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Tor-Netzwerk: Anonymität nach Razzia bei über 50 Dark Web-Seiten gefährdet

Geheimdienste sind wohl in der Lage, die eigentlich anonyme Kommunikation innerhalb des Tor-Netzwerks zu knacken. Die Macher des Netzwerks halten dies auch für möglich, nachdem insgesamt mehr als 50 Dark Web-Seiten aus dem Netz genommen worden sind.

Das Dark Web ist nur über den Tor-Browser zugänglich. Wie die Behörden von insgesamt 18 Staaten, darunter Deutschland und die USA, an die Identitäten der Webseiten gelangen konnten, ist dem Entwicklerteam des Netzwerks unklar. "Wir waren genauso überrascht wie Sie", so das Tor Project.

Die Behörden würden jedoch, wenn die Verhafteten angeklagt werden, offen legen, wie diese zu Verdächtigen wurden. So könnte Tor erfahren, "ob es irgendwelche Sicherheitslücken bei den versteckten Diensten oder anderen entscheidenden mit dem Internet verbundenen Diensten gibt", so das Tor Project".


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Web, Netzwerk, Tor, Razzia, Anonymität
Quelle: deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.11.2014 08:57 Uhr von soulicious
 
+17 | -22
 
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Hat denn wirklich jemand geglaubt dass dieses Tor unantastbar ist? Als ob speziell ausgebildete IT-Menschen der Geheimdienste da nicht reinkommen würden.

Auch wenn sich das wieder spießig anhört: ich hab nix dagegen wenn man das gesamte Dark Net sprengen würde. Kann ja irgendwie nicht angehen dass man sich über Tor da einwählt und sich unbedarft Drogen, Auftragskiller, Waffen, Kinder, illegale Nutten und sonstwas bestellen kann. Wenn man so liest was es in diesem Dark Net alles gibt, könnte man meinen dass sich eine virtuelle unkontrollierte höllige Unterwelt gebildet hat. Wenn ich mir vorstelle wie Kinder, Frauen und Menschenleben da unter dem Mantel der Anonymität verschachert werden...horror. : |
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16.11.2014 09:23 Uhr von Pils28
 
+23 | -3
 
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@soulicious: Was du dort beschreibst, bekomme ich ja fast schon bei jeder Anzeigenseite im Internet.
Daher ist ein anonymes Internet viel bedeutender als minimaler Schlag gegen organisierte Kriminalität. Ansonsten könnte man direkt das ganze Internet abstellen, weil es einem zu gefährlich und "höllig" vorkommt.
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16.11.2014 09:44 Uhr von Suffkopp
 
+14 | -1
 
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Punkt 1:

@bustere - Du sollst doch die Pillen nehmen und dem PC fern bleiben

Punkt 2:
Wieso sollen Geheimndienste da nicht tätig werden können wenn doch 2012 sich das Projekt zu etwa 60 % aus Zuwendungen der US-Regierung und zu 40 % aus privaten Spenden finanzierte. Wer zahlt .......
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16.11.2014 09:57 Uhr von CoffeMaker
 
+12 | -9
 
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"Auch wenn sich das wieder spießig anhört: ich hab nix dagegen wenn man das gesamte Dark Net sprengen würde. "

Wenn du gegen Anonymität im Netz bist könnten wir ja auch überall anfangen Kameras aufzustellen, nein nicht nur bei Brennpunkten Öffentliche Verkehrsmittel sondern überall auch bei dir zu Hause. Kein Meter den du läufst sollte anonym sein.
Warum? Na weil Straftaten meist in einer Wohnung geplant werden, Drogen werden in Wohnungen vertickt, Kinder in Wohnungen missbraucht und und und....

Du meinst es ist nicht das gleiche? Doch ist es. Ich laufe im realen Leben auch nicht mit Name und Adresse auf der Jacke rum und jeder Schritt wird protokolliert also warum sollte man dies in der VR tun?

Ist nun mal so, Freiheit verbirgt immer Gefahren aber wollen wir diese Freiheit aufgeben weil es dann vermeintlich sicherer ist? Nee, ich jedenfalls nicht.
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16.11.2014 10:17 Uhr von soulicious
 
+4 | -1
 
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@ CoffeMaker:

Klar, ich verstehe deine Einwände und auch ich bin gegen totale Überwachung ( Kameras überall usw.). Und ja, auch im real life finden Frauen- und Kinderprostitution, Waffen- und Drogenhandel statt und all das.

