02.12.14 12:34 Uhr
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Russland stoppt Bau von South Stream-Türkei profitiert

Der russische Präsident Wladimir Putin hat den Bau der South-Stream-Pipeline gestoppt, welche 63 Milliarden Kubikmeter Gas jährlich aus Russland nach Europa transportieren sollte. Jetzt will er die Türkei besonders billig mit Energie versorgen.

Bei einem Staatsbesuch in der Türkei erklärte Putin, dass an das milliardenschwere Pipeline-Prestigeprojekt "South Stream" nicht weiter gebaut werden kann, weil die Blockaden-Politik der Europäischen Union dies verhindere. Auch Gazprom, die für den Bau verantwortlich war, sieht keine Zukunft mehr.

"Das Projekt ist geschlossen. Das wars", sagte Gazprom-Chef Alexej Miller. Die EU soll Druck auf die Mitgliedsstaaten ausüben, die an der Pipeline beteiligt sind. So hat Bulgarien auf Forderung der EU und Washington die Vorarbeiten der Pipeline vorzeitig ausgesetzt.


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WebReporter: Memphis87
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Türkei, Russland, Bau, Stream
Quelle: sueddeutsche.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.12.2014 12:34 Uhr von Memphis87
 
+5 | -2
 
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Das Gas, was den Europäern bestimmt war, bekommen jetzt die Türken. Gazprom-Chef Miller sagte, Russland und die Türkei hätten ein Memorandum für den Bau einer Offshore-Pipeline für jährlich 63 Milliarden Kubikmeter Gas unterzeichnet - exakt das Volumen von South Stream. Eine Vergünstigung ab 2015 sei ebenfalls in Aussicht gestellt worden.
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02.12.2014 12:36 Uhr von Memphis87
 
+7 | -2
 
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Auch Lustig:

"Wenn Bulgarien außerstande ist, sich wie ein souveräner Staat zu benehmen, so soll es von der EU-Kommission das Geld für den nicht erhaltenen Vorteil einfordern", sagte Putin nun. Allein aus dem Transit von russischem Gas könnte Bulgarien mindestens 400 Millionen Euro im Jahr einnehmen.

Rückratlose Politiker haben die in Bulgarien.
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02.12.2014 12:43 Uhr von Memphis87
 
+3 | -4
 
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Und an die Autoren hier: wenn möglich das wort "Türkei" vermeiden, sonst gibs Minus ;)
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02.12.2014 12:53 Uhr von ar1234
 
+4 | -5
 
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Und wenn die Türkei das Gas auch nicht will, bekommts der nächste eben noch billiger. Solche Preisnachlässe und die dazu gehörigen Bemerkungen sind ein klares Zeichen dafür, dass Russland dringend Abnehmer für das Zeuch braucht.

Europa hätte weder diese Vergünstigungen bekommen, noch wirklich von dieser Pipeline profitiert. Profitieren tut man von solchen Pipelines nämlich nur, wenn die Versorgung sicher ist und man nicht wegen ständiger politischer Krisen um die Sicherheit der Versorgung bangen muss. Anderenfalls sind diese Pipelines nur lästiger Ballast, mit dem man erpresst werden kann.

[ nachträglich editiert von ar1234 ]
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02.12.2014 12:58 Uhr von Memphis87
 
+6 | -1
 
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Warum soll die Türkei das Gas nicht haben wollen? Sonst wäre ja wohl kaum ein Vertrag zustande gekommen. Und billiger bekommen sie es wahrscheinlich weil die gleich das ganze Volumen abnehmen, was für Europa gedacht war. Bessere Konditionen aus welchen Gründen auch immer...

Und Außerdem gibt es neben China noch genaug andere Abnehmer von russichen Gas.

[ nachträglich editiert von Memphis87 ]
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02.12.2014 13:27 Uhr von ar1234
 
+1 | -5
 
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@Memphis87: In der Wirtschaft funktionierts anders als in der Propaganda. Wenn für ein Produkt "genug" Abnehmer vorhanden sind, bleibt der Preis konstant oder steigt. Rabatte bekommt man dann eher selten und auch nur für gute Beziehungen oder manchmal auch bei Bedürftigkeit. Wenn nicht genug Abnehmer da sind, dann fällt der Preis und man kann Rabatte aushandeln. Das hat praktische Gründe. Jeder Verkäufer mit der Fähigkeit zu denken nimmt, was er kriegen kann.

Also entweder sind nun nicht genügend Abnehmer da, oder aber Gazprom hat gewisse Defizite.

