20.11.14 10:44 Uhr
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Energieunternehmen weigern sich, Kosten für Endlager-Suche zu übernehmen

Mit Deutschlands größtem Energieunternehmen EON wehrt sich nun das erste Unternehmen dieser Art für die Kosten der laufenden Endlager-Suche für Atommüll aufzukommen. Dabei geht es vor allem um die sogenannte Kostenüberwälzung für die erneute Endlager-Suche.

EON sieht diese Kosten von geschätzten zwei Milliarden Euro als ungerechtfertigt an, auch weil sich Gorleben bisher nicht endgültig als ungeeignet herausgestellt hat. Das zugrunde liegende Gesetz erachtet man demnach als verfassungswidrig, und will juristisch dagegen vorgehen.

Auch andere Wettbewerber der Atombranche, wie etwa RWE, wollen rechtliche Schritte nicht ungeprüft lassen. Eine Kommission, an der auch Energieunternehmen beteiligt sind, legt aktuell Kriterien fest, wie ab 2016 oder 2017 ein neues Endlager gesucht werden soll.


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WebReporter: Starstalker
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Kosten, Suche, Endlager, Energieunternehmen
Quelle: sueddeutsche.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.11.2014 10:46 Uhr von TinFoilHead
 
+8 | -0
 
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Klar, warum sollten Konzerne auch für ihren eigenen Reibach selbst was dazu tun???
Schliesslich sind wir ja in D!
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20.11.2014 10:59 Uhr von bigpapa
 
+5 | -0
 
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2 MILLIARDEN für die SUCHE . ??

Und was sind dann die Endgültigen Kosten. ??

Gruß

BIGPAPA
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20.11.2014 12:23 Uhr von Rechtschreiber
 
+1 | -1
 
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Sehe ich aber absolut genauso. Die Politik hat zu Beginn der technischen Aufrüstung massiv in den Bau von AKW investiert. Ohne die hohen Subventionen hätte sich kein EVU jemals freiwillig an AKWs herangewagt, weil die Betriebskosten aber auch die Langzeitkosten viel viel viel zu hoch sind. Selbst zur heutigen Zeit, in der Kohle, Gas und Öl sündhaft teuer, und Ökostrom durch das EEG kaum billiger ist, sind die Kosten für Atomstrom höher als bei konventioneller Erzeugung.

Jetzt, nachdem der atomare Ausstieg droht, und der Staat feststellt "ach du scheiße - wir haben einen riesen Schuldenberg" kommt man auf die Idee, diese kosten einfach den EVUs aufzubrummen.

Dass diese sich dagegen wehren, verstehe ich. Man hätte Atomstrom niemals subventionieren dürfen.
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20.11.2014 12:51 Uhr von Lucianus
 
+1 | -0
 
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Ich finde die Kosten für eine "Suche" auch erheblich zu hoch eingestuft.
Kann mir bitte mal jemand erklären wie man auf diese Summe kommt. Klar es ist vermutlich nicht billig alle möglichen tests durchzuführen, die Kosten für die Experten vor Ort sind vermutlich auch nicht gering .. aber 2 Milliarden? Nie im Leben ...
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20.11.2014 13:10 Uhr von Fomas
 
+2 | -1
 
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Hoffentlich müssen die Säcke zahlen. Kann ja nicht angehen, hier Jahrelang Atomkraftwerke zu betreiben, zu beteuern, wie sicher diese doch wären und was für ein toller Strom es doch wäre, aber nicht einmal selbst für die Entsorgung des Atommülls verantwortlich sein wollen. Nur denen haben wir doch zu verdanken, dass überhaupt solche Atommeiler hier im Land stehen.

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