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Ungarn plant Steuer auf Internetnutzung - 50 Cent je Gigabyte

Die national-konservative Regierung Ungarns plant offenbar eine Besteuerung des Internets, wofür dann je Gigabyte Datenvolumen 150 Forint, also 50 Cent anfallen sollen. Dies gab der zuständige Wirtschaftsminister Mihály Varga bei der Vorstellung seiner Steuerpläne für 2015 bekannt.

Die Pläne reihen sich in eine Abfolge ähnlicher Besteuerungen ein, welche seit 2010 durch Ministerpräsident Viktor Orbán und sein Kabinett umgesetzt