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BGH-Entscheidung: ebay-Auktionen dürfen nicht abgebrochen werden

Der Bundesgerichtshof hat jetzt klar gestellt, dass eine begonnene Auktion bei ebay nicht einfach durch den Verkäufer abgebrochen werden kann.

Im konkreten Fall hatte ein Mann seinen VW Passat für einen Euro Startgebot bei ebay angeboten. Während die Auktion lief, bekam er die Möglichkeit sein Auto für 4.200 Euro anderweitig zu verkaufen. Der Mann brach daraufhin die Auktion ab.

Zu dieser Zeit hatte ein Bieter bereits einen Euro geboten und damit das Höchstgebot abgegeben. Dieser klagte auf Schadensersatz wegen der abgebrochenen Versteigerung und bekam jetzt Recht. Der BGH bestätigte damit eine Entscheidung des Thüringer Oberlandesgerichtes.


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WebReporter: Klopfholz
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Auktion, Entscheidung, BGH
Quelle: focus.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.11.2014 14:31 Uhr von ThomasHambrecht
 
+37 | -3
 
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Na gott-sei-Dank.
Ich biete immer wieder auf Tonbandgeräte und immer wieder wird eine Auktion plötzlich abgebrochen. Ich vermute weil der Anbieter unter der Hand ein gutes Angebot bekommt. Das ist ärgerlich und unfair.
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12.11.2014 14:39 Uhr von ThomasHambrecht
 
+32 | -8
 
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@Bleissy
Du schreibst absoluten Müll - und redest von Neuware.

Wo soll man denn außer als in ebay alte Bandmaschinen, Studer, Revox, Radios aus den 1930er oder andere Sammlerobjekte bekommen? Dafür gibt es weder brauchbare Läden noch andere brauchbare Auktionen.
Diese Geräte werden seit 30 - 100 Jahren nicht mehr hergestellt.
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12.11.2014 15:05 Uhr von Brain.exe
 
+32 | -2
 
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Bevor du dich freust ThomasHambrecht, es ist alles wie bisher. Der Verkäufer darf die Auktion unter bestimmten Bedingungen abbrechen.
Der Verkäufer um den es hier geht hätte das auch gekonnt. Nur seine Begründung war halt das er woanders schneller Geld bekommt, das geht nicht das verbietet schon ebay in den AGB.
Wenn man als Verkäufer aber sagt das Teil ist leider kaputt gegangen und zieht die Auktion deshalb zurück kannst du da garnichts machen.

Die News will einem weismachen das das zurückziehen garnicht mehr erlaubt ist und das ist einfach falsch.
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12.11.2014 15:08 Uhr von ParaMAX
 
+6 | -11
 
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Als Verkäufer immer vor Abbruch mit einem anderen Account höher bieten als alle anderen, somit hat man den Stress nicht mehr.
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12.11.2014 15:34 Uhr von Kalex
 
+2 | -3
 
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Wo kommen wir denn hin, wenn wir dem BGH inzwischen die Kompetenzen, sowas zu entscheiden, einräumen?
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12.11.2014 17:04 Uhr von |Erzi|
 
+4 | -0
 
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Paramax das ist doch nicht zu Ende gedacht.

Soll er dann 8000 fuer den Passat bieten?

Uebernimmst du denn die Provision die fuer Ebay abfaellt?
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12.11.2014 17:24 Uhr von stimpfal
 
+8 | -1
 
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@ |Erzi| :

In so einem Fall teilt man ebay einfach mit, dass man sich darauf geeinigt hat, dass der Käufer vom Verkauf zurücktritt, da er sich z. B. vertan hat. Der Käufer und Verkäufer bestätigen das und schon entfallen sämtliche Gebühren und man kann neu anbieten.
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12.11.2014 17:54 Uhr von generalviper
 
+5 | -1
 
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Lächerlich.
Hier bringen einige Tipps, die sich am Rande der Legalität befinden, bzw des Betruges, und wundern sich gleichzeitig, warum es mit unserem Land immer weiter bergab geht.
"Geiz ist geil" solange man selbst andere ausnehmen kann, heisst, billig einkaufen, teuer verkaufen.

Kaufvertrag ist Kaufvertrag. Ebay ist zwar nur "virtuell", aber solche Tricks anzuwenden, nur weil man nicht den erwarteten Erlös bekommt, würde in der Realität meistens sehr böse enden - und das zu Recht.
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12.11.2014 18:24 Uhr von EraZor2k4
 
+1 | -1
 
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Man sollte sich mal fragen wieso leute das machen. Also die Auktion abbrechen weil sie woanders ein angebot bekommen haben.

