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New York: Hotelleitung empört, weil Stadt Zimmer für Obdachlose bucht und zahlt

Zunächst war das New Yorker Radisson Hotel sehr erfreut, als die Stadt hundert Zimmer für zehn Tage für eine Regierungsgruppe buchte und zahlte.

Doch dann folgte die Ernüchterung, denn die Zimmer sind für Obdachlose, damit diese den kalten Winter überstehen.

"Das ist ein Hotel, kein Zufluchtsort, und wir wollen, dass das so bleibt", empört sich nun der Hotelmanager Pierre Merhej: "Wir müssen das Geschäft am Laufen halten und haben einen Ruf, den wir behalten möchten."


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Politik
Schlagworte: New York, Stadt, Hotel, Zimmer, Obdachlose
Quelle: sueddeutsche.de

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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.11.2014 13:22 Uhr von quade34
 
+13 | -1
 
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Warum kauft die Stadt nicht einfach das Hotel.
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21.11.2014 13:24 Uhr von PicUploader
 
+10 | -22
 
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21.11.2014 13:28 Uhr von quade34
 
+29 | -6
 
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Pic... Wenn dadurch aber die restlichen Zimmer nicht mehr vermietbar sind, was nun?
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21.11.2014 13:30 Uhr von knuggels
 
+19 | -2
 
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Zahlt die Stadt auch die ständig geplünderte Minibar?
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21.11.2014 13:57 Uhr von Brain.exe
 
+18 | -1
 
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Dauert der Winter in New York nur 10 tage? Lächerlich die für diese Zeit dort einzumieten, nach 10 tagen dann in die noch kältere Stadt zurück. Super.
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21.11.2014 14:01 Uhr von Suffkopp
 
+16 | -4
 
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Ob nun Obdachlose oder Promis die sich wie Schweine benhemen - ist doch egal.
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21.11.2014 14:20 Uhr von Ali Bi
 
+8 | -0
 
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Weil da ja noch normalos kommen und Tür an Tür mit Pennern wohnen wollen? Also ich glaubs nicht.

Soll aber auch Obdachlose geben, die mit Messer und Gabel essen könnnen ;-)
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21.11.2014 16:45 Uhr von saku25
 
+16 | -0
 
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Vorab - ich stelle mir das auch nicht einfach vor, dass Obdachlose mitten zwischen den normalen Gästen wohnen.

ABER:

Die haben einen vorzeitigen sehr heftigen Wintereinbruch mit soviel Schneemassen wie zuletzt in 1976. Zig Leute sind noch immer in ländlichen Gegenden abgeschnitten - da muss reagiert werden - es soll ja nur kurzfristig sein. Sollen die armen Schweine denn auf der Staße erfrieren? Wenn sich die Temperaturen etwas heben und das Choas einigermaßen beseitigt ist, suchen die sich schon irgendwo ne Bleibe für den Winter, wie die es jedes Jahr tun - aber hier war schnelle Hilfe von Nöten - Leute zeigt doch auch mal ein bisschen Menschlichkeit.

EDIT:

Wenn auf Youtube nen Video läift, wo ein Obdachloser einem eine verlorene Brieftasche hinterherbringt, die prallgefüllt ist oder ein Los geschenkt bekommt, was gewinnt, rührt das die Menschen und das bekommt tausende von Likes. Behaltet solches Mal im Hinterkopf, wenn ihr über diese armen Typen herzieht. Meint ihr, die haben es sich alle ausgesucht auf der Strasse zu hausen?

[ nachträglich editiert von saku25 ]
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21.11.2014 17:56 Uhr von blaupunkt123
 
+6 | -1
 
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So geht es auch nicht, weil die Stadt ja ansich das Hotel betrogen hat.

