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Iren gehen gegen Wassergebühr auf die Barrikaden

In den meisten europäischen Ländern ist die Wassergebühr längst Usus. Nicht so in Irland. Auf der Insel gab es die Gebühr zwar bereits, aber sie wurde im Laufe der Zeit wieder abgeschafft. Nun soll sie wieder eingeführt werden, und das weckt den Unmut des irischen Volkes.

Gegen die Maßnahme erhebt sich Volkes Zorn, welcher sich nicht nur in Demonstrationen sondern auch durch Bombendrohungen und Brandanschläge auf Fahrzeuge des Versorgers "Irish Water" zeigt. Auch die Installateure, welche die notwendigen Wasseruhren anbringen sollen, werden regelrecht gejagt.

Und selbst vor der Politik macht die Gegenbewegung nicht halt. So musste die stellvertretende Ministerpräsidentin, Joan Burton, über zwei Stunden in ihrem Wagen verharren, weil dieser von gewalttätigen Gegnern belagert wurde. Die Iren mussten in den letzten Jahren zahlreiche Einschnitte hinnehmen.


WebReporter: Starstalker
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Protest, Wasser, Irland
Quelle: faz.net

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.11.2014 14:29 Uhr von Kingkollo
 
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@jschling

Hätte ich auch nicht gedacht...

ABER... wenn man das so liest, geht zumindest mir direkt durch den Kopf: Wasser = Grundversorgung = durch Steuern "gedeckt".
Ich meine, wofür zahlt man den ursprünglich Steuern? Grundversorgung, Bidlungssystem, Infrastruktur...

Wir zahlen die Diäten der aktuellen Politiker und außerdem die horrenden Renten aller je gewesenen Politiker. Und falls dann noch etwas übrig bleibt, stecken wir risikobereiten Banken hunderte Milliarden in den Anus...

Bei uns ist es mittlerweile Usus das die Steuern für Sachen ausgegeben werden von denen das Volk in keinster Weise profitiert. Oft sogar im Gegenteil...
Wenn dann Gelder bei wichtigen Sachen fehlen werden Kosten angehoben und/oder neue Gebühren erfunden.

Für Haiti hatten wir 10 Millionen soforthilfe bereit während bei unserem Hochwasser die Kanzlerin zu spenden aufgerufen hat.
Warum das Geld nach Haiti? Bei so weiten Wegen kann man excellent Gelder "verschwinden" lassen und das Volk würde freiwillig nichts rausrücken.
Wenn Hilfegelder innerhalb Deutschlands "verschwinden", besteht die Gefahr das das auffällt... Da lassen wir dann lieber das Volk spenden...

Wir werden mit einer über Dekaden ausgereiften Masche von vorne bis hinten verarscht.

Der einzige Punkt wo ich dir aber zustimme:
Wer selbst zahlt, achtet auf den Verbrauch. Die andere Seite der Medaille erwähnst du aber auch:
Streitigkeiten mit Nachbarn wegen ein paar Euro Fuffzig.

Wenn alleine die Reduzierung des Verbrauchs der ausschlaggebende Punkt wäre, hätte man einen kostenlosen Pauschalverbrauch "anbieten" können:
X-Liter pro Person umsonst (durch Steuern gedeckt) und jeder Liter der über dieser Grenze liegt, wird horrend berechnet.

Somit wäre die menschenwürdige Grundversorgung gesichert und jemand der meint er müsse seine Karre 2 mal pro Woche waschen oder einen Swimmingpool im Garten haben, soll dann halt 2,- pro Liter zahlen.

Aber es geht bei keiner der Entscheidungen unserer Politiker wirklich um Umweltschutz, sondern um "Wirtschaftswachstum um jeden Preis" wie Ferkel ja schon offen zugegeben hat.

Genau wie die Preiserhöhungen bei den Zigaretten auch überhaupt nichts damit zu tun hatte die Bevölkerung zu gesünderem Verhalten zu "erziehen"....
Ich weiß leider nicht welche Politikerin dazu sagte: "Die Erhöhung der Tabakpreise geschieht in Schritten, denn man möchte das Ausweichverhalten des Rauchers minimieren."

Das Volk wird sich erst wehren wenn unsere Politiker genug Wasserwerfer gekauft und Gesetze geändert haben um einen Aufstand schnellstmöglich niederzuschlagen.

Deutschland ist schon lange Geschichte. Es zählt nur noch "Europa". Und das nicht im Namen der dort lebenden Menschen, sondern als Vorstufe des endgültigen Faschismus nach Mussolini: Die Verschmelzung von Industrie und Staat.
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18.11.2014 20:45 Uhr von shadow#
 
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Ich hatte mich schon gefragt wann der erste komplett Irre kommt, der Bombendrohungen und Brandanschläge als legitime Mittel des "Volkszorns" sieht, nur weil er ein Versager ist und einfach gerne selbst mal irgendwas anzünden würde, idealerweise wahrscheinlich den Reichstag oder ein Flüchtlingswohnheim.
Danke für die Präsentation, Ranbonetti...

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