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GDL-Rekordstreik: Nun könnte auch das Benzin an den Tankstellen knapp werden

Wer der Meinung ist, er könne dem Rekordstreik der kleinen Spartengewerkschaft GDL ausweichen, indem er in den nächsten Tagen auf das Auto umsteigt, könnte bald eines Besseren belehrt werden, denn durch den Streik auch im Güterverkehr könnte es zu Engpässen bei der Belieferung von Tankstellen kommen.

Gunnar Gburek vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik sagte im Nachrichtenradio MDR Info, dass es "spätestens Sonntag oder Montag" zu Problemen kommen könnte, die Tankstellen ausreichend mit Benzin und Diesel zu versorgen.

Denn ein Teil des Güterverkehrs von und zu den Raffinerien wird über die Bahn abgewickelt. Beim Streik im Personenverkehr ist erneut der Osten des Landes besonders stark betroffen, hier fahren nur rund 20 Prozent der Züge, im Westen sind es dagegen bis zu 40 Prozent.


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WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Streik, Benzin, GDL
Quelle: nwzonline.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.11.2014 10:17 Uhr von HumancentiPad
 
+4 | -2
 
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Ich fahre kein Auto!
Haben die Tankstellen schon die Preise erhöht??
Würde mich nicht wundern...
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06.11.2014 10:27 Uhr von AlphaTierchen1510
 
+9 | -3
 
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hab gestern für 1,41€/l getankt. Das reicht wieder für ein Monat.

Die GDL kann mir also nix ^^

Aber wäre doch mal ne neue coole Taktik.
DIe streiken noch mal richtig lange und dann ist wirklich das Benzin, öl Nahrung alles weg :D
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06.11.2014 11:32 Uhr von TinFoilHead
 
+15 | -1
 
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Nun könnte auch das Benzin an den Tankstellen knapp werden

Könnte, hätte, Fahrradkette...
Könnte genau so gut ein Trick der Ölindustrie sein, um ein wenig an der Preisschraube zu drehen, den Streik ausnutzend.

Es gibt keine LKW in D, die das auffangen können?
Oder in anderen EU-Ländern? Ich meine, wir müssen ja auch jedem helfen!
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06.11.2014 12:41 Uhr von ThomasHambrecht
 
+4 | -4
 
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Infrastrukturmittel wie die Deutsche Bahn, öffentliche Busse und S-Bahnen gehören nicht in private Hände.

Außerdem bin ich der Meinung, dass man in Deutschland eigentlich gar keine Streiks braucht - man hat freie Berufswahl - das ist der beste Streik. Würden der Bahn die Lokführer in andere Berufe massenhaft weglaufen, würden sie automatisch das Gehalt aufbessern.
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06.11.2014 12:50 Uhr von jschling
 
+3 | -1
 
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@Thomas
+ für die Aussage, dass Grundbedarf wie Bahnen und Busse in Staatshand gehören.
Auch wenn ich deine "freie Berufswahl" völlig anders sehe - bin ich erstmal Lokführer, mache ich mit >30 keine neue Lehre als Maurer, weil man dort aktuell besser verdient. Beim Einstieg stehet einem sicherlich erstmal alles offen, aber wenn man sich entschieden und qualifiziert hat, ist das bestenfalls noch theoretisch so !

Bei entsprechenden News auch schon desöfteren geschrieben: auch Strom, Gas, Benzin/Öl, Ab-/Wasser und Telekommunikation gehören in Staatshand, weil heutzutage unverzichtbar.

[ nachträglich editiert von jschling ]
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06.11.2014 13:03 Uhr von Yoshi_87
 
+4 | -4
 
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Warum soll eigentlich die GDL die Schuld tragen? Die Bahn weigert sich einen besseren Lohn zu zahlen!
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06.11.2014 13:17 Uhr von jschling
 
+3 | -3
 
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@Yoshi
alles relativ, aber ich würde meinen, dass der Lokführerlohn grundsätzlich passt, zumindest nicht extrem vom vergleichbaren Durchschnitt abweicht

Tarifautonomie schön und gut, aber irgendwie muss man seitens der Politik schon sehen, dass Gewerkschaften solch systemrelevanter Berufe nicht das habe Land lahm legen dürfen. Hier wird das ganze Land (selbst Autofahrer) von ein paar wenigen Leuten drangsaliert, was nicht normal sein kann, das ist Erpressung und nicht Autonomie !
Keiner wird abstreiten, dass z.B. Lehrer im Grunde sehr gut bezahlt werden - streiken dürfen sie trotzdem nicht (und ich meine heutzutage sind das idR keine Beamten mehr)

[ nachträglich editiert von jschling ]
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06.11.2014 13:41 Uhr von blaupunkt123