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Österreich: Der Lehrplan lässt keinen Platz für politische Bildung

Eine Studie unter 500 Wiener Lehrern, die von der Wiener Arbeiterkammer und der Pädagogischen Hochschule in Auftrag gegeben wurde, zeigt als Ergebnis, dass der vollgestopfte Lehrplan zu wenig Platz für politische Bildung lässt.

Österreichs Schüler sollten politische Entscheidungen beurteilen, eigene Positionen äußern und kritisch mit der Politik umgehen können. Einen Gegenstand dafür gibt es nicht, sondern es gilt das "Unterrichtsprinzip". Allerdings haben auch mehr als die Hälfte der Geschichtelehrer keine Zeit dafür.

Eines von vielen Problem ist allerdings auch, dass die Lehrer selbst oft negativ gegenüber der Politik eingestellt sind und auch zu wenig politisch interessiert sind. Mehr als die Hälfte jener Lehrer die an der Politik interessiert sind, bereiten sich mit eigenen Materialien auf den Unterricht vor.


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WebReporter: Flugsaurier
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Politik, Österreich, Platz, Bildung, Lehrplan
Quelle: derstandard.at

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.10.2014 21:19 Uhr von kuno14
 
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politik sollte man im unterricht einführen,als eigenes fach......
zb,als vorsorge..........
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23.10.2014 21:20 Uhr von Borgir
 
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Politische Bildung, politische Intelligenz könnten sich die Politiker Europas bei ihren Völkern gar nicht leisten, denn dann würde sie gar keiner mehr wählen
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23.10.2014 21:32 Uhr von Pils28
 
+4 | -2
 
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Solange politische Bildung nicht so aussieht, wie bei uns früher. Im Kapitalismus sind alle reich, Demokratie ist die einzige akzeptable Regierungsform und wir alle huldigen Kohl für die Wiedervereinigung. Wenn man sich die ersten Schulbücher anguckt, in denen die Ereignisse der letzten zehn Jahre in Zukunft den Kindern nahegebracht wird, wird einem übel. Schlimmste Propaganda.
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23.10.2014 21:35 Uhr von Romendacil
 
+4 | -2
 
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Es ist doch besser, die Lehrer nutzen ihre Position nicht aus, um für Manipulation anfälligen Kindern obskure Einstellungen aufzuzwängen als wie es hierzulande getan wird, wo nur die Frage ist, welche Bande von Volksverrätern gerade propagiert wird.
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23.10.2014 21:40 Uhr von Joeiiii
 
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Eine positive Einstellung zur österreichischen Politik zu haben, ist ja auch schwierig. Bremser, Sesselwärmer, Reformverhinderer, Österreicherhasser... alles haben wir. Dazu ein Bundesheer, das gerade kaputtgespart wird, der Polizei gibt man auch kein Geld mehr.

Unser Ex-Finanzminister steht aktuell vor Gericht, unser Ex-Innenminister wurde erst kürzlich zu drei Jahren Haft wegen Bestechlichkeit (auf EU-Ebene) verurteilt. Unsere Ex-Justizministerin steht aktuell in der Kritik, weil sie die Hinrichtungen in Saudi Arabien mit der Bemerkung verharmloste, daß dort ja nicht jeden Tag geköpft wird und dem Ex-Obmann des BZÖ wird auch gerade der Prozess gemacht. Zum Drüberstreuen: Unser ehemaliger Bundeskanzler, sowie der bereits oben erwähnte Ex-Finanzminister und der verstorbene Jörg Haider tauchen mit Decknamen (Lüssel, Lasser und Laider statt Schüssel, Grasser und Haider, damals allesamt Mitglieder der FPÖ/ÖVP-Koalition) in der Buchhaltung des Eurofighter-Hersteller EADS auf. Soll denjenigen der Blitz treffen, der da Schmiergeldzahlungen vermutet.

Wahrscheinlich hat es das Unterrichtsministerium so hingedreht, daß für politische Bildung kein Platz wäre. Schließlich müßte man die Kinder dauernd belügen, weil man ihnen die Wahrheit nicht erzählen kann und will.

Ganz ehrlich: Ich würde für keinen unserer Politiker die Hand ins Feuer legen. Wahrscheinlich sind nicht alle korrupt, aber das dachte man sich auch bei denen nicht, die man erwischt hat.
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24.10.2014 09:28 Uhr von sooma
 
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"Geschichtelehrer"?

Hier in D gabs ehedem in weiterführenden Schulen ein Fach, das sich "Geschichte/Politik" nannte, wo ausreichend Platz für die Vermittlung von politischem Grundwissen und Diskussionen dazu vorhanden war, ebenso wie das dazugehörige Unterrichtsmaterial. Aber da gab es ja auch noch eine Schulbibliohek statt Facebook.
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24.10.2014 13:12 Uhr von NilsGH
 
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In Geschichte gibt es mehr als genug Anknüpfungsstellen, um Politik zu vermitteln. Teils ist es in den Lehrplänen auch vorgeschrieben. Soweit, so gut.

Problem Nr. 1: Lehrstoff muss aufgrund der Fülle stark verknappt werden. Grundlegende Begriffe und Teilaspekte können nicht so detailliert vermittelt werden, um die Schüler so kompetent zu machen, dass sie Aussagen von Politikern kompetent bewerten können. Es ist zeitlich auch nicht machbar, wichtige Meiliensteine der Geschichte mit aktueller Politik zu verknüpfen.

Beispiele:

Außenpolitik der USA (Geheimdienstarbeit, CIA, etc.) und aktuelle Problematik des Nahen Ostens.

Nachkriegszeit Europas / "Kalter Krieg" und aktuelle Ukrainekrise.

Das wären Askepte, die immens wichtig für die politische Bildung der Schüler wäre. Aber das bekommst du nie zufriedenstellend in die Unterrichtsplanung eingeflickt, man muss ja bei den vorgeschriebenen Themen kürzen.

Problem Nr. 2: Würde man relativ wertfrei unterrichten, stünde relativ schnell die Schulleitung bzw. die Politiker aus dem Bildungsministerium auf der Matte. (vollkommen ohne Wertung kann man niht unterrichten, selbst die Auswahl der Themenaspekte ist schon eine Wertung in sich)

Grund: Man müsste Fakten offenlegen, welche die aktuelle Politik der BRD bzw. der EU (und auch der USA) als heuchlerische, inkompetente und korrupte Machenschaften zeigen würde, welche mittlerweile an Diktaturen von Bananenrepubliken erinnern.

Sowas als "Diener des Staates" zu unterrichten würde wohl eine zügige "Versetzung" in ein Büro ohne Fenster nach sich ziehen.

Echte politische Bildung ist nicht gewünscht. Deshalb wird Politik auch nur mangelhaft unterrichtet oder von Lehrern, welche sich sklavisch an den Lehrplan halten (um so unkritisch wie möglich unterrichten zu können) und häufig scheuklappenartig die Realität ausblenden.
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24.10.2014 19:19 Uhr von Humpelstilzchen
 
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Was die Menschen nicht wissen sollen, das wird nicht gelehrt!
Selbsständiges Denken unerwünscht, Hinterfragen schon garnicht!

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