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Russland: Ukrainische Nationalisten würden gegen ukrainische Interessen handeln

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat geäußert, dass die nationalistische Regierung in der Ukraine alles Russische aus der Geschichte der Ukraine tilgen wolle.

So wolle Kiew den blockfreien Status aufheben, um eine gewaltsame Lösung der Situation im Donezkbecken herbeizuführen.

Lawrow bezeichnete den blockfreien Status der Ukraine allerdings als eine Gewährleistung euroatlantischer Sicherheit. Dies liege auch im Interesse der Ukrainer.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Russland, Ukraine, Handeln
Quelle: german.ruvr.ru

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.11.2014 21:28 Uhr von Trallala2
 
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Ich würde sagen nach dem Ärger den die Ukrainer mit den Russen (als Land) und Russen (Mitbürger) hatten und haben, ist ja verständlich wenn sie alles Russische aus Geschichte tilgen wollen.

Die Ukrainer wussten schon wieso sich an die NATO binden wollen. Die wussten früher als alle, dass Russland ihnen eines Tages Ärger machen wird. Nun wollen sie einen klaren Schnitt machen.

Mich würde es auch nicht wundern wenn sie, wenn sie die Ostukraine wieder zurück erobern, alle Russen aus der Ukraine ausweisen würden. Nach den Problemen hätte jeder Verständnis für diese Aktion.
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20.11.2014 22:07 Uhr von thugballer
 
+10 | -4
 
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Wenn man die Ursachen weglässt, stimmt deine Darstellung

- der Westen bemühte sich um den verfassungsfeindlichen Sturz eines von den überwiegenden Mehrheit der russischsprachigen Ostukrainer gewählten Präsidenten

- dieser Sturz wurde von einem "wer nicht hüpft der ist ein Russe" bis "Russen an den Galgen" skandierenden Mob durchgeführt

- Nationalisten in der Übergangsregierung wollten sofort russisch als Regionalsprache verbieten;

Lustig: Heute behauptet die Ukrainische Presse, der russische Geheimdienst habe die ukrainischen Nationalisten beeinflusst um durch den Gesetzentwurf zum Verbot der russischen Sprache die Stimmung zu kippen.

Jetzt ist also Putin an Kiews Nationalisten-Gesetzen Schuld.

Quelle: ukrainische Presse
http://www.unian.net/...

- Kinder ab vier Jahren werden manipuliert unter dem Banner des rechten Sektors zu singen und skandieren "Ehre der Ukraine - Ehre den Helden - Tod den Russen"

Video: https://www.youtube.com/...



[ nachträglich editiert von thugballer ]
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20.11.2014 22:49 Uhr von nobody0815
 
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@Trallala2

Du meinst also, alle "Russen", auch die, die in der Ukraine (z. B. Kiew o. ä.) wohnen und an den bisherigen Handlungen absolut unbeteiligt waren und sind, sollten aus deren neuen Heimat ausgewiesen werden? Dazu am besten noch enteignet werden, korrekt? Dafür hättest Du ja scheinbar "Verständnis"?!?!

Wenn ja, dann solltest du doch bitte einen Arzt aufsuchen, oder der Welt einen Gefallen tun und Deine Beschränke Meinung nicht von Dir geben, danke.

Übrigens: Die Geschichte kann man weder löschen, noch Verändern, man kann höchstens lügen verbreiten, wie es früher im Nationalsozialischen Deutschland getan wurde... und das ist nicht Sinn der Sache.

[ nachträglich editiert von nobody0815 ]
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20.11.2014 22:55 Uhr von nobody0815
 
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doublepost

[ nachträglich editiert von nobody0815 ]
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20.11.2014 23:26 Uhr von hasennase
 
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die sollen einfach die klappe halten was und wie in der ukraine abgeht geht sie rein gar nichts an.
diese unterstellungen sagen mehr über russland aus als über die ukraine. es ist erschreckend wie gefangen relativ intelligente menschen in der imperialistsischen denke des letzten jahrtaussend sind.
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21.11.2014 00:40 Uhr von Trallala2
 
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@thugballer

Seinen wir mal ehrlich, in dem Thread sind sowieso nicht viele Leser. Von Putin und Russland-Fans wird gerne von West-Propaganda gesprochen, aber wir beide wissen, dass das nicht stimmt. Nur weil sich irgendwo ein Masse als Mehrheit befindet und alle wie ein Mann etwas behaupten, muss es nicht stimmen. Wahrheit ist keine demokratische Angelegenheit. Was wahr ist wird nicht per Mehrheitsbeschluss bestimmt. Wahr ist nur das was wahr ist.