Man zahlt mittlerweile 10% Gebühren! Und das ist einfach lachhaft. Sorry, aber wenn mir jemand 125 euro für etwas bietet, was bei ebay sonst für 145 euro weggeht, sage ich auch "ja". Erstens ich bin es direkt los und zweitens habe ich unterm Strich das gleiche raus. Teilweise sogar rechnerisch etwas mehr.

Früher war das den Aufwand nicht so viel wert wie jetzt bei 10% ebayprovision.

Das sich sowas also häuft ist klar.
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12.11.2014 18:28 Uhr von TeKILLA100101
 
+1 | -1
 
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@Wil

zweigleisig macht aber doch nicht bei Auktionen Sinn oder? Dann lieber zu Autoscout oder Mobile...

Ebay für richtige Konsumgüter kann man vergessen. Da wird von vorn bis hinten verarscht...

Wenn man seltene Teile sucht ok, aber für den Alltagskram nicht mehr...
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12.11.2014 18:50 Uhr von Fishkopp
 
+0 | -3
 
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Ich finde das Urteil für jemanden der "nur" sein Auto loßwerden wollte echt hart. Mal eben 5.000 Euro Schadenersatz und dann noch Anwaltskosten und Gerichtskosten, bitter. Eigendlich reicht doch ein Passus " Ich behalte mir das Recht vor, das Fahrzeug anderweitig zu veräussern und die Auktion zu schließen, bieten sie nicht wenn sie mit diesen Bedingungen nicht einverstanden sind". Fertig. Aber Ebay bietet auch die Möglichkeit des Mindestpreises und des Startgebots. Der Kollege hat halt überstürzt eingestellt, ihn dann so hart zu verknacken halte ich für dezent behämmert.

[ nachträglich editiert von Fishkopp ]
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12.11.2014 19:46 Uhr von Gorli
 
+2 | -0
 
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@ Wil:

Nur Unikathändler. Dem rest ist das wumpe weil alle Waren mehrfach auf Lager sind.
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12.11.2014 19:59 Uhr von blaupunkt123
 
+3 | -0
 
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Passiert in letzter Zeit immer häufiger, dass abgebrochen wird, weil die Verkäufer dann keine Lust haben den Gegenstand für 1-2 Euro abzugeben.
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12.11.2014 20:01 Uhr von TeKILLA100101
 
+0 | -0
 
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@Wil

Ist ja auch richtig so, man sieht ja was für ein Schindluder damit getrieben wird...

Jemand der in seinem Ladenlokal nichts zu tun hat, sollte dennoch nicht irgendwelche Sachen bei Auktionen versuchen los zu werden. Da ist das Risiko doch viel zu hoch, dass es nur 1,-€ einbringt, sofern man nicht betrügt....

Das sollte sich jemand, der professionell arbeitet nicht leisten können!

Er macht sich seinen Laden damit doch selber kaputt...
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13.11.2014 00:53 Uhr von ich_weiss_es_besser
 
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@Erzi bei einem Verkauf von Autos fallen da nicht nur 50 Eur an ? mal lesen ich dachte jedenfalls es wäre so.
@Bleissy da hat er gar nicht so unrecht.
@ParaMAX das verbietet Ebay mit einem anderen Account seine Artikel in die Höhe treiben das fällt dann schon auf hab schon 3 dabei erwischt durch Recherche mit gleichen Artikel die Bereits verkauft waren oder eben das er mehrere Artikel eingestellt hat und immer dieselben Bieter mit 0 NULL Bewertungen nur HOCH Geboten haben aber nix gekauft.Da tut ebay nen Scheißdreck dagegen bekommen die dadurch ja mehr Gebühren.
Ebay war früher einfach besser nicht wie heute.Ich mach meine Accounts und mein Paypal auch bald zu.lohnt sich nicht mehr dort zu verkaufen Kleinanzeigen evtl noch.
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13.11.2014 07:56 Uhr von SHA-KA-REE
 
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@Fishkopp

>Ich finde das Urteil für jemanden der "nur" sein Auto loßwerden wollte

Im Gegenteil - das Problem war die Gier. Wer "nur" sein Auto loswerden will, der bricht nicht die Auktion ab, weil er sich anderswo einen höheren Profit verspricht. Das dann auch noch als Begründung anzugeben zeugt von besonderer Dummheit, denn wer bei eBay als Verkäufer aktiv ist sollte schon wissen dass das ausdrücklich untersagt ist.

>echt hart. Mal eben 5.000 Euro Schadenersatz und dann noch Anwaltskosten und Gerichtskosten, bitter.

Soweit richtig.

>Eigendlich reicht doch ein Passus " Ich behalte mir das Recht vor, das Fahrzeug anderweitig zu veräussern und die Auktion zu schließen, bieten sie nicht wenn sie mit diesen Bedingungen nicht einverstanden sind". Fertig.

