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Thomas de Maizière verfolgt jetzt Vorratsdatenspeicherung durch die Hintertür

Es gab bereits im August einen Referentenentwurf für ein Gesetz zum Verbessern der IT-Sicherheit. Nun liegt eine vordergründig kaum abgewandelte Form davon vor. Eigentlich interessant jedoch ein Begleitschreiben dazu. Hierin wird erstmals eine "neue Form von Vorratsdatenspeicherung" erwähnt.

Es geht um Umfang und Dauer der Nutzerdaten-Speicherung, die Anbieter im Internet zu erheben verpflichtet werden sollen. Offiziell zur Abwehr von Angriffen auf IT-Systeme. Hierfür soll ein Zusatzparagraf geschaffen werden, der eine sechsmonatige Aufbewahrungszeit vorsieht.

Dafür ist die Speicherung von Teilnehmer, Zeitpunkt und IP-Adresse in Kombination gefordert. Welche von Geheimdiensten und Polizei ohne richterliche Anordnung und Beschränkung auf schwere Straftaten abrufbar wären. Es würden Netzsperren von Nutzern mittels privatisierter Rechtsdurchsetzung möglich.


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WebReporter: Stray_Cat
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Vorratsdatenspeicherung, Thomas de Maizière, Hintertür
Quelle: heise.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.11.2014 09:00 Uhr von Stray_Cat
 
+11 | -1
 
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Da gemäß der Anmerkungen einiger Kommentatoren des Original-Artikels auch gleich die Durchsuchung des Systems des Nutzers zu befürchten ist, muss man die Vorhaltung getrennter Systeme in Erwägung ziehen: Einen Rechner für Internetzugang, einen für alle anderen Aufgaben. Incl.. Datenaustausch allein über ein isoliertes Zwischenmedium.

Angeblich gibt es bereits Empfänger, die ohne konventionelle Verbindung aus der Entfernung die Festplatte auslesen können. Brauchen wir bald besondere Büro-Mauern?
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08.11.2014 09:16 Uhr von Phyra
 
+4 | -3
 
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"Angeblich gibt es bereits Empfänger, die ohne konventionelle Verbindung aus der Entfernung die Festplatte auslesen können. "

bullshit
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08.11.2014 11:18 Uhr von TinFoilHead
 
+4 | -1
 
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Vorratsdatenspeicherung durch die Hintertür

Ach nee!
Wäre ja niemand drauf gekommen...
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08.11.2014 12:29 Uhr von ThomasHambrecht