Und wahr ist, dass der Westen vielleicht Russland etwas basht, aber Russland dagegen 1A Propaganda liefert. Was hier also viele denken und weiter nachplappern ist nicht unbedingt die Wahrheit, sondern sie plappern Propaganda nach.

"der Westen bemühte sich um den verfassungsfeindlichen Sturz eines von den überwiegenden Mehrheit der russischsprachigen Ostukrainer gewählten Präsidenten"

Hier wird permanent dem Westen die Einmischung vorgeworfen. Warum? Warum nur dem Westen? Kann es sein, dass es russische Propaganda ist die eine russische Sicht der Dinge in Umlauf bringt?

Fakt ist, dass Wiktor Janukowytsch kräftig von Russland gesponsert wurde. Wenn sich als der Westen in die Politik der Ukraine einmischt, dann ist es Einmischung. Wenn Russland sich einen Marionetten Präsidenten kauft, der nach ihrer Pfeife tanzt, dann ist es ok, dann ist es keine Einmischung. Kann es sein, dass du das so zurechtlegst wie du es gerne hättest. Bei den einen ist es Einmischung, bei den anderen ihr gutes Recht?

"den verfassungsfeindlichen Sturz eines ... gewählten Präsidenten"

Hier wird mir Janukowytsch zu sehr als Opfer angesehen, vor allem die ständige Betonnung auf Verfassung und Wähl. Leider ist Janukowytsch nicht das arme Opfer. Ab dem ersten Tag seiner Präsidentschaft war er drauf aus sich den Posten anzueignen. Zuerst versuchte er die neue Verfassung, die seine Rechte einschränkte durch die alte wieder zu ersetzten. Als das nicht klappte ersetzte er die Richter des Verfassungsgerichts durch eigene. Viele alte Richter wurden unter Druck gesetzt und sind unter sehr dubiosen Umständen zurückgetreten. Die neuen Richter fanden einen Verfahrensfehler um die neue Verfassung wieder aufzuheben. Ergebniss, Janukowytsch hatte wieder die volle macht und das Land wurde ins Chaos gestürzt, denn alle Gesetzte der letzten fünf Jahre waren plötzlich ungültig. Aber Hauptsache er hatte mehr macht.

Für dich und andere wie dich ist die Sache klar: ein gewählter Präsident wurde gestürzt. Die andere Frage ist aber: was muss sich das Volk gefallen lassen?

Auch Hitler (und entschuldige, dass ich den wieder ins Spiel bringe) kam legal an die Macht. Zuerst weil seine Partei den Reichstag immer wieder handlungsunfähig machte und zu Neuwahlen zwang (was nicht illegal war). Weil er legal zum Kanzler ernannt wurde, was eigentlich aber nicht so wild war, aber dann auf seinen Wunsch Teile der Verfassung außer Kraft gesetzt wurden und er somit mehr Macht hatte (alles noch legal). Auch wurde der Posten des Kanzlers und Präsidenten zusammengelegt (eigentlich auch legal). Damit hatte plötzlich ein Mann die Macht alles zu machen, was eigentlich bewusst auf zwei verteilt war. Trotzdem war der Vorgang legal.

Mal also von den illegalen Aktionen, KZs, Angriffskriegen usw. war Hitler einerseits Diktator, andererseits legal. An welcher Stelle hätte man also Hitler, und du wirst wohl nicht bestreiten, dass er ein Diktator war, absetzten können, weil er kein gewähltes Staatsoberhaupt war?

Nur weil einer gewählt ist und im Grunde alles legal ist, muss es nicht sauber sein. Es gibt immer einen Punkt an dem die Bürger das Recht haben auch einen gewählten Staatsoberhaupt abzusetzen.


"dieser Sturz wurde von einem "wer nicht hüpft der ist ein Russe" bis "Russen an den Galgen" skandierenden Mob durchgeführt"

Ist es nicht toll? Es war ein Mob. Es waren keine Bürger die das Recht hatte, es war ein Mob. Und der hat auch noch "Russen an den Galgen" gebrüllt. Wie billig und manipulativ ist das denn? Und du bist dir ganz sicher, dass du kein Opfer von Propaganda bist?


