16.12.14 14:03 Uhr
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Amoklauf von Newton: Waffenhersteller wird von Opfer-Familien verklagt

Bei dem Amoklauf in der amerikanischen Stadt Newton wurden 20 Kinder und sechs Erwachsene von einem Täter mit einem halbautomatischen Gewehr vom Typ AR-15 erschossen.

Das Gewehr stammt von dem Waffenhersteller Bushmaster, den die Opferfamilien nun verklagen.

"Diese Waffe wurde nicht für die Selbstverteidigung oder die Jagd entworfen, diese Waffe wurde entworfen, um andere Menschen effizient im Gefecht zu töten", so der Klägeranwalt.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Opfer, Amoklauf, Waffenhersteller, Newton
Quelle: n-tv.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.12.2014 14:08 Uhr von TinFoilHead
 
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Heisst das Kaff nicht Newtown?

Gute Doku zum Thema:
We need to talk about Sandy Hook
https://www.youtube.com/...
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16.12.2014 14:51 Uhr von KaiserackerSK
 
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Tja USA. Es stand auf dem Gewehr nicht drauf. „Munition nicht in Waffe einlegen wenn sie auf andere Menschen zielen außer sie sind Soldat im Kampfeinsatz.“ Die Dummheit der Menschen wird von den Gerichten dort auch noch belohnt. Und unsere Politiker wundern sich warum wir Abkommen wie TTIP mit Kanada und dann zwangläufig auch CETA mit den USA nicht haben wollen.
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16.12.2014 15:05 Uhr von langweiler48
 
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@Ming Ming ....

Und das Schlimme dabei ist, dass die Richter dem Kläger auch noch recht geben werden. Fakt ist doch, dass die Gesetze es erlauben solche Waffen an x-beliebige Leute zu verkaufen.

Ein Hersteller, der weitab vom, im wahrsten Sinne des Wortes, Schuss lebt, den kann man nicht in Verantwortung nehmen, wenn ein nicht für solch eine Waffe geeigneter Mensch sie kaufen kann.

Schuld sind hier die obersten Stellen der Regierung. Da aber jeder Staat in den USA seine eigenen Gesetze macht und sie auslebt, müsste man dann die Gouverneure in die Pflicht nehmen.
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16.12.2014 15:23 Uhr von TinFoilHead
 
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Originalquelle:

"Amoklauf von NEWTON - Opferfamilien verklagen Waffenhersteller

Der Amoklauf in der US-Kleinstadt NEWTON könnte einen Waffenhersteller teuer zu stehen kommen. Angehörige der Getöteten verlangen vom Unternehmen Bushmaster, Schadenerssatz zu leisten.

Zwei Jahre nach dem Schulmassaker von NEWTOWN im US-Bundesstaat Connecticut haben Opferfamilien den Hersteller des damals verwendeten Sturmgewehrs auf Schadenersatz verklagt."

Für die Dummheit von RTL´s N-TV, und die Blindheit des Posters sowie des "Checkers" muss man natürlich Minusse an die Leute verteilen, die auf den Fehler hinweisen.

Zeugt von Intelligenz, lol
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16.12.2014 15:56 Uhr von Frudd85
 
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Da geht es darum, dass der Hersteller militärische Waffen für Zivilisten herstellt, bewirbt und vertreibt. Das kann man schon moralisch fragwürdig finden.
Dennoch schließe ich mich denen an, die das vielmehr als Problem der Gesetzgebung sehen.
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16.12.2014 16:44 Uhr von CoffeMaker
 
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"Da geht es darum, dass der Hersteller militärische Waffen für Zivilisten herstellt, bewirbt und vertreibt. Das kann man schon moralisch fragwürdig finden."

Das Recht auf Selbstverteidigung ist moralisch nicht fragwürdig.
Solange Schusswaffen hergestellt werden (ob für den militärischen oder zivilen Bereich) sollte jeder Mensch der psychisch ok ist das Recht haben eine Waffe zu besitzen. Weil es ist total beschissen mit nem Messer zur Schießerei zu kommen.

