24.11.14 14:17 Uhr
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Deutscher Fußballbund blamiert sich mit Twitterbild von zwei Spielern mit Hakenkreuz

Der DFB hat sich auf Twitter einen Fauxpas geleistet.

Getweetet wurde ein Bild von zwei deutschen Nationalspielern mit Hakenkreuzen auf dem Trikot und dazu der Spruch: "Heute vor 72 Jahren gewann das @DFB_Team in der Slowakei mit 5:2 - es war der 100. Sieg in der Geschichte".

Sofort gab es massive Kritik an dem unreflektierten Bild und der DFB löschte es. Zudem entschuldigte man sich für den "Fehler".


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Entertainment
Schlagworte: DFB, zwei, Hakenkreuz
Quelle: taz.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.11.2014 14:48 Uhr von lucstrike
 
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Manno, der Empörungsrat der Empörten empört sich mal wieder ...
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24.11.2014 14:48 Uhr von Frudd85
 
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24.11.2014 14:53 Uhr von hostmaster
 
+2 | -10
 
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Auch gewisse historische Segelflugzeuge werden verpixelt. Ob auf Postkarten oder im Museum.

http://www.rc-network.de/...

http://august-euler-museum.de/...

http://www.tek-variometer.de/...
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24.11.2014 16:33 Uhr von Frudd85
 
+1 | -8
 
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Wie gesagt, es geht da nicht um das Symbol Hakenkreuz, es geht um die fehlende Kontextualisierung des Spiels.

@WKBG:
"Da wir zu diesem Teil der Geschichte nicht stehe und alles am besten verstecken."

Ich dachte, die NS-Zeit würde hierzulande viel zu viel thematisiert?

[ nachträglich editiert von Frudd85 ]
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24.11.2014 16:38 Uhr von fox.news
 
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@ WKBG-Redman

"Bin mir Relativ sicher, dass die ganze Welt über uns lacht.
Da wir zu diesem Teil der Geschichte nicht stehe und alles am besten verstecken."

Eigentlich ist so etwas ähnliches in vielen Teilen der Welt normal. so werden bspw. viele Disney, Warner Bros. usw. Cartoons aus früheren Jahrzehnten schon seit Jahren nirgendwo mehr (im Fernsehen, im Kino o.ä.) gezeigt, weil sie u.a. rassistische Darstellungen von Schwarzen, Asiaten usw. enthalten.
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24.11.2014 18:03 Uhr von P.Griffin
 
+8 | -3
 
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Ich finde es albern wie sich die Leute ständig über irgendeinen Müll empören. Na, und das ist unsere Geschichte. JEDES Land hat in der Geschichte einen peinlichen Zeitpunkt, aber wir ducken uns ständig, weil wir das Gefühl haben wir müssen etwas wieder gut machen. Es reicht! Ich muss mich nicht für etwas schuldig fühlen das ich nicht getan habe! Was zählt ist das hier und jetzt!
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24.11.2014 20:24 Uhr von Frudd85
 
+1 | -6
 
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@Griffin:

Wer sagt denn, dass du dich schuldig fühlen musst?
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24.11.2014 23:15 Uhr von Frudd85
 
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@Prime.ra:

Gutes Argument, das lasse ich auf jeden Fall gelten, auch wenn ich es etwas anders sehe :)

Gegenrede:
Ich kann mir vorstellen, dass ein großer Teil der Bevölkerung eben nicht mündig genug ist - sei es der, der aus Altersgründen noch nichts Genaues dazu weiß, oder eben aus anderen Gründen.
Und nur dass wir über dasselbe reden: Im Moment meint "Kontextualisierung" dann allgemein Drittes Reich und Zweiter Weltkrieg. Wie gesagt, da stimme ich dir einschränkend zu - ich bemerke z.B. immer wieder, wie erschreckend wenig viele doch darüber wissen. Das ist aber ein personales Argument, keineswegs empirisch.

Ich würde aber auch eine zweite Ebene aufmachen, neben dem eher diffusen Bereich "Allgemeines Wissen über das Dritte Reich". Da geht es dann konkreter um den Sport unterm Hakenkreuz und noch mehr (im konkreten Fall), was es eigentlich mit dem Vasallen-Staat Slowakei auf sich hatte. Die meisten wissen eben nicht, dass das kein "normales" Länderspiel war - und das führt dann weiter zu ganz konkreten politischen Zusammenhängen.
Wenn also mithin die fehlende Kontextualisierung beklagt wird, dann bezieht sich das m.E. vor allem auf diesen konkreteren Bereich. Ob es nun wichtig ist, etwas so Konkretes zu kontextualisieren, das ist dann die nächste Frage, über die man diskutieren kann. Ich denke schon, dass das sinnvoll ist, sehe es aber nicht als notwendig an.
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25.11.2014 08:20 Uhr von SHA-KA-REE
 
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Auch eine gute Schlagzeile: "Deutscher Gutmenschenbund blamiert sich mit Zensur historischer Zeugnisse"
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25.11.2014 08:44 Uhr von Patreo
 
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Prime.Era

,,Beispiel war die Diskussion von Schülern in unserem Ort, ob ein von den Nazis verfolgter Jude posthum automatisch zum guten Menschen wird. "
Die Frage wäre, wohin diese Diskussion zielt und nach welchen Kriterien gute oder schlechte Menschen definiert werden?

