20.11.14 09:43 Uhr
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TV-Hersteller Metz ist Pleite

Metz war einer der letzten Hersteller, der in Deutschland TV-Geräte produzierte. Doch nun musste auch die fränkische Traditionsfirma vor der Übermacht aus Fernost kapitulieren.

Metz hat am gestrigen Mittwoch beim Amtsgericht in Fürth einen Insolvenzantrag gestellt. Die Firma aus der Nähe von Nürnberg beschäftigt zurzeit noch 550 Mitarbeiter.

Die Firma Metz, die 1938 gegründet wurde, wehrte sich lange Zeit gegen die asiatische Konkurrenz, indem sie besonders qualitativ hochwertige Produkte herstellte. damit wollte man vor allem ältere Kunden erreichen. Doch die Umsätze blieben dauerhaft hinter den Erwartungen zurück.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: TV, Pleite, Hersteller
Quelle: heise.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.11.2014 10:00 Uhr von Sarkast
 
+4 | -6
 
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Blaupunkt, Grundig, Telefunken..... Metz

Wieder einmal siegt Quantität über Qualität.
Der Mensch müllt den Planeten zu; fast jeder weiß, wie das enden muss aber kaum einer tut was dagegen.

Vorschlag als Namensgebung für diese weltweit verbreitete Krankheit: "Lemmingesyndrom"
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20.11.2014 10:19 Uhr von bigpapa
 
+9 | -1
 
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Sie hatten sich halt den selben Fehler gemacht wie die meisten Unternehmen.

VON WERBUNG KEINE AHNUNG.

Geld spielt zwar eine Rolle, aber wenn man als DEUTSCHES UNTERNEHMEN in Deutschland produziert, dann sollte man das auch deutlich zeigen. Und zwar nicht in den aussterbenden Radio-und TV-Läden sondern auch bei Märkten wie Saturn und Media-Markt.

Dort hätte man die Produkte mit der richtigen Strategie prima vermarkten können.

"Aus deutschen Land perfekt auf den Fernseh-Tisch" ;))
Und wenn man was kaputt gehen sollte, rufen sie direkt im Werk an.

Glaubt mir mit so Sprüchen wird man die Teile auch los wenn sie zu teuer sind.

Immerhin funktioniert diese Methode in den meisten Supermärkten sehr gut. Deutsche BIO-Produkte sind immerhin auch sau-teuer und der Absatz boomt.

Fakt ist. Da hat eine Firma den modernen Trend der Zeit verschlafen.

Ich persönlich wusste nicht mal das die Marke noch existiert. Mein "neuer" 4 Jahre alter Flat ist von GRUNDIG. Keine Ahnung wo die produzieren aber es ist eine Marke mit der ich groß geworden bin, und die Teile halten ewig. Gekauft bei Saturn weil die vor Ort sind, und ich das Bild in Aktion sehen konnte.

Gruß

BIGPAPA
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20.11.2014 11:05 Uhr von Cevapcici21
 
+1 | -1
 
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Schade, die hatten wirklich Klasse Geräte...

Leider durfte ich die nur verkaufen und nicht selber besitzen...
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20.11.2014 11:10 Uhr von Werner36
 
+4 | -0
 
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was bigpapa sagt.

metz ist einfach nicht mehr wirklich bekannt. klar, man kennt sie vllt vom namen her, aber metz geräte ansich sieht man noch kaum.

ich habe das letzte mal metz geräte bei der IFA messe 2010 oder 2011 gesehen.
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20.11.2014 11:14 Uhr von Tuvok_
 
+4 | -0
 
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BIGPAPA
wenn ich mich nicht ganz Täusche ging die Marke Grundig damals in die Türkei an BEKO ... Dein Fernseher ist also ein waschechter Türke :)

@ Tillamoook
Moin Kollege auch einer der aussterbenden Art :)

[ nachträglich editiert von Tuvok_ ]
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20.11.2014 11:45 Uhr von Finalfreak
 
+2 | -0
 
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Damit ist TechniSat wahrscheinlich der letzte deutsche Hersteller für Fernseher.
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20.11.2014 11:54 Uhr von Holzmichel
 
+2 | -2
 
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ANDERE können es eben PREISWERTER, als der deutsche Michel.
Die Belegschaft der insolventen Firma kann es ja mal mit Streik versuchen!
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20.11.2014 12:02 Uhr von fox.news
 
+2 | -0
 
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Die Kunden sind aber eben leider eben auch zu einem gewissen Teil selbst mitschuldig an sowas.

Noch vor wenigen Jahrzehnten war es bspw. normal, daß jede Waschmaschine richtig viel Geld kostete, dafür war die Qualität dementsprechend.

Heute hingegen sparen viele Menschen lieber Geld ein, was dazu geführt hat, daß wir alle im Endeffekt draufzahlen. Stichwort "Geplante_Obsoleszenz" (http://de.wikipedia.org/...), also das absichtliche Einbauen von "Sollbruchstellen" - bestimmte Teile der Geräte sind schlichtweg von vornherein so gebaut, daß sie immer noch wenigen Jahren kaputt gehen.

