14.12.14 10:50 Uhr
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Unternehmen versuchen den Mindestlohn zu umgehen

Ab 1. Januar 2015 soll es in Deutschland einen einheitlichen Mindestlohn geben. Diesen Mindestlohn werden allerdings nicht alle Arbeitnehmer bekommen. So sind Jugendliche und Langzeitarbeitslose erst einmal vom Mindestlohn ausgeschlossen.

Viele Unternehmen in Deutschland suchen derweil Möglichkeiten den gesetzlichen Mindestlohn zu umgehen. Laut dem Deutschen Gewerkschaftsbund beraten Anwälte deutsche Unternehmen dabei, Lücken beim Mindestlohn auszunutzen. Unternehmen wollen zum Beispiel Langzeitarbeitslose nur für sechs Monate einstellen.

Der DGB kritisiert unter anderem auch, dass Austräger gefragt werden, ob sie Kinder im Haushalt haben. "Auf diese solle dann der Auftrag umgeschrieben werden, so dass der Mindestlohn entfällt, auch wenn weiter die Erwachsenen die Zustellung machen würden" so DGB-Vorstand Stefan Körzell.


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WebReporter: ewin12000
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Unternehmen, Mindestlohn, Umgehung
Quelle: stern.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.12.2014 10:50 Uhr von ewin12000
 
+50 | -1
 
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Die deutsche Politik hat diese Lücken leider geschaffen, obwohl es vorhersehbar war, das Unternehmen diese ausnutzen werden. Das Gesetz hätte man besser umsetzen können und zwar ohne Ausnahmemöglichkeiten.
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14.12.2014 11:04 Uhr von Borgir
 
+39 | -0
 
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Natürlich versuchen sie das. Die Politik lässt ja auch laufend Schlupflöcher (gewollt denke ich).
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14.12.2014 11:21 Uhr von Mankind3
 
+24 | -1
 
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War doch klar das es so kommt, wenn man Langzeitarbeitslose vom Mindestlohn ausschließt.

6 Monate einstellen (was ja zumeist auch Probezeit ist) und sie dann durch nen neuen Ersetzen...danke der Politiker, wer weiss wieviele Geldkoffer da wieder gewandert sind.

Denn von leuten die in der Politik sind, sollte man soviel geistige Kompetenz erwarten sowas vorherzusehen.
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14.12.2014 12:14 Uhr von ThomasHambrecht
 
+29 | -2
 
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Ich bin trotzdem der Meinung, dass man Betriebe, die keinen Mindestlohn bezahlen können, langfristig auch nicht braucht. Entweder gibt es soviel Konkurrenz, dass sich wenige Kunden auf zu viele Firmen verteilen, oder es ist einfach eine schlechte Geschäftsidee. Ein Beispiel wären 20 Friseure in einem kleinen Dorf an jeder Hausecke, die sich gegenseitig unterbieten.

Mein Gesetz-Vorschlag wäre es gewesen, dass kein Mensch (von der ARGE) gezwungen werden kann, einen Arbeitsplatz unter 9.- Euro anzunehmen. Dann heulen sich die Billig-Arbeitgeber nämlich die Augen aus, weil das Amt niemanden schickt.
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14.12.2014 12:33 Uhr von Imogmi
 
+13 | -0
 
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wenn die Arbeitgeber noch ein bisschen gewiefter sind nutzen diese auch die neue Förderung der über 50jährigen ( leider gibt es hier mit am Meisten Langzeitarbeitslose ).
z.B.
ich stelle 10 förderfähige Langzeitsarbeitslose ein, sogar zum Mindestlohn, und das wird unter Umständen zu 100% vom Staat gefördert ( bis zu 24 Monaten ). "Entsorge" diese neuen Angestellten nach 6-12 Monaten und besorge mir vom Amt Neue und das Spiel beginnt von vorne.

Da wird das Amt aber dann jubeln, wir haben Langzeitsarbeitslose sogar zum Mindestlohn vermittelt,
sagen aber nicht das die wieder innerhalb eines Jahres beim Amt voll "integriert" werden und das alles auf Kosten der Steuerzahler geht, der AG hat so gut wie keine Kosten damit, nur noch ne billigere Arbeitskraft als die Südosteuropäer es derzeit sind.
Jeder hat Vorteile, so zumindest wird es von den Medien verbreitet werden. Aber die A...karte hat wie immer der (Lang-)Arbeitslose II gezogen ; einmal in diesem System gefangen kommt man auch so gut wie nie raus.
Und weil jeder daran verdient, außer der Arbeitslose mit ALG II, wird dieses Modell sehr beliebt werden, bei den Politikern und bei der ARGE etc. u.s.w.

Es wird Zeit das unsere Polithuren und deren Auftraggeber ihre eigenen Methoden zu spüren bekommen.
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14.12.2014 12:33 Uhr von Knutscher
 
+7 | -2
 
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@ ThomasHambrecht

Guter Gedanke, nur hat das ganze einen Hacken. Der Mindestlohn war und ist keine Idee der Deutschen Politik sondern wurde von der EU und der OECD erzwungen.
Berlin wird daher nichts unternehmen, um Lücken zu schließen.
Eher wird man in Zukunft den Unternehmen weitere Möglichkeiten geben, die Rechtslage zu umgehen.
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14.12.2014 12:53 Uhr von RTL-Zuschauer1921680
 
+9 | -0
 
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Politiker kommen nicht durch ihre unglaubliche Kompetenz an ihre Posten.
Sonst wäre eine siebenfache Mutti, die nicht einmal Wehrdienst geleistet hat, niemals Chefin der Bundeswehr geworden.

