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Sylt schafft sich ab - Restaurants beklagen Fachkräftemangel

Restaurants auf der Ferieninsel Sylt leiden immer mehr unter dem Mangel an Fachkräften. Zum Teil müssen über viele Jahre etablierte Einrichtungen sogar schließen. Der Mangel resultiert unter anderem daraus, dass Jugendliche das Gastgewerbe meiden.

"Es ist eine traurige Entwicklung, wir finden seit Jahren keine kompetenten Auszubildenden mehr, den meisten Schulabgängern ist der Beruf Koch einfach zu anstrengend und sie wählen kaufmännische Berufe, bei denen sie am Schreibtisch sitzen", so Restaurant-Besitzer Jörg Müller.

Stephan Beck, ehemals Besitzer des Steak- und Haxenhäuschens, äußerte, dass 1973 noch 131 Restaurants auf der Insel ansässig waren, heute seien dies über 400. Auch daraus würden die Engpässe resultieren, so Beck weiter.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Restaurant, Sylt, Fachkräftemangel
Quelle: shz.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.12.2014 10:27 Uhr von Borgir
 
+43 | -5
 
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Es ist nicht nur die Menge der Restaurants oder die harte Arbeit. Die Bezahlung ist schlecht, die Arbeitsbedingungen auf der Insel unter aller Sau, leben kann man bei den dortigen Mietpreisen auch nicht, was pendeln bedeutet. Das sind die eigentlichen Gründe, nicht der harte Job oder das Abwenden von der Branche.
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06.12.2014 10:48 Uhr von ar1234
 
+31 | -2
 
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Scheiß Arbeitsbedingungen, schlechte Arbeitszeiten und eine noch beschissenere Zukunftsaussicht. Dazu dann auch noch überteuerte Luxuswohnungen, die man sich nicht leisten kann, oder eine lange Anfahrt und dann noch die beinahe totale Abgeschiedenheit in einem teuren Luxustouristenparadies. Bei der Gastronomieüblichen Bezahlung sicher ein Vollzeitvergnügen.

Dazu kommt, dass Kochazubis unter Anderem die Messer für ihre Ausbildung selbst kaufen müssen.

Wie blöd sind die Restaurantbesitzer denn eigentlich? Einfach mal in die Menschen und deren Lage reinversetzen und man hat möglicherweise eine Ahnung, was eventuell falsch läuft.

[ nachträglich editiert von ar1234 ]
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06.12.2014 10:54 Uhr von TinFoilHead
 
+18 | -1
 
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Sylt schafft sich ab - Restaurants beklagen Fachkräftemangel

Tja, Pech, müssen die Gentrifizierungs-Bonzen, die da drei Tage im Jahr in ihrem Haus/Luxusappartment verbringen, halt Kochen lernen, bzw. einen Koch einstellen.

Sonst kann da ja keiner mehr leben...

[ nachträglich editiert von TinFoilHead ]
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06.12.2014 11:09 Uhr von quade34
 
+4 | -0
 
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Wenn sie keine Köche mehr haben, können sie doch per Hubschrauber und Catering ihre Gäste versorgen. Großküchen mit reichlichem Billigangebot gibt es doch zu Hauf. Und Wenn die heutigen Gäste mal die Schulspeisung genossen haben, werden sie sich auch nicht darüber beschweren. Gewohnheit ist eben alles.
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06.12.2014 13:26 Uhr von mort76
 
+12 | -1
 
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Hansebanger,
du zahlst dort horrende Mieten für winzige Wohnungen, und selbst die sind knapp, oder du must täglich vom Festland dorthinpendeln- wer will das freiwillig machen?
In der Gastronomie werden überall Leute gesucht- warum sollte man ausgerechnet DA HIN?

Und außerhalb der Saison ist Sylt wie tot, weil dort fast nurnoch Ferienhäuser stehen und die Einheimischen von den Reichen verdrängt werden, weil die Mieten so exorbitant hoch sind und für Häuser so viel gezahlt wird.

Wie will man da als Koch überleben, egal, woher man stammt?
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06.12.2014 13:38 Uhr von Jonchaos
 
+16 | -0
 
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Selbst Ölbohrplattformen finden Personal für Küche und Kantine.

Woran könnte es also liegen, dass gerade ein beliebtes Ferienziel wie Sylt keine Arbeitskräfte findet?

Also weniger heulen und Löhne + Extras anpassen.
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06.12.2014 15:53 Uhr von Petaa
 
+9 | -0
 
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Die sollten den Lohn einfach an die Mietpreise auf der Insel anpassen oder eine kostenlose ordentliche Wohnung zur Verfügung stellen. Schon könnten sie sich vor Bewerber kaum noch retten.