Das bekannteste Beispiel dafür ist übrigens schon etliche Jahrzehnte alt: Glühbirnen. bevor sich die Industrie quasi darauf "einigte", daß es ökonomisch wenig Sinn mache, langlebige Glühbirnen zu produzieren, hielten diese (insbesondere gemessen an heute) ewig.

siehe hier: http://de.wikipedia.org/...

http://www.sueddeutsche.de/...

"Der Erfinder Adolphe Chaillet wäre vermutlich längst in Vergessenheit geraten, hätte er nicht eine ganz besondere Glühbirne erfunden. Eine Glühbirne, die seit mehr als 100 Jahren in einer Feuerwache in der Nähe von San Francisco ihren Dienst leistet."

Aus heutiger Sicht geradezu weltfremd.
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20.11.2014 12:27 Uhr von Jason31
 
+1 | -0
 
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Moin Kollegen Tillamoook & Tuvok_!

Uns kann egal sein was es ist, oder? Geht´s kaputt bekommen wir es mit hoher Wahrscheinlichkeit zumindest insoweit hin, dass wir nicht gleich zum Onkel Saturn (wobei ich da eigl. nie was kaufe) latschen müssen :)

Aber ihr habt recht, Grundig ging an Beko. Ich meine sogar, dass sogar Beko sie wiederum weiter veräußert hat... heute gibt es ja allerhand nutzlosen Krempel mit Grundig-Logo. Aber selbst vor Beko - was so irgendwo kurz nach 2000 war!? - war Grundig nicht Grundig... davor hatte die Entwicklung Phillips für die gemacht, das ging so weit, dass teilweise ein komplettes Phillips-Gerät in ein Grundig-Gehäuse verbaut wurde...
Wenn man das mal über die Jahre betrachtet, und es in den Vergleich mit Autos setzt, dann haben wir eine Entwicklung von Daimler über Volkswagen, hin zu Dacia. Die Wertigkeit die bei der älteren Generation mit Grundig assoziiert wird, ist schon seit Jahrzehnten nicht mehr richtig.
Heute ist ein "Grundig" TV-Gerät kein Stück wertiger als ein Samsung oder LG-Gerät... wie auch? Die Displays werden bei großen Displayherstellern eingekauft (das kann dann eben auch Samsung oder LG sein) und teilweise mit fertiger Elektronik von asiatischen Zulieferern in ein Gehäuse verpackt, noch ein wenig an der Software fummeln... fertig ist das "Markengerät".

Zum Topic:
Mit TV-Geräten wird einfach kein Geld mehr verdient. Das TV als solches hat nicht mehr den Stellenwert, wie es das einmal hatte. Zu "meiner Zeit" kostete ein gutes TV Gerät noch 3000DM+ (das war mehr als ein Monats-Nett-Einkommen) - heute bekommt man für schlappe 500 Euro (also deutlich weniger als ein Monats-Netto-Einkommen) schon sehr umfangreiche (gute) Geräte. Und auch wenn es hart klingt: Aber es ist - mit recht - kaum noch jemand bereit mehr als nötig für ein TV Gerät zu investieren - und ich kann es auch verstehen! Ich selbst habe kein "teures" Gerät, weil ich es eh kaum nutze... ich schaue nicht einmal Digital (Kabel), sondern einfach Anlog - weil ich kein Bedürfnis verspüre die - ich glaube - 99 Euro für das CI-Modul zu investieren. Ist es mir nicht wert.

Sehr viele großen Hersteller haben Probleme mit dem TV-Geschäft: Phillips (hat es jetzt glaub ich sogar eingestellt), Toshiba, Sony, Panasonic... Es gibt da nur noch 2 Kategorien: Super-Teuer (mit winzigem Markt) und günstig (in großen Massen). Die Zahl derer die im gehobenen mittleren Preisbereich zuschlagen sinkt immer mehr. Das ist eben genau der Markt derer, dessen Namen hier über die Postings verteilt gefallen sind.

Ich kenne Metz Geräte nur von wenigen und sehr alten Fällen. Die Geräte waren gut gebaut, ohne Frage. Allerdings hat sich der technische Anspruch über die Jahre geändert: Heute ist es - mal übertrieben gesagt - auch möglich einen Fernseher auf der Lochrasterkarte zusammen zu bauen... da gibt es hochintegrierte Halbleiter (Quasi ein TV in Chip-Form), nen Fertig-Tuner... dazu dann noch ein Netzteil das Display anklemmen und ein wenig von der Beispiel-Software anpassen... Fernseher fertig. Was ich damit sagen will: Es ist da kaum mehr Spielraum für ein "wir liefern Qualität im Vergleich zu den andern". Da kann man nur noch mit ausgeklügelter Software punkten (da sind die deutschen aber leider alles andere als gut) oder eben hochwertige und optisch perfekt verarbeitete Gehäuse. Letzteres ist den meisten aber völlig egal, die wollen mit ihrem TV nicht ins Bett oder auf den Schau-Ball, sondern RTL gucken.
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20.11.2014 12:38 Uhr von bigpapa
 
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@pc555

Du hast zu Hälfte Recht. Ich sitze vor den PC umrundet von CD´s meist.

