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Himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt: Bipolare Störung wird oft nicht erkannt

Gut 800.000 Menschen in Deutschland leiden unter einer bipolaren Störung und die Zahl ist wahrscheinlich noch viel höher, da die Krankheit oft gar nicht erkannt oder falsch diagnostiziert wird. Dabei können Betroffene bei einer richtigen medikamentösen Behandlung ein relativ normales Leben führen.

Teilweise wissen die Betroffenen selbst nichts von der Krankheit und gehen erst in einer depressiven Phase zum Arzt. Dort wird nur die Depression diagnostiziert und insofern falsch behandelt. Viele verheimlichen auch die manischen Phasen, da es noch immer das Bild vom manisch-depressiven Irren gibt.

Und ohne richtige Behandlung verschlimmert sich die Krankheit und die Schübe kommen in immer kürzeren Abständen. Und bei manisch-depressiven Menschen ist das Selbstmord-Risiko sehr hoch, da gerade die depressiven Phasen aktiver und mit einer Wut verlaufen.


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WebReporter: blonx
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Krankheit, Störung, Bipolare Störung
Quelle: spiegel.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.12.2014 12:20 Uhr von blonx
 
+6 | -0
 
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Jeder dritte Betroffene versucht, sich das Leben zu nehmen; etwa einer von fünf Todesfällen unter Bipolar-Patienten geht auf einen Suizid zurück.
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09.12.2014 13:01 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
+1 | -18
 
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09.12.2014 13:47 Uhr von Maverick Zero
 
+8 | -0
 
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@WahnsinnigFetteKuh
Du schliesst damit kategorisch aus, dass es Krankheiten gibt, die zu einem Ungleichgewicht verschiedener Stoffe/Hormone/etc im Gehirn führen, wodurch die Person extremen(!) und unmotivierten(!) Stimmungsschwankungen unterlegen ist.

Es mag richtig sein, dass nicht jeder Mensch mit Depressionen oder schwieriger Vergangenheit krank ist. Das heisst im Umkehrschluss aber nicht, dass es solche Krankheiten nicht gibt.

Oder wie würdest du reagieren, wenn du vom einen auf den anderen Moment, ohne Erklärung extremst traurig und depressiv und dann im nächsten Moment super gut drauf bist und dein emotionales Sein einer Achterbahnfahrt gleicht - ohne dass irgendetwas passiert wäre, dass das erklärt? Dann würdest du doch auch sagen "Hey, hier stimmt etwas nicht". Oder?
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09.12.2014 16:38 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
+1 | -1
 
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Absolut, da gebe ich dir Recht. Nur weicht diese "News" eben genau dies auf und stilisiert ein solches hirnstoffliches Ungleichgewicht zu einer Modeerscheinung die jeder mit Depressionen und Wut im Bauch haben könnte.

Politische Gegner lassen sich leichter mundtot machen wenn man ihnen ein Label aufziehen kann. Das sensibilisieren, oder besser das Einstielen der Bevölkerung, sehe ich hier penetranter heraus hängen, als irgend ein genuines Interesse betroffenen manisch depressiven zur einem besseren Leben zu verhelfen oder Menschen aufzuklären.

Womit ich dann per Definition unter paranoid schizophrenen Wahnvorstellungen leide.

[ nachträglich editiert von DesWahnsinnsFetteKuh ]
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09.12.2014 17:46 Uhr von Child_of_Sun_24
 
+1 | -2
 
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Können wir hier das Wort Krankheit mal streichen und durch Behinderung ersetzen, dann kommen wir auch wieder in die Realität zurück.

Es gibt auch Menschen mit Bluthochdruck, Herzfehlern, Epilepsie etc. pp. die müssen auch Täglich Medikamente nehmen, ist also keine Schande.

Leider müssen immer wieder Leute wie DasWahnsinnsFetteKuh die Vorurteile gegen Menschen mit Psychischen Behinderungen anfachen, warum auch immer, vlt sollte sie/er sich auch mal zum Arzt begeben.
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09.12.2014 19:15 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
+1 | -8
 
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Es sind alles Varianzen. Aber danke für dein Outing.

[ nachträglich editiert von DesWahnsinnsFetteKuh ]
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09.12.2014 22:59 Uhr von Child_of_Sun_24
 
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Lol
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09.12.2014 23:10 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
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Tja, da muss jetz wohl fix ne neue emailadresse her...
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10.12.2014 02:29 Uhr von Wurstachim
 
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es ist keine krankheit... und tabletten dagegen kann man auch nicht machen -,- es ist eine psychosomatische störung die man nur in den griff bekommt wenn man sich selbst kontrollieren lernt...
Aber man nimmt ja lieber drogen ääh "medikamente"
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10.12.2014 04:11 Uhr von Child_of_Sun_24
 
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@DWFK
Und der Sinn dahinter wäre ?

@Wurstachim
Das ist ja das schöne heutzutage es gibt sehr gute Medikamente zur Stabilisierung, natürlich bringt das nix wenn man sich nur darauf verlässt, an sich arbeiten muss man trotzdem.

