18.12.14 21:30 Uhr
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Schwerwiegende Sicherheitslücken im bisher sicher geglaubten UMTS-Netz

Das von der Vielzahl der Mobiltelefonierer genutzte UMTS-Netz weist schlimme Sicherheitslücken auf. Die "Süddeutscher Zeitung" und der WDR haben Nachforschungen betrieben. IT-Experten fanden heraus, dass es möglich ist auf fremde Gespräche und andere Arten von Kommunikation zuzugreifen.

Die Experten legten eine Schwachstelle im SS7-Protokoll offen, dass zur Kommunikation unter den Anbietern dient. So ist es notwendig Daten von einem Bereich einer Vermittlungsstelle zu einer anderen zu leiten. Dies ist der Fall wenn die Telefonierenden das Einzugsgebiet wechseln.

Ein Sprecher der Telekom nannte den Versuch, dass jeder Betreiber die Lücken eigenständig schließen möchte, als Notlösung. Vielmehr müsse das Problem übergreifend angegangen werden. Zudem sei es erforderlich dem Telekommunikationsgeheimnis wieder mehr Beachtung zu schenken.


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WebReporter: Katerle
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Handy, Netz, Sicherheitslücke, UMTS
Quelle: www.tagesschau.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.12.2014 21:56 Uhr von TinFoilHead
 
+8 | -1
 
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Schwerwiegende Sicherheitslücken im bisher sicher geglaubten UMTS-Netz

Wer hat das geglaubt, das ein Funknetz sicher sei???
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18.12.2014 22:15 Uhr von ThomasHambrecht
 
+6 | -2
 
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Deswegen sage ich geheime Sachen, wie z.B., was ich einkaufen muss, auch niemals am Handy. Der Lauscher soll seine Einkaufsliste selbst zusammenstellen.
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18.12.2014 22:45 Uhr von Tuvok_
 
+3 | -0
 
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Tja ich wette "Spezialisten" wie Rohde und Schwarz kannten den Fehler seit Jahren und haben es als Feature in ihr Spezial Equipment eingebaut und sich gut bezahlen lassen von BND NSA und jeder anderen Staatlichen ode rhalbstaatlichen Behörde die es bezahlen konnte.
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18.12.2014 23:31 Uhr von LucasXXL
 
+3 | -0
 
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Naja wenn ich meine Frau anrufe und jemand Anderes isrt in der Leitung zeugt das ja nicht gerade von großer Sicherheit *lach*

Das ist mir jetzt schon 3 mal passiert. Einmal konnte ich ein Gespräch mit zwei Damen belauschen ein anders Mal als ich mit meiner Frau telefonierte war plötzlich jemand Anderes in der Leitung und beim dritten Mal hörte ich einen Herrn der redete bis die Verbindung abrach. war Übrigends von Vodafone ins E-Plus Netz.
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19.12.2014 00:36 Uhr von WinnieW
 
+3 | -0
 
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@TinFoilHead

Nun ja ein Funknetz ist immer so sicher wie es denn gemacht ist.
Die Sicherheit basiert auf bei der digitalen Übertragung von Daten auf kryptografischen Verfahren.

Interessanterweise ist die Übertragung von diesen Daten zu anderen Anbietern in den meisten Fällen unnötig. Die Übertragung dieser Daten ist lediglich für das sog. Roaming notwendig.
Wer nicht im Ausland mit dem eigenen Mobiltelefon telefonieren möchte wäre im Prinzip überhaupt nicht davon betroffen. Die Infos werden allerdings dennoch zwischen den Netzbetreibern ausgetauscht, so dass wahrscheinlich unsere Mobiltelefone trotz Verschlüsselung von ausländischen Geheimdiensten mitgehört werden können.
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19.12.2014 01:50 Uhr von Pils28
 
+3 | -0
 
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Das interessante an der Sache ist, dass es sich hierbei wohl um eine gewollte Zugriffsmöglichkeit handelt und nicht um eine Sicheheritslücke aufgrund einer zufälligen Schwachstelle.
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19.12.2014 11:53 Uhr von Shortster
 
+0 | -0
 
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@WinnieW

"...die Übertragung dieser Daten ist lediglich für das sog. Roaming notwendig."...

Das stimmt so nicht. Diese "Übertragung" ermöglicht erst, dass du mit deinem Mobiltelefon auch wirklich _mobil_ sein kannst. Das, was du als "Roaming" bezeichnest, findet quasi jedes Mal und zu jeder Zeit statt, sobald du dich nicht mehr im Bereich deiner, nennen wir es mal "HomeLocation" befindest. Technisch gesehen immer wieder dasselbe. Einziger Unterschied ist, dass sich die Anbieter diesen Transfer vergolden lassen, wenn er in Fremdnetze oder sogar ins Ausland stattfindet. Aus technischer Sicht gibt es da keinen wirklichen Unterschied.

[ nachträglich editiert von Shortster ]
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19.12.2014 12:24 Uhr von WinnieW
 
+0 | -0
 
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Die Sache ist nicht so einfach zu verstehen, aber SS7 hat nichts mit der Funkübertragung an sich zu tun, sondern mit diesem Protokoll tauschen verschiedene Telekommunikationsunternehmen Daten aus welche es ermöglichen dass die Leute in versch. Mobilfunknetzen telefonieren können.

http://www.heise.de/...

[ nachträglich editiert von WinnieW ]
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19.12.2014 13:25 Uhr von Shortster
 
+2 | -0
 
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Nö, nicht mit der Funkübertragung an sich. Aber sämtliche Kommunikation erfolgt mittels SS7. Selbst innerhalb deines eigenen Netzes kommuniziert dein HLR mittels SS7 mit den VLR. Schon hier wird es theoretisch unangenehm, was aber durch andere Mittel abgefangen werden kann. Problem ist allerdings, dass eben bspw. in Deutschland standardmäßig mehr Informationen an jeden übermittelt werden, als technisch notwendig wären, wie z.B. die Kommunikationsschlüssel. Jeder, der sich als SP in dieses Netz hängt und sich als fremder Provider ausgibt, bekommt (bekam) diese Schlüssel frei Haus hinterhergeworfen...
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23.12.2014 12:08 Uhr von Jaegg
 
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....... Und dann sagte ich:

Telekommunikationsgeheimnis!

*pruuust* *gnahahaha*

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