[ nachträglich editiert von ar1234 ]
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02.12.2014 13:52 Uhr von hasennase
 
+2 | -5
 
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da russland die bedingungen der energiepaktes 3 der eu nicht erfüllt, kein öl/gas lieferant darf gleichzeitig die leitungen besitzen haben die russen sich selber ins aus geschossen. die einzigen blockaden sind die in den köpfen der unfähigen idioten im kreml.
in konkurrenz zu iran müsste russland seine preise um 45% reduzieren. dann öffenen sie dem preisverfall selber tür und tor.
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02.12.2014 14:37 Uhr von speculator
 
+2 | -0
 
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Wenn Gazprom da beteiligt war und deswegen Verluste macht, hat das finanzielle Auswirkungen auf Deutschland?
Zu Schröders Bundeskanzlerzeiten gabs doch für (welchen?) Pipelinebau eine 5 Mrd Bürgschaft für Gazprom?
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02.12.2014 22:06 Uhr von Trallala2
 
+1 | -2
 
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Das ist das Problem wenn Energiekonzerne den Staat gehören.

Russland hatte eine unwirtschaftliche Gasindustrie. Erst private Unternehmer machten ein lukratives Unternehmen Gazprom draus. Das unter Putin sich der Staat das Ganze wieder unter den Nagel gerissen hat, das will ich nicht verurteilen. Warum sollen nur einige davon profitieren. Aber nun missbraucht der Staat das ganze für seine Zwecke und ruiniert das Unternehmen wieder.

Wenn Russland nun sein Gas verschenkt, ob Türkei oder China, warum soll die EU in Zukunft weiter so hohe Preise zahlen? Der Trend Richtung Unten ist gesetzt. Ich hoffe die Krim war es wert.
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03.12.2014 00:04 Uhr von einerwirdswissen
 
+0 | -0
 
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Diese Piplinie wird nicht nur dazu genutzt, um der Türkei günstigeres Gas zu verkaufen, sondern auch um es über die Türkei nach Europa zu liefern. Sollte der Russe, warum auch immer, die Leitung durch die Ukraine kappen müssen, dann kann er getrost über die Türkei seine Lieferverträge an Europa einhalten. Rabatte werden jedem eingeräumt, der eine gute Zusammenarbeit zusichert und einhält. Auch die Ukraine hat fürs Durchlassen Rabatte bekommen und nicht weil der Russe es unbedingt sol werden muss.

"Der Feind meines Feindes ist mein Freund."
Dafür habe ich hier im Forum vor Monaten Schelte bezogen.
Da der Russe im engen Kontakt zu Assad steht und jetzt auch noch mit der Türkei Großverträge abschliesst, entstehen neue und auch gefährliche Verbindungen.
Ich denke, dass Putin da unten eine neue Ordnung aufbauen wird. Ohne Europa und der USA. Länder wie Syrien, Iran, Irak, Pakistan und auch Afganistan wollen auch Frieden und Fortschritt (Kernenergie), was Europa und die USA ihnen verwehren. Wenn Putin dies gelingt, dann werden die EUSA da unten nichts mehr zu sagen haben.

[ nachträglich editiert von einerwirdswissen ]
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03.12.2014 00:28 Uhr von Trallala2
 
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Und schon wieder am trollen.
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03.12.2014 01:51 Uhr von Stray_Cat
 
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Tja, da hat sich Washington vielleicht doch ein wenig verkalkuliert. Nicht jeder verfällt in Erstarrung, wenn von dort ein Machtwort kommt.

Und klar ist Russland darauf angewiesen, mit dem, was es hat, Handel zu treiben. Ist bei jedem Land so und erstaunt darf man eher darüber sein, dass das so manchen zu überraschen scheint.

Selbst finanziell bis in die Unendlichkeit und noch viel weiter gut ausgestattete Ölbarone leben doch der Devise "ohne Rohöl-Handel fehlt Dir was".

Aber es macht halt einen Unterschied, welcher Nationalität der Mund angehört, aus dem ein solcher Satz kommt, nicht wahr?
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03.12.2014 02:20 Uhr von Trallala2
 
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@Stray_Cat

Als man über die Sanktionen nachdachte, hat man vermutlich auch die Gegenreaktion berücksichtigt. man von einem Importstop für Äpfel hat Russland ja nur Gas. Es war also schon von Anfang an klar, dass die Russen eines Tages das Gas ins Spiel bringen. Wen juckt es also, bis auf die Russen.
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03.12.2014 09:11 Uhr von einerwirdswissen
 
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Es geht hierbei nicht ums Gas oder Sanktionen, sondern um die Pipline. Und wenn der Bau verhindert/blockiert wird, dann muss man eben andere Wege finden das Gas nach Europa zu bringen.

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