Und der Grund warum ich sagte das man hier bitte nicht von einer Krankheit sonder von einer Behinderung sprechen sollte ist das eine Krankheit immer eine einschränkung von kurzer dauer ist, z.B. eine Erkältung (Ist in ein paar Tagen auskuriert), eine Grippe (dauert zwei Wochen), Ebola (dauert knapp einen Monat), etc. pp.
Hier handelt es sich aber um eine Behinderung, die Medikamente müssen sehr wahrscheinlich ein Leben lang genommen werden um stabil zu bleiben, hier den Begriff Krankheit zu verwenden erweckt den Eindruck es wäre leicht behandelbar und in ein paar Tagen/Wochen auskuriert, was nunmal nicht der Fall ist und das ganze nur verharmlost.
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10.12.2014 12:21 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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"Die Menschen sollten insgesamt besser informiert werden über psychische Leiden. " (ouster)
Das ist schwierig. Es gibt einen Riesen-Katalog von psychischen Erkrankungen. Und weil es schwierig ist, kann man es nicht verstehen. Und weil man es nicht versteht, gehen die Leute auf Distanz.
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10.12.2014 19:31 Uhr von Child_of_Sun_24
 
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@SumpfGurke

Leide selbst an Schizophrenie, habe aber auch schon manisch-depressive Menschen erlebt, es muss teilweise sehr peinlich für diese Menschen sein wenn sie bspw. nach einer Manie realisieren was sie so erzählt/getan haben.

Einige setzten sogar ihre Medikamente ab oder nahmen sie nicht weil sie der Meinung waren sich dadurch besser zu fühlen.
Von außen sah man da eher das gegenteil, klar dämpfen diese Medikamente ein wenig und man wird gezwungen ruhiger zu werden (was ja auch der Sinn dahinter ist) aber das heißt ja nicht das es ohne "besser" geht.

Auch die Nebenwirkungen sind teilweise nicht ohne, bei mir hat es 3 1/2 Jahre gedauert bis ich ein Medikament gefunden hatte welches akzeptable Langzeitnebenwirkungen hatte/hat
(z.B. 1 1/2 - 2 Stunden nach der Einnahme geht meine Nase zu [Soweit das ich nicht mehr dadurch Atmen kann und eine Nasendusche machen muss], gelegentliche Hautausschläge, etc. pp., wie gesagt harmlos genug um auf dauer damit Leben zu können).

Von manisch-depressiven Menschen höre ich oftmals das selbe.
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15.12.2014 14:40 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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"@SumpfGurke

Leide selbst an Schizophrenie, (...)" (Child_of_Sun_24)
"Auch die Nebenwirkungen sind teilweise nicht ohne, bei mir hat es 3 1/2 Jahre gedauert bis ich ein Medikament gefunden hatte welches akzeptable Langzeitnebenwirkungen hatte/hat" (Child_of_Sun_24)
"Schädigung des Gehirns
Die Behandlung mit Neuroleptika führt zu einem dosis- und zeitabhängigen Umbau der Struktur des Gehirns mit einer Verschiebung der Verhältnisses von grauer zu weißer Substanz und einer Verringerung des Volumens verschiedener seiner Strukturen (Neurodegeneration).[27] Eine an Affen durchgeführte Studie ergab, dass deren Hirnvolumen und -gewicht um etwa 10 % sank, nachdem ihnen über einen längeren Zeitraum hinweg die bei der Behandlung von Psychosen verbreiteten Wirkstoffe Olanzapin und Haloperidol verabreicht wurden.[28]
(...)
? Puri BK.: Brain tissue changes and antipsychotic medication.. In: Expert Rev Neurother.. {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}. PMID 21721911.
? K-A Dorph-Petersen, J Pierri, J Perel, Z Sun, A-R Sampson, D Lewis: The Influence of Chronic Exposure to Antipsychotic Medications on Brain Size before and after Tissue Fixation: A Comparison of Haloperidol and Olanzapine in Macaque Monkeys. In: Neuropsychopharmacology, 2005, 30, S. 1649–1661"
http://lexikon.freenet.de/...

[ nachträglich editiert von Sag_mir_Quando_sag ]
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15.12.2014 15:20 Uhr von Child_of_Sun_24
 
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@Sag_mir_Quando_sag

Wäre schön wenn du Quellen dazu geliefert hättest.

Trotz alledem ist es immer noch besser mit Medikamenten als ohne, wärst du selbst betroffen wüsstest du das (Oder auch nicht, je nachdem ;-) ).

Für mich ist es so wenigstens möglich Beziehungen über einen längeren Zeitraum zu halten und ein halbwegs normales Leben zu führen.

Achso mein IQ hat sich in all den Jahren auch nicht verschlechtert ;-)

(Hinzu kommt das Olanzapin und Haloperidol schon seit langem nicht mehr so stark verwendet werden, gibt da wesentlich bessere Medikamente heutzutage, das war vor 20-30 Jahren vlt. mal so).

[ nachträglich editiert von Child_of_Sun_24 ]

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