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Dresden: Mildes Urteil gegen linksextremen Gewalttäter

Ein heute 26-jähriger Student hat bei den Krawallen gegen einen Neonazi-Aufmarsch im Februar 2011 in Dresden vor laufenden Kameras 50 Steine auf Polizisten geworfen, zudem soll er Barrikaden angezündet haben. Zu einem Prozess vor dem Amtsgericht Dresden kam es aber erst in der vergangenen Woche.

Diese lange Verfahrensdauer kam dem jungen Mann nun offenbar zugute. Weil die Tat bereits so lange zurücklag und sich der Student einer psychologischen Behandlung unterzog, wurde er nur zu einer Haftstrafe von einem Jahr und vier Monaten auf Bewährung verurteilt.

Das milde Urteil sorgt bei der Polizeigewerkschaft DPolG für Unmut: "Ich bin entsetzt. Das zeigt, welchen Stellenwert die Polizeiarbeit bei der Justiz hat", so Gewerkschafts-Chef Frank Conrad. Da bei den Krawallen 82 Polizisten verletzt wurden, bot er dem Richter an, sich selbst einmal dem Steinehagel auszusetzen.


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WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Dresden, Gewalttäter
Quelle: bild.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.11.2014 14:40 Uhr von Kamimaze
 
+10 | -6
 
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Das ist schon bemerkenswert: Student Josef S. aus Jena sitzt in Wien 6 Monate in Untersuchungshaft, obwohl der aller Wahrscheinlichkeit nach überhaupt nichts strafbares gemacht hat...

--> http://www.shortnews.de/...

... und Student Clemens D. aus Dresden schmeißt nachweislich 50 Pflastersteine auf Polizisten und zündet Barrikaden an, sitzt aber keinen einzigen Tag in U-Haft und bekommt auch noch Bewährung...

Diese beiden Urteile soll mir bitte mal ein Volljurist so erklären, dass ich sie verstehe...
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03.11.2014 14:49 Uhr von Rechtschreiber
 
+4 | -20
 
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03.11.2014 15:21 Uhr von Perisecor
 
+3 | -2
 
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@ Kamimaze

"Diese beiden Urteile soll mir bitte mal ein Volljurist so erklären, dass ich sie verstehe..."

Kostenlos kann ich dir sagen, dass Wien keine Stadt in Deutschland ist, Dresden aber schon.
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03.11.2014 15:45 Uhr von Kamimaze
 
+1 | -2
 
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@Perisecor

> "Kostenlos kann ich dir sagen, dass Wien keine Stadt in Deutschland ist, Dresden aber schon."

Da wäre ich jetzt nicht drauf gekommen, tausend Dank für diese wichtige Info!

Dennoch beantwortet das nicht die Frage, ob denn in Österreich nicht auch der Grundsatz gilt, dass eine Straftat nachgewiesen werden muss, bevor ein Angeklagter verurteilt werden kann, oder...???

Wie gesagt: Fall Josef S. , keine objektiven Beweise, Clemens D. hat dagegen nachweiselich mit Steinen geworfen (Kameraaufnehmen).
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03.11.2014 15:56 Uhr von Perisecor
 
+1 | -0
 
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@ Kamimaze

"Da wäre ich jetzt nicht drauf gekommen, tausend Dank für diese wichtige Info!"

Das war offensichtlich, deshalb ja auch mein Kommentar.



"Wie gesagt: Fall Josef S. , keine objektiven Beweise, Clemens D. hat dagegen nachweiselich mit Steinen geworfen (Kameraaufnehmen)."

In unterschiedlichen Staaten. Vor unterschiedlichen Gerichten.
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03.11.2014 17:04 Uhr von Joeiiii
 
+4 | -1
 
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Es wäre wünschenswert, daß die Justiz gegen Extremisten mit aller Härte vorgeht. Gegen JEDEN Extremisten! Linker Extremismus ist keinen Deut weniger schlimm als rechter Extremismus. Gleiches gilt bei radikalen, fanatischen Islamextremisten. Ein Muslim ist gleich zu bestrafen wie ein Christ oder Atheist, ein Linker gleich wie ein Rechter.

Wenn das nicht möglich ist, dann sollte man alle Richter entlassen und solche einsetzen, die wirklich neutral entscheiden und sich nicht von Religionszugehörigkeit beeinflußen lassen oder linke Gewalttäter härter bestrafen als Rechte. Vielleicht sollte man mal die Parteizugehörigkeit mancher Richter überprüfen oder wenigstens deren Gerechtigkeitssinn.
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03.11.2014 18:48 Uhr von Rechtschreiber
 
+0 | -4
 
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@sukor74: Ich persönlich sähe da gar keinen Grund. Aber ich hatte halt mal Lust, gegenan zu haten. Das macht irre viel Spaß auf SN ;-)

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