07.12.14 11:33 Uhr
 889
 

Mülheim: Busfahrer verweigert einem Rollstuhlfahrer die Mitfahrt

Ein an Multiple Sklerose erkrankter Mann wollte mit seinem Elektrorollstuhl in einem Linienbus der Mülheimer Verkehrsgesellschaft (MVG) mitfahren, wurde aber vom Busfahrer abgewiesen.

Der 54-Jährige sagte: "Der Busfahrer weigerte sich, mich mitzunehmen. Wegen des Nummernschildes an meinem Rolli dürfte ich nicht Bus fahren. Außerdem sei ich zu schwer, 300 Kilo wären das Maximum. Rollstuhl und ich zusammen wiegen aber nur 267 Kilo! Diese Regeln stimmen so nicht!"

Da sich der Rolli-Fahrer nicht abweisen lassen wollte, rief der Busfahrer den Sicherheitsdienst. Danach musste sogar noch die Polizei erscheinen, da dem Sicherheitsmann angeblich mit dem Rolli über dem Fuß gefahren wurde. Der Anwalt des Rollstuhlfahrers will nun rechtliche Schritte einleiten.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: leerpe
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Busfahrer, Rollstuhlfahrer, Mülheim
Quelle: bild.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Wien: Anklage gegen 9 Vergewaltiger einer Deutschen fertig
Bochum: Uni-Vergewaltiger geschnappt
Sexualmord in Freiburg: Innenausschuss-Vorsitzender kritisiert Verhalten der ARD

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
07.12.2014 11:43 Uhr von TinFoilHead
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
BILD....
"Danach musste sogar noch die Polizei erscheinen, da dem Sicherheitsmann angeblich mit dem Rolli über dem Fuß gefahren wurde."

kopfschüttel...
Kommentar ansehen
07.12.2014 11:47 Uhr von Frudd85
 
+7 | -3
 
ANZEIGEN
@bleibcool:

Busse sind mit Rampen ausgerüstet, die man mit einem Handgriff ausklappen kann.
Kommentar ansehen
07.12.2014 12:00 Uhr von Frudd85
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
@bleibcool:

Ich hab natürlich keine Ahnung, wie der spezielle Rollstuhl aufgebaut ist, aber normalerweise haben die Blockierbremsen und positionieren sich im Bus in den extra für sie vorgesehenen Stellen, die so liegen, dass da kein anderer Passagier in Gefahr kommt (direkt hinter einer Sitzreihe auf einer Freifläche).
Auf einem anderen Blatt steht, dass andere Passagiere sich gerne trotzdem dahinstellen.
Kommentar ansehen
07.12.2014 12:29 Uhr von Aeskulap
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
Die Rampen sind aber auch nicht unendlich belastbar. In der Regel ist da bei 250Kg schluss.
Laut den Beförderungsbedingungen NRW entscheidet das Personal über die Mitnahme. Sollte der Platz nicht ausreichen oder andere wichtige Gründe dagegen sprechen, kann der Rollstuhlfahrer nicht mitgenommen werden. Schließlich muss der Busfahrer im Falle eines Unfalls auch seinen Kopf dafür hinhalten.

Bei der DB werden übrigens Rollstühle, die ein bestimmtes Maß überschreiten oder auch zu schwer für die eingesetzten Rampen sind, nicht befördert.
http://bahnhof.de/...
Kommentar ansehen
07.12.2014 12:51 Uhr von kingoftf
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
Hier in Spanien gab es auch mal was ähnliches mit einem Elektrorollstuhl im Bus, wurde aufgrund des Gewichts auch nicht mitgenommen, zumal keinerlei Vorrichtungen vorhanden waren, um den Rollstuhl sicher zu fixieren, bei so einem dicken Brummer ein nicht unerhebliches Risiko.

Der Rollifahrer wurde dann auch nicht mitgenommen.

Normale Rollstühle sind aber kein Problem.
Kommentar ansehen
07.12.2014 13:10 Uhr von Danymator
 
+8 | -1
 
ANZEIGEN
Sehe ich wie guksdu, das Teil hat ein Versicherungskennzeichen und hat im öffentlichen Personenverkehrsmitteln wie Bus und Bahn eigentlich nix verloren.
Kommentar ansehen
07.12.2014 15:43 Uhr von bigpapa
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
@alle.
Mit angezogener Motor und Blockierbremse rutscht das Teil vielleicht ein bisschen aber das würde NIEMALS durch den Bus fliegen.
Da ist das Risiko das normale Menschen und deren Einkaufstüten durch den Bus fliegen um ein vielfaches höher.

