09.12.14 11:29 Uhr
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Amazon will nicht mit Verdi verhandeln: Streik vor Weihnachten

Obwohl Mitarbeiter der Verteilerzentren im hessischen Bad Hersfeld und in Leipzig noch vor Weihnachten in Streik getreten sind, will Amazon nicht mit Verdi verhandeln.

Amazon-Deutschlandchef Ralf Kleber sagte dazu, dass trotz des Arbeitskampfes alle bestellten Produkte bis zum Fest pünktlich geliefert würden.

"Unsere Mitarbeiter würden sich mit einem Tarifvertrag gar nicht besser stellen", so Kleber, denn die Angestellten lägen sowieso "am oberen Ende dessen, was bei vergleichbaren Tätigkeiten bezahlt wird".


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Weihnachten, Streik, Amazon, Verdi
Quelle: sueddeutsche.de

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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.12.2014 11:38 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+4 | -13
 
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Warum war amazon nicht bei "Hart aber fair"?

"Und Ware im Lager rumschubsen ist logistik!" (blubb42)
Wenn der Buchhändler im Verkaufsraum die Bücher hin- und herschubst, dann ist das auch Logistik?
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09.12.2014 12:02 Uhr von Broctarrh
 
+10 | -1
 
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@ Sag_mir_Quando_sag

Nein. Das nennt man Warenverräumung und ist Teil des Einzelhandels. Schließlich wird hier auf Händerseite das eigene Lager und die eigene Verkaufsfläche mit den eigenen Waren bestückt...

In einem Lager Waren verräumen, die dann später zu Kommisionierung genutzt werden oder aber direkt die Kommissionierung von Waren ist Teil des logistischen Prozesses in der Lagerhaltung des Großhandels (auch beim Verkauf an den Endkunden) und somit problemlos im Bereich Logistik einzuordnen.
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09.12.2014 12:04 Uhr von Justin.tv
 
+9 | -2
 
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logistik ist kein einzelhandel

deswegen arbeiten dort auch kein einzelhandelskaufmann/frau

personen mit ständigem kundenkontakt müssen besser bezahlt bleiben
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09.12.2014 12:18 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+2 | -3
 
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"In einem Lager Waren verräumen, die dann später zu Kommisionierung genutzt werden oder aber direkt die Kommissionierung von Waren ist Teil des logistischen Prozesses in der Lagerhaltung des Großhandels (auch beim Verkauf an den Endkunden) (...)" (Broctarrh)
Wie werden denn die Mitarbeiter eines Outlet-Centers tarifiert?
Der Punkt ist der "Endkunde".
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09.12.2014 12:39 Uhr von ms1889
 
+7 | -3
 
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ich würde mit verdi auch nicht verhandeln...beim streikende...würde ich den streikenden ihre kündigung schicken...oder anfangen meine verpackung ins ausland zu verlegen...

leider ist das so, das man in deutschland...immer weniger arbeiten will...aber viel geld für nix haben will. leider sind alle nur noch asoziale raffer.

[ nachträglich editiert von ms1889 ]
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09.12.2014 12:44 Uhr von Justin.tv
 
+5 | -0
 
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Wie werden denn die Mitarbeiter eines Outlet-Centers tarifiert?
natürlich als einzelhandelskaufmann

wie wird die putzfrau im büro von angela merkel tarifiert?
etwa als bundeskanzlerin?
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09.12.2014 12:59 Uhr von Yoshi_87
 
+0 | -0
 
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Natürlich sollen die Löhne steigen! Wer mehr verdient zahlt mehr Lohnsteuer, hat der Arbeiter zwar nichts von aber wer interessiert sich denn für den Arbeiter?
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09.12.2014 13:25 Uhr von Xan
 
+2 | -3
 
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Verdi ruft doch nur zum Streik auf, damit die Milliardengewinne, die Amazon einfährt, auch endlich mal bei den Menschen ankommen, welche diese Gewinne erst ermöglichen. Die wollen nur das Wort Lohnerhöhung vermeiden, weil das noch weniger gern gesehen wird als Tarifanpassung.

Und weil Amazon nichts freiwillig aufgibt, muß daß so publik passieren, daß der öffentliche Druck auf Amazon so groß wird, daß sie sich endlich an den Verhandlungstisch setzen um mehr als nur Brosamen hinzuwerfen.
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09.12.2014 13:30 Uhr von Bobbelix60
 
+5 | -3
 
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Haben die Amazonmitarbeiter ihren Vertrag nicht vorher durchgelesen und sich damit einverstanden erklärt? Warum nun der Aufstand?

[ nachträglich editiert von Bobbelix60 ]
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09.12.2014 13:31 Uhr von Knutscher
 
+2 | -3
 
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Erstmal sollte Amazon alle Subventionen und Steuervorteile gestrichen werden !
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09.12.2014 13:36 Uhr von Bobbelix60
 
+5 | -0
 
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@Knutscher: da gäbe es einige Großfirmen in Deutschland, denen man auch etwas streichen sollte. Gleichberechtigung für alle.
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09.12.2014 13:42 Uhr von ThomasHambrecht
 
+0 | -6
 
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Meistens erhalte ich die Ware gar nicht von Amazon, sondern wurde nur an einen Einzelhändler vermittelt.
Zum anderen kann ich bei Amazon weder anrufen, noch mich irgendwie informieren, wenn ich eine Frage zum einem Artikel habe. Kundendienst ist bei Amazon absolut Null - die verstecken sogar ihre Telefonnummer damit man ja nicht anruft.
Daher ist das pure Logistik.
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09.12.2014 13:43 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+1 | -4
 
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"leider ist das so, das man in deutschland...immer weniger arbeiten will...aber viel geld für nix haben will. leider sind alle nur noch asoziale raffer." (ms1889)

The Rich Don´t Always Win: The Forgotten Triumph over Plutocracy that Created the American Middle Class, 1900–1970

Sam Pizzigati
http://catalog.sevenstories.com/...

Vielleicht gibt´s das ja bei amazon?

[ nachträglich editiert von Sag_mir_Quando_sag ]
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09.12.2014 13:48 Uhr von Broctarrh
 
+4 | -0
 
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@ Sag_mir_Quando_sag

Falsch.
Der Punkt ist nciht, ob der Kommissionierer ein Enkundenpaket packt oder eines für den B2B versand sondern, dass er Kommissionier ist und somit ein anderes Berufsbild als ein Einzelhandelskaufmann hat. Warenpflege und -ausstellung, Regalbestückung und Kundenberatung ist nciht so zwingend das, was der Kommissionierer tut... Während der Einzelhändler keine Pakete aus Großlagerplätzen zusammensucht um dann eine Paketierung nach Lieferschein einschließlich Versandverpackung zu bewerkstelligen...

Siehst Du da keinen Unterschied? Der eine ist im Handel angestellt der andere im Versandlager...

Oder ist ein Pilot das gleiche wie ein Lkw-Fahrer oder ein Schiffskapitän? Alle bewegen schließlich Fahrzeuge zum Transport von Gütern oder Personen... Gabelstaplerfahrer wären dann auch Teil der Gruppe... Oder der Führer der Bimmelbahn im Vergnügungspark
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09.12.2014 13:56 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+1 | -4
 
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"Zum anderen kann ich bei Amazon weder anrufen, noch mich irgendwie informieren, wenn ich eine Frage zum einem Artikel habe" (ThomasHambrecht)
Trotzdem findet Kommunikation statt. Übers Internet.

"Daher ist das pure Logistik." (ThomasHambrecht)
Trotzdem gibt es einen Auftraggeber (Endkunde) und einen Auftragnehmer (amazon) in diesem Geschäftsmodell. Die Kommunikation ist auf das Minimum reduziert.

Kundendienst ist Kulanz. Und Kundendienst ist Kultur. Wenn amazon das wegläßt, dann ist das Firmenkultur. Firmenkultur von amazon.

Die Reduktion ist das Geschäftsmodell von amazon.
amazon reduziert Preise.
amazon reduziert Löhne.
amazon reduziert Kommunikation.
amazon reduziert Standortpräsenz.
amazon reduziert Konkurrenz durch Algorhitmus-Analyse.
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09.12.2014 15:21 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+1 | -5
 
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"Der eine ist im Handel angestellt der andere im Versandlager..."
(Broctarrh)
Darin seh´ ICH (andere können das ja anders sehen) den Schlüssel.

"Oder ist ein Pilot das gleiche wie ein Lkw-Fahrer oder ein Schiffskapitän?" (Broctarrh)
Dafür gibt es ja unterschiedliche Einstufungen innerhalb desselben Tarifvertrags.
Zudem gibt es ja auch noch Haustarifverträge.

Die eigentliche Frage, warum es diesen Streik gibt - ohne daß ich Beteiligter bin - ist doch, daß amazon direkt mit dem Einzelhandel konkurriert, aber für sich juristisch vorteilhafte Konstruktionen in Anspruch nimmt, die es mit seiner finanziellen Macht verteidigt. Die behaupteten Logistik-Jobs stehen in direkter Konkurrenz mit Einzelhandels-Jobs. Darin sieht Ver.di - vermute ich mal - seine Legitimation. amazon wiederum sieht - vermute ich mal wieder - seine Legitimation darin, daß es organisieren kann, wie es will und dann eben andere Verhältnisse herstellt als im Einzelhandel.
Ich sehe darin eher eine Definitionsfrage, die juristisch zu klären ist. Dabei hat ver.di allerdings gegenüber der Finanzmacht von amazon die schlechteren Karten.

Ein Hochregallager läuft völlig automatisch ab. Die Frage ist doch, was bei amazon die Menschen anderes tun als die Menschen im Buchladen: Auspacken und Einordnen.
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09.12.2014 15:45 Uhr von FlatFlow
 
+1 | -6
 
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Was mir an der ganzen Geschichte nicht gefällt ist, dass Amazon kategorisch Gespräche mit der Gewerkschaft zu Tarifvertrag ablehnt. Das zeigt den gnadenlosen Kapitalismus Fahrkurs des Konzerns.

Man muss festhalten, Amazon zahlt in Deutschland keinen Cent an Steuer, die Löhne* sind so hoch, dass man als Single noch über die Runden kommt. Mit eine Familie muss man "wohl" schon zum Sozialamt laufen und Aufstocken. Von der Rente möchte ich nach 20-30 Jahren Amazon gar nicht anfangen zu reden.

In Deutschland werden ständig Gruppen von Beschäftigten gegen andere Gruppen aufgespielt.
Spalten statt einigen ist das Motto und das gelingt mit der Propagandamedien ganz gut.
Die Leute lassen sich um den Finger wickeln und ein Nullen.

Mein letzter kauf bei Amazon ist lang hier, versuche sofern es geht, den lokalen Einzelhändler aufzusuchen den auch dort bekommt man Rabat.

*http://www.heise.de/...
Die Saisonarbeiter erhalten den gleichen Basislohn wie Festangestellte – 10,23 Euro brutto pro Stunde, wie Amazon mitteilte. Nach einem Jahr liege der Stundenlohn bei 11,84 Euro. Die Löhne fallen regional verschieden aus. An den Standorten Brieselang bei Berlin und Leipzig gebe es im ersten Jahr 9,75 Euro pro Stunde.
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09.12.2014 16:13 Uhr von Jalex28
 
+3 | -1
 
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Die machen noch so lange bis Amazon sich aus dem deutschen Geschäft zurückzieht und dann ist das Geschrei ganz groß.
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09.12.2014 16:20 Uhr von FlatFlow
 
+0 | -3
 
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@Jalex28 weil Amazon auf das Multimilliarden Geschäft in Deutschland verzichten will... und wenn sie aus dem Ausland liefern, dann wird hoffentlich der letzte Idiot merken, dass man eine alternative ansurfen kann und dort einzukaufen, oder gleich Lokal.
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09.12.2014 17:07 Uhr von Djerun
 
+2 | -0
 
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ist schon schlecht für verdi, das amazon anfängt aus dem ausland zu liefern
(Amazon Fulfillment Poland sp. z o.)
wenn in den deutschen auslieferungslagern weniger mitarbeiter gebraucht werden, dann werden sich einige umsehen
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09.12.2014 17:47 Uhr von RegenCoE
 
+3 | -0
 
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@ThomasHambrecht:

Stimmt, Amazon hat die eigene Telefonnummer relativ gut versteckt auf der eigenen Homepage. ABER: Beim Punkt Kontakt kann man sich direkt und kostenfrei von Amazon anrufen lassen - und spart somit auch noch Telefonkosten.
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09.12.2014 20:51 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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