Das man vorhält das dieses Massaker nur geschehen konnte weil der Täter eine Armeewaffe hatte ist haltlos. Das gleiche Ergebnis hätte man auch wenn der Täter mit 2 Pistolen in die Schule reinmarschiert wäre.
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16.12.2014 19:56 Uhr von Justus5
 
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Ganz ehrlich: Auf so eine Klage warte ich schon seit Jahren.
Endlich kommt sie.
Keine Ahnung, wie´s ausgeht. Aber alleine der Prozess wird die Waffenlobby in Amiland ganz schön ins Schwitzen bringen.
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17.12.2014 06:10 Uhr von kritischer_noergler
 
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Na klar und wenn ich einen Unfall bau ist der Hersteller schuld oder ich kauf eine Glasflasche muss aber vorher nachweissen das ich niemanden damit erschlagen will.
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17.12.2014 10:57 Uhr von Frudd85
 
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@Coffemaker:

Da haben wir unterschiedliche Meinungen zum Waffenbesitz, die bestimmt auch unterschiedlich bleiben werden.

Ich für meinen Teil halte es für nicht gut, Zivilisten Sturmgewehre zugänglich zu machen und generell (automatische) Schusswaffen.
Das hat für mich weniger mit einem moralischen Recht auf Selbstverteidigung zu tun denn mit gesundem Menschenverstand. Wenn solche Waffen nicht im freien Umlauf sind, passiert weniger. Die jährlichen Opferzahlen in den USA zeigen das recht deutlich. (Und ich bin mir bewusst, woher die Waffenvernarrtheit vieler Amerikaner kommt, mein Urteil hat nichts mit kultureller Ignoranz zu tun.)

Und dass das mit zwei Pistolen genauso verlaufen wäre kann man auch einschränken. Erstens sollten die genauso restriktiv gehandhabt werden und nicht frei zugänglich sein und zweitens beeinflusst die Wahl der Waffen das taktische Vorgehen enorm. Hier zum Beispiel ist die Zielgenauigkeit mit einem Sturmgewehr, mit dem man anlegen und zielen kann, höher als mit zwei Pistolen, mit denen man gleichzeitig schießt. Um mit einer Pistole zielgenau (v.a. in Bewegung) gut treffen zu können, muss man sie mit beiden Händen halten (natürlich gibt es auch militärisch ausgebildete Superschützen, auf die das nicht zutrifft. Auf Max Mustermann aber schon), außerdem ist die Durchschlagskraft eines Sturmgewehrs um einiges höher.
Nun halte ich so etwas aber eher für zynischen Positivismus, wenn es unterm Strich darum geht, dass es für die Gesellschaft sicherer ist, wenn Schusswaffen nicht frei zugänglich sind.
China z.B. hat eine extrem restriktive Politik, was Schusswaffen in Zivilbesitz angeht, man kommt da kaum an eine solche Waffe. Amokläufe gibt es dort auch, keine Frage - aber die Täter sind meistens dazu genötigt, Hieb- und Stichwaffen zu verwenden, was die Opferzahl drastisch reduziert.
Ich halte das für relevante Argumente.
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17.12.2014 11:24 Uhr von Winneh
 
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"Wenn solche Waffen nicht im freien Umlauf sind, passiert weniger."
Genau das ist der Denkfehler. Es passiert genau das Gegenteil, da Waffen so oder so ins Land kommen (Schwarzmarkt).

"Die Studie durch das Crime Prevention Research Center hat ergeben, dass nun11.1 Millionen Amerikaner, gegenüber 4,5 Millionen von 2007, berechtigt sind für das verdeckte Tragen. Dieser 146 prozentigen Zunahme stehen nun eine Mord und Gewaltverbrechensrate gegenüber die um 22% rückläufig ist."

http://german-rifle-association.de/...



[ nachträglich editiert von Winneh ]
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17.12.2014 12:10 Uhr von Frudd85
 
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@Winneh:

Aber viel weniger Waffen. Klar gibt es immer Leute, die so entschlossen sind oder entsprechende Verbindungen haben, um sich illegal Waffen zu besorgen. Aber im Großen und Ganzen gibt es weniger Tote, wenn Sturmgewehre nicht im Supermarktregal stehen.

