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Urteil: Kündigung durch Katholische Kirche wegen Wiederheirat ist rechtens

Ein Chefarzt in einem katholischen Krankenhaus wurde gekündigt, weil er zum zweiten Mal geheiratet hat und klagte dagegen.

Das Bundesverfassungsgericht gab nun jedoch der Kirche recht und stufte die Kündigung als rechtens ein.

Die Richter bezogen sich in ihrem Urteil auf das Grundgesetz, das der Kirche ein weitgehendes Selbstverwaltungs- und Selbstbestimmungsrecht zubilligt.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Kirche, Kündigung, Katholische Kirche
Quelle: focus.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.11.2014 13:53 Uhr von maxyking
 
+11 | -0
 
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Das heißt dass das deutsche Bundesverfassungsgericht es für Moralisch verwerflich hält 2 mal zu Heiraten, wow ich dachte wir währen auf einem andern Niveau der Rechtsprechung angekommen.
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20.11.2014 13:54 Uhr von Joeiiii
 
+3 | -0
 
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@bernd9584
>>Wenn die katholische Kirche nicht dem Grundgesetz untersteht, dann könnte jemand auf die Idee kommen dass für die Sharia das Gleiche gilt.<<

Ich glaub du hast da was falsch verstanden. Der Richter begründete es doch MIT dem Grundgesetz, das der Kirche ein weitgehendes Selbstverwaltungs- und Selbstbestimmungsrecht zubilligt. Allerdings ziemlich einseitig, denn im Grundgesetz steht auch:

Grundrechte

Artikel 3

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
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20.11.2014 14:10 Uhr von Pils28
 
+6 | -0
 
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Wird damit begründet, dass die Kirche immer noch viele Sonderrechte hat. Und das ist eine Schande für ein ageblich säkularen Staat. Imho werden wir entweder dem Islam und allen anderen Religionen die selben Vorteile, incl der Gelder zukommen lassen oder schaffen diese Vorteile der Kirche ab.
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20.11.2014 15:11 Uhr von langweiler48
 
+3 | -0
 
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Das Gesetz ist das letzte Überbleibsel vom Mittelalter.
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20.11.2014 15:51 Uhr von tutnix
 
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@maxyking

nein heisst es nicht, die jungs und mädels interpretieren nur das gesetz und urteilen danach. ihre persönliche referenz spielt dabei keine rolle.
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20.11.2014 17:59 Uhr von fox.news
 
+7 | -0
 
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Ich wundere mich auch immer, wenn behauptet wird, daß es hierzulande eine klare Trennung von Kirche und Staat geben würde. Die Kirchen - immerhin nach dem Staat der zweitgrößte Arbeitgeber Deutschlands - dürfen Steuern erheben, sitzen automatisch mit Vertretern in allen wichtigen Gremien, müssen aber nicht die Gesetze befolgen, die sonst alle anderen Unternehmen einhalten müssen!

Neben den Verstoßen gegen die Gleichbehandlung (siehe das Beispiel hier aus dem Text. aber auch Sachen wie "jemand ist schwul/lesbisch" oder meinetwegen auch "jemand dreht im Privatleben Pornos" als Kündigungsgrund) sind die kirchlichen Einrichtungen bspw. die einzigen Unternehmen, in denen Streiks nicht erlaubt sind (die einzigen anderen "Unternehmen", in denen das sonst noch so ist, sind staatliche Behörden usw. - aber genau das zeigt ja, daß die Trennung zwische Kirche und Staat nicht weit genug fortgeschritten ist).
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21.11.2014 10:01 Uhr von maxyking
 
+1 | -0
 
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@ tutnix

"die jungs und mädels interpretieren nur das gesetz"

"ihre persönliche referenz spielt dabei keine rolle. "



Das ist schon ein Widerspruch und selbst wenn es das nicht wäre, welches Gesetzt wird denn hier interpretiert? So weit ich weiß ist es in Deutschland nicht illegal sich zu scheiden und dann ein zweites mal zu heiraten. Somit werden die Moralvorstellungen der Kirche hier über das Gesetzt gestellt und das ist einfach untragbar.
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28.01.2015 10:31 Uhr von GroundHound
 
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Die gesamten Sondergesetze und Privilegien für Kirchen müssen weg. Glauben ist reine Privatsache.

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