Diese Rampen die man ausklappen kann, sind jedoch nur sehr schwach haben selbstverständlich eine max. Belastung. Sie befinden sich bei der hinteren Doppeltür. (Meist als Ausstieg bezeichnet). Allerdings sind nur moderne Busse damit ausgestattet. Als normaler Mensch erkennt man die eingeklappten Hebe-Griffe in Metallgrau zu seinen Füssen.

Ich habe oft gesehen, wie Busfahrer diese ausgeklappt haben, um Leute mit einen normalen Rollstuhl in den Bus zu schaffen. Das ist bei uns fast "Gang und Gebe".

Elektrorollstühle hingegen sind in der Lage sich nur durch das wackeln an einen Joystick zu bewegen. Und das allein. Es sind also FAHRZEUGE und haben rechtlich gesehen, das selbe Recht wie ein Auto"fahrer". Ich verweise in dieser Hinsicht einfach mal auf diese Seite. http://nullbarriere.de/...

Sollte aus irgendwelchen Gründen ein solches Fahrzeug liegenbleiben oder der Akku knapp vor 0 sein, so können diese Teile problemlos an fast jeder Steckdose aufgeladen werden. Oder im schlimmsten Fall durch Spezialfahrzeuge der Krankendienste (AWO, Rote Kreuz etc.) transportiert werden. Diese besitzen spezielle Haltevorrichtungen für Fahrzeug und Passagier.

Auch wenn die Bild wie üblich Hasstiraden erzeugt, passt doch gut vor Weihnachten, so ist meiner Meinung nach der Busfahrer im Recht.

Gruß

BIGPAPA
Kommentar ansehen
07.12.2014 16:08 Uhr von ewin12000
 
+0 | -7
 
ANZEIGEN
@guksdu

“der Busfahrer hat Hausrecht und muß kein Haftpflichtversicherungspflichtiges Fahrzeug beföhrdern.
Demnächst kommen die Leute mit Mofas und Fiat 500 um Sprit zu sparen.“

Wie kommste denn auf so eine Aussage? In Deutschland gibt es ein PBefG und dort steht etwas ganz anderes als du sagst. Für Busse,Taxen, Bahnen besteht ersteinmal eine allg. Beförderungpflicht - ist die Beförderung möglich, muß der Fahrer erstmal jeden Mitnehmen.
Kommentar ansehen
07.12.2014 16:33 Uhr von bigpapa
 
+4 | -1
 
ANZEIGEN
@ewin12000

PBefG bedeutet : PERSONEN-Beförderungsgesetz.

Dort ist aber auch die Rede davon das die STVO und das Haftpflichtgesetz einzuhalten sind.

Ganz pervers heißt das im Endeffekt der behinderte darf mitfahren, sein Rollstuhl als sperriger Gegenstand nicht.
Und das Teil von den wir reden, ist ein MINI-AUTO (Mit Rückspiegel und allen drum und dran, und kein einfacher Rollstuhl mit Griff zum schieben.


Nach deiner Auslegung kann ich nämlich ALLES mitnehmen im BUS solange ich mich daran festhalte.

Denk mal drüber nach. Glaub mir vor Gericht verliert der Rollstuhlfahrer.

Davon abgesehen, ich fahre seit 25 Jahren Roller weil mir der Bus zu teuer ist. Für den Preis von 5 Haltestellen bekomme ich genug Sprit für ca. 25 KM und bin i.d.R. schneller da.


Gruß

BIGPAPA

[ nachträglich editiert von bigpapa ]
Kommentar ansehen
07.12.2014 16:55 Uhr von ewin12000
 
+0 | -5
 
ANZEIGEN
@bigpapa

nein das stimmt nicht,das ist einfach ausgedacht.
Das Gesetz ist eindeutig und mehrfach gerichtlich bestätigt.