Nur denke ich dass man im real life oder im normalen Internet vllt immer noch ein bißchen Hemmschwelle hat und auch das Risiko des Erwischtwerdens größer ist, wenn sich jemand einen Killer bestellen will oder - sry, ganz harter Fall - wenn sich ein perverser Pädo z.b. ein Baby mieten will für seine Gelüste.

Ich kenne mich weder mit Tor noch mit dem Dark Web aus, aber mir scheint dass sich bzgl. den wirklich schlimmen Schlechtigkeiten dieser Welt (Frauen-, Kinder-, Organ- und Menschenhandel generell) in dieser Internet-Unterwelt ganz große unkontrollierbare Dimensionen aufgetan haben, die all diese Dinge um ein vielfaches noch schlimmer machen als sie eh schon sind.

Ich hab auch nichts dagegen wenn irgendwelche Nerds mit Tor anonym rumfrickeln wollen oder sonstwas, gar kein Thema. Unter dem Aspekt der "Freiheit und Privatsphäre" verstehe ich das voll und ganz. Ich finde das trotzdem mehr als sehr bedenklich was tief im Internet stattfindet und das Kinder-, Frauen- und harte Drogendealer sogar per Rating auf Zuverlässigkeit und Qualität bewertet werden. Also echt mal..in was für einer Welt leben wir denn mittlerweile.
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16.11.2014 10:22 Uhr von Adam_R.
 
+4 | -3
 
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Erst mal abwarten, wie die Burschen deanonymisiert worden sind. Bis jetzt waren alle, die in der Vergangenheit gebustet worden sind selbst Schuld weil sie eben schwere Fehler machten. Ich denke nicht dass Tor jetzt generell unsicher ist. Es wurden außerdem nur 17 Personen festgenommen, während tausende andere Lumpen immer noch ihr Unwesen treiben und Silkroad 3.0 ist ja auch schon längst wieder online.

Und last not least: Schaut mal auf die Quelle. Was "Deutsche Wirtschaftsnachrichten" so den lieben langen Tag labert, sollte keiner für voll nehmen. Ich denke, DWN ist mehr so eine nicht ernst zu nehmende Satirewebsite, die dafür gedacht ist ein wenig Erheiterung in den grauen Alltag zu bringen.
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16.11.2014 10:38 Uhr von Adam_R.
 
+2 | -0
 
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@soulicious
"Nur denke ich dass man im real life oder im normalen Internet vllt immer noch ein bißchen Hemmschwelle hat und auch das Risiko des Erwischtwerdens größer ist, wenn sich jemand einen Killer bestellen will oder - sry, ganz harter Fall - wenn sich ein perverser Pädo z.b. ein Baby mieten will für seine Gelüste."

Wenn solche Untiere ihr Unwesen treiben, dann schleusen FBI und Co überall ihre Männer ein und dann kriegen die sie schon. Die Erfolge der letzten Zeit zeigen das klar auf. JEDER macht Fehler und wenn sich von den Verbrechern dann einer auch nur den Kleinsten leistet ist er fällig. Aber das funktionierte bisher immer gut mit klassischen Ermittlungsmethoden. Ich bin mir auch sicher, dass das BKA durchaus einige sehr fähige Leute haben. Die kümmern sich sicher nur um große Sachen. Wir kleinen Sünder werden bestimmt von denen verschont. :)

"Ich hab auch nichts dagegen wenn irgendwelche Nerds mit Tor anonym rumfrickeln wollen oder sonstwas, gar kein Thema. Unter dem Aspekt der "Freiheit und Privatsphäre" verstehe ich das voll und ganz."

Sehe ich auch so. Ist halt ein Hobby. So wie andere Leute gerne WOW und Ähnliches spielen verbringe ich diese Zeit lieber damit mich mit Verschlüsselungen und Netzwerktechnik zu befassen. Das macht RICHTIG Spass. Wers mag. :-)

[ nachträglich editiert von Adam_R. ]
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16.11.2014 12:02 Uhr von Schmollschwund
 
+4 | -0
 
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Wenn man noch nicht mal die Realität im Griff hat, warum dann das Darknet lahmlegen wollen?