"Nationalisten in der Übergangsregierung wollten sofort russisch als Regionalsprache verbieten;"

Ja, die Nationalisten. Was würde man ohne die Nationalisten in der Ukraine machen. Ich meine jeder anderer Staat in der Gegend von Ungarn über Slowakei, Polen, Lettland, Estland und selbst Russland haben mehr Nationalisten im Land als Ukraine. Aber in der Ukraine werden sie derart in den Fokus der Öffentlichkeit gestellt, dass die Ukraine plötzlich nur noch aus Nazis besteht.

Aber eines darfst du nicht vergessen: diese Animosität gegenüber den Russen ist nicht zufällig. Russland mischt sich stets in die Politik das Landes ein, nutzt seine Landsleute um Wahlen zu beeinflussen und droht ständig ins Land einzuschmieren wenn man nicht nach deren Pfeife tanzt. Warum sollen die Ukrainer die Russen lieben?
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21.11.2014 00:43 Uhr von Trallala2
 
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@nobody0815

"Du meinst also, alle "Russen", auch die, die in der Ukraine (z. B. Kiew o. ä.) wohnen und an den bisherigen Handlungen absolut unbeteiligt waren und sind, sollten aus deren neuen Heimat ausgewiesen werden?"

Dir ist aber schon klar, dass im Osten der Ukraine im Grunde genauso viele Ukraine wohnen wie Russen. Nun will sich Putin das Land einverleiben.

Ich vermisse dein Verständnis dafür, dass sie in der Ukraine belieben wollen.
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21.11.2014 02:55 Uhr von mort76
 
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Trallala,
das dürfte sich da die Waage halten.
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21.11.2014 06:07 Uhr von thugballer
 
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"Hier wird permanent dem Westen die Einmischung vorgeworfen. Warum? Warum nur dem Westen? "

Warum nur dem Westen? Bei den Vorgängen auf der Krim und zur Zeit in den Ostukraine hat Putin natürlich auch seine Finger im Spiel.

All das ist jedoch eine Reaktion. Der Westen versucht jedoch die Majdan-Vorgänge als Verhalten von lupenreinen Demokraten, die nach Europa streben darzustellen.

Sprich, während er bei der Darstellung des Majdan seine eigene Einmischung weglässt, lässt er bei den Ostukrainischen Vorgängen den jeweiligen Volkswillen weg und sieht nur den russischen Einfluss.

Es kann einfach nicht sein, dass die Vize-US-Außenministerin vor Russlands Haustür den Demonstranten Kekse verteilt.


"Kann es sein, dass es russische Propaganda ist die eine russische Sicht der Dinge in Umlauf bringt?"

Ist das Auftauchen führender westlicher Politiker auf dem Maidan mit dem Unterstützen der Anti-Janukowitsch-Demonstranten eine Tatsache oder nicht?


"Wenn sich als der Westen in die Politik der Ukraine einmischt, dann ist es Einmischung. Wenn Russland sich einen Marionetten Präsidenten kauft, der nach ihrer Pfeife tanzt, dann ist es ok, dann ist es keine Einmischung. Kann es sein, dass du das so zurechtlegst wie du es gerne hättest. Bei den einen ist es Einmischung, bei den anderen ihr gutes Recht?"

Ich erkläre die einen ganz einfachen Zusammenhang. Es gibt Wahlen. Es gibt Wahlkampagnen. Dabei unterstützen verschiedene Lobbys den für sie güngstigen Kandidaten.

Bis hierhin gängige Praxis, oder?

So, dann wird ein Präsident gewählt und dann ist auch mal gut. Dann geht man nicht hin und versucht ihn durch "soft skills" zu stürzen, bloß weil er irgendwas nicht unterschreibt.


" vor allem die ständige Betonnung auf Verfassung und Wähl."

Diese Sachen muss man aus folgenden Gründen betonen:

Verfassung: Weil diese vom Westen als Argument gegen die Legitimität der Referenden benutzt wird, jedoch mit dem verfassungswidrigen Sturz Janukowitschs ihre Gültigkeit verlor. Denn eine Verfassung ist etwas absolutes. Entweder sie gilt- oder nicht. Ein diesmal nein dann wieder ja gibts nicht.