Da kommen dann die Lobbyisten ins Spiel und zeigen denen wie so ein Gesetz aussehen muss.

Natürlich gibt es Schlupflöcher.
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14.12.2014 13:28 Uhr von shadow#
 
+3 | -3
 
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Aber SPD, Linke und Grüne kann man ja nicht wählen, die bösen Kommunisten...
Hier ist die Rechnung in Form von arbeitnehmerfeindlicher Unionspolitik, wie immer.
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14.12.2014 13:48 Uhr von Joeiiii
 
+9 | -0
 
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>>Der DGB kritisiert unter anderem auch, dass Austräger gefragt werden, ob sie Kinder im Haushalt haben. "Auf diese solle dann der Auftrag umgeschrieben werden, so dass der Mindestlohn entfällt, auch wenn weiter die Erwachsenen die Zustellung machen würden" so DGB-Vorstand Stefan Körzell.<<

Also klarer Betrug! Unternehmensberater, Anwälte, etc. die zu so etwas raten, gehört schleunigst die Zulassung entzogen. Und den Firmen muß eine so hohe Strafe aufgebrummt werden, daß es sich keinesfalls auszahlt.
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14.12.2014 15:10 Uhr von Schmollschwund
 
+3 | -0
 
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Versuchen den Mindestlohn zu umgehen????

Deswegen gibt´s doch Lücken!
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14.12.2014 15:14 Uhr von IsharYa
 
+7 | -0
 
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Eigentlich wäre das doch jetzt die Gelegenheit für alle Arbeitslosen "Wallraf-Team" zu spielen, sich ein zweites Standbein aufzubauen und mit dem Zoll im verborgenen zusammenzuarbeiten und mit versteckten Aufzeichnungsgeräten zu arbeiten und schon könnte man solche Arbeitgeber ein leichtes überführen....der Zoll ist eh chronisch unterbesetzt....
Und ich bin der Meinung, wenn schon Überwachung, dann auch sinnvoll einsetzen....
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14.12.2014 17:05 Uhr von asianlolihunter
 
+0 | -13
 
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14.12.2014 17:51 Uhr von Winneh
 
+10 | -1
 
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@asianlolihunter
Srsly!?
Auszubildende bekommen schon jetzt in vielen Berufen das erste Lehrjahr nicht bezahlt. Man bietet einfach nur ein Praktikumsjahr mit Berufsfachschule an, die dann das erste Lehrjahr ersetzt.
Hintergrund? Ganz einfach, einen Praktikanten brauch man nicht bezahlen!

Ironischerweise wird dann auch noch gejammert, warum in betreffenden Berufen soviele Lehrstellen nicht besetzt sind.
Der eigentlich Knaller dadran jedoch ist, das die Innungen der Handwerksbetriebe den Firmen zu soetwas Raten!

Grade deswegen ist es eine sauerei, jugendliche oder auch Langzeitarbeitslose auszuschliessen.
Eine 2te Ausbildung? Kann man sich nicht leisten.
Anreiz arbeiten zu gehen statt zu Hause zu lümmeln? Ha ha...

"oder es gibt auch für diese Gruppen einen Mindestlohn und die müssten sich auch gegen Arbeiter aus ganz Europa behaupten "
Ja, genau SO, und nicht anders!


[ nachträglich editiert von Winneh ]
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14.12.2014 19:54 Uhr von asianlolihunter
 
+0 | -12
 
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14.12.2014 20:32 Uhr von ewin12000
 
+5 | -2
 
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@ asianlolihunter


“Gut, sollen sich Jugendliche und Langzeitarbeitslose der Konkurrenz stellen, aber heult am ende nicht rum wenn man am ende keine mehr Ausbildet sondern nur noch Leute aus dem Ausland holt“

Deine Aussagen ähneln den von vor 10 Jahren als wir jeden Winter in Deutschland im dunkeln sasen und der Strom wegen der Energiewende knapp wurde oder vor 5 Jahren als der Euro zerbrach und alle arbeitslos waren und wir alle verhungert sind... Genauso wird es passieren - keiner bildet mehr aus oder stellt jemanden ein, wir werden alle sterben...

DUMME SCHWARZMALEREI .....
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14.12.2014 20:50 Uhr von ms1889
 
+5 | -0
 
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diese "schlupflöcher" sind doch gewollt von der cdu...oder denkt einer das die kanzlerin die öffendlich gesagt hat: das sie soziales verhalten (sozialistisches denken) verabscheut...das nicht vorher gewust hätte das es ausgenutzt wird.

die arbeitgeber die das so umgehen müsten öffendlich bekannt gegeben werden...damit man sie anprangern und diese firmen meiden kann.

[ nachträglich editiert von ms1889 ]
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15.12.2014 17:51 Uhr von ewin12000
 
+2 | -0
 
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@tsunami13

“So, bei 160 Stunden sind das 8000 € an Einnahmen. Er kriegt vielleicht 2000 € brutto. Ok krank, Urlaub etc. Dann kostet er den An vielleicht 2400 €. Dann verschwinden immer noch 2/3. Da müsste dringend angesetzt werden!“

Ja Miete,Strom,Weiterbildung, Werkzeuge kosten ja nichts - auch die Verwaltung ist völlig gratis, Umsatzsteuer muß der Handwerker auch nicht abführen...

Du schlägst gerade auf die falschen ein. Ansetzen muß man bei Geschäftsmodellen,die aus dem nichts Milliarden generieren zb. Banken und Versicherungen auch Divisen handel zb. - für Leerverkäufe....
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15.12.2014 19:16 Uhr von Riesenzwerg
 
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Die SPD hat ein paar Zeitungen, die augetragen werden müsen...

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