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Nach Einführung des Mindestlohns: Einzelhandel droht mit Stellenkürzungen

Nach Angaben des Präsidenten des Handelsverbands Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser, könnte der Einzelhandel mit der Einführung des Mindestlohns im nächsten Jahr Stellen streichen. Dabei habe man in den letzten Jahren sogar zahlreiche neue Stellen geschaffen.

Sanktjohanser hatte die Einführung des Mindestlohns bereits zuvor als "Katastrophe für den Handel" bezeichnet, und verweist darauf, dass aktuell fast überall ein Einstellungsstopp herrsche. Generell bewertet er die Lage des Einzelhandels gut, wobei der Onlinehandel eine Herausforderung darstellt.

Massiv setzt er sich für eine Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten ein. Dabei verweist er auch auf ein erzkatholisches Land wie Polen, in dem es auch keine festen Öffnungszeiten mehr geben würde. Er plädiert daher dafür, dass Läden ihre Türen öffnen dürfen, wann immer sie wollen.


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WebReporter: Starstalker
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Einführung, Mindestlohn, Einzelhandel, HDE, Stellenkürzung, Josef Sanktjohanser
Quelle: focus.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.11.2014 10:37 Uhr von das_leben_ist_schoen
 
+15 | -3
 
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Dann sollen sie Jammern, ihr Service Personal reduzieren und sich dann wundern das die Konkurrenz mehr verkauft.

Einzelhändler die heute noch weniger als 8,50 die Stunde bezahlen sollten sich ein Beispiel an Schlecker nehmen.
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19.11.2014 10:42 Uhr von Schmollschwund
 
+16 | -1
 
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Naja, letztlich muss jeder Ladenbesitzer selbst entscheiden, wie wichtig es ihm ist, dass seine Kunden ein gutes Einkaufserlebnis haben.

Entweder ich kümmere mich um meine Kunden und verkaufe auch was, oder ich stell mich stur und mach früher oder später meinen Laden dicht.

Immer dieses geheule.

"Er plädiert daher dafür, dass Läden ihre Türen öffnen dürfen, wann immer sie wollen. "

Ach so. Man stellt keine weiteren Leute mehr ein, will aber 24h-Öffnungszeiten. Sarkasmus: Warum drei Jobs, wenn man auch drei Schichten machen kann (muss)?!
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19.11.2014 10:49 Uhr von ar1234
 
+19 | -1
 
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Der Einzelhandel jammert also über die Konkurrenz?

Nunja, wenn man in einem Handyladen keine Akkus mehr bekommt, in einem Elektroladen auf Mitarbeiter trifft, die nicht mal zwischen Ohm und Ampere unterscheiden können und in einem Musikgeschäft nichts weiter als die alltägliche Chartscheiße serviert bekommt und in vielen Läden nicht das vorfindet, was die scheiß Werbung verspricht und dann auch noch in voll mit Rabattschildern betackerten Geschäften doof angeschaut wird, wenn ein Produkt als unerwartet teuer empfunden wird (ich sach nur Matratzengeschäft) und dann auch noch in fast jedem Geschäft zum Dank eine gefühlte halbe Stunde an der Kasse gammeln muss, braucht man sich nicht darüber wundern, dass man sich inzwischen jeden Scheiß, dens nicht bei Aldi gibt, aus dem Internet besorgt. Läden anfahren kostet einfach zu viel Zeit, Geld und Nerven und einen Mehrwert bieten sie nicht.

Für guten Service, Vorfindens der in den Werbeflyern genannten Dinge und Fachkenntnis über die verkauften Produkte würde ich durchaus ein Geschäft aufsuchen. Doch heutzutage macht Einkaufen im Laden echt keinen Spaß mehr.

[ nachträglich editiert von ar1234 ]
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19.11.2014 10:55 Uhr von TinFoilHead
 
+19 | -1
 
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Dabei habe man in den letzten Jahren sogar zahlreiche neue Stellen geschaffen.

Kennen wir alle, diese Jobs, von denen keiner leben kann.

Sanktjohanser hatte die Einführung des Mindestlohns bereits zuvor als "Katastrophe für den Handel" bezeichnet.

8,50 sind zwar immer noch eine Frechheit, aber eine Katastrophe war es vorher für die Arbeitnehmer(jaja, jetzt auch noch).
Und die Arbeitgeber (hier des Handels) sehen jetzt das Ende der Welt kommen, weil sie ihre Arbeitnehmer annähernd ausreichend entlohnen sollen?
Dann heisst das ja, das ihr kompletter Erfolg auf der Ausbeutung von Lohnsklaven beruht! Und somit keiner ist, sondern eine Illusion aufbauend auf Ausbeutung!

