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Deutsche Post verklagt eigene Zusteller

Aufgrund der angespannten Personaldecke bei der Deutschen Post AG haben die Zusteller immer weniger Zeit zur Verfügung, ihre Arbeit korrekt durchzuführen. So sparen sie sich schon mal das zeitraubende Klingeln und Warten und bringen Pakete gleich zurück in die Filiale.

Darum verklagt die Post jährlich tausende der eigenen Angestellten und kassiert damit Zahlungen in Millionenhöhe von den eigenen Angestellten.

Die Gewerkschaft Verdi gibt an der Situation aber der Post die Schuld. Personalabbau und immer weiter steigender Zeitdruck verleiten die Zusteller gerade zu vermeidbaren Fehlern. Die Post AG weist allerdings Vorwürfe von sich, die unterstellen, dass sie sich am eigenen Personal bereichern wolle.


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WebReporter: EminenzLTM
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutsche, Post, Deutsche Post, Zusteller
Quelle: stern.de
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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.10.2014 21:56 Uhr von TransAm
 
+31 | -0
 
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Unser schmeißt die Post auch bloß nur noch gerade übern Zaun. Zum Tor aufmachen und zum Briefkasten bringen hat der keine Zeit mehr. Die haben pro Haus 30 Sekunden.
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28.10.2014 22:18 Uhr von TheRoadrunner
 
+9 | -7
 
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"Die Post AG weist allerdings Vorwürfe von sich, die unterstellen, dass sie sich am eigenen Personal bereichern wolle."
Das wäre ja auch ein wenig lächerlich. Die Schadensersatzsumme beträgt 1,8 Millionen, also nicht mal 0,1% des Umsatzes von 55 Milliarden.
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28.10.2014 22:59 Uhr von jschling
 
+2 | -9
 
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auch die Quelle sagt nicht wie man an die Informationen kommt: aber wie blöde kann man sein ?
der Empfänger war nicht zu Hause/hat die Tür nicht geöffnet = Retoure (oder Nachbar). Mag "manche Zusteller" heftiger treffen *g* aber so ist das halt, selbst bei 98% Retouten bleibt es bestenfalls ein Indizienprozess = würde ich niemals freiwillig zahlen als Zusteller.

Als Kunde ärgere ich mich natürlich auch, wenn man wartet und dann doch nur ne Abholkarte im Briefkasten findet, aber bei dem Preis... it doch schön, wenn Amazon & Co "umsonst" liefern, da jammert keiner (und meine persönliche Paketzentrale ist ein Geschäft direkt nebenan, da ist immer jemand *g*)
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28.10.2014 23:03 Uhr von Prachtmops
 
+9 | -5
 
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ob das problem nun hausgemacht ist oder nicht... mit unserem geld bezahlen wir die post und deren angestellten.
sie müssen also ihre arbeit korrekt machen, tun dies aber nur selten.

ich kann da lieder singen, von paketen die in der Filiale landen obwohl mal zuhause war, über nicht gefundene adressen oder ständig verlorengehenden versandtaschen.
komischerweise gehen immer die von amazon verloren... ich will nix unterstellen, aber seltsam isses doch.

von daher finde ich gut das die post gegen die vorgeht, die ihre arbeit eben nicht richtig machen.
stellt euch mal vor nen flugzeugmechaniker hat kein bock auf seinen job und schlampt.
ok von der post zu ner lebensgefährlichen arbeit bzw wo die folgen lebensgefährlich sein können, ist es weit hergeholt.
aber es soll aussagen, das eben jeder seinen job richtig zu machen hat, sonst ist er im falschen beruf.
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28.10.2014 23:17 Uhr von Stray_Cat
 
+10 | -0
 
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Bei uns sind die Leute von der Post immer total nett und zuvorkommend. Unsere Stammzustellerin hat für jeden ein nettes Wort.

Wenn man bedenkt, wie wenig Zeit pro Haus zur Verfügung steht, ist schon klar, dass sich die Post am Personal bereichert. Vielleicht nicht über diese lächerlichen Klagen. Aber darüber, dass die Leute jeden Tag mehr Stunden arbeiten als sie bezahlt bekommen.
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29.10.2014 00:16 Uhr von Best_of_Capitalism
 
+9 | -1
 
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Paket-Zusteller, Krankenpfleger, Kinderbetreuung, Feuerwehr usw.