Zu deiner Quelle:
Erst mal wäre ich vorsichtig, eine solche Aussage von einem Interessenverband einfach so hinzunehmen, weil dahinter ja eine Teleologie steht und zweitens geht es doch nicht nur ums verdeckte Tragen von Waffen in der Öffentlichkeit. Dazu kommt inzwischen sogar das offene Tragen von Waffen in der Öffentlichkeit und die Millionen Schusswaffen daheim, die doch das eigentlich Entscheidende sind. Einem Amokläufer ist es doch egal, ob er seine Waffe verdeckt tragen darf oder nicht, entscheidend ist der unglaubliche einfache Zugriff auf die Waffe.

Die weltweit einzigartig hohe Todesrate durch Schusswaffen in den USA spricht für sich und gegen den exzessiven Waffenbesitz.
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17.12.2014 14:47 Uhr von Winneh
 
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"Aber im Großen und Ganzen gibt es weniger Tote, wenn Sturmgewehre nicht im Supermarktregal stehen"
Nur eine leere Behauptung.
Wenn du sowas in den Raum wirfst, dann bring auch Quellen ums zu untermauern.
Die Todesrate, die du immer wieder anführst, hat nichts mit dem Privatbesitz von Schusswaffen zu tun. Das wird immer wieder durch Studien belegt, vielmehr hat die USA ein generelles Problem mit dem florierenden Schwarzmarkt von Schusswaffen.
Mit den Schusswaffen aus dem "Supermarktregal" werden nämlich nur in den seltensten Fällen Verbrechen verübt.
Aber hey, wenns nicht passt wirds ignoriert, macht wenig Sinn so eine Diskussion zu führen.
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17.12.2014 15:16 Uhr von Frudd85
 
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Ich werde mich dem später genauer widmen, erst mal nur kurz was Allgemeines:

"Aber hey, wenns nicht passt wirds ignoriert, macht wenig Sinn so eine Diskussion zu führen."

Immer mit der Ruhe, ich habe erst einmal auf deinen Post geantwortet und schon kommst du so.
Genauso könnte ich dir jetzt vorhalten, dass du meinen Entwurf mit dem Interessenverband als Quelle ignorierst, weil es dir nicht passt. Also halt dich erst mal zurück mit solchen Urteilen und bringe vielleicht selbst Verweise zu deinen Studien - sonst sind das doch auch nur leere Behauptungen, oder?

Ich werde mich später (spätestens morgen) daran setzen (wenn ich Zeit hab) und mal die Belege raussuchen, wobei ich generell kein Freund des Googlens bei so etwas bin - man findet doch immer das, was man finden will, meinst du nicht auch?
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17.12.2014 22:28 Uhr von Frudd85
 
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@Winneh:

So, nun mal ein paar inhaltliche Antworten:

"Die Todesrate, die du immer wieder anführst, hat nichts mit dem Privatbesitz von Schusswaffen zu tun. Das wird immer wieder durch Studien belegt, vielmehr hat die USA ein generelles Problem mit dem florierenden Schwarzmarkt von Schusswaffen."

Nein, das stimmt so nicht. Gerade der Privatbesitz ist das Problem, und da vor allem die nicht ausreichende Sicherung. Paradox ist, dass die ursprüngliche Intention des privaten Waffenbesitzes durch ebenjenen ad absurdum geführt wird: Waffen daheim dienen dem Schutz der Familie und werden gerade deswegen allzu oft nicht sicher verstaut, sondern geladen und griffbereit deponiert - und genau dadurch kommt es zu extrem vielen Unfällen mit Schusswaffen.

Nun erst mal einschränkend: Es gibt logischerweise Studien, die mal einen positiven Effekt von Waffenrestriktionen auf die Zahl der Schusswaffenopfer belegen (z.B.: http://www.washingtonpost.com/...), genauso gibt es Studien, die das Gegenteil sagen (http://www.justfacts.com/...).
Dass es da keine einheitliche Meinung gibt, überrascht nicht angesichts der politischen Aufladung, die das Thema in den USA erfährt. Wobei ich zuletzt ein Übergewicht der Studien feststelle, die in den laschen Waffengesetzen und Morden einen Zusammenhang sehen, z.B. hier: http://ajph.aphapublications.org/...

