17.11.14 16:57 Uhr
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Blaumachen mit Krankenschein: Chef darf Beweisfotos machen

Im vorliegenden Fall hatte ein Arbeitnehmer trotz Krankschreibungen eine Waschanlage genutzt, wobei er von seinem Chef beobachtet und zum Beweis fotografiert wurde. Der so Ertappte pochte vor dem Landesarbeitsgerichts (LAG) Rheinland-Pfalz nun auf Herausgabe der entsprechenden Fotografien.

Dem jedoch widersprachen die Richter, und erklärten, dass der Chef zwar das allgemeine Persönlichkeitsrecht verletzt habe, jedoch seine Interessen als Arbeitgeber in diesem Fall gewichtiger seien. Schließlich ist der Arbeitgeber in solchen Fällen in der Beweispflicht.

Dabei müssen Arbeitnehmer im Krankheitsfall nicht grundsätzlich Zuhause bleiben, sondern dürfen mitunter Sport betreiben. Auch dürfen Arbeitnehmer vor Ablauf des Krankenscheins wieder arbeiten gehen, wenn sie vollständig genesen sind, und der Chef keine Einsprüche hat.


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WebReporter: Starstalker
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Chef, Beweis, Krankenschein
Quelle: welt.de

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17.11.2014 17:05 Uhr von TinFoilHead
 
+9 | -12
 
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dass der Chef zwar das allgemeine Persönlichkeitsrecht verletzt habe, jedoch seine Interessen als Arbeitgeber in diesem Fall gewichtiger seien.

Aha! Soweit sind wir also schon!
Gut das keiner was merkt...
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17.11.2014 17:23 Uhr von Jlaebbischer
 
+2 | -0
 
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Reduxx, du bist auf die BLÖD-Polemik der Computerredaktion reingefallen.
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17.11.2014 17:25 Uhr von TinFoilHead
 
+5 | -7
 
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Kritikglobalisierer
Arbeitnehmer, die immer wieder mit gefaketem Krankenschein blaumachen, richten grösseren Schaden an als ein Chef, der sie dabei fotografiert oder vom Privatdedektiv fotografieren lässt.

Darum gehts ja gar nicht, sondern um:
dass der Chef zwar das ALLGEMEINE PERSÖNLICHKEITSRECHT verletzt habe, jedoch seine INTERESSEN ALS ARBEITGEBER in diesem Fall gewichtiger seien.

Der so Ertappte pochte vor dem Landesarbeitsgerichts (LAG) Rheinland-Pfalz nun auf Herausgabe der entsprechenden Fotografien. Dem jedoch widersprachen die Richter...

Es ist also OK, wenn er dann das Recht an seinem Bild nicht mehr wahrnehmen darf?
Es ist ok, wenn das Recht eines Arbeitsnehmers mehr Gewicht hat, als das Persönlichkeitsrecht eines Jeden?
Dann können wir uns ja direkt einen Barcode tätowieren lassen, der bestätigt, wem wir gehören.

[ nachträglich editiert von TinFoilHead ]
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17.11.2014 18:03 Uhr von Perisecor
 
+4 | -4
 
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@ TinFoilHead

Wenn du ein Thema nicht verstehst, was ja offensichtlich oft vorkommt, geh doch nicht gleich auf die Barrikaden.

So lange der AG das Bild nicht veröffentlicht, sondern z.B. als Beweismittel vor Gericht nutzt, ist es erstmal nicht weit her mit den allgemeinen Persönlichkeitsrechten.
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17.11.2014 18:10 Uhr von TinFoilHead
 
+2 | -4
 
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Perisecor

Welche Barrikaden?
Fragen und Antworten gehören zu einer Diskussion, ja sind existenziell.

Und wenn ich
"dass der Chef zwar das allgemeine Persönlichkeitsrecht verletzt habe, jedoch seine Interessen als Arbeitgeber in diesem Fall gewichtiger seien."
lese, dann weiss ich, wohin uns die Zukunft führen wird, in diesem Land, diesem wirtschafts-, arbeitgeber- wie vermögendenfreundlichem Land.
Denke, das habe ich verstanden!
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17.11.2014 18:17 Uhr von Perisecor
 
+2 | -3
 
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@ TinFoilHead

Nein, du hast nichts verstanden, auch nach meiner Erklärung nicht.
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17.11.2014 19:33 Uhr von shadow#
 
+2 | -0
 
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Und was genau wollte der Arbeitgeber mit dem Foto?
Wenn der Mitarbeiter nicht gerade selbst in einer arbeitet und wegen Waschanlagenphobie krankgeschrieben war, kann der Chef das "Beweisfoto" zu 99% sowieso in der Pfeife rauchen und demontiert sich mit der Aktion vor Gericht sogar noch selbst.
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18.11.2014 10:45 Uhr von langweiler48
 
+0 | -1
 
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Bei gewisen Krankheiten darf man außer Haus gehen, muss aber spätestens um 22 Uhr zu Hause sein. Der Arbeitgeber hat, so glaube ich, den Arbeitnehmer nicht grundlos fotografiert. Und wenn er dieses Foto nur für spätere Zwecke als Beweisstück verwendet, finde ich das vollkommen richtig. Nur sollte der Arbeitgeber sich auch versichern, dass der AN bettlägerig krank geschrieben ist.

Ich hatte mal eine Bänderdehnung und bin trotzdem arbeiten gegangen, da ich zu dem behandelnden Arzt gesagt habe, dass ich am Arbeitsplatz wahrscheinlich mehr Ruhe habe als zu Hause. Der Betriebsrat war da anderer Meinung und schickte mich nach Hause. Darauf hin war i 6 Wochen täglich Baggersee und habe die Dummheit des BR ausgekostet.
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18.11.2014 13:47 Uhr von Perisecor
 
+0 | -0
 
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@ The_Insaint

" Was eben die Unfähigkeit der Gerichte unterstreicht."

Genau, das Problem ist das Gericht und nicht etwa deine juristische Ansicht.

Manche Leute ey...
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18.11.2014 14:08 Uhr von jschling
 
+0 | -0
 
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unglaublich, dass ich bei Perisecor mal auf + klicken muss (erstes Posting)

Ich halte die Entscheidung vom Gericht für korrekt, solange die Bilder nicht veröffentlicht werden ist das Interesse des AG grösser als der "nicht vorhandene Schaden" des AN.

Andererseits sehe ich es wie shadow#, zumindest wenn man nicht bettlägerig ist und kein Gips oder Medikamente usw das Führen eines Fahrzeuges verbieten, finde ich an einer Waschstrasse nichts bedenkliches - aber das stand hier ja nicht zur Diskussion vor Gericht, das ist ein gesondertes Verfahren in welchem sich der AN erklären kann.

Das Haus verlassen auch für Sport, kann bei psychischen Erkrankungen sehr wohl positiv für den Kranken sein *g*
Ich hatte mal ne durchtrennte Sehne am Finger - damit arbeitet es sich schlecht, joggen war aber kein Problem :-))
Aktuell hatte ich letzte Woche ne Knie-OP am Meniskus - damit kann ich nicht als Handwerker übern Bau robben, aber problemlos durch die Stadt schländern (Bewegung, natürlich mit geringer Belastung, ist sogar gut und wichtig)

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