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Köln: Zugbegleiterin schläft im Zug ein - sie wehrt sich gegen Kündigung

Eine Zugbegleiterin hatte sich in einem Abteil schlafen gelegt. Daraufhin wurde sie von ihrem Arbeitgeber gekündigt. Der Fall wird nun vor dem Arbeitsgericht verhandelt.

Die Frau hat nun gegen die Kündigung geklagt. Ihr gesundheitlicher Zustand sei an dem Tag nicht besonders gut gewesen.

Die Gegenseite sah im Einschlafen eine Arbeitsverweigerung. Laut dem Gericht hatte die Frau schon früher eine Abmahnung bekommen, weil sie verschlafen hatte.


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WebReporter: angelina2011
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Köln, Zug, Kündigung, Schlafen
Quelle: hna.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.11.2014 09:47 Uhr von Rechtschreiber
 
+20 | -11
 
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Wie wäre es mal mit einem 4-Augen Gespräch gewesen? Vielleicht hat die Frau Probleme? Deutsche sind ganz stark darin, sofort die Juristenkeule zu schwingen. Traurig.
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19.11.2014 09:57 Uhr von brycer
 
+10 | -0
 
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@Rechtschreiber:
So ein 4-Augen-Gespräch kann ja auch schon stattgefunden haben. In diesem, meist recht einseitigen Gespräch (4-Augen-Monolg? ;-P) wird dann dem Mitarbeiter mitgeteilt dass er seine Sachen packen kann.
Die einzige Chance die der Mitarbeiter dann noch hat ist eben die Klage, da der AG nicht lange nach Gründen fragt. Menschlichkeit ist doch sowas von uninteressant geworden, seit die Firmen sich nur irgendwelchen Aktionären oder Teilhabern verpflichtet fühlen.
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19.11.2014 10:31 Uhr von jschling
 
+4 | -2
 
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naja ich weiss jetzt nicht wie die personelle Situation in so einem Zug aussieht, aber zumindest wenn noch ein weiterer Begleiter(in) an Board war, hätte man sich gesundheitsbedingt abmelden können und um eine kleine Schlafpause bitten. Und wenn sie alleine war... als erwachsener Mensch ohne "echte Krankheit" sollte man ja vor so einer Zugfahrt abschätzen können, ob man dazu in der Lage ist, oder sich krank melden.
Im Allgemeinen ist das Begleitpersonal in Zügen nicht gerade überbesetzt, von daher für die Passagiere schon ätzend, wenn die dann auch noch schlafen.
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19.11.2014 10:45 Uhr von Tatan
 
+5 | -3
 
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Also mein Arbeitgeber wäre auch nicht Sonderlich Glücklich wenn ich in der Arbeitszeit und das zum wiederholten male Schlafen würde.
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19.11.2014 10:48 Uhr von CrazyWolf1981
 
+2 | -2
 
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Es kommt halt auf die Situation an. Zum einen trauen sich manche sich nicht sich Krank zu melden aus Angst vor einer Kündigung, je nach Arbeitgeber auch berechtigt. Dann kommt es auch auf die persönliche Situation an. Ich bin z.B. öfters mit rücksichtslosen Nachbarn konfrontiert, die auch mal unter der Woche bis spät in der Nacht weg sind und den kläffenden Köter zuhause lassen. Dauergebell. Dann ist bis 3 Uhr morgens nicht an Schlaf zu denken. Und in so Fällen reagiert auch die Polizei etc. nicht, man ist dem hilflos ausgeliefert. Und ich muss es dann ausbaden wenn ich morgens zur Arbeit muss und im stehen einschlafe.
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19.11.2014 10:54 Uhr von Holzmichel
 
+4 | -7
 
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-----"Die Gegenseite sah im Einschlafen eine Arbeitsverweigerung. Laut dem Gericht hatte die Frau schon früher eine Abmahnung bekommen, weil sie verschlafen hatte."-----

Eine WIEDERHOLT schlafende Zugbegleiterin geht wohl überhaupt nicht!!!
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19.11.2014 11:22 Uhr von Joeiiii
 
+3 | -2
 
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>>Laut dem Gericht hatte die Frau schon früher eine Abmahnung bekommen, weil sie verschlafen hatte.<<

Was hätte denn der Arbeitgeber machen sollen? Sie noch mal abmahnen? Und danach? Wieder abmahnen? Und dann noch mal und noch mal und noch mal?

Seid doch alle mal ehrlich: Ihr würdet auch Arbeiter haben wollen, die ihre Arbeit ordentlich machen, bei der Arbeit nicht einschlafen, nicht stundenlang auf dem Klo sitzen, Kunden ordentlich behandeln, mit Firmeninventar sorgsam umgehen, usw. Und wenn das jemand nicht tut und ihr denjenigen schon einmal abmahnen mußtet, dann werdet ihr sicher auch nicht unendlich oft weitere Abmahnungen aussprechen, sondern irgendwann die Konsequenzen ziehen.
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19.11.2014 11:33 Uhr von Suffkopp
 
+0 | -5
 
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@Wolfsburger - Du scheinst ja keiner Arbeit nachzugehen. Weder selbst- noch unselbstständig.

Mit einem Arbeitsvertrag gehts Du - wie der Name schon sagt - einen Vertrag ein der auch Arbeitsbeginn regelt. Verschlafen kann jeder mal - keine Frage. Aber dann kommt es darauf an wie man handelt. Aufwachen - gleich anrufen und Bescheid sagen, ev. um einen halben Tag Urlaub bitten ist das mindeste.

