfach nicht übernommen wurden.

Wenn das irgend welche Chaoten wären, dann würde ich das verstehen.

Die Unternehmen bekommen vom Staat Geld wenn sie Jugendliche ausbilden, deshalb werden mehr Jugendliche ausgebildet als überhaupt gebraucht werden.

Im Endeffekt werden die Jugendlichen verarscht und ausgenutzt.

... es geht nur ums Geld, die Menschen sind den Firmen in Wirklichkeit egal.
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28.12.2014 18:16 Uhr von Winneh
 
+4 | -4
 
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Auszubildende bekommen schon jetzt in vielen Berufen das erste Lehrjahr nicht bezahlt. Man bietet einfach nur ein Praktikumsjahr mit Berufsfachschule an, die dann das erste Lehrjahr ersetzt.
Hintergrund? Ganz einfach, einen Praktikanten brauch man nicht bezahlen!

Bei solchen Praktiken wird sich dann noch muckiert, das keiner ins Handwerk will - finde den Fehler!
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28.12.2014 20:02 Uhr von Jonny87
 
+4 | -2
 
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Wenn wundert das heute noch, die Azubi "Entlohnung" reicht doch bei den heutigen Kosten vorne und hinten nichtmehr! Musste zwei mal die Woche 90km (hin und zurück) in die Berufschule fahren, und täglich zur Arbeitsstelle. Da geht das meiste von den 500 Euro monatlich schon für den Sprit weg! Die Entlohnung ist einfach nichtmehr Zeitgemäß! Vorallem da in den meisten Betrieben die Azubis als Vollwertige Mitarbeiter arbeiten...
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28.12.2014 21:29 Uhr von LucasXXL
 
+3 | -4
 
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@ lopad "Da manche von den "kleinen Handwerkern" selbst im AMG, "M" BMW oder sonstigen hochpreisigen Fahrzeugen vorfahren während deren Gesellen zusehen müssen wie sie übers Jahr kommen, ja."

Sorry aber da hat der Handwerker aber min. die doppelte Arbeitszeit abgerissen und arbeitet am Ende noch viel effektiver als ein Geselle! Zudem trägt er auch noch die Verantwortung für die Lehrlinge und Gesellen! Aber glaub mir die allewenigsten Handwerker leisten sich große Autos :-)
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28.12.2014 21:34 Uhr von Mankind3
 
+6 | -2
 
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@slimer

Das ist gesetzlich festgelegt mit der erhöhung des ALG 2, ach und Langzeitarbeitslose haben die ersten 6 Monate keinen Anspruch auf Mindestlohn.

Das ist das neue Schlupfloch für die Billig Arbeitskräfte, warum 8,50 blechen wenn man alle 6 monate nen neuen bekommen kann der keinen Anspruch auf den Mindestlohn hat.
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28.12.2014 23:19 Uhr von 1Beamy1
 
+1 | -4
 
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Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Was man hier vor hat, ist das Angebot aufzubohren.
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29.12.2014 10:27 Uhr von Marco Werner
 
+4 | -0
 
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@Mankind3
Es ist abzusehen,was passieren wird: Die Vermittlungszahlen der Agentur für Arbeit steigen,aber die Holzköpfe in Nürnberg wundern sich,daß die Arbeitslosenzahlen weitestgehend gleich bleiben. Auf die Idee,daß die Leute einfach nur ausgetauscht werden und für jeden,der aus der Statistik verschwindet,einer dazukommt, kommen sie natürlich nicht.

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