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Dreiste Abzocke? Autohersteller und das Thema Überführungskosten

Auf fast alle Neuwagenkäufer wartet beim Unterzeichnen des Kaufvertrages eine böse Überraschung. Denn bis auf wenige Ausnahmen verlangen alle Hersteller noch einmal zusätzlich Überführungskosten.

Das macht, je nach Marken und Modell, leicht etliche Hundert Euro und so einen nicht unerheblichen Mehrbetrag zum Kaufpreis aus. Selbst wer sein Auto im Werk abholt, wird fast immer zusätzlich zur Kasse gebeten.

Manche Autobauer wie Opel oder aber auch verschiedene ausländische Marken bieten gar keine Selbstabholung im Werk an.


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WebReporter: Miietzii
Rubrik:   Auto
Schlagworte: Kosten, Abzocke, Autohersteller, Autokauf
Quelle: t-online.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.11.2014 17:48 Uhr von |Erzi|
 
+33 | -2
 
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Das nenne ich jetzt aber mal eine News.
Dafuer muesste man gleich 100 Punkte auf einmal vergeben koennen.
Ausserdem nen Brennpunkt 20.15 und Laufschrift auf allen Fernsehsendern.
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09.11.2014 17:51 Uhr von Nickman_83
 
+22 | -4
 
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Wieso wird das hier als dreißte Abzocke in Frage gestellt, wenn diese News kein Agrument gegen diesen Kostenpunkt enthält?
Ich meine, kann doch sein, dass Porto und Versand, wie in Deutschland üblig, immer seperat ausgewiesen werden müssen.
Ich dachte, die schreiben jetzt, dass dem Autobauer pro Auto nur eine tatsächliche Liefergebühr von 50€ entstehen. Das wäre ne News wert. Aber so? Weiß doch jeder, dass ihm das passieren wird, wenn er ein neues Auto kauft.
Nutzlose News.
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09.11.2014 18:01 Uhr von blaupunkt123
 
+6 | -1
 
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Für diejenigen die ihr Auto selbst abholen können, ist es ja eigentlich gut, dass Autohersteller nicht pauschal auf jedes Auto 800 Euro mehr aufschlagen und dafür keine Überführungskosten mehr berechnen würden.

Weil sonst würde es ja keine Kostenersparnis mehr ergeben, wenn es wer selbst abholt.

Zum anderen sind teilweise 600-800 Euro schon überzogen,
besonders, wenn man z.B. einen VW im Umkreis von 400 km von Wolfsburg bei einem Händler holt.
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09.11.2014 18:27 Uhr von Jlaebbischer
 
+14 | -1
 
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"...verschiedene ausländische Marken bieten gar keine Selbstabholung im Werk an. "

Ist meist auch ein wenig schwerer, wenn das Werk in Detroit oder Tokyo steht...
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09.11.2014 20:11 Uhr von NilsGH
 
+7 | -2
 
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Ich hätte da eine Frage, denn ich persönlich kaufe keine Neuwagen, da der Wertverlust bereits beim Verlassen des Händlerhofes viel zu groß ist.

Steht diese Gebühr im Vertrag, den der Käufer unterschreibt? Oder verlangt der Händler diese Überführungskosten bei der Abholung, wenn der eigentliche Kaufbetrag bereits bezahlt wurde?

Wenn es im Vertrag steht, wo ist dann das Problem? Dann weiß der Käufer das ja und kann ggf. den Kaufvertrag nicht unterschreiben.

Steht es nicht drin und man wird quasi durch die Nichtaushändigung des Fahrzeugs bei Abholung zum Zahlen genötigt, ist das ein Vertragsbruch. Ergo muss man den Betrag auch nicht zahlen. Wurde ja nirgends vertraglich festgehalten. Ich zahle keine Fanasiegebühren, die mir nicht mitgeteilt wurden.

Verstehe das Problem nicht, zumindest nicht durch die Informationen aus der News.

[ nachträglich editiert von NilsGH ]
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09.11.2014 20:14 Uhr von NilsGH
 
+3 | -1
 
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Oh, Entschuldigung!

Da steht "beim Unterzeichnen des Vertrages". Ist mir eben entgangen. Dann verstehe ich die Aufregung nicht. Wem das nicht passt, der muss ja nicht unterzeichnen. Oder er lässt den Passus aus dem Vertrag streichen.
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09.11.2014 20:52 Uhr von ar1234
 
+11 | -0
 
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Das Problem mit diesen Kosten ist, dass sie im Gegensatz zu allen anderen Kosten erst bei Unterzeichnung des Vertrages genannt wird, obwohl sie bereits von vornerherein bekannt sind. Es ist eine Verzerrung des Verkaufspreises zu Gunsten des Händlers und damit eigentlich eine Form des Betruges. Der Kunde sollte bei Sichtung des Preises die Möglichkeit haben, die üblichen GESAMTkosten der ausgepreisten Modelle direkt mit denen der Konkurrenten zu vergleichen ohne erst Verkaufsgespräche führen zu müssen.

Man könnte die Kosten als normal bezeichnen, doch man stelle sich mal vor, man müsse bei jeder Ware "Überführungskosten" zahlen. Technisch gesehen muss nämlich alles, was wir im Laden kaufen, da hin "überführt" werden. Wer ein Fahrzeug anbietet, sollte durchaus in der Lage sein, einen Gesamtpreis nennen zu können. Das klappt bei Privatkundengeschäften in (fast?) jeder Branche. Also warum nicht auch beim Autohandel? So speziell sind die Autos nämlich auch nicht.
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09.11.2014 21:56 Uhr von Jlaebbischer
 
+4 | -1
 
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Manche scheinen es zu machen ar1234.

