11.12.14 13:53 Uhr
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Neues Bildformat "BPG" soll "JPG"-Bilder ersetzen

Der Programmierer Fabrice Bellard hat eine neue Kompressionsmethode entwickelt, mit der eine höhere Bildqualität im Gegensatz zu dem alten JPG-Format ermöglicht wird. Es gibt auch bei sehr stark komprimierten Bildern keine Kompressionsartefakte und einen fließenden Farbverlauf.

Sein Format unterstützt die Farbunterabtastung, Transparenz und verschiedene Farbräume. Es sind auch Metadaten im Bild speicherbar, diese Daten bestehen zum Beispiel aus der Belichtungsdauer, der Brennweite, GPS-Koordinaten oder dem Aufnahmedatum und werden vor allem durch Digitalkameras erstellt.

Auf seiner Webseite bietet er einen JavaScript-Decoder an der in einer Webseite eingebunden werden muss damit diese BPG-Bilder auch ohne nativer Browserunterstützung angezeigt werden können. Es steht auch eine Software zum Decodieren und Codieren der Bilder unter Windows und Linux zur Verfügung.


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WebReporter: silent_warior
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Bild, Neues, Transparenz
Quelle: pro-linux.de

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11.12.2014 13:53 Uhr von silent_warior
 
+9 | -6
 
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Gleich große BPG-Bilder sind viel detailreicher als die JPG-Konkurrenz, nähere Informationen und Vergleichsbilder sind in der Quelle zu finden.
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11.12.2014 14:01 Uhr von Xonax
 
+8 | -4
 
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Das ist intelligent, da es sich nachhaltig auf den Datenverbrauch im Internet auswirkt....

Denn auch der Transport von Internet-Daten kostet Geld!
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11.12.2014 14:27 Uhr von Hallominator
 
+3 | -0
 
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Bleibt nur zu hoffen, dass sich dieses Format durchsetzt, nicht nur bei Kameras.
Ein wichtiger Schritt dafür wäre, dass das Format von gängigen Bildbearbeitungsprogrammen unterstützt werden muss, es sollte also nicht durch eine kostenpflichtige Lizenz blockiert werden.
Der Gewinn an Speicherplatz UND Qualität würde sich auf jeden Fall lohnen, das steht schonmal fest.
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11.12.2014 14:35 Uhr von silent_warior
 
+6 | -1
 
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zur Quelle:
http://bellard.org/...

Beispielbilder zum vergleichen:
http://bellard.org/...


@ Sijamboi
Ich musste den Link aus der Nachricht entfernen.

@ Felixa
Wenn die Bibliothek zum Codieren/Decodieren auf dem Computer installiert ist, so wie es auch bei JPG, Flash, PNG usw. ist muss man dieses Script nicht mehr nutzen und es geht auch viel schneller.

Dieses Script dient nur zur Demonstration da ja noch niemand eine entsprechende Bibliothek zum decodieren solcher Bilder auf dem Computer hat und der Browser noch nicht weiß was er mit solch einer ".bpg" Datei tun soll.
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11.12.2014 14:51 Uhr von tom_bola
 
+1 | -2
 
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Keine Artefakte ist maßlos übertrieben. Wenn man genau hinschaut findet man große verwaschene Flächen, die vielleicht in einem Video in einem Einzelbild keine großen Auswirkungen haben. Oder bei einer der geringeren Kompressionsstufen findet man die Struktur des Hutes auch zwischen Nase und Oberlippe wieder. Bei einem Video spielt das sicher keine Rolle, aber für Einzelbilder nehmen sich die beiden Kompressionsarten nichts. Und wenn, dann auch nur auf den ersten flüchtigen Blick.

[ nachträglich editiert von tom_bola ]
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11.12.2014 15:24 Uhr von Jlaebbischer
 
+10 | -0
 
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Wird sich garantiert durchsetzen, genauso, wie sich jpeg2000 durchgesetzt hat.


Wie, jpg2k hat sich nicht durchgesetzt, obwohl es wesentlich besser ist, wie jpg?