Da mit allerdings von den meisten Spielen schlecht wird (Liegt an der Grafikengine) , beschränkt sich mein Zocken-verhalten auf einige wenige älter Spiele.

Der Grund warum ich vor den PC sitze, ist das ich als festangestellter Mitarbeiter von Zuhause aus, Software für mein Arbeitgeber entwickele. Mein Arbeitgeber verschenkt die dann an seine Kunden, und verbessert so die Kundenbindung. (So was nennt man Werbung *fg*)

Und JA ich kenne mich aus. Ich war bei meinen vorherigen Arbeitgeber auch mit für Werbung zuständig. Kleine Firmen haben halt nicht das Geld für eine Werbeagentur.

Wie Tuvok_ schon sagte ist auch Grundig kein Deutsches Unternehmen mehr, Diese war mir übriges bekannt (Nur hat ich es nach Frankreich und nicht in die Türkei gedacht *g*).

Aber schau dir mal Grundig an. Die Marke ist bekannt. Ich hab meiner Mama ein Radio neulich bei Saturn gekauft, weil ich zu der Marke vertrauen habe. Und nicht nur ich ;)

Da Elektronikteile sowie zu 90% aus Asien kommen, ist mir das eh egal woher die Firma ist.

Mir ist oft nur wichtig das es eine Marke ist die Erfahrung hat, und nicht wer der Chef ist.

Top-Marken werden sehr selten "kaputt gewirtschaftet", wenn sie übernommen werden. da deren "Kapital" der Markenname und dessen Ruf ist.

Metz hätte auch an die Elektronikketten verkaufen sollen, dann hätten sie mit der richtigen Werbung vermutlich überlebt.

edit : @Jason31
Du hast teilweise Recht mit der Wertigkeit. ABER : Irgend ein Hersteller/Logo muss ja auf den Produkt kleben. Und da hab ich als "ältere Generation" halt Philipps / Grundig (waren für mich mit technischer Erfahrung eh immer das selbe) als gute Produkte im Bauchgefühl.
Und wenn ein Hersteller mich da nicht enttäuscht, wieso soll ich ihn dann wechseln.
Wie schon erwähnt , so was nennen Fachleute dann "Kundenbindung" ;)
Gruß

BIGPAPA

[ nachträglich editiert von bigpapa ]
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20.11.2014 13:04 Uhr von Jason31
 
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@bigpapa

> "Metz hätte auch an die Elektronikketten verkaufen sollen, dann hätten sie mit der richtigen Werbung vermutlich überlebt."

Du hast leider keine Ahnung wie Saturn un Co. einkauft. Die kaufen nur das ein, von dem sie sich Gewinn versprechen. An deren Tür zu klopfen und zu sagen "da bin ich, nimm mich" stößt auf taube Ohren.

Ich kenne das Spielchen ziemlich genau von einem Grundigvertreter: Der hat da TV-Geräte zu einem Preis verramschen müssen, der kaum die Kosten gedeckt hat da vor Ort hin zu fahren um zu verhandeln. Den eigentlichen Gewinn hat Grundig dann über die Einzelhändler gemacht, die im Einkauf deutlich mehr als Saturn zahlen mussten. Das ging so weit, dass man im Einzelhandel manche Modell über Saturn (incl. MwSt.) billiger einkaufen konnte, als direkt per Einkauf bei Grundig. Damit haben die Ketten die Einzelhändler kaputt gemacht, und weil Grundig sich darauf eingelassen hat, sich selbst gleich mit.

Metz hat es genau richtig gemacht, sonst wären die schon sehr viel früher gestorben. Aber auch die richtige Strategie hilft nicht, grundsätzlich andere Marktumstände zu bedienen. Das wäre, mal übertrieben gesagt, in etwas so, wenn man sich hinstellt und sagt: Hey Kutschen-Hersteller, biete doch einfach deine Kutschen bei Kaufland an, dann brummt dein Geschäft wieder! ... Kutschen braucht aber keiner mehr, egal wo sie verkauft werden.

edit: @bigpapa

Ich sage mal so, viele Billiggeräte sind in der Tat schund. Aber: Da ich ja extrem viele Geräte von Innen kenne, kann ich dir nur sagen: Vergiss Markennamen. Ein renommierter Markenname baut Dir das gleiche Plastikzahnrad in den Mixer wie ein billigeres "Wald und Wiesen Produkt" - wichtig! - eines gehobenen(!) Preises.
Unter Strich zahlt man dann fürs Markenprodukt - ich sag mal - 100 Euro, für ein Wald-und-Wiesen Produkt 80 Euro, hat aber dann mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit sogar höhere Qualität als beim Markenprodukt. Man darf natürlich nicht den Fehler machen, ein 100 Euro Produkt in Relation zu einem 20 Euro Artikel zu setzen.


[ nachträglich editiert von Jason31 ]

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