In wie vielen anderen Industrieländer werden solche Angestellten noch ausgebeutet?
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29.10.2014 01:23 Uhr von mcdar
 
+6 | -0
 
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...früher war es offenbar viel sozialer, wenn man sich das Paketzustellen zum Sport machte und die Strecken vom Auto zum Kunden immer durchgejoggt hat, dann gab es früher Feierabend...war da schon um 14:00 zuhause, wenn es keine Kataloge oder keine Weihnachtszeit gab...
...es ist die Frage des Managements, denn feste Zusteller kennen sich besser aus als kurz angelernte, nur, diese verlangen auch einen Arbeitslohn, keine Almosen...
...bezahlen künftig die Arbeiter die Arbeitgeber für ihre Gnade eine Arbeitsstelle bereitgestellt zu haben um als Mensch leben zu dürfen?...Post kämpft mit sich selber...
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29.10.2014 03:23 Uhr von bigpapa
 
+3 | -14
 
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29.10.2014 04:05 Uhr von 23Risiko
 
+4 | -0
 
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Wenn man nur im Büro sitzt und nach Google Maps die Touren bewertet/berechnet und man den Weg vom Auto hin zum Briefkasten (welche bei Einzelhäusern oftmals nicht direkt an der Strasse aufzufinden ist) völlig unberücksichtigt, kann man sich das ganze natürlich nicht erklären, wieso man das nicht in der Berechneten Zeit schafft. Zum anderen ist es auch unmöglich einen Streik zu organiesieren, da es kein großes Werk gibt, sondern viele Stützpunkte im Land verstreut ist. Deutsche post ist ein Großer korrupter Drecksladen. Mir tuen die Zusteller echt Leid. Man sollte mal die Rollen Tauschen. Mitlerweile ist das sogar so, das man weder Deutsch können muss, die nehmen mittlerweile alles.

[ nachträglich editiert von 23Risiko ]
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29.10.2014 04:14 Uhr von 23Risiko
 
+1 | -2
 
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Was vergessen: Und es gibt natürlich auch noch solche Vollidioten, die eine Stunde vor Dienstbeginn ihre Arbeit beginnen. Natürlich ungestempelt, sodas die unfähigen Flachzangen im Büro das natürlich auch nicht erfassen können.
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29.10.2014 04:37 Uhr von eeyorE2710
 
+1 | -2
 
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Bei uns ist immer wenn von Hermes oder DHL nen Packet kommt, nen Schein im Briefkasten, dass man sich das Paket beim Späti an der Ecke abholen kann.
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29.10.2014 08:02 Uhr von sps
 
+4 | -0
 
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Auch die Deutsche Post muss lernen, dass gute Arbeit Zeit kostet. Also mehr auf die normale Zustellung hören als auf theoretisch mögliche Effizientsgetue von Personen, die nur die Theorie kennen. Die Paketzustellung wird immer wichtiger ... das beste Unternehmen mit der besten Zustellung wird die meisten Aufträge und damit auch für die Aktionäre bessere Rendite mittelfristig erhalten.
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29.10.2014 08:08 Uhr von sps
 
+2 | -0
 
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an Hansebanger: Büroleute und dergleichen sichern aber mit ihren Zahlen auch manche Lohnerhöhung ab, die sonst gar nicht beim "Arbeiter" ankommen würde. Jeder in seinem Job sollte anerkannt werden. Es gibt überall "Flachtüten", die blind arbeiten und massenweise Fehler machen. Aber sowohl die "Arbeiter" sind notwendig als auch die "Bürohengste". Nur leider funktioniert die wechselseitige Zusammenarbeit dadurch zu wenig in den meisten Unternehmen, weil jede Seite seine Vorurteile gegenüber dem anderen hat, statt miteinander zu kommunizieren - aber so dass beide Seiten es verstehen.
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29.10.2014 09:32 Uhr von anmen
 
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Sollen sie halt an jeder Strasse ein Paketfach aufstellen wo jeder seinen Krempel abholen kann mit dem ID-Code oder SMS oder sonst was fürn Sch... dem man ihn in den Briefkasten wirft.
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29.10.2014 10:16 Uhr von Klugbeutel
 