Nein, das reicht eben nicht! Wenn man einen Marktplatz eines anderen für seine Geschäfte nutzt, dann hat man dessen Bedingungen zu akzeptieren. Und eBay duldet es nun mal nicht, dass man Auktionen beendet um die Ware anderweitig zu veräußern. Fertig.

>Aber Ebay bietet auch die Möglichkeit des Mindestpreises und des Startgebots.

Richtig. Zudem hätte es bestimmt andere Möglichkeiten gegeben. Wer aber gleich vorprescht und sagt: "Nee Du, das bringt mir hier nicht genug Geld - ich verkaufe die Karre lieber woanders!", der muss sich hinterher nicht wundern wenn´s knallt.

>Der Kollege hat halt überstürzt eingestellt, ihn dann so hart zu verknacken halte ich für dezent behämmert.

Ja, die Strafe ist ungewöhnlich hart. Aber dennoch: Es war seine eigene Schuld!
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13.11.2014 08:05 Uhr von Schmollschwund
 
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@ThomasHambrecht_
"Wo soll man denn außer als in ebay alte Bandmaschinen, Studer, Revox, Radios aus den 1930er oder andere Sammlerobjekte bekommen?"

Ein Sammler, der seine guten Stücke bei EBay verkauft, der muss es ganz schön nötig haben. Gerade bei Sammlerobjekten macht EBay die Preise kaputt. Es gibt bessere Wege mit denen der Wert des Objekts auch "erhalten" bleibt.

EBay ist (für den Verkauf von Sammlerobjekten) immer nur die letzte Möglichkeit. Da geht´s um die Masse, die Reichweite, um Billig. Aber nicht um die Werte wofür Sammler zahlen.
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13.11.2014 08:19 Uhr von Schmollschwund
 
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@generalviper_
"Kaufvertrag ist Kaufvertrag."

Ein Kaufvertrag entsteht erst, wenn die Auktion beendet ist. Vorher sind es nur Angebote. Der Händler um die Ecke macht mir im Laden ja auch nur ein Angebot. Entschieden wird erst an der Kasse.

Wenn ich im Supermarkt an der Kasse stehen würde und ein Teil in der Hand hätte, was es nur noch einmal gibt, dann wär´s durchaus möglich, dass ein anderer Kunde dem Geschäftsführer sagt: "Ich zahl´s doppelte" Dann kann der Händler entscheiden, wem er das Produkt verkauft. Ein Rechtsanspruch auf das Produkt, dass ich in der Hand habe, habe ich erst, wenn ich es bezahlt habe.

Sicher sein kann man sich erst, wenn die Auktion beendet ist. Vorher nicht.
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13.11.2014 18:11 Uhr von TeKILLA100101
 
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@ Wil

Das ganze Wirrwarr mit deinen Insiderwitzen hat mich so verwirrt, dass ich nur auf deinen letzten Satz eingehe:

Richtig, Mindestpreis angeben! Machen aber die wenigsten, weil man dann auch höhere Gebühren zahlen muss...
Und dann geht der Schuss eben oft nach hinten los!
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13.11.2014 18:57 Uhr von amaxx
 
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Da läßt sich aber auch ein Geschäftsmodell draus machen ....

Die 5000 EUR die nun der Verkäufer dem 1 EUR Bieter zahlen muss sind aber absolut nicht gerechtfertig!
1. Ist die Summe völlig aus der Luft gegriffen und übersteigt noch den eigentlichen Verkaufspreis.
2. Hat der Bieter nachgewiesen wie hoch sein Gebot war? Wenn er mehr als 4200 EUR eingegeben hat wäre das noch in Ordnung, aber das bezweifel ich mal.
3. Woher will man denn Wissen, ob der Bieter auch am Ende das Auto ersteigert hätte, wäre sie nicht abgebrochen worden?
4. Hat der Käufer den Verkäufer über eBay kontaktiert wegen Sofortkauf oder lief das auf anderem Wege ab?
5. Der Richter will dem Verkäufer einen Denkzettel verpassen, weil er so dreist gesagt hat, dass er woanders schneller verkaufen könnte, 10% vom Verkaufspreis hätten es als Entschädigung aber auch getan, jetzt ist Auto und Geld weg, das gleicht einem Diebstahl.
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13.11.2014 19:56 Uhr von Gorli
 
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@ Wil:
"Ich kaufe alle Warenbestände auf, und verlange das Teil aus der Auktion dann auch noch. Und wenn das nicht zurückgelegt wurde, dann eben Schadenersatz in der Höhe."

Das ist so hirnrissg, dass ich schon wieder Lachen muss. Dann sitzt du auf einem Haufen Schrott den du nicht bauchst, und bekommst 1 Woche später das Paket von Ebay mit der Nachbestellten Ware. Herzlichen glückwunsch.

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