Einfach nur verschlafen, irgendwann auftauchen ohne vorher was gesagt zu haben und dann mit verschlafen kommen ist halt ungeschickt.
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19.11.2014 11:46 Uhr von bigpapa
 
+7 | -3
 
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Es gibt gewisse Berufe wo "verschlafen" schlimmer ist als andere. Piloten, Busfahrer, und auch Zugbegleiter gehören mit dazu.

Der Grund ist, das der Arbeitsplatz nicht fest ist, sondern PÜNKTLICH in Bewegung kommen muss. Also ist Aufwand für den Arbeitgeber sehr viel höher, als wenn man 30 min später ins Büro kommt. Ein ICE z.b. wäre dann schon ca. 90 km weit weg. :)

Das ganze ist dann eine "gewaltige Störung des Arbeitsablauf" und eine Abmahnung wert. Abmahnung sind eigentlich nur eine Aktennotiz eines gewaltigen Anschiss, sonst nix.

Wenn man sich aber am Arbeitsplatz mal eben in die Ecke legt und ne Runde pennt, ist das Arbeitsverweigerung. Sollte man wirklich ernsthaft krank sein, so teilt man das sein Vorgesetzten / Kollegen mit. Die sagen dann halt, "leg dich mal hin, nimm an der nächsten Stadtion den Gegenzug und fahr zum Arzt".

Aber sich einfach pennen legen, geht nun mal gar nicht.

ICH FINDE DIE KÜNDIGUNG GERECHTFERTIGT.

Gruß

BIGPAPA
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19.11.2014 13:12 Uhr von a.maier
 
+1 | -3
 
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Schaut euch mal die Arbeitszeiten an. Die sind nicht 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Bei der Personalsituation sind Überstunden an der Tagesordnung. Wenn keine Gefahr bestanden hat, kann ich die Kündigung nicht verstehen.
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19.11.2014 13:21 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -2
 
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Kein Mensch weiß, wie oft es im Vorfeld schon Gespräche gab, bis die erste Mahnung erfolgte.
Ich kenne eine Dame im Beamtenstatus die prinzipiell 6 Monate im Jahr krank ist - und wenn sie mal da ist niemals arbeitet. Man musste sie durch eine Zeitarbeitsfirma dauerhaft ersetzen. Sie wurde mehrfach versetzt, keiner will sie. Als ihre Katze starb, war sie 2 Monate wegen Depressionen krankgeschrieben.
Was glaubt ihr wie der Arbeitgeber auf dem kleinsten Verstoß für die zweite Abmahnung wartet?
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19.11.2014 13:54 Uhr von omar
 
+0 | -1
 
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Also ehrlich.
Wenn es ihr nicht gut ging, hätte sie daheim bleiben sollen bzw. sich krank schreiben lassen können.
Während der Arbeit ohne OK vom Vorgesetzten sich schlafen legen, ist absolut inakzeptabel.
Wenn Sie den Vorgesetzten (auch telefonisch) informiert hätte, dass sie sich nicht gut fühlt (z.B. Kreislaufprobleme oder so), dann hätte dieser ihr sicher nicht verboten sich hinzulegen, bis sie aus dem Zug kann, um dann zum Arzt zu gehen.
Aber unerlaubt ist das für mich auch Arbeitsverweigerung.
Die Olle war halt müde und hat sich hingelegt... aber während der Arbeitszeit geht gar nicht, es sei denn die haben eine Gleitzeitregelung oder sowas.
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19.11.2014 14:18 Uhr von Biblio
 
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So ein Unwohlsein, welches sofortigen Schlaf notwendig macht, kann jeden überkommen. Wenn der eigene Überlebensinstinkt Schlaf fordert, dann legt man sich eben hin und schläft.

Ehemals wurden Maschinen erfunden, um dem Tagesablauf des Menschen dienlich zu sein. Heute bestimmten jedoch Maschinen und Computer den Tagesablauf des Menschen und dieser muss den maschinellen Abläufen dienlich sein.
So hat sich das Blatt ganz schleichend und unmerklich gewendet.

Übrigens ist ein Chef, der seinem Angestellten wegen seiner Menschlichkeit kündigt, stärker von der Maschinerie versklavt, als sein Angestellter. Da kann man sich schon fragen, welcher von beiden die ärmere Sau ist ...
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19.11.2014 14:55 Uhr von VisM
 
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Ich weiß nicht genau wie das bei Zugbegleitern ist, aber theoretisch dürften diese doch auch sich Zeit für eine (Mittags-)Pause nehmen dürfen und in der Zeit mal kurz die Augen zu schließen, sollte kein Problem sein. Powernapping lässt größen, machen ja auch genug andere Leute. Aber wenn man wirklich arbeitet bzw. arbeiten sollte, dann wäre es wohl auch praktisch, wenn man sich nicht den faulen Lenz macht.

Und wenn es ihr nicht gut geht, hätte sie es wirklich an eine Dienststelle mitteilen müssen und wenns nur dem Kollegen mitteilen ist. "Hey mir gehts nicht gut, machts dir was aus, wenn ich mich mal 10 Minuten hinsetze/hinlege?"
Dann lässt sich das normal alles rechtfertigen und geht ok. Wobei 10 Minuten auch nur 10 Minuten sind und die würde einem ein Arbeitgeber normal auch nicht krumm nehmen. (Insbesondere während der Fahrzeit, wo womöglich gerade keine Zwischenstopps anstehen)
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22.11.2014 07:54 Uhr von DeepVamp
 
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Laut Quelle:
„Die Mitarbeiterin im Bordbistro hatte nach Rücksprache mit ihrer Chefin in einem Abteil die Füße hochgelegt, weil es ihr an dem Tag nicht gut ging“

Sie sprach es also mit ihrer direkten Chefin ab, von daher ist es völlig logisch das die Kündigung unverhältnismäßig ist.

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