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BND kauft Software-Sicherheitslücken auf dem grauen Markt für 4,5 Millionen Euro

Bis zum Jahr 2020 hat der Bundesnachrichtendienst (BND) etwa 4,5 Millionen Euro zur Verfügung, um auf dem grauen Markt sogenannte Zero-Day-Exploits einzukaufen. Mit diesen unbehobenen Software-Sicherheitslücken will man in der Lage sein, in Computersysteme einzudringen.

Bereits jetzt existiert ein großer Markt an Zero Day Exploits, die für Anbieter äußerst lukrativ sind. Die Preise auf dem "grauen Markt" steigen ständig an.

Mit Zero Day Exploits ist es beispielsweise möglich, Verschlüsselungssoftware, wie SSL, zu umgehen. Ein bekanntes Beispiel für das Ausnutzen von Sicherheitslücken ist das Schadprogramm "Stuxnet" mit dem das iranische Atomprogramm infiltriert wurde.


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WebReporter: mich_selbst
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Euro, Markt, Software, BND
Quelle: spiegel.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.11.2014 11:44 Uhr von TinFoilHead
 
+17 | -2
 
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Nichts im Netz ist sicher, und niemand unbeobachtet!

Weil "Die da Oben" gerne im Minority Report Stil schon vorher wüssten, was morgen passiert. Und natürlich die Massenmeinung beeinflussen.
Aber ich vergaß, solche Software wird ja nur zu unser aller Schutz still und leise, auf dem grauen Markt, eher im Deep- oder Darknet, gekauft:

"Mit Zero Day Exploits ist es beispielsweise möglich, Verschlüsselungssoftware, wie SSL, zu umgehen."

Nur zu unser aller Sicherheit, wie gesagt, und zum Glück ist in D ja niemand persönlich betroffen und mit der Art des Herrschens der Herrscher scheinbar einverstanden. Solange RTL noch läuft und die BILD noch gedruckt wird, ist alles in bester Ordnung...

Gehen sie bitte weiter, hier gibt es nichts zu bemerken!
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10.11.2014 11:45 Uhr von jschling
 
+18 | -1
 
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völlig unglaublich und meiner Meinung nach auch nicht rechtens: es kann nicht angehen, dass sich deutsche Behörden nicht an deutsches Recht halten müssen. Und als Privatmann nutzt man solche Programme nicht legal, die Umgehung von Computerschutzeinrichtungen ist ein Straftatbestand.
Aber das erklärt zumindest, warum die deutsche Regierung so wenig Aufhebens bezüglich NSA usw macht: wenn man selber auf die gleichen Mittel zugreifen möchte, tut sichs schwer gegen andere z wettern und das eigene Volk ist denen eh sche!ss egal bzw gehört sowieso überwacht :-((
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10.11.2014 12:59 Uhr von Elto
 
+1 | -5
 
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Es gibt auch mehrere Möglichkeiten sich vor Zero-Day Angriffe zu schützen.

Die bekannteste ist "SELinux".