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Buch "Luthers Juden" beschreibt und erklärt seinen Judenhass

Martin Luthers Judenhass ist lange bekannt, doch muss dieser im historischen Kontext erklärt werden. Dieser Aufgabe hat sich der Göttinger Kirchenhistoriker Thomas Kaufmann mit dem Buch "Luthers Juden" gestellt. Hier beschreibt der Historiker die Moral und Geisteshaltung der damaligen Zeit.

Nach Kaufmann handelt es sich bei Martin Luther um einen "spezifisch vormodernen Antisemitismus" und dieser Judenhass geht weit über den traditionell christlichen Antijudaismus der damaligen Zeit hinaus. Für Luther waren die Juden Fremdkörper in der ansonsten christlichen Gesellschaft.

Und da diese sich nicht oder nur selten zum Christentum bekehren ließen, warf er ihnen vor, Feinde des Christentums zu sein. Dies erläutert Luther auch in seiner ausgesprochen feindseligen Abhandlung "Von den Juden und ihren Lügen", welche im Jahr 1543 erschien.


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WebReporter: blonx
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Buch, Juden, Judenhass
Quelle: berliner-zeitung.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.12.2014 23:04 Uhr von fox.news
 
+4 | -1
 
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genau das, was lamor200 schreibt. die meisten hierzulande lebenden Menschen hatten doch in ihrem Leben überhaupt kaum mit jemandem zu tun, der jüdischen Glaubens ist.

(und Probleme demzufolge sowieso kaum)
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08.12.2014 23:04 Uhr von Lornsen
 
+4 | -3
 
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er listete 95 Klagen gegen den Vatikan. Ergründete seine eigene Lutherische Kirche. Das evangelische Christentum war geboren und wurde für noch mehr Kriege und Schlachten benutzt.
Das war die Arbeit des Illuminaten-Frontmannes Dr. Martin Luther. Was für eine perfekte Situation für "Teile und Herrsche!"
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09.12.2014 08:20 Uhr von Patreo
 
+0 | -2
 
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,, Illuminaten-Frontmannes Dr. Martin Luther."
Ist das Ironie?
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09.12.2014 09:25 Uhr von der_grosse_mumpitz
 
+3 | -1
 
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Ich kannte mal einen Juden in der Grundschule. Netter Kerl... bisschen trottelig, aber nett. Auch seine Eltern waren nette Leute. Bei mir um die Ecke gibt´s eine Synagoge, da sieht man ab und zu mal ein paar Hardcore-Juden rumlaufen, so richtig orthodoxe. Ich finde es jedes mal schade, dass die ihren Gottesdienst (oder wie man das dort nennt) immer mit einem Polizeiwagen vor der Tür abhalten müssen. Die tun mir nix, also tu ich denen auch nix.
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09.12.2014 11:38 Uhr von mort76
 
+2 | -0
 
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gemini,
Jesus war zwar Jude, aber er hat nicht die jüdische Religion vertreten, sondern eine neue Religion gegründet.
Wenn ich zwar als Christ aufgewachsen bin, dann aber eine sich davon stark unterscheidende, ähnliche Religion gründen würde, wäre das kein Zeichen dafür, daß mir meine alte Religion so besonders gut gefallen hat...deswegen ist der Hinweis darauf, daß Jesus ein Jude war, nicht wirklich relevant.
Das ist bei Luther ja das selbe: der WAR enmal Katholik, hat dann aber die ev. Kirche gegründet.
Das macht ihn ebenfalls nicht unbedingt zu einem V´ertreter oder Verfechter des Katholizismus, nur weil er eben mal Katholik war.
Wobei es Jesus dabei damals offensichtlich nicht um Feindschaft ging, sondern um Weiterentwicklung.
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09.12.2014 12:39 Uhr von derstraubinger
 
+2 | -0
 
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@mort76

"Jesus war zwar Jude, aber er hat nicht die jüdische Religion vertreten, sondern eine neue Religion gegründet."

Das ist nicht richtig. Jesus hat ausschließlich die jüdische Religion vertreten und keine "neue" erfunden. Die ersten Christen waren auch Juden und lebten nach der Thora. Paulus und Peterus hatten ihre Differenzen in Bezug zur Auslegung des Gesetzes im AT. Was sich später die Kirche nutzbar machte, man nennt es auch "Substitutionstheologie".

http://de.wikipedia.org/...

Dies ist mitunter eine der Hauptursachen für den damals aufkommenden Antisemitismus, dessen Ursprung ausschließlich im religiösen zu finden ist.

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