Man kann nicht Zimmer für eine Regierungsgruppe buchen, und am Ende kommen Obdachlose....
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21.11.2014 18:30 Uhr von das_leben_ist_schoen
 
+5 | -3
 
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In einer sehr abgewohnten Motel würde das gehen, aber in einem Hotel in dem andere Gäste richtiges Geld zahlen geht das einfach nicht. In der Not könnten sie auch den Madison Square Garden öffnen.
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21.11.2014 20:44 Uhr von Gorli
 
+5 | -0
 
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Ihr dürft die Obdachlosen nicht mit unseren vergleichen. In den USA gibt es defacto kein Sozialsystem, die Obdachlosen sterben schlichtweg, wenn der Blizzard kommt. Die Aktion zeigt, wie groß die Not der Stadt ist, wenigstens ein paar davonzu retten.
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21.11.2014 22:32 Uhr von no_trespassing
 
+1 | -2
 
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Muss es denn ausgerechnet das Radisson sein?
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21.11.2014 23:42 Uhr von ar1234
 
+4 | -7
 
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Das Problem neben dem Ruf des Hotels sind die Kriminalität und die zusätzliche Verschmutzung. Die Zimmerpreise sind mit Sicherheit nicht so kalkuliert, dass sie eine Entsorgung von Bettzeug und Matratzen mit einschließen. Es genügt schon, dass zwei oder drei der Gäste einpinkeln oder in die Zimmerecke kotzen und schon sitzt das Hotel auf einem echten Verlustgeschäft. Und sowas kommt nunmal bei ein paar Prozent der Obdachlosen vor. Diebstahl und mutwillige Beschädigung durch einige schwarze Schafe sind ebenfalls normal. Das ist einer der Hauptgründe, warum Obdachlose gerne die öffentlichen Unterkünfte für Obdachlose meiden.

Interessant wird die Sache aber erst, wenn ein paar der Obdachlosen vereinzelte Läuse und Bettwanzen mit in die Unterkunft bringen. Sicher werden nicht 100 von 100 Obdachlosen befallen sein, doch die Chance, dass 5 von ihnen was haben, was sich im Hotel einnisten wird, ist wirklich gut. Die Folgen können für das Hotel verdammt teuer werden.

Dann erst kommt das Problem mit den anderen Gästen, die eventuell von einzelnen belästigt werden könnten.

Und all diese Risiken soll nun das Hotel tragen. Für die Mehrkosten wird nämlich mit Sicherheit keiner aufkommen. Wer aber so viel Mitleid mit Obdachlosen hat und über das Hotel meckert, sollte aber auch bereit sein selbst durch Anbieten eines Plätzchens in der eigenen Wohnung zu helfen oder aber die Heuchlerei einstellen.

[ nachträglich editiert von ar1234 ]
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22.11.2014 08:33 Uhr von MBGucky
 
+2 | -1
 
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@ar1234

Die Stadt hat die Zimmer gebucht und wenn das Mobiliar beschädigt wird, muss die Stadt für die Kosten aufkommen.

Außerdem glaube ich, dass ein Großteil der Obdachlosen sich nun wirklich noch ordentlich benehmen kann. Und es werden sicherlich nicht die Zimmer übers ganze Hotel verteilt sein, sondern die werden ein paar Etagen angemietet haben.
Damit dürfte sich der Kontakt der anderen Gäste zu den Obdachlosen schon ein wenig minimieren.
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22.11.2014 11:09 Uhr von ar1234
 
+2 | -4
 
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Es geht nicht um die 95 %, die sich benehmen können, sondern um die (weniger als) 5%, die es nicht können.

Fragt man einen amerikanischen Obdachlosen, warum er nicht die Obdachlosenunterkünfte aufsucht, bekommt man von ihm genau die Dinge geschildert, die ich oben erwähnte! Vermutlich lügen die Obdachlosen um den Ruf der Wohnungslosen schlecht zu machen ;-) .

Und ihr glaubt doch wohl selbst nicht daran, dass eine Stadt, die bei der Buchhung die Gäste als Regierungsgruppe bezeichnet, sich auch nur einen Scheiß um die Folgeprobleme kümmern wird. Das tut die Politik nämlich grundsätzlich fast nur dann, wenn der (teure) Anwalt seine ersten Stunden abgearbeitet hat.

Aber davon mal abgesehen gibts auch in Deutschland Obdachlose und der Winter wird wohl kalt. Also wohlan, öffnet eure Türen!