Aber recht eindeutig ist, dass 60 % aller Schusswaffentoten (Kinder und Jugendliche) in privaten Haushalten auftreten und damit tendenziell nicht in einem Verbrechensumfeld, sondern durch Unfälle.

Diese Zahlen widersprechen dann auch dieser deiner Aussage: "vielmehr hat die USA ein generelles Problem mit dem florierenden Schwarzmarkt von Schusswaffen."

"Mit den Schusswaffen aus dem "Supermarktregal" werden nämlich nur in den seltensten Fällen Verbrechen verübt."

Da gibt es auch andere Stimmen - bei den allermeisten Amokläufen handelte es sich um legal erworbene Schusswaffen entweder des Täters selbst oder von engen Angehörigen.
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17.12.2014 22:37 Uhr von Frudd85
 
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@Hibbelig:

"Aber warum sollte das bei Messern anders aussehen? Immerhin kommen in Deutschland deutlich mehr Menschen durch Messer als durch Schusswaffen um. Die Frage ist ernst gemeint."

Klar ist das ne legitime Frage, wenn sie auch natürlich etwas seltsam wirkt. Es ist aber klar, worauf du hinaus willst. Deswegen möchte ich noch mal betonen, dass mein Urteil über den Waffenbesitz in den USA nichts mit politisch-kultureller Ignoranz zu tun hat und ich mir dieser Implikationen in dem Land durchaus bewusst bin. Ein gutes Gegenbeispiel ist das generelle Tempolimit in Deutschland: Garantiert gäbe es weniger Tote im Straßenverkehr, wenn es das gäbe. Trotzdem ist das in Deutschland nicht machbar, weil es eben hier allgemein der vermeintlichen bürgerlichen Freiheit widerspricht, so wie strengere Waffengesetze in den USA.

Nun gibt es aber natürlich einen ganz pragmatischen Unterschied: Köche brauchen Messer, um ihren Beruf auszuüben, Menschen brauchen sie daheim, um sich Essen zuzubereiten.
Eine Schusswaffe aber hat über die Funktion des Tötens hinaus keine weitere Anwendung - wer beruflich eine braucht (Jäger, Soldaten, Polizisten), sollte auch eine haben, darüber hinaus bin ich skeptisch.

"Ach ja: in den USA sind die von Dir genannten automatischen Waffen verboten, dennoch gibt es viele in der Bevölkerung. Was bringt das Verbot?"

Mein Fehler, ich habe da halbautomatische und automatische vermengt. Die Bushmaster ACR z.B. ist ja anscheinend eine halbautomatische, keine automatische. Obwohl sie verdammt schnell feuern kann. Ich bin zumindest davon ausgegangen, dass der Täter von Sandy Hook eine legale Bushmaster besaß, dann muss das ja als halbautomatische klassifiziert werden, oder?

Im Grunde bringt ein Verbot aber natürlich nichts, wenn es nicht umgesetzt wird. Und jetzt ein Verbot zu implementieren, wo ca. 300 Mio. Schusswaffen in Privatbesitz in den USA zirkulieren, ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, dessen bin ich mir bewusst. Ich denke da nur an meine amerikanischen Bekannten, die sich 2008 erst mal (legal) mit Sturmgewehren eindeckten, einfach weil sie Angst hatten, dass Obama das nun verbieten würde.
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17.12.2014 22:39 Uhr von ElChefo
 
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...gute Güte.

Verklagen wir Boeing, weil die Flugzeuge des 11. September von ihnen gebaut wurden. Verklagen wir den Logan Airport, weil dort die Startfreigabe erfolgte.

...oh... und warum klagt man gegen den Hersteller und nicht den Händler? Ach ja. Weil der ein legales Produkt auf legalem Weg an einen zum Erwerb Berechtigten verkauft hat? Oder vielleicht doch, weil bei einem kleinen Privatunternehmer nichts zu holen ist während bei einem großen Konzern eher mal so aus Kulanz und wegen schlechter Presse ein aussergerichtlicher Vergleich geschlossen wird?