Wahl: Es wird immer gesagt, er sei ein Diktator oder was weiß ich. Von mir aus kann er ein grünes Kaninchen sein. Er war gewählt.


Ich vereinige mal zwei Fragen von dir:
"was muss sich das Volk gefallen lassen?"
"Es gibt immer einen Punkt an dem die Bürger das Recht haben auch einen gewählten Staatsoberhaupt abzusetzen."

Dafür gibt es eine Verfassung und dort stehen bestimmte Mehrheiten, mit denen man den Präsidenten entfernt. Und deine Frage klingt, als ob er sein Volk gequält hätte. Ja er war korrupt. Ja er hat das Abkommen nicht unterschrieben. Aber schieb mal kein Drama.

Oder bist du etwa der Meinung dass es zwar Wahlen und eine Verfassung gibt - wenn jedoch eine Gruppe groß genug und entschlossen genug ist, sie sich über diese hinwegsetzen kann?

Dein letzter Punkt ist manipulativ. Du bezeichnest mich als Opfer von Propaganda. Du bezeichnest meine Aussage als billig. Du kritisierst meine Darstellung eines Mobs als Mob. Du verschönigst einen Mog, als Bürger, die ein Recht hatten.

Ich beziehe mich auf folgende Bilder. Schau es dir an:
"Wer nicht hüpft der ist ein Russe", Dezember 2013, der komplette Majdan hüpft.

https://www.youtube.com/...

Wunderst du dich danach, dass russische Ukrainer weg wollen?


"Nun will sich Putin das Land einverleiben."

Da braucht er aber ganz schön lange, findest du nicht? Bestimmt ist die ukrainische Armee die stärkste der Welt.

Du bist ein Opfer der Propaganda, Sorry.


"Dir ist aber schon klar, dass im Osten der Ukraine im Grunde genauso viele Ukraine wohnen wie Russen."

Dir ist aber schon klar, dass diese orthodoxen russisch sprechenden Ukrainer sich kulturell als Russen sehen und ebenfalls für Novorossia sind?
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21.11.2014 12:53 Uhr von Trallala2
 
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Teil 1/2

@thugballer

"All das ist jedoch eine Reaktion. Der Westen versucht jedoch die Majdan-Vorgänge als Verhalten von lupenreinen Demokraten, die nach Europa streben darzustellen."

Russland hat sich in die Politik der Ukraine schon vorher eingemischt. Da du mir eine Webseite in Kyrillisch (als Beweis) gepostet hat, eher auf der Seite der Russen bist, gehe ich mal davon aus, dass du aus Russland kommst, inzwischen nach Deutschland übergesiedelt, dich aber immer noch als Russe siehst. Ich dagegen kenne die Nachbarn von Russland. Für mich sind Russen nette Menschen, ich hab täglich mit zig Russen zu tun. Die (Landes)Nachbarn haben aber Angst vor Russland und sie können sich an 70 Jahre Unterdrückung erinnern. Es hieß Sowjetunion, aber im Grunde hatten da die Russen das sagen. Im Grunde war Sowjetunion Russland mit angeeigneten Nachbarstaaten. Das sitzt immer noch in den Gehirnen der inzwischen zum Teil wieder freien Staaten.

Für viele hier sind Länder der EU Vasalen der USA und werfen der USA Einmischung. Das ist aber nichts gegen das was Russland bei seinen Nachbarn macht. Also sind die Nachbarn nicht gut auf die Russen zu sprechen. Was die eigene Bürger russischer Herkunft angeht, deren zum Teil ungerechte Behandlung gefällt mir auch nicht. Aber wir wollen nicht vergessen, dass diese Russen zum Teil selbst schuld sind. Sie sind inzwischen nun mal die Bürger eines anderen Staates, warum auch immer. Während der Sowjetunionzeit sind die da eingereist, war sowieso alles ein Land, inzwischen sind die in einem fremden Land. Sie sollten sich also als Bürger dieses Staates sehen. Viele machen es aber nicht. In der Ukraine versuchen Sie sogar ein Teil des Landes zu übernehmen. Wundert es dich also, dass die Nachbarn Russlands so schnell wie möglich in die NATO wollen?


"während er bei der Darstellung des Majdan seine eigene Einmischung weglässt, lässt er bei den Ostukrainischen Vorgängen den jeweiligen Volkswillen weg und sieht nur den russischen Einfluss."