+1 | -0
 
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Ich habe bei denen einige Zeit gearbeitet.
Es ist ein richtiger Ausbeuter-Drecksladen.
Die Zusteller werden wie Roboter behandelt deren Zeit bis in die letzte Sekunde verplant und vorgegeben wird.
Und wenn man in der theoretisch verplanten Zeit nicht fertig wird, was der Normalfall ist, darf man in der Freizeit ohne jeglichen Ausgleich nacharbeiten.
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29.10.2014 10:19 Uhr von Tuvok_
 
+0 | -1
 
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anmen
das läuft schon.. so eine Art persönliche Packstation... Ein Schlüssel für die Post und du hast einen... Such ma Im netz.. .das gibt es schon..
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29.10.2014 10:21 Uhr von PakToh
 
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1. Gab es schon vor 10 und mehr Jahren Postboten die das so gehandhabt haben und zu Faul waren zu klingeln udn direkt nen Abholschein einwarfen.
2. Kann ich heutzutage den Zeitdruck nachvollziehen und denke, dass die wenigsten es noch wegen Faulheit tun, sondern wirklich Zeit sparen müssen (Auch Paketboten sollen/müssen irgendwann einmal Feierabend haben!)
3. Ist das Verklagen der eigenen Mitarbeiter durch die Post schon ein starkes Stück!
Unmögliche Zielvorgaben machen und bei nicht einhaltung auch noch Geld zurück pressen, das ist wirklich mieß!
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29.10.2014 11:45 Uhr von telemi
 
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die Post. Ja bei uns genau so. Die Zusteller sind eigenständige. Aber schlecht bezahlt und zu wenig Zeit für zu viel Arbeit.

Danke Kohl für die Privatisierung(en). Von Kapitalist zu Kapitalist.

Wird Zeit das Verdi auch mal nen Streik macht. Ach nein, wir reden von "Ich liebe den Verhandlungspartner Arbeitgeber, also ab in die Kiste mit ihm"

Aber in Zeiten, in denen die Medien diktiert von der Wirschaft und Politik postulieren, kleine Gewerkschaften müssen beschnitten werden, wundert mich gar nichts mehr.

Auf Kapitalist, bereichere dich weiter!
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29.10.2014 12:20 Uhr von Maedy
 
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Nicht nur bei der Post... letztens kam ein Paketbringdienst,der mich fagte ob ich ein Paket für einen Nachbarn annehmen könnte...drei Häuser weiter .... Ist ja nicht dramatisch,weil wir ländlich leben,aber so was passiert eben nicht nur bei der Post.

Es ist schon normal,dass montags keine reguläre Post mehr kommt. ..oder man merkt gleich,wenn nicht mein Postzusteller unterwegs ist...dann kommt die Post nachmittags oder unregelmäßig.
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29.10.2014 19:15 Uhr von Manni0602
 
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Praktisch jeder Zusteller wurde, so wie ich auch, schon in Regress genommen. Unterschwellig wird einem bei Verlust Diebstahl unterstellt. Das die Arbeit immer mehr wird ist der Chefetage bekannt. Für dieses Jahr wurde ein Beförderungswachstum von 6% avisiert. Die Bezirke selbst wurden jedoch nicht angepasst, stellenweise sogar noch vergrößert. Das beste zum Schluss. Ab dem 01.01.2015 zahlt die DP den neuen Kollegen nur noch den Mindestlohn von 8,50€. Keine Überstundenvergütung, dafür bis zu 60 Stunden/Woche. Na, wer will noch bei der guten alten Bundespost anheuern?
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29.10.2014 19:51 Uhr von bigpapa
 
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12 miese. Und das nur weil ich der Meinung bin, das gleiche Arbeit gleiches Geld wert ist.

Fakt ist die ganze Logistikbranche krankt und die Gewerkschaft tut nix.

Und wie kommt ihr überhaupt auf den Blödsinn die Post kann nicht streiken. Das geht sehr gut. Und ist der Gewerkschaft sogar sehr preiswert. Man muss halt nur die "Logistikzentren" bestreiken. Dann geht bei der Post NIX mehr. Und ich kann mich noch an Poststreiks erinnern.
Der letzte war übrigens 2013. Üblicherweise würde ich also 2015 mit den nächsten rechnen. Da sollen sie dann halt auch so was mal durchsetzen.