[ nachträglich editiert von ar1234 ]
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22.11.2014 11:25 Uhr von ar1234
 
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PS: Mal ehrlich: Würdet ihr nun mit Familie und Kindern nebst den bei einer Reise üblichen Wertsachen im selben Zeitraum in diesem Hotel einziehen wollen und euch genauso verhalten, wie in einem "normalen" Hotel zu "normaler" Zeit und dafür genau den selben Preis abdrücken, wie in einem zwei Block daneben stehenden Hotel ohne Obdachlose?

Würdet ihr ein von einem Obdachlosen zwei Wochen bewohntes Zimmer so ohne weiteres und zum selben Preis wie ein anderes Zimmer weiterbewohnen, wenn ihr genau wüsstet, was Bettwanzen sind, wie schwer man sie erkennt und was deren Beseitigung im eigenen Zuhause kostet (nur so viel sei gesagt: dabei geht gern mal so einiges zu Bruch)?

[ nachträglich editiert von ar1234 ]
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22.11.2014 13:08 Uhr von Chromat
 
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@monsumkatze
"Dollarzeichen in den Profitgierigen Glubschaugen der Manager erlauben keine Menschlichkeit,nichtmal für ein paar Tage!"

Etwas einseitige Sichtweise. Sicher spielt hier die Angst um einen entgangenen Profit eine Rolle. Aber von diesem Profit sind letztendlich auch die Arbeitsplätze der Hotelbediensteten abhängig. Und die Obdachlosen geben bestimmt kein Trinkgeld z. B. fürs Koffertragen.
In den USA macht dieses Trinkgeld aber den hauptsächlichen Teil des Einkommens des Kofferträgers aus.
Ich will aber nicht abstreiten, dass auch die Obdachlosen ein (Menschen-)Recht auf ein Dach über dem Kopf haben. Allerdings hätte sich die Stadt hier wohl eine geeignetere und dauerhaftere Lösung einfallen lassen sollen
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22.11.2014 14:03 Uhr von Knutscher
 
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@ Chromat
Grundsätzlich gebe ich dir recht; die Lösung könnte besser sein. Aber die oben genannte Zeitdauer von 10 Tagen legt nahe, das es sich um eine momentane Lösung handelt.


@22.11.2014 11:25 Uhr von ar1234

Klar würde ich.
Armut ist (Zumindest nach meinem Wissenstand) nicht ansteckend und bedeutet nur, das der Betreffende kein Geld hat !! ;)
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22.11.2014 14:10 Uhr von MBGucky
 
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@ar1234

und du meinst, die Hotelbetreiber sind so arm, dass sie sich keinen ach so teuren Anwalt leisten können?
Oh, ich vergaß. Der muss sich ja auf so was kompliziertes wie "Allgemeines Vertragsrecht" spezialisiert haben und am besten noch lesen und schreiben können.

[ nachträglich editiert von MBGucky ]
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22.11.2014 22:14 Uhr von news_24
 
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Sollen die Obdachlosen etwa auf der Strasse schlafen ?
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23.11.2014 09:50 Uhr von boesetante
 
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Gehts noch? Bei aller Liebe, wenn ich in ein gutes Hotel einchecke, möchte ich nicht in einem Bett schlafen in dem vorher so einer mit Krätze, Läusen und Dreckkrusten gelegen hat. Hotels sind oft sehr teuer, da erwarte ich auch, solchen Leuten dort nicht zu begegnen. Es gibt schließlich noch die Möglichkeit z.B. Schulturnhallen etc. dafür zu öffnen. Aber doch nicht in so einem Hotel. Man stelle sich nur mal den Lärm vor, den die machen, wenn sie einen im Tee haben!

[ nachträglich editiert von boesetante ]
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23.11.2014 15:28 Uhr von Hugh
 
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Ich habe es ein mal selber in NYC gesehen, dass im selben Hotel, in dem ich gewohnt habe, von der Stadt aus Latino-Frauen einquartiert wurden. Scheint ein größer angelegtes "Sozialprojekt" zu sein.

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