Ist es technich möglich und entspricht es der Vorschrift kann es nicht abgelehnt werden. Der Anwalt weis sicher besser als du,was der Vorschrift entspricht,was zb. medizinisch notwendig und zugelassen ist....



Der Rollstuhlfahrer wird sicher gewinnen, aber ich denke wohl eher es kommt nicht soweit,das die Verkehrsbetriebe sich vorher ganz offiziell entschuldigen werden...

"MVG-Sprecher Olaf Frei: „Letzte Instanz ist der Fahrer. Elektro-Rollis werden befördert vorbehaltlich der Platzverfügbarkeit und der Sicherheit.“"



[ nachträglich editiert von ewin12000 ]
Kommentar ansehen
07.12.2014 17:17 Uhr von bigpapa
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
@ewin12000
Der Anwalt kann es gar nicht wissen, da es dazu noch kein Urteil gibt. Ich hab keins gefunden, und lt. Aussage einige Institutionen gibt es auch keins. Sieh : http://ksl-nrw.de/...

Ein Urteil wird wie ich Deutschland kenne, eh erst in 5-8 Jahren zu erwarten sein.

Grund ist : Das Busunternehmen wird die Gefahrenkarte spielen, der Rollstuhlfahrer die Diskriminierungskarte.

Die Folge : Das Gericht wird sich aus der Verantwortung drücken, in den es erst mal jede Menge Gutachter (Tüv und Co.) einschaltet die feststellen müssen, wie hoch das Risiko ist, das er beim hineinfahren in den Bus die Rampe killt, und wie hoch das Risiko bei ein Unfall ist.

Und was vor allen wichtig ist : Wie hoch ist die Chance der Versicherung sich im Schadensfall von den Zahlen zu drücken.

Also ist der Anwalt schlau. Er verdient sich eine goldene Nase an den Fall.

Und falls nicht einer klein beigibt, Endet die Sache in den 8 Jahren vor den EU-Gericht.

Gruß

BIGPAPA
Kommentar ansehen
07.12.2014 17:30 Uhr von langweiler48
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
Wer macht sich denn hier ein Kopf, über die Standfestigkeit des Rollstuhles im Bus. Diese Rollstühle, die am öffentlichen Verkehr teilnehmen dürfen, haben ein Feststellsystem, das man bei vielen anderen Verkehrsmittel suchen muss. Hier macht man sich um einen Rollstuhlfahrer so viele Gedanken, wo im Gegensatz 50 und mehr Personen nicht angeschnallt und andere auch noch stehend, befördert werden. Diese könnten wenn es schlimm kommt die nächsten Rollstuhlfahrer sein.
Kommentar ansehen
07.12.2014 19:57 Uhr von Thomas66
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
Hansebanger
meinste mit Pisser den Rollstuhlfahrer? ziemlich respektlos und wenn schon, dann ist er zur Bild gefahren und nicht gerannt.
Kommentar ansehen
07.12.2014 19:59 Uhr von Thomas66
 
+0 | -3
 
ANZEIGEN
VadeRetroMe
Ich glaube nicht, dass 267 Kilo so schnell durch die Gegend fliegen.
Kommentar ansehen
08.12.2014 08:15 Uhr von Havana...
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Wieso hab ich immer das Gefühl, dass es genug behinderte gibt, die ihre Position gleich wieder zu ihrem Vorteil ausnutzen wollen? Mir geht es auf den Keks, dass Behinderte dauernd diese "emotionale" Sonderstellung haben. Es sind Menschen wie jeder andere auch, also gibts da erstmal keine Sonderrechte. (Abgesehen von Parkplätzen etc, was auch sinnvoll ist). Aber wollte ich mit einem Einkaufswagen voll mit Bier in den Bus und würde abgelehnt, hätte das nichtmal die Bild interessiert.
Kommentar ansehen
09.12.2014 20:05 Uhr von Thomas66
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Willst Du etwa einen Einkaufswagen mit Bier und einem Rollstuhlfahrer vergleichen?

Refresh |<-- <-   1-16/16   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Wien: Anklage gegen 9 Vergewaltiger einer Deutschen fertig
Intertoys-Spielzeugkatalog voll mit Rechtschreibfehlern
Lady Gaga wurde vergewaltigt und leidet an PTSD


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?