04.12.14 16:17 Uhr
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Expertenmeinung: Überwachungskameras bieten nicht wirklich Sicherheit

Nach dem aufsehenerregenden Fall der durch eine Prügelattacke getöteten Studentin Tugce werden wieder Stimmen für eine üppigere Installation von Überwachungskameras laut.

Die Meinungen darüber gehen allerdings oft auseinander: So sprach sich der innenpolitische Sprecher der CDU im Bundestag, Stephan Meyer, für den Einsatz von modernen Hilfsmittel, wie in den USA gebräuchlich, aus. Dadurch könne ein erheblicher Sicherheitszuwachs der Polizei erfolgen, so Meyer.

Dagegen hält jedoch der Geschäftsführer eines Sicherheitsunternehmens, Manfred Limbach: Er meint, dass Erfolge der Überwachungskameras eine Illusion darstellen, da mittels Technik eine latente Gewaltbereitschaft nicht aufzuhalten sei.


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WebReporter: LuckyBull
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Kamera, Illusion, Expertenmeinung
Quelle: handelsblatt.com

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.12.2014 16:21 Uhr von TinFoilHead
 
+10 | -2
 
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Überwachungskameras bieten nicht wirklich Sicherheit

Das erzählt die Polizei in London(!!!) jedem, seit Jahren, der es nur hören will.

Und wie auch, springen die bei einem Übrfall von der Wand und helfen?

Aber da diese Kameras ja gar nicht für die Sicherheit der Bürger, sondern zu ihrer lückenlosen Überwachung da sind, ist dies doch ein toller Beweis genau dafür, oder nicht?

Für den, der es verstehen will...

[ nachträglich editiert von TinFoilHead ]
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04.12.2014 16:32 Uhr von LuckyBull
 
+6 | -2
 
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Da gehe ich völlig dacor mit dem Beispiel London. Nirgendwo fühlen wir (meine ganze Familie) uns so sicher wie in Englands Hauptstadt.
Es wirkt bestimmt, auch wenn es eine Zeit lang dauert, bis die abschreckende Wirkung Erfolge bringt...
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04.12.2014 16:42 Uhr von Rechthaberei
 
+6 | -4
 
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Doch: Kamera = Beweis = Justiz = Knast = Gewaltfreiheit
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04.12.2014 16:52 Uhr von TinFoilHead
 
+0 | -2
 
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Neu555
Und wie findet die lückenlose Überwachung statt, wenn bei fast allen Kameras die Daten nach 2 oder 3 Tagen überschrieben werden, ohne dass jemand die Aufzeichnung sieht oder auswertet ?

Und wer garantiert uns das? Die NSA, der BND, der Verfassungsschutz, GCHQ, die Five Eyes?

Rechthaberei
Doch: Kamera = Beweis = Justiz = Knast = Gewaltfreiheit

Wieso klappts dann in London eben nicht, in der am besten mit Ü-Kameras ausgestatteten Stadt Europas?

Dabei haben mehrere Studien des Innenministeriums der USA und auch von Scotland Yard belegen können, dass die Überwachung nur selten nützlich ist. Die Überwachungskameras konnten nur selten Verbrechen aufklären helfen. In London wie in vielen anderen britischen Metropolen wird jeder Arbeitnehmer auf dem Weg zur Arbeit rund 300 Mal gefilmt. Kameras gibt es dort überall...
http://www.gulli.com/...

Aber was juckt uns das alles auch in Neuland, ist ja Niemand persönlich betroffen hier...

[ nachträglich editiert von TinFoilHead ]
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04.12.2014 17:02 Uhr von Sprint82
 
+3 | -1
 
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Das ist wie mit Kopierschützen bei Spielen oder Filmen, wirkliche "Raubkopierer" hält das ja auch nicht ab, es erweckt nur den Anschein.
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04.12.2014 19:43 Uhr von CrazyWolf1981
 
+2 | -1
 
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Gerade bei Gewaltdelikten, was bringts? Man lässt sich zum einen mit der Veröffentlichung von Fahndungsfotos und Videos so viel Zeit damit die sich in Ruhe absetzen können. Und wenn man sie fasst, muss man sie doch wieder laufen lassen. Am Ergebnis ändert das nichts. Darum ist Deutschland ein Schlaraffenland für Gewalttäter. Hier hat jeder mindestens einen Mord frei, zumindest wenn er kein Deutscher ist.
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04.12.2014 19:55 Uhr von brycer
 
