08.11.14 09:07 Uhr
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EU: Christine Lagarde will Schuldenobergrenze an die tatsächlichen Schulden anpassen

Ein EU-Staat darf dem Worte nach eine Gesamtverschuldung von maximal 60 Prozent aufweisen. Diese Regelung will nun die IWF-Chefin Christine Lagarde kippen. Auf einer Konferenz mit u.a. der Chefin der FED und einem der Direktoren der EZB forderte sie die Anpassung der Obergrenze an die wahren Schulden.

Das sind in der EU im Durchschnitt 88 Prozent, in der Euro-Zone sogar 94 Prozent. Der Schuldenstand ist von großer Bedeutung, da er die jährliche Zinslast bestimmt, mit direkter Auswirkung auf den Ausgabenrahmen eines Staates. Bei einem plötzlichen Zinsanstieg wäre der Staat den Finanzmärkten ausgeliefert.

Es ist nicht zu beobachten, dass sich die EU von der Finanzkrise erholt. Der Gouverneur der Banque de France hatte bereits darauf hingewiesen, dass "hohe öffentliche Schuldenstände zu finanzieller Verletzbarkeit führten". Auch der Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB sei riskant.


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WebReporter: Stray_Cat
Rubrik:   Politik
Schlagworte: EU, Finanzkrise, Beschluss, Verschuldung
Quelle: handelsblatt.com

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.11.2014 09:46 Uhr von Romendacil
 
+10 | -1
 
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Ohne Not Schulden aufzunehmen war eine hochgradig asoziale Idee "unserer" Politiker, die genau wissen: nicht sie selbst, sondern zukünftige Generationen haben dies auszubaden.
Es wäre also nichts gerechter als deren Privatvermögen und jene der Profiteure ihrer Lobbypolitik zur Schuldentilgung zu nutzen und den Rest durch ein Stopp der Steuerverschwendung abzubauen.
Anschließend darf es eine Aufnahme neuer Schulden höchstens bei Naturkatastrophen und solchen Ereignissen geben!
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08.11.2014 10:14 Uhr von Shalanor
 
+6 | -0
 
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Lese ich das richtig:
Wir schaffen es nicht die Schulden unter die Quote z bringen darum sollten wir die Quote erhöhen.

Oder sagt die was anderes?
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08.11.2014 22:18 Uhr von Stray_Cat
 
+3 | -0
 
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Leider wurde mein Artikel geringfügig redigiert. Dadurch ist ein bisschen untergegangen, auf was das Ganze letztlich hinausläuft.

Für mich entscheidend und alarmierend ist der Satz
"Bei einem plötzlichen Zinsanstieg wäre der Staat den Finanzmärkten ausgeliefert."

Was bedeutet, dass die Finanzmärkte bzw. die, die dort die Fäden ziehen, bei einem plötzlichen Zinsanstieg und der daraus resultierenden Handlungsunfähigkeit der entsprechend hoch verschuldeten Staaten die Macht über deren Entscheidungen hätten.

Damit nicht genug. Es steht zu befürchten, dass diese Finanz-Tycoons auch SELBST einen solchen Zinsanstieg initiieren können.
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09.11.2014 18:24 Uhr von silent_warior
 
+0 | -0
 
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@ Stray_Cat
Dein Artikel hat von mir ein "+" bekommen da es eine wichtige Information ist, du den gesamten Platz ausgenutzt hast und er trotzdem gut geschrieben ist.

Da fühlt man sich an die Serie "Continuum" erinnert.



Steh auch du auf der Seite von "Liber8" !

:-)
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10.11.2014 23:45 Uhr von Stray_Cat
 
+2 | -0
 
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Jetzt musste ich erst mal nachlesen, was Continuum und Liber8 sind.

Interessant, dass diese Befürchtungen Anfang 2012 filmisch umgesetzt wurden und heute Indizien für eine Realität der Fiktion sprechen.

Bei dieser Gelegenheit bin ich auch über Aussagen zu Sklaverei und Menschenhandlung mit Malaysia als Drehscheibe gestolpert. Wusste ich bisher nicht. Werde ich im Gedächtnis behalten, man muss die Ereignisse ja immer vernetzt betrachten.

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