Und Leute damit das auch klar ist. Ich bezahle Geld für meine Ware inklusive VERSANDKOSTEN. Das sind Kosten die die meisten Unternehmen sogar noch Sponsoren. Dafür erwarte ich und auch das Unternehmen das meine Ware vereinbarungsgemäß bei mir ankommt.

Wenn ich nicht in der Lage bin in der Firma meine Arbeit zu schaffen obwohl ich nicht faul bin, dann gehe ich zum Chef und sage ihm das. Sieht mein Chef das ich nicht faul bin, wird der Chef sich was einfallen lassen.

Fakt ist : Nimmt mich mein Arbeitgeber in Regress wegen Faulheit, dann sehen wir uns vor Gericht. Und dann muss er mir das beweisen. Und die Post wird sicher wie jedes Unternehmen damit rechnen das der Beklagte vor Gericht zieht. Ergo hat sie hieb + Stichfeste Beweise.

Arbeite ich meine Arbeitszeit sauber durch, kann man mich ruhig beschatten lassen, ich hab mir nix zu schulden kommen lassen. Bring ich danach die Pakete zurück ins Zentrum und schreib drauf, "In der Arbeitszeit war die Zustellung nicht möglich " hat der Chef ein Problem NICHT ICH.

So muss man das machen. Dann können die Klagen wie sie wollen. Sie verlieren. Aber sich mit ARBEITSVERWEIGERUNG strafbar machen, ist eine andere Sache.

Gruß

BIGPAPA

p.s. : Das gibt sicher mehr als 12 miese.
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29.10.2014 19:52 Uhr von Kantiran82
 
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Ich bin Zeitungszusteller und muss auch nebenbei Post verteilen vor ein paar tagen hatte ich ein Problem was ich leider nicht lösen konnte und zwar war ein ungefallender Briefkasten an dem ich nicht rankam da das Gartentor verschlossen war, da hieß es abwarten bis der Hausbesitzer den Briefkasten wieder aufgerichtet hat. Wenn ein Hausbewohner einen Zaun um sein Grundstück hinstellt ist es Ok aber dann auch noch das Gartentor verschließen so das man nicht mehr an den Briefkasten rankommt ist ein Hindernis eines jeden Post und Zeitungsboten.
Und da regen sich dann die Leute die die Zeitungen und Post oder Zeitung erhalten sollen immer auf das keine Post kommt statt mal selbst nachzudenken welchen fehler sie machen.
Und wenn bei mir eine Post nicht zugestellt werden kann die ich verteilen soll dann klebe ich einen Zettel auf den Brief mit Unbekannt Verzogen oder Briefkasten unzugänglich. Und ich verteile schon seit 11 jahren Zeitungen.

[ nachträglich editiert von Kantiran82 ]
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30.10.2014 09:31 Uhr von jens3001
 
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Ich glaub da wird was vermischt. DHL gehört zwar zur deutschen Post aber die beschriebenen Probleme gehören ausschliesslich zu DHL.

Diese arbeiten mit Subunternehmern (in der Branche absolut üblcih).

Auch bei TNT, UPS, usw. ist es eine sehr zeitkritische Sache die gesamte Tour an einem Tag zu schaffen.

Was ich nicht richtig finde ist die Zusteller zu verklagen.
Denn die können nichts für die rein theoretischen 30 Sekunden je Haus. Diese sind so knapp kalkuliert, dass es nicht immer möglich ist das einzuhalten.
Alleine schon klingeln, Hallo sagen, Paket übergeben und quittieren lassen dauert länger als "Klappe auf - Post / Zettel rein - Klappe zu".


Somit geht DHL davon aus, dass es so gemacht wird, gibt das aber nicht zu.

Anstatt zu verklagen sollten sie die nicht richtig agierenden Subunternehmer entlassen.

konsequenz wäre, dass DHL komplett ohne Subunternehmer da steht und selbst sieht was für nen Käse sie sich da ausgerechnet haben.

Prachtmops:
"on daher finde ich gut das die post gegen die vorgeht, die ihre arbeit eben nicht richtig machen."

so? findest du. wenn du also einen fehler machst soll dir dein arbeitgeber das vom gehalt abziehen?

wozu? den fehler macht es nicht besser und utopische zeitvorgaben ändern sich dadurch auch nicht.
also wird auch nicht das grundproblem angegangen, sondern nur die sympthome.

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