[ nachträglich editiert von Petaa ]
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06.12.2014 18:57 Uhr von keineahnung13
 
+8 | -0
 
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Liegt wohl Hauptsächlich an der beschissenen Entlohnung, dann gibts auch noch bei vielen absolute Beschissene Arbeitszeiten....
Dann gehts bestimmt auch noch weiter, mit der beschissenen Ausbildung in DE... man muss ja quasi schon vorher alles Wissen und 50 Jahre Berufserfahrung haben (betrifft alle Berufe)
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06.12.2014 19:46 Uhr von faktkonkret
 
+4 | -0
 
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kommen halt mit den Billigfachkräften aus dem Ausland nicht klar. Wenn man deutsche Kultur auf Sylt mit den entsprechenden billigen Fachkräften belegt, aber die Natur einfach macht was sie will und einfach nicht das Klima wie in Spanien herscht, hat man schon Probleme mit ausländischen Fachkräften.
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06.12.2014 20:09 Uhr von faktkonkret
 
+1 | -1
 
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vierundvierzig Jahre Gastronomieerfahrung habe ich.

Sobald in der Öffentlichkeit bekannt wird, wo sich gewichtige also finanzielle , potente Personen Urlaub tätigen ist es vorbei.
Ohne Hubschrauberlandeplatz läuft da sowieso nur wenig.
Sylt macht Werbung über Prominenz die ihre Immbolien mit ihrem Namen vermarkten wollen, selber aber nicht da sind.
Es gibt ein Paar Neureiche Idioten ( viele aus Russland ) welche nicht bemerken was los.

Ratschlag von mir

bei Werbung mit Promineten wird der normale Tourismus angeworben.
aktuelle Treffen von usw. wird mit Sicherheit nicht im Web angezeigt.
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06.12.2014 22:29 Uhr von Humpelstilzchen
 
+2 | -1
 
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"Wie blöd sind die Restaurantbesitzer denn eigentlich? Einfach mal in die Menschen und deren Lage reinversetzen und man hat möglicherweise eine Ahnung, was eventuell falsch läuft."

Nicht ganz richtig, die Fragestellung! Anstatt "Restaurantbesitzer" sollte dort besser "Politiker und Bürger" stehen!
Und es schafft sich nicht nur Sylt ab, sondern die Bundesrepublik schafft sich ab!!!
nd soll ich euch auch sagen wieso?

Weil die alle nicht nur dumm, sondern auch raffgierig und blind sind!!!
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06.12.2014 22:56 Uhr von HackFleisch
 
+5 | -0
 
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Solange man als Chefkoch meint, die Jungen fertig zu machen, zu stressen, ständig zu motzen, und diese dann noch scheiss Arbeitszeiten und schlechte Bezahlung akzeptieren müssen. Müssen Betriebe sich nicht wundern wenn das keiner mehr machen will.
Soll die Schickimicki Gesellschaft auf Sylt ihr Essen selber zubereiten und die Dosen selber öffnen.
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07.12.2014 00:22 Uhr von darny
 
+0 | -0
 
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Nicht nur in der Gastro gibt`s Fachkräftemangel...
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07.12.2014 02:25 Uhr von Bruno2.0
 
+0 | -0
 
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@Carnap

Pff napalm einfach nicht mehr auf Steuerzahlerkosten Sandvorspülen dann hat es sich mit den elitären gestalten und der Insel erledigt.
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07.12.2014 09:36 Uhr von Der-Brock
 
+4 | -0
 
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Junge Menschen sind heutzutage deutlich selbstbewusster als vor 20. 30 oder gar 40 Jahren. Und das ist (im Durchschnitt) auch gut so, denn die lassen es sich halt nicht gefallen, wenn Sie auf der Arbeit für einen Hungerlohn noch angeschrien, getreten und geschlagen werden (soll wohl relativ üblich sein im Gastronomiegewerbe). Ergo, keiner hat darauf Bock, verständlich, dagegen wäre sogar Hartz4 noch attraktiv, selbst wenn es etwas weniger Geld bedeutet.
Zahlt faire Löhne (oder bietet einen anderen Ausgleich an), und behandelt die jungen Leute wie Menschen mit Würde, Anstand und Respekt, dann boomt es auch auf Sylt wieder.
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08.12.2014 01:24 Uhr von mort76
 
+2 | -0
 
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tsunami,
der Witz dabei ist, daß dieser Wohnraum schlicht nicht existiert...niemand baut dort Billigwohnblöcke o.ä., wenn er auch ein Ferienhaus für X Millionen dort hinstellen kann.
Sogar ranzige, alte Kasernenwohnungen oder ´
Zimmer, die kleiner sind als eine Knastzelle, sind dort heißbegehrt und haben eine Warteliste.

Und Sylt selber ist ziemlich pleite, weil dort niemand mehr Steuern zahlt, weil ja alle dort nur ihre Ferienwohnungen haben- ein städtisches Wohnungsbauprojekt ist deswegen ausgeschlossen.
Und ein Verdienst außerhalb der Saison auch- da wohnt ja keiner mehr...

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