Bei Majdan wurde vielleicht der Präsident gestürzt, aber nicht der Staat. Es wurden daraufhin neue Wahlen durchgeführt. Im Grunde ein durchaus demokratischer Vorgang. Vor allem wenn man bedenkt, dass, bevor Janukowytsch die Macht an sich gerissen hat, die Macht beim Parlament lag.

Was den Volkswillen der Ostukrainer angeht, da gibt es paar Probleme. Die Ukraine in der aktuellen Form existiert sein 1991, also seit 23 Jahren. Es gab vor dem Sturz von Janukowytsch keine kriegerische Handlungen und Versuche sich abzuspalten. Und plötzlich ist die Marionette Russlands weg und zufällig im Osten der Ukraine erheben sich die Ostukrainer? Ostukrainer oder Russen? Und du bist sicher, dass sie einen eigenen Staat wollen und nicht durch Russland dazu bewegt wurden?

Also falls du hoffst, dass ich sage, dass der Wille der Ostukrainer nichts wert ist, dann irrst du dich. Das Problem ist aber, ob es wirklich der Wille das Volkes ist. Hätte man ein friedliches Referendum gemacht in dem nicht überall Menschen mit Waffen stehen und andere einschüchtern, und wäre es ein traditionelles Gebiet, man könnte darüber reden. Aber die Referenden die bisher gemacht wurden klingen toll, sind aber für die Tonne.

Stell dir vor in Berlin Kreuzberg wohnen 51% Türken (mal als Hausnummer). Plötzlich machen die ein Referendum in dem auch tatsächlich 51% dafür sind sich von Deutschland abzuspalten und aus Berlin Kreuzberg das Land Kleintürkei zu machen. Wäre das ok?

Ich unterstütze jedes Volk das ein eigenes Land haben will, und wenn die Schotten sich von Groß Britannien abspalten wollen oder die Katalonien von Spanien oder Süd Tiroler von Italien, dann haben sie meinen Segen.

Für dich ist es aber keine Frage ob die Bürger einen Präsidenten abgesetzt haben der eigenmächtig die bisherige Politik um 180° gedreht hat, sondern wenn die Bürger in Kiew einen Präsidenten absetzen, dann dürfen russische Bürger in der Ostukraine das Land Ukraine spalten.


"Es kann einfach nicht sein, dass die Vize-US-Außenministerin vor Russlands Haustür den Demonstranten Kekse verteilt."

Doch. Du hast ein Gedankenfehler. Für dich ist Ukraine kein eigenständiger und souveräner Staat, sondern der Vorgarten Russlands. Du gestehst der Ukraine nicht ein Souveränes Land zu sein. Wenn Deutschland USA folgt und Sanktionen gegen Russland verhängt, dann stellst du die Frage wie soverän Deutschland ist. Wenn Ukraine in die EU will, dann hat es das sein zu lassen, denn es ist der Vorgarten Russlands. Und da werden die Wünsche Russlands befolgt.


"Ist das Auftauchen führender westlicher Politiker auf dem Maidan mit dem Unterstützen der Anti-Janukowitsch-Demonstranten eine Tatsache oder nicht?"

Sorry, aber was willst du mir damit sagen? Ist Ukraine ein souveräner Staat? Müssen westliche Politiker Russland um Erlaubnis fragen um irgendwo teil zu nehmen? Oder ist es die Angelegenheit der Ukraine?
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21.11.2014 12:53 Uhr von Trallala2
 
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Teil 2/2

"Ich erkläre die einen ganz einfachen Zusammenhang. Es gibt Wahlen. Es gibt Wahlkampagnen. Dabei unterstützen verschiedene Lobbys den für sie güngstigen Kandidaten."

Nein. Das ist Tabu. Verboten. Kein Staat darf sich in die Wahlen eines anderen Staates einmischen. So eine Wahl ist ungültig.

Das mit der Lobby, das ist Wirtschaft. Das sollte nicht sein, wird aber geduldet. Aber wo kommen wir hin, wenn fremde Staaten Parteien unterstützen. Das gibt für Russland, aber auch für die USA.


"Bis hierhin gängige Praxis, oder?"

Nein, absolut Tabu. Keine Ahnung wie du auf die Idee kommst, dass fremde Staaten sich in die Wahlen eines anderen Landes einmischen dürfen.