+1 | -1
 
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100%ige Sicherheit wird es nie geben, das sollte allen klar sein.
Durch Überwachungskameras wird auch wohl nur ein Teil der potentiellen Gewalttäter von ihren Taten abgehalten. Ein Teil, den man aber nicht genau bestimmen kann, weil man die Taten die nicht geschehen auch nicht sieht.
Niemand wird je sagen können wie viele Straftaten ohne Überwachung mehr geschehen wären.
Auch das Heranziehen der Zahlen aus Zeiten vor der Überwachung kann keine Aussage darüber treffen, da niemand sagen kann ob die Zahl ohne Kameras mehr oder weniger zu- oder abgenommen hätte.
Hier geht es auch darum, dass das Sicherheitsgefühl der Leute höher ist und das ist schon mal einiges wert.

@TinFoilHead:
"...Die Überwachungskameras konnten nur selten Verbrechen aufklären helfen..."
Ja, selten, das mag stimmen. Aber besser selten als nie!
Ohne die Kameras würde wahrscheinlich die Aufklärungsquote also noch schlechter sein.
Die Qualität der Bilder von Überwachungskameras wird auch immer besser, was mit dazu beitragen wird das die Aufklärungsquote noch etwas weiter steigt.

Auch diese permanente Angst die Bilder der Kameras könnten ja für andere Dinge zweckentfremdet werden grenzt in meinen Augen auch an schwere Paranoia.

@Neu555:
Wenn eine Straftat im Überwachungsbereich einer Kamera geschieht, dann muss reagiert und die Aufzeichnungen dieser Kamera (und eventuell anderer in Frage kommender Kameras) gesichert werden. Die werden dann erst nach eingehender Sichtung entweder weiter gesichert oder, wenn nichts zu sehen ist, gelöscht.
Damit die Strafverfolgungsbehörden reagieren können, sind zwei bis drei Tage vollkommen ausreichend.

@Sprint82:
´wirkliche Raubkopierer´ lassen sich durch einen Kopierschutz eventuell nicht abhalten - aber ein nicht minder großes Heer an Hobbyraubkopierern, denen es dann nicht mehr so wichtig ist, weil sie erst einen Kopierschutz überwinden müssten. ;-)

[ nachträglich editiert von brycer ]
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04.12.2014 20:11 Uhr von Schmollschwund
 
+0 | -2
 
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Die Frage ob Kameras was bringen lenkt nur ab. Die eigentliche Frage sollte lauten; Ab wann sind Menschen bereit Kameras zu bewaffnen?

Wenn es schon nichts ausmacht, dass Menschen irgendwo auf der Welt von anderen Menschen per Joystick getötet werden, dann wird es auch nichts ausmachen wenn dem Nachbarn, oder besser dem Penner aus der Gosse/Dieb/Schläger, ähnliches widerfährt. Alles nur eine Frage der technischen und kostengünstigen Möglichkeiten. Das mit dem Verständnis in der Öffentlichkeit kriegt man auch noch hin.
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04.12.2014 23:15 Uhr von Stray_Cat
 
+0 | -1
 
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"dass Erfolge der Überwachungskameras eine Illusion darstellen, da mittels Technik eine latente Gewaltbereitschaft nicht aufzuhalten sei."

Ja, wenn es in erster Linie um Sicherheit für den Bürger ginge ...
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04.12.2014 23:32 Uhr von Rongen
 
+0 | -3
 
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Oft ist es ja auch so das diese Kameras so unaufällig und meistens auch oben an der Decke montiert sind das man sie sofrt wieder vergisst, wenn man mal eine gesehen hat.
Für mich sind die auch nicht zur Abschreckung sondern für die Überwachung zuständig und zwar nicht gegen Gewalt sondern, Auswertung für Wirtschaftsdaten, Marktanalysen und bessere Werbestrategien. Geholfen hat so ne Kamera noch keinem sie wirken, wenn überhaupt, immer erst hinterher wenn alles zu spät ist wie man am Beispiel mit Tugce sieht.

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