[ nachträglich editiert von TinFoilHead ]
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19.11.2014 11:20 Uhr von soulicious
 
+7 | -1
 
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"Sanktjohanser hatte die Einführung des Mindestlohns bereits zuvor als "Katastrophe für den Handel" bezeichnet"

Ja, das glaub ich dass es für ihn eine Katastrophe ist, jetzt wo die Ausbeutung sogar gesetzlich untersagt wird. Er kann ja einer Katastrophe entgegen wirken indem er mal sein Gehalt runterschraubt. Sein Stundenlohn dürfte wohl bei dem 10fachen des Mindestlohn liegen.^^

Der klassische Einzelhandel wird aussterben, das einzige was vllt noch laufen wird sind Supermärkte denn Lebensmittel braucht jeder. Auf den Einzelhandel kommen also ernsthafte existenzielle Probleme zu, da ist der Mindestlohn noch das kleinste.

Darauf sollte der tolle Herr Sanktjohanser seinen Fokus legen und nicht noch seinen Mitarbeitern, die den Einzelhandel täglich voran bringen, noch (sinnbildlich) die extra Scheibe Brot mißgönnen, denn mehr springt aus dem lächerlichen Mindestlohn (brutto!!) für die Angestellten nämlich nicht raus.

[ nachträglich editiert von soulicious ]
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19.11.2014 11:49 Uhr von Best_of_Capitalism
 
+12 | -1
 
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War ja klar das "böse" Amazon welches "nur" 9,80€ die Stunde zahlt sollte am besten boykottiert werden damit der phantasielose Einzelhandel, der nicht mal 8,50€ auf die Reihe kriegt weiter existieren kann:-)

Wir in Deutschland/Europa gehen nicht mit der Zeit.

Auch die Bäckereien werden dank Backshops im Supermarkt immer mehr und mehr verschwinden und ja, keiner von uns kauf Stecknadeln beim Schmied für 10€das Stück und findet es normal und das hat nicht mal was mit dem Internet zu tun.


Aber wir fahren trotz Automatisierung und neuer Verkaufskonzepte immer noch eine Traumtänzer-Politik der 60er Jahre wo man so viele Menschen im Land rein holen möchte, weil wir ja zu viele "Arbeitsplätze" offen haben.


Es wird an allen Ecken und Enden weniger Arbeitsplätze und mehr Produktivität geben.
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19.11.2014 12:23 Uhr von quade34
 
+0 | -16
 
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19.11.2014 12:43 Uhr von Suffkopp
 
+4 | -1
 
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Also eigentlich das übliche Gejammere um damit längere Öffnungszeiten zu erwirken, gepaart mit etwas Mitleid haschen für die armen kleinen Einzelhändler (die ja meist eh keine Angestellten haben) weil es ja die vielen Online-Händler gibt.
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19.11.2014 13:38 Uhr von FlatFlow
 
+5 | -0
 
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Wie die Wirtschaftsweisen vor kurzen, dass der Mindestlohns obwohl er noch nicht da ist, die Konjunkturentwicklung negativ beeinflusst...
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19.11.2014 14:00 Uhr von Mudd2
 
+1 | -4
 
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also 24h öffnung find ich super und sehe auch keine belastung für die verkäufer, bin selber im 4 schicht betrieb tätig und hab trotzdem zeit für familie und co zwar nicht jeden samstag abend aber dennoch, ausserdem müssen die geschäfte ja so mehr angestellte einstellen
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19.11.2014 15:49 Uhr von der_grosse_mumpitz
 
+5 | -0
 
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Persönlich habe ich so einige Einzelhändler im Freundes-/Bekanntenkreis. Obwohl alle recht erfolgreich sind und sich und ihre Familien problemlos ernähren können und dabei noch mind. zweimal im Jahr in Urlaub fahren, ist nicht einer dabei, der nicht über irgendwas jammert. Das gehört einfach dazu, man darf nie einen Einzelhändler fragen, wie das Geschäft läuft... die Antworten sind immer sehr ähnlich und praktisch nie positiv. ;-)
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20.11.2014 08:50 Uhr von brycer
 
+2 | -0
 
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Na klar, natürlich eine Kataastrophe für den Einzelhandel. Weil er ja jetzt mehr bezahlen muss.
8,50€ Stundenlohn reicht in vielen Gebieten gerade mal für die Miete.
Essen, Trinken, Kleidung usw. hat man da noch nicht. ;-P
Und weil alle Branchen so arbeiten und den Leuten am besten gar nichts mehr zahlen wollen wundert sich der Einzelhandel, warum er nichts mehr verkauft.
Womit sollen die Leute denn kaufen, wenn sie kein Geld haben? Mit dem Ars... voll Wespen? ;-P
Da helfen dann auch keine noch so langen Ladenöffnungszeiten. Wo kein Geld ist kann nichts ausgegeben werden.
Die paar ´Großkopferten´, die das ganze Geld für sich einheimsen verfrachten es ins Ausland um irgendwelche Investitionen zutätigen.
Deutschland ist auf dem besten Wege sich selbst auszubluten.

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