Ekelhaft. Hauptsache, an die Kohle kommt man ran.
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18.12.2014 09:32 Uhr von Frudd85
 
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@ElChefo:

Ich wäre vorsichtig, dahinter nur die Jagd nach Geld zu sehen.
Es gibt auch moralisch-politische Implikationen:
Eine Verurteilung des Waffenherstellers könnte dazu führen, dass der sein Produktsortiment überdenkt und seine Verkaufs- wie Werbestrategien und Sturmgewehre dann evtl. nicht mehr verkauft.
(Wie gesagt, ich glaube trotzdem, dass das eher ein Problem der Legislative ist.)
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18.12.2014 16:27 Uhr von ElChefo
 
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Frudd85

...was du da effektiv skizzierst, ist, das diese Firma einfach schliessen sollte. Mag auf den ersten Blick irgendwie nachvollziehbar sein, ist aber so nicht machbar.

Vor allem müsste dann erstmal erklärt werden können, warum ein Unternehmen seine Arbeitsplätze und Einkünfte gefährden müsste, obwohl es sich an jegliche gesetzliche Vorgabe gehalten hat.

Ebenfalls hat Bushmaster keinen Einfluss auf die Verbreitung seiner Produkte, wenn man mal von Fertigungszahlen und Qualität ausgeht. Gute Produkte verkaufen sich nun mal. Das diese Produkte nicht in die falschen Hände gelangen liegt ebenfalls nicht am Hersteller, sondern am Gesetzgeber und dem Händler, der das Verfahren zur Überlassung einer Feuerwaffe peinlichst genau einzuhalten hat. Wenn, dann wäre also eher dort Handlungsbedarf zu sehen.

Und denken wir mal weiter, wie sähe es mit weniger militärisch aussehenden Waffen aus? Ein Massaker wie Sandy Hook wäre mit einer "einfachen" Selbstladeflinte exakt genauso verlaufen.

...und das wichtigste Detail:
Das ACR aus dem Besitz Adam Lanzas´, die Grundlage für die Klage gegen Bushmaster ist, wurde nach Berichten der Polizei in seinem Wagen gefunden. Bei ihm wurden eine Glock 20 sowie eine (halbautomatische) Saiga-Schrotflinte gefunden. Keine Klagen gegen Izhmash oder Glock. Erst später wurden die Berichte "korrigiert", aus dem ACR wurde ein XM15E2S. Seine Mutter hat er nebenbei mit einem anderen Gewehr getötet, aber auch hier gibt es keine Forderungen zur tieferen Reglemtierung der Hersteller von .22lr-Munition - die nebenbei mit Abstand verbreitetste bei Gewalttaten mit Feuerwaffen.
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19.12.2014 09:41 Uhr von Frudd85
 
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@ElChefo:
"...was du da effektiv skizzierst, ist, das diese Firma einfach schliessen sollte."

Nur, wenn Produktion und Absatzes dieses Gewehrs überlebenswichtig für die Firma ist.


"Mag auf den ersten Blick irgendwie nachvollziehbar sein, ist aber so nicht machbar."

Da hast du natürlich Recht.


"Vor allem müsste dann erstmal erklärt werden können, warum ein Unternehmen seine Arbeitsplätze und Einkünfte gefährden müsste, obwohl es sich an jegliche gesetzliche Vorgabe gehalten hat."

Deswegen mein Satz, dass das vor allem ein Problem der Legislative ist.

"Das diese Produkte nicht in die falschen Hände gelangen liegt ebenfalls nicht am Hersteller, sondern am Gesetzgeber und dem Händler, der das Verfahren zur Überlassung einer Feuerwaffe peinlichst genau einzuhalten hat. Wenn, dann wäre also eher dort Handlungsbedarf zu sehen."

Das stimmt auf jeden Fall, aber zumindest hat der Hersteller dahingehend eine Verantwortung, wie er ein Produkt konzipiert und dafür wirbt.

"Und denken wir mal weiter, wie sähe es mit weniger militärisch aussehenden Waffen aus? Ein Massaker wie Sandy Hook wäre mit einer "einfachen" Selbstladeflinte exakt genauso verlaufen."