Dass im Gesamtkontext das Opfer eines massenhaften Genozids auf Basis von rechtsextremer Willkür, immer noch ein Opfer dessen bleibt, wäre doch bleibender Fakt?

Dass es innerhalb jeder Ethnie Straf und Gewalttäter gibt und auch innerhalb der Opfer des Nationalsozialismus nach unserem gängigen Prinzip von Recht es auch ,,Straffällige" gab dürfte jedem Menschen klar sein, der keinen Essentialismus betreibt.

Nur selbst unter der Prämisse, dass es auch jüdische Vergewaltiger oder Erpresser unter den 6 Millionen Toten gegeben haben könnte, würde dennoch nicht überwiegen, dass unter den besagten 6 Millionen Toten diese Menschen durch Zwangsarbeit, Folter, Krankheit, Hunger, Vergasung, Erschießung oder Verbrennung ermordet wurden.

Diesen Disskurs gibt es in Büchern wie Jakob der Lügner oder auch Filmen wie THE GREYZONE.


[ nachträglich editiert von Patreo ]
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25.11.2014 09:25 Uhr von Patreo
 
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Redman wenn du auf Family Guy anspielst so ist das Satire^^
Das äußere Erscheinungsbild Deutschlands als Land der (aus) Schokolade laut Homer Simpsons wäre das folgende http://simpsons.wikia.com/...

[ nachträglich editiert von Patreo ]
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25.11.2014 11:02 Uhr von Azureon
 
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Die taz mal wieder....
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25.11.2014 11:59 Uhr von Frudd85
 
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@Prime.ra:

Mit dem Raum, den des Thema NS-Zeit in der Schule einnimmt, betritt man ein weites Feld.
Erst mal: Dem Symptom, dass Schüler sich damit überfüttert sehen, begegnet man tatsächlich öfter. Nur frage ich mich, wann das nur noch ein reproduziertes Stereotyp ist und wann es der Realität entspricht. Um das objektiv festzustellen, bräuchte man empirische Studien. Ich kenne leider keine zu diesem Thema, weswegen eine allgemeingültige Argumentation auf dem Feld schwierig ist. Woher hast du z.B. das Wissen um die Überfütterung?
Ich kann da leider nur aus meinem persönlichen Kontext berichten: Als ich eine Geschichtsklasse im Gymnasium übernommen habe (10. Klasse), die grade am Ende der Weimarer Zeit angekommen war, bin ich mit derselben Prämisse rein, wie du sie hast, weil ich das auch schon öfter gehört hatte, dass die NS-Zeit einfach zu oft und zu viel in der Schule thematisiert wird. Deswegen habe ich die Endphase von Weimar etwas ausgedehnt und bin näher darauf eingegangen - bis die Klasse geschlossen fragte, wann wir denn nun endlich zu Hitler kämen, da das ja das Interessante sei und sie es eben noch nicht gehabt hätten. Das war vorletztes Jahr, also nicht wirklich lange her.
Das hat mich doch überrascht, weil es eben der landläufigen Meinung widerspricht, dass das Thema omnipräsent sei.
Und wenn man sich die Lehrpläne anschaut, dann sieht man recht schnell, dass die NS-Zeit in Geschichte nicht mehr Raum einnimmt als andere Phasen der deutschen Geschichte.
Nichtsdestotrotz ist der Eindruck der Überfütterung ein weitverbreiteter, so dass ich davon ausgehe, dass da schon irgendetwas dran sein muss. Ich glaube aber, dass das im schulischen Kontext daran liegt, dass das Thema in mehreren Fächern eine Rolle spielt - sei es in Deutsch (entsprechende Literatur), Sozialkunde (politische Systeme) oder Religion/Ethik. Dann aber jeweils mit eigenen Schwerpunkten. Ich wäre gerne bereit, darüber zu streiten, inwiefern man das insgesamt reduzieren könnte, wenn denn empirisch nachgewiesen wird, dass es zu viel ist. Aber für mich haben diverse Aspekte in diversen Fächern durchaus ihre Daseinsberechtigung.

"Aber das traut sich dieser Staat leider nicht, weil da gern auch Ansätze entstehen, die von der allgemeinen Doktrin abweichen."