Im Endeffekt geht´s wie bei vielem anderen auch nur darum: Jeder Bereich des Lebens muss kapitalisiert werden. Wenn es wirklich um uns Menschen gehen würde, dann würde man Hunger und Krankheiten etc. WIRKLICH beheben wollen. Tut man aber nicht. Es werden immer nur Interessen geschützt.

Schaut euch mal Banken an, da wird auf den Tot von Menschen spekuliert. Schaut euch mal Firmen an. Die schließen Lebenversicherungen auf ihre Mitarbeiter ab. Wenn die sterben, dann erhält das Unternehmen eine riesige Summe, nicht die betroffene Familie. Der betroffenen Angestellte konnte sich die LV nicht leisten, der verdiente zu wenig. Wie viele Firmen profitieren denn von Krisen in der Welt? Wie viele Firmen lassen (angeblich: wir wissen von nix) Kinder für sich arbeiten?

Letztlich geht es nur darum, Unsicherheit zu schüren. Die sollen schön da surfen wo man überwachbar ist und nebenbei schön viel zahlt.
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16.11.2014 12:55 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
+2 | -0
 
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es gibt kein dark web, alles ist eins.

es gibt kein dark web, alles ist eins.

es gibt kein dark web, alles ist eins.

lasst euch nichts anderes erzählen.
Das Internet wird weder zerteilt noch beherrscht.
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16.11.2014 13:35 Uhr von Nebelfrost
 
+1 | -0
 
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mich würde es nicht wundern, wenn in den reihen des tor projects ein maulwurf sitzt. das würde dann so einiges erklären.
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16.11.2014 13:38 Uhr von ms1889
 
+2 | -0
 
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hä...war in einer message (als 3.5 rauskam) bei den fehlern, nicht eine message wo tor jegliche verantwortung verweigert, weil tor nicht gemacht ist um anonym zu sein.

durch tor allein ist man nicht anonym...den anspruch hat kein netz dieser art (siehe auch jap usw)... jedeglich wollen sie verschleiern...was was anderes ist als anonym.
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16.11.2014 15:43 Uhr von Arne 67
 
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Ganz einfach dem Geld hinterher gehen ! Dann wird schnell klar, wer da wem was finanzierte, damit Sie an die Informationen kommen konnten.

Fangen wir doch zuerst einmal bei M$ an, da wird ein komplettes OS von der NSA finanziert und keinen Interessiert es .

Aber sich jetzt dumm stellen .....
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16.11.2014 17:07 Uhr von ThomasHambrecht
 
+2 | -2
 
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Ich glaube nicht, dass die das System selbst geknackt haben - sondern über entsprechende Polizeiarbeit ein paar Hintermännern persönlich auf die Spur gekommen sind.
Kann ja dann sein, dass einer aussagt und Infos weitergibt, um seine Strafe zu mildern. Wir werden das nicht erfahren.
Einen Raubkopierer haben sie mal erwischt, weil er beschriftete Rohlinge auf dem Beifahrersitz hatte - und im Halteverbot stand. Das sah die Polizei. Dabei kam raus, dass er diese Raubkopien an tausende Kunden unter der Hand verkauft. Hier stimmt der Name Raubkopie.

Hier sind also oft Zufälle am Werk und gezielte Ermittlung.

[ nachträglich editiert von ThomasHambrecht ]
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16.11.2014 18:17 Uhr von fuxxa
 
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Die Revolution findet dezentral statt.

Die Zukunft wird http://www.openbazaar.org oder http://www.nxtfreemarket.com sein. Handel im darknet ist dann obsolet :P

[ nachträglich editiert von fuxxa ]
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16.11.2014 18:34 Uhr von paulpaul
 
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Das TOR-Netzwerk zu de-anonymisieren ist doch von der Sache her kein Problem.
Dazu braucht es leider nur genügend Rechner als Exit. Und diese Rechner sollten NSA, BND und die Tommys haben.
Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis TOR von genügend dieser Rechner infiltiert ist. So schnell kommen die Projektmacher garnicht hinterher rauszufiltern.
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17.11.2014 04:16 Uhr von mort76
 
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...da die Entwicklung von TOR in der Anfangszeit von 3 militärnahen Orgnisationen wie DARPA unterstützt wurde, würde ich eher davon ausgehen, daß die Zusammenarbeit niemals endete und es deswegen eine Backdoor für die Geheimdienste gibt.
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17.11.2014 08:17 Uhr von paulpaul
 
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@mort76

Das wieder