Das kann man so nicht sagen, denn, wie gesagt, die Wahl der Waffen beeinflusst das taktische Vorgehen enorm (so zynisch das auch klingt, wenn man da von einer Grundschule spricht...).

Unterm Strich geb ich dir in fast allen Punkten Recht :)
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19.12.2014 19:54 Uhr von ElChefo
 
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Frudd85

"Nur, wenn Produktion und Absatzes dieses Gewehrs überlebenswichtig für die Firma ist."

Naja, das ist firmenspezifisch zu sehen. Fast alle Gewehre, die Bushmaster baut, sind irgendwelche mehr oder weniger "Familienmitglieder" des Stammbaumes AR15, lediglich das BA50 steht ein wenig heraus. Im Prinzip sehen die alle aus wie Sturmgewehre, sind aber nicht auch alles gleich Automaten. Würde man jetzt direkt bei den "Unterfamilien" ACR und X/M15 ansetzen, ja, dann wäre es überlebenswichtig für die Firma.
Meiner Meinung nach (!) macht sogar einen großen Teil des Erfolgs des Unternehmens aus, das sie ihre Produkte relativ ähnlich halten, so das nur kleine Änderungen in der Fertigung von Nöten sind, sowohl den zivilen als auch den staatlichen Markt zu bedienen.

"Deswegen mein Satz, dass das vor allem ein Problem der Legislative ist."

Nicht nur das. Selbst jetzt ist es in einigen Staaten schon recht problematisch, was die tatsächliche Inanspruchnahme von 2nd Amendment-Rechten angeht.

"Das stimmt auf jeden Fall, aber zumindest hat der Hersteller dahingehend eine Verantwortung, wie er ein Produkt konzipiert und dafür wirbt."

Jein. Du hast natürlich nicht unrecht. Aber: Eine Waffe wird nicht durch ihr martialisches, militaristisches Aussehen (ein subjektiver, kosmetischer Faktor) zur tödlichen Gefahr, sondern durch den Anwender. Vom Prinzip her finde ich halbautomatische Selbstladeflinten (fiese Wortkonstruktion, aber um maximal klarzustellen, was ich meine) "tödlicher" als Vollautomaten. Bei Letzterem wird ein Amokläufer in seinem Affekt im Feuerstoß schneller am Ende seiner Kapazität ankommen und die Chance auf Fehlschüsse ist höher. Löst sich pro Abzugsbetätigung nur ein Schuss, ist man zum Einzelfeuer gezwungen und hat erzwungenerweise mehr Zeit zum Zielen.
...das ist jetzt natürlich bei Weitem keine Werbung "für" Vollautomaten in Händen von "Jedermann", es ist lediglich ein zu beachtender Faktor, wenn man Sturmgewehre gegenüber "normale" Gewehre aufwiegen möchte.

...und was die Werbung angeht, naja, ich denke mal nicht, das Bushmaster mit der Einfachheit eines Amoklaufes seine Waffen bewirbt. Ja, ich weiss, Polemik.

"Das kann man so nicht sagen, denn, wie gesagt, die Wahl der Waffen beeinflusst das taktische Vorgehen enorm (so zynisch das auch klingt, wenn man da von einer Grundschule spricht...)."

Naja. Ich für meinen Teil war lange genug bei der Armee, habe lang genug Sturmgewehre mit mir rumgeschleppt, aber egal wie, "Feuerstoß" kam eigentlich nur auf Schiessbahnen vor, um es "für den Fall der Fälle" auch zu können.
Bleiben wir beim fiesen Zynismus. In einer Grundschule mit kleinen, wenig beweglichen Zielen würde sich wohl gerade eher Einzelfeuer empfehlen. Oder die Schrotflinte - die Lanza auch bei sich hatte.

...aber wir diskutieren Feinheiten, im großen und ganzen sind wir ja d´accord ;)
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20.12.2014 11:04 Uhr von Frudd85
 
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"...aber wir diskutieren Feinheiten, im großen und ganzen sind wir ja d´accord ;)"

Denke ich auch. Ich schätze deine Meinung als wohlfundiert und sehr berechtigt an.
Kann man ja auch mal sagen, wenn es hier sonst nur um "Ich hab Recht" - "Nein, ich hab Recht" geht.

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