Da wäre ich doch sehr vorsichtig. Deine Formulierung suggeriert eine staatliche Allmacht, wo es doch um individuelle Schüler-Lehrer-Beziehungen geht, oder sogar Eltern-Kinder-Beziehungen, die doch viel prägender für das selbständige Denken eines Individuums sind als die Beziehung Staat-Individuum. Das soziale Umfeld prägt doch, wie man sich sozial entwickelt, nicht der Staat in einer direkten und oktroyierenden Art und Weise.
Der Staat gibt einen Rahmen vor, in dem sehr viel Freiraum herrscht - sonst gäbe es ja nicht so viele verschieden ausgeprägte Menschen. Und interessanterweise ist dieser vorgegebene Rahmen der des Humanismus, was nichts anderes meint, als die Erziehung zum selbständigen Denken. Natürlich kann man da auch trefflich streiten, inwieweit das Ideal noch in der Realität existiert, ich z.B. sehe das seit den Bologna-Reformen im Hochschulbereich eigentlich über den Haufen geworfen und bedauere das sehr, aber genau darum geht es vorrangig in Gymnasien - die Erziehung zum selbständigen Denken. Und seit 1945 gibt es neben den staatlichen noch historische Rahmenbedingungen, die sich freilich in den staatlichen abbilden: Die Bedingungen des Grundgesetzes. Das bedeutet, dass sich selbständiges Denken innerhalb der Grenzen von z.B. Religionsfreiheit, Pressefreiheit, Achtung vor den Menschenrechten entwickeln soll - ja, das ist durchaus gewollt und präskriptiv, aber m.E. nicht schlimm.
Was das Beispiel angeht, das du anführst (mit dem Juden), so kann ich dazu nichts sagen, außer, dass Automatismen natürlich kritisch-reflexivem Denken widersprechen und dass wenn es solche Auswüchse gibt, ich sie genauso ablehne wie du, ich aber wohl vorsichtig wäre, in ihnen ein (staatliches) System zu sehen, wo vielleicht viel eher fehlgehende vorauseilende Political Correctness eine Rolle spielen.
Was meinst du denn mit dem "Neusprech"?

"Wir versuchen, unsere Kinder zu denkenden Bürgern zu erziehen. Daher ist es notwendig, für eine Auseinandersetzung mit dem Thema eine Diskussion zuzulassen. Auch wenn diese mal unangenehm und schwierig werden kann."

Durchaus. Daher sehe ich es auch als nicht notwendig an, von Seiten des DFB den historischen Kontext mitzuliefern - wie man sieht, kommt die Diskussion ja sowieso zustande - was gut ist.
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25.11.2014 16:29 Uhr von Chromat
 
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@dr.speis
"Hätten sie die Hakenkreuze verpixeln sollen?"

Tatsächlich kann man diese Frage mit einem klaren "Ja" beantworten.
Die Slowakei war übrigens zu der Zeit von den Deutschen besetzt, somit kann man dieses mangelnde Fingerspitzengefühl des DFB durchaus als Blamage bezeichnen.
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26.11.2014 09:44 Uhr von SHA-KA-REE
 
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@Chromat

@dr.speis
"Hätten sie die Hakenkreuze verpixeln sollen?"

>Tatsächlich kann man diese Frage mit einem klaren "Ja" beantworten.

Nein, das kann man ganz sicher nicht. Dadurch dass man ein Bild verpixelt kann man sich zwar in die Taschen lügen, aber die Geschichte ist nun mal Geschichte und nicht mehr änderbar. Zensur historischer Zeugnisse (ob nun Bilder, Texte, Tonaufnahmen oder Filme) ändert rein gar nichts an den Tatsachen, sondern verdammt uns dazu unsere Geschichte zu vergessen oder sie uns schönzureden.

>Die Slowakei war übrigens zu der Zeit von den Deutschen besetzt, somit kann man dieses mangelnde Fingerspitzengefühl des DFB durchaus als Blamage bezeichnen.

Nein, nicht im Geringsten.
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26.11.2014 12:28 Uhr von Frudd85
 
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@Sha-ka-ree:

">Die Slowakei war übrigens zu der Zeit von den Deutschen besetzt, somit kann man dieses mangelnde Fingerspitzengefühl des DFB durchaus als Blamage bezeichnen.

Nein, nicht im Geringsten."

Worauf bezieht sich dein Urteil? Auf die Besetzung oder dass das ausreicht, dem DFB eine Blamage zu unterstellen?
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26.11.2014 14:24 Uhr von shadow#
 
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LOL
Soviel zur Bildung der neuen Generation Praktikum...
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26.11.2014 14:50 Uhr von SHA-KA-REE
 
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@Frudd85

Ich dachte es sei offensichtlich, dass ich mich auf die angebliche Blamage bezog. Die Spitzfindigkeit, dass die Slowakei 1942 faktisch noch nicht besetzt war, ersparte ich mir einfach mal. Die Slowakei war zu diesem Zeitpunkt ein Vasallenstaat; militärisch besetzt wurde sie erst 1944 (anders als die Resttschechei und die Sudetengebiete).
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26.11.2014 14:55 Uhr von Frudd85
 
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@Sha-ka-ree:

Ich wollte nur sichergehen. In der Anonymität des Internets kommen die seltsamsten Meinungen ans Tageslicht, da hakt man besser nach.

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