Als ich meinen Wagen gekauft hab, hat mir der Händler von sich aus den Endpreis inklusive sämtlicher Zusatzkosten genannt. Also auch Übeführung und den Zulassungsservice.

War zwar "nur" ein Tageszulasser, den er mir von einem anderen Händler vermittelt hat, aber man sieht daran, es geht auch anders.
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09.11.2014 23:18 Uhr von eugler
 
+3 | -0
 
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@ Jlaebbischer

Ein Fahrzeug mit Tageszulassung hat keine Überführungskosten mehr.

Ansonsten muss ich ar1234 völlig recht geben. Alles muss irgendwie aus- oder angeliefert werden. Ich habe mich ebenfalls gerade mit diesem Thema beschäftigt und bin ebenfalls der Meinung, dass hier sehr unseriös Kosten abgehandelt werden. Natürlich sind diese Kosten weder versteckt, aber wenn ich ein Fahrzeug vom "Hof" des Händlers kaufe oder das Fahrzeug ab Werk hole, dann sind Überführungskosten nicht erklärbar.

@NilsGH
Es mag sein, dass der Wertverlust eines Fahrzeugs im ersten Jahr am größten ist, jedoch macht es Sinn beim Autokauf die totalen Kosten zu berechnen. Wenn man nicht unbedingt auf eine spezielle Marke festgelegt ist, ist der Erwerb eines Neuwagens unter Umständen günstiger als ein Gebrauchtwagen.
In der Regel fahre ich die Autos länger als ein Jahr und somit sind die ersten Jahre die Zeit der kalkulierbaren und niedrigen Nebenkosten - Verschleiß, TÜV, Defekte usw.
Je älter ein Auto wird, desto höher werden diese Kosten und hinzu kommen gewisse Unwägbarkeiten bei Reparaturkosten und Wiederverkaufswert (bspw durch neue Motortechnologien).
Der Wertverlust ist also nur eine von mehreren Faktoren und ich kann dir Garantieren, dass es immer Konstellationen gibt, in der sich ein Neuwagen besser rechnet.

@Bleissy
Jeder Händler hat eine gewisse Marge. Ob ich nun noch einen Satz Reifen drauf bekomme oder du die Überführungskosten, bleibt sich gleich. Würden die Überführungskosten fairer Weise gleich in den Endpreis mit eingerechnet, wäre dieser Aufschlage in kürzester Zeit durch den Wettbewerb wieder verschwunden.

Im übrigen finde ich es lobenswert, dass du die lokale Wirtschaft unterstützt und beim Händler kaufst, aber ... selber Schuld.

P.S.: s giebt aber genug die noch zuviel beim Händler zahlen ;-)
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09.11.2014 23:24 Uhr von Jlaebbischer
 
+1 | -1
 
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In meinem Fall schon, da mein Händler bei Hamburgnur Vermittler für einen Händler im tiefsten Bayern war.

Und der Transport quer durch Deutschland ist nicht unbedingt billig, leider hatte ich keine Zeit, den Wagen selbst abzuholen.
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09.11.2014 23:40 Uhr von ms1889
 
+2 | -1
 
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nuja, ein autohändler müste dieses in seinem preis enthalten haben...sonst müste die 1.frage sein: was kostret die überführung? die muß also zum preis dazu?

so kann man auch unredlich gewinne machen, wenn man den kunden nicht den wahren preis sagt. weil die verschleierung dieser kosten, stellt einen betrug für mich dar...da der händler den realen endpreis dem käufer vor vertragsabschluss angeben muß.
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10.11.2014 11:36 Uhr von Dr.Eck
 
+0 | -0
 
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Nicht "die Hersteller" sondern "der Händler" berechnet dem Kunden die Überführung. Der Kunde hat keinen Vertrag mit dem Hersteller sondern mit dem Händler und wenn der meint er müsse seinem Kunden das berechnen dann kann er das, muss aber nicht. Insofern kann der Hersteller daran relativ wenig machen. Der Händler hingegen schon.
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10.11.2014 13:26 Uhr von Bonsai1988
 
+0 | -0
 
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Sehe ich ähnlich wie Dr.Eck.
Zumal die reinen "Listenpreise" sind rein auf das Fahrzeug bezogen. Die Zulassungs- und Überführungsgebühren sind hingegen ein Modellbezogener und Händlerbezogener Wert, welcher teilweise Variable ist (Werksabholung oder beim Händler). Aus diesem Grund verstehe ich die Aufregung nicht. Außerdem sollte jeder akzeptable Verkäufer bei der Beratung dies sagen, ws noch für Kosten auf einen drauf zu kommen. So war es bei mir bis jetzt zumindest.
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11.11.2014 11:25 Uhr von eugler
 
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@Bonsai

>>> Aus diesem Grund verstehe ich die Aufregung nicht

Wann hast du das letzte Mal für deinen Döner oder deine Unterwäsche Überführungsgebühren gezahlt? Warum ist eine Werksabholung in der Regel teurer als die Überführung?

Die Aufregung ist berechtigt. Das übliche Argument "war doch schon immer so" ist ein sehr begrenzter Horizont und bremst die Menschheit aus - denn nichts ist schon immer so gewesen. Irgendwann ist mal jemand auf die Idee gekommen und keiner hat etwas dagegen gesagt.

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