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Umschwenken in Großbritannien: Geburten außerhalb von Kliniken sicherer

Im britischen Gesundheitssystem wurde eine Richtlinie herausgegeben, der zufolge ein Klinikaufenthalt für 45 Prozent der Geburten "unangemessen" sei. Frauen sollen bei Schwangerschaften mit geringem Risiko ermutigt werden, ihre Babies nicht mehr wie bisher in traditionellen Kreissälen zur Welt zu bringen.

Die Empfehlung sagt, eine Betreuung durch Hebammen habe sich für Gebärende als sicherer erwiesen und knapp der Hälfte der Schwangeren sollte empfohlen werden, für die Geburt eine Hebammen-Einrichtung aufzusuchen. Solche Frauen hätten weniger Risiko, einem medizinischen Eingriff zustimmen zu müssen.

Hier werden insbesondere Dammschnitt, Kaiserschnitt, Zangengeburt und Einsatz einer Saugglocke genannt. Zudem sei das Infektionsrisiko in einer Klinik höher. Auch sollen Hebammen die Nabelschnur frühestens eine Minute nach der Geburt durchtrennen, da so das Anämie-Risiko des Säugling sinke.


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WebReporter: Stray_Cat
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Großbritannien, Krankenhaus, Geburt
Quelle: theguardian.com

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.12.2014 09:09 Uhr von Stray_Cat
 
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(weitere Informationen aus dem Original-Artikel)
Jahrzehntelang war das frühe Abklemmen und Durchtrennen der Nabelschnur empfohlen worden. In Hinblick auf vermehrte Vermeidung von Klinikgeburten wird allerdings auch eingeräumt, dass das "Preis-Leistungs-Verhältnis" bei Hebammen günstiger sei und das Gesundheitswesen entlaste.
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03.12.2014 10:06 Uhr von Maverick Zero
 
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Im Krankenhaus stehen bei Bedarf Antibiotika für Mutter und Kind bereit, Ärzte sind vorhanden die einen Dammschnitt nicht nur ausführen sondern auch wieder vernähen können. Geräte ermöglichen die Überwachung der Vitalwerte von Mutter und Kind; im Zweifelsfall können direkt Notfallmaßnahmen eingeleitet werden. Auf wirklich jede Situation ist das Personal dort auf die eine odere andere Art vorbereitet.

Eine Geburt zu Hause kann da niemals mithalten.

Sicherlich mag es schöner sein, in vertrauter Umgebung ein gesundes Kind ohne Komplikationen auf die Welt zu bringen. Wenn aber nur der Hauch einer Möglichkeit besteht, dass es zu Problemen kommt (Kind liegt falsch, steckt fest, Nabelschnur um Hals, unkontrollierter Dammriss, etc....) dann hat man zu Hause ohne medizinisches Personal ein echtes Problem.

Aber ja... das Gesundheitswesen mag ein wenig entlastet werden...

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