09.12.14 10:23 Uhr
 931
 

Bush lobt CIA-Folter in Geheimgefängnissen

Nach dem Verständnis von George W. Bush sind die Folterknechte in illegalen und geheimen Gefängnissen Patrioten. Zu deren Praktiken zählen u.a. Schlafentzug, Stresspositionen, Gefangenschaft in Kisten, simuliertes Ertränken

Rechtsanwälte des amerikanischen Justizministeriums stellten fest, dass diese Praktiken keine Folter darstellen.

Regierungsmitglieder befürchten nun, dass diese Veröffentlichungen gewalttätige Reaktionen auslösen.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: derlausitzer
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, CIA, Folter
Quelle: t-online.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Offene Stellen beim Bundeskriminalamt: Bewerber fallen bei Deutsch-Tests durch
Ermutigung für Whistleblower: Netzwerk gründete Rechtshilfefonds
Volker Beck ohne sicheren Listenplatz für die Bundestagswahl

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
09.12.2014 10:24 Uhr von der_trompete
 
+9 | -0
 
ANZEIGEN
Klar hat er ja auch mit eingeführt sicherlich. Wäre ja dumm wenn nicht
Kommentar ansehen
09.12.2014 10:26 Uhr von TinFoilHead
 
+19 | -2
 
ANZEIGEN
2,3 Tage alt, die News.

"Rechtsanwälte des amerikanischen Justizministeriums stellten fest, dass diese Praktiken keine Folter darstellen."

Der Teufel stellte fest, das die Temperatur in der Hölle für Menschlein völlig ok sei!
Kommentar ansehen
09.12.2014 10:44 Uhr von onkelmihe
 
+6 | -2
 
ANZEIGEN
@TinFoilHead
Sehr schön beschrieben :-) ;-)
Kommentar ansehen
09.12.2014 10:50 Uhr von TinFoilHead
 
+4 | -2
 
ANZEIGEN
onkelmihe

Ja, manchmal muss man mit Worten Bilder in den Köpfen der Leute malen, damit sie Verstehen...
xD
Kommentar ansehen
09.12.2014 11:04 Uhr von usambara
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus
Kommentar ansehen
09.12.2014 12:08 Uhr von Jaegg
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
Wenn es keine Folter sei, dann bringe man mir einen der Anwälte und wir spielen eine kleine Runde "Das ist doch gar keine Folter"....
Kommentar ansehen
09.12.2014 12:32 Uhr von LucasXXL
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Das sowas überhaupt genehmigt wird. Jeder mensch hat ein recht auf eine gerechte Verhandlung. Folter zählt bestimmt nicht dazu!!!!
Kommentar ansehen
09.12.2014 12:35 Uhr von ms1889
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
nuja..zu seiner amtszeit habe ich schon gesagt..das er nen irrer ist...das bestätigt es.

aber auch das zeigt, das man die usa mehr alös feind sehen muß als zB leute wie osama bin laden.

[ nachträglich editiert von ms1889 ]
Kommentar ansehen
10.12.2014 00:05 Uhr von Stray_Cat
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
Hat dieser Herr Bush nie daran gedacht, dass er in einem ungünstigen Fall und mit ein bisschen Pech irgendwan den von ihm legalisierten Methoden selbst ausgesetzt sein könnte?

Aber immer hübsch auf guten Christen machen! Jesus würde ihm in den A... treten!
Kommentar ansehen
10.12.2014 01:16 Uhr von Stray_Cat
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Im Guardian von heute ist ein richtig ausführlicher Bericht zu dem Folter-Report abgedruckt:
http://www.theguardian.com/...

Darin wird u.a. berichtet, dass die Regierung den Bericht zwar willkommen heisst, er aber schädlich sein könnte für amerikanische Interessen in Übersee.

Das meiste aus dem 6.000 Seiten starken Report werde niemals ans Licht der Öffentlichkeit kommen, aber bereits die teilweise Freigabe werde eine wütende Reaktion des CIA und seiner Verbündeten nach sich ziehen.

Aufgrund des ausgedehnten Netzwerks des CIA mit (bisher enttarnten) insgeheim installierten Gefängnissen in Polen, Thailand und Afghanistan wird eine weltweite Aufmerksamkeit erwartet.