"Verfassung: Weil diese vom Westen als Argument gegen die Legitimität der Referenden benutzt wird, jedoch mit dem verfassungswidrigen Sturz Janukowitschs ihre Gültigkeit verlor. Denn eine Verfassung ist etwas absolutes. Entweder sie gilt- oder nicht. Ein diesmal nein dann wieder ja gibts nicht."

Du verwechselst du etwas. Es gibt keinen verfassungswidrigen Sturz eines Präsidenten. Wie kommst du überhaupt auf sowas? Verfassungswidrig ist der Sturz erst dann wenn er irgendwie in der Verfassung verankert ist und es anderes gemacht wurde.

Also, als die Ukraine um 1991 gegründet wurde, bekam der Präsident viel Macht. Das Parlament war nur ein Erfüllungsgehilfe das Präsidenten. An sich sind so starke Posten nicht einmalig, denn USA und Frankreich haben sie auch. Aber in beiden Ländern funktionieren die anderen Macht-Institutionen sehr gut und sind stark. Egal also wie stark diese Präsidenten sind, sie sind nicht allmächtig. In der Ukraine führte das aber zu autokratischen Zuständen. Man änderte die Verfassung und die Macht ging vom Präsidenten auf das Parlament über (so ähnlich wie der Bundestag). Der Präsident hatte also seine Befugnisse, aber nicht mehr die Allmacht. Das war nicht erwünscht.

Janukowytsch sorgte aber dafür, dass diese Änderung nach Jahren für ungültig erklärt wurde. Er bekam die Allmacht zurück. In meinen Augen hat er sich an diesem Punkt aus dem Spiel gebracht, denn die Aufgabe eines Präsidenten ist nicht die Macht zu horten, sondern den Bürgern zu dienen. Janukowytsch war aber die Macht wichtige. Nicht nur, dass er daraufhin immer mehr Ämter auf sich konzentrierte, er verankerte immer mehr Macht auf seine Partei. Das Parlament wurde immer unwichtiger. Das Land schlidderte in eine Diktatur.

Die Entmachtung eines Staatsoberhauptes durch die Bürger des eigenen Landes kann also nicht verfassungswidrig sein, denn in einer Demokratie ist jeder Posten auf Zeit vergeben. Was aber machen wenn es keine Möglichkeit in der Verfassung gibt einen Präsidenten zu entmachten, oder er hat die betreffenden Stellen in der Hand und kann das verhindern? Wie soll man also einen Staatsoberhaupt von seinem Posten vertreiben wenn er ungeeignet ist? Demokratie ist doch keine Wahldiktatur wo ein einmal gewählter Politiker nicht mehr aus seinem Amt entfernt werden kann.

Somit war das keine verfassungswidrige Absetzung, sondern die einzige Möglichkeit.

Auch wollen wir nicht so tun also ob Janukowytsch vertrieben worden ist. Die Demonstrationen waren keine Revolution, es waren nur Demonstrationen. Nur wollte Janukowytsch nicht mit sich reden lassen, schickte die Staatsgewalt gegen die Demonstranten. Es hätte auch anderes ablaufen können. Hätte er mit den Leuten geredet, er wäre heute noch an der Macht. Er hat nur deswegen seinen Posten verloren, weil er nicht mit den Leuten reden wollte.


"Wahl: Es wird immer gesagt, er sei ein Diktator oder was weiß ich. Von mir aus kann er ein grünes Kaninchen sein. Er war gewählt."

Dann stimmt etwas mit deiner Einstellung nicht und du hast nicht die Demokratie verstanden. Dann ist Demokratie für dich eine Wahldiktatur bei ein vergebener Posten nicht wieder genommen werden kann.

Nein, eine Wahl ist ein Scheißdreck. Eine Wahl ist der Wunsch des Volkes. Ändert sich der Wunsch des Volkes, ist das zu berücksichtigen.


"Dafür gibt es eine Verfassung und dort stehen bestimmte Mehrheiten, mit denen man den Präsidenten entfernt. "

Das ist ja das Problem. Er selbst hat die Möglichkeiten beschenkt.

Außerdem wird das ganze falsch wiedergegeben. Im Grunde ist Janukowytsch zuletzt abgehauen-


"Oder bist du etwa der Meinung dass es zwar Wahlen und eine Verfassung gibt"

Du benutzt die Verfassung nicht als Regelwerk, sondern als Waffe die dir nützt.

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