Also, warum sollte sich dann dieses bpg durchsetzen?
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11.12.2014 16:29 Uhr von silent_warior
 
+2 | -1
 
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@ Jlaebbischer
jpeg2000 hat sich damals nicht durchgesetzt weil die Rechenleistung um ein Bild anzuzeigen wesentlich höher war.

Es liegt ja nicht an den Nutzern ob sich dieses Format durchsetzt.
Wichtig ist dass der bpg-Support in den Browsern und in den Bildbearbeitungsprogrammen integriert wird.

@ tom_bola
"bei einer der geringeren Kompressionsstufen findet man die Struktur des Hutes auch zwischen Nase und Oberlippe wieder"
Ich weiß ja nicht welche Bilder du dir angeschaut hast, aber auf der Seite "http://bellard.org/..." sieht man einen gewaltigen Unterschied zwischen den Bildern.

Du willst nur nicht wahrhaben dass JPG gegen BPG total abstinkt :-) !
Das erste ca. 6kByte große Bild sieht im JPG-Format furchtbar aus, es sind viele kleine Klötzchen die es in der Natur so nicht gibt, von daher fallen sie extrem stark auf.
Das bpg-Bild dagegen wirkt weich und angenehm.

Man müsste mal einen Test mit Text im Bild machen, beim JPG-Format war der Text immer extrem verwaschen weil sich um den Buchstaben eine Art Schatten der Zeichen gebildet hat.

Wenn ich mir die Federn im 6kByte großem bpg-Bild anschaue gibt es dort solche Verwaschungen aber nicht, es sieht alles sehr natürlich aus.
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11.12.2014 18:14 Uhr von sv3nni
 
+2 | -0
 
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BPG basiert auf HEVC.

Patentrecht: Ähnlich wie beim Vorgängerstandard H.264 haben zahlreiche Firmen Patentansprüche auf HEVC.[11] Eine Nutzung erfordert somit die Zahlung von Patentgebühren an die MPEG LA oder andere Patentinhaber bzw. -verwalter in Höhe von 0,20 US-$ pro Einheit ab 100.000 Stück/Jahr, maximal jedoch 25 Millionen US-$/Jahr. Die mit HEVC kodierten Inhalte sind lizenzkostenfrei.[12]
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11.12.2014 18:45 Uhr von STN
 
+1 | -0
 
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JPEG 2000 Sollte ja auch schon das JPEG ablösen und was ist passiert? JPEG ist immer noch da.
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11.12.2014 18:52 Uhr von silent_warior
 
+1 | -1
 
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@ sv3nni
zu den Patentrechten:
Bei MPEG gibt es ja das selbe Problem, aber du besitzt trotzdem eine Kamera die MPEG-Videos aufnehmen kann.

Zumal ist es möglich dass du dieses Patent eh schon besitzt wenn dein Handy/Fotoapparat das Video in x265 codieren kann.

Beim RaspBerryPi ist es so dass du dies Möglichkeit des Grafikchips für 2 Euro freikaufen kannst, bei deiner Kamera hat der Hersteller das zuvor schon gemacht.

Es ist ja auch nicht so dass die Menschen die unsere Software programmieren und dort viele Stunden lang sitzen und innovativ sind alles kostenlos machen wollen.

Für dein Handy hast du ja auch etwas bezahlt und dort ist eben auch Geld für die Entwicklung der Software mit drin, denn ohne Software/Firmaware läuft moderne Hardware eben nicht.

Ich bin gerne bereit für mein Handy oder meinen Fotoapparat 20cent mehr zu bezahlen um als Ergebnis anständige Fotos zu bekommen.


@ Jlaebbischer

Wenn du dir die JP2k-Bilder (auch die in höchster Qualität) anschaust siehst du z.B. beim Moskau-Bild einen Schleier oder einen Geist-Schatten zwischen dem Himmel und dem Dach des Kremmels.

Bei dem BPG-Format gibt es sowas nicht und allein das ist schon sehr viel wert da es die Bildqualität stark verbessert!
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11.12.2014 19:53 Uhr von 1199Panigale
 
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GPS Daten sind natürlich seeehr wichtig für ein schönes Bild ^^
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11.12.2014 20:03 Uhr von Schaumschlaeger
 
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Interessant wäre die Kompressionsrate. Was nützen mir alle Details auf einem einfachen Screenshot, wenn ich das wichtige in einer wesentlich kleineren Datei unterbringen kann?
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11.12.2014 20:52 Uhr von ms1889
 
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hmm, BPG wird sich nicht durchsetzen...schon allein weil es auf HEVC basiert.

und verbesserung in HEVC zu H.264 gibt es nicht wirklich...

also ich sehe keine verbesserung in bpg...wobei ich auch nicht wirklich an zB hevc intressiert bin, da es ein reiner abzock codec wie mpg ist.

H.264 hat sich erst durchgesetzt als es gnu encoder/decoder/dx decoder gab die nix kosteten.

grade bei bild/film codecs ist es sehr wichtig, das sie kostenlos sind...da sonst eine verbreitung unterbleibt.
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11.12.2014 23:46 Uhr von Stray_Cat
 
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Klingt sehr gut, wäre jetzt aber z.B. für mich nur bei Bildern einsetzbar, die ich nicht bearbeiten möchte. Das von mir verwendete Programm wird nicht mehr ausgebaut. "Modernere" habe ich ausprobiert, sie kommen jedoch für mich nicht an die Qualität meines jetzigen heran.

Bedeutet, in solchen Fällen müsste man Kompromisse finden wie z.B. das Speichern im neuen Format und zwecks Bearbeitung dann einen Screenshot davon verwenden.

Werd´s mal Ausprobieren, um mir selbst ein Bild vom Qualitäts- bzw. Speicherplatzgewinn zu machen.

Jedenfalls danke für den Tipp.
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12.12.2014 00:51 Uhr von John-Coffey
 
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Für die Faulen:

http://bellard.org/...
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12.12.2014 10:38 Uhr von mort76
 
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Panigale,
was ist so sinnlos daran, daß man sich die fotografierte Stelle aufs GPS laden kann oder den Ort per GoogleEarth anfliegen kann?
Also, ich finde das extrem sinnvoll...es geht ja nur um eine Handvoll Koordinaten...da interessiert mich die Belichtungszeit und Brennweite deutlich weniger- sowas erkennt man auch ohne zusätzliche Infos.
Den Standort aber eben nicht...
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12.12.2014 11:53 Uhr von tom_bola
 
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@silent_warior

Du bist ja leicht zu beeindrucken. Ich hab mal für Dich die Differenzen zwischen den Bildern mit geringster und höchster Qualität sichtbar gemacht.Bpg mag ja geringfügig besser sein, aber frei von Artefakten ist es keinesfalls.

http://de.tinypic.com/...

links BPG rechts JPG
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12.12.2014 13:40 Uhr von Floppy77
 
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@silent_warior
Es liegt oft am Nutzer, was sich durchsetzt und was nicht und es gewinnt selten das bessere Produkt (Videorecorder, DVD...).
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12.12.2014 15:36 Uhr von silent_warior
 
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@ tom_bola
Danke, sehr interessant.
Hast du dafür ein Programm genutzt oder selbst eins geschrieben welches die Bildpunkte vergleicht?

@ Floppy77
Also ich finde dass die Bilder um einiges besser aussehen und normalerweise kann mich nichts so leicht beeindrucken.

Man muss sich aber nur mal das erste 6kByte große Lena-Bild anschauen und man sieht beim JPG auf der Schulter viele Kästchen, die Wand hinter ihr ist auch uneben, an alles Ecken und Kanten gibt es diese Geisterhaften Schatten.

Ich hätte gerne die Möglichkeit die Bilder meines Handys im BPG-Format abzuspeichern, denn ich sehe dort auch häufig diese JPG-typischen Kompressionsartefakte.
Leider kann ich die Qualitätsstufe nirgendwo höher stellen.
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15.12.2014 16:18 Uhr von tom_bola
 
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@silent_warior

Ganz einfach im Photoshop Layermode Difference, keine Hexerei. :-)

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