Ermittler zur Einhaltung von Menschenrechten haben herausgefunden, dass 54 Länder in unterschiedlicher Weise bei den Taten des CIA mitgewirkt haben. Jedoch wird nicht erwartet, dass diese "Folter-Partner " (torture partner) der Öffentlichkeit genannt werden.

John Kerry hatte am Freitag die Hauptermittlerin darauf hingewiesen, dass der Bericht weltweit Empörung gegen die USA entfachen könne. Bloomberg hatte das so verstanden, dass Kerry den Report verhindern wolle, was aber vom State Departement bestritten wurde.

Der republikanische Vorsitzende des Geheimdienst-Ausschusses sagte am Sonntag, die Verbündeten der USA hätten gewarnt, dass die Veröffentlichung Gewalt und Todesfälle nach sich ziehen könne. Das sollen angeblich ausländische Geheimdienste gesagt haben. Die Veröffentlichung sei eine ganz furchtbare Idee.

Jose Rdrguez, ein ehemaliger CIA Mitarbeiter, welcher Folterungen leidenschaftlich verteidigt, veröffentlichte sogar einen Zeitungsartikel, in welchem er Mrs. Feinstein und das Veröffentlichungs-Kommitee des Vertrauensbruches dem CIA (welcher ja nur den Terrosismus aufhalten wolle) gegenüber bezichtigt.

Eine Reihe von ehemaligen CIA-und Bush-Mitarbeitern beabsichtigen nun zu behaupten, dass die Untersuchung des Senats irreführend sei.

Rodriguez schrieb in der Washington Post, die Schlussfolgerung des Kommitees, Folter habe keine zusätzlichen Erkenntnisse gebracht, sei eine ungeheuerliche Lüge, und der Report selbst ein schändlicher Versuch, die Geschichte umzuschreiben.

Dabei ist die Ineffektivität erwiesen und gut belegt, wobei der CIA dies vertuschte, indem er der Bush-Administration, dem Kongress und der Öffentlichkeit gefälschte Ergebnisse vorlegte.

Durch das Zugeständnis des Weissen Hauses an den CIA, den Report selbst zu zensieren, hat sich die Diskussion nunmehr bereits 10 Monate hingezogen. Zu Beginn war man von einem Zeitrahmen von einem Monat ausgegangen.

Feinstein hatte die überarbeitete Version als zusammenhanglos und unverständlich zurückgewiesen. Trotzdem hat sie zugunsten einer baldigen Veröffentlichung auf einige ihrer Forderungen nach mehr Transparenz verzichtet.

Es ist der Verdacht aufgekommen, dass die Regierung so lange verzögern möchte, bis die Amtszeit von Mrs. Feinstein abgelaufen ist. Zwei Demokraten im Kommitee ziehen bereits in Erwägung, ein parlamentarisches Verfahren anzustrengen, um Druck auf die Regierung auszuüben.

Es wird nicht damit gerechnet, dass das Ganze rechtliche Konsequenzen für CIA-Repräsentanten hat, nachdem das Justiz-Ministerium verlauten liess, niemand werde wegen Missbrauchs im Rahmen eines CIA-Programms angeklagt.

Menschenrechtsgruppen haben sich ihrerseits negativ über den Bericht geäußert, da in diesem aus Rücksicht auf republikanische Mitglieder des Untersuchungsausschusses nicht hinsichtlich Architekten der CIA-Programme ermittelt wurde und auch kein Versuch unternommen, eine rechtliche Analyse zur Folter durchzuführen. Auch wurden keine Folter-Opfer interviewt.

In jedem Fall aber wird es durch den Bericht zu Verwerfungen zwischen dem mächtigen CIA und dem diesen beaufsichtigenden Senats-Kommittee kommen.

Da Mitarbeiter des CIA heimlich Zwischenergebnisse des Untersuchungs-Kommittees an sich gebracht hatten, musste sich im Juli der Director, John Brennon nach anfänglichem Abstreiten entschuldigen. Im Verlauf der daraus resultierenden Verfassungskrise wurde Brennan augefordert, sein Amt niederzulegen.

Refresh |<-- <-   1-10/10   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Al Pacino ist weniger homophob, als der deutsche Hip Hop
Baltic Ufo Ocean X Team fühlt sich von schwedischer Regierung reingelegt
Gelsenkirchen: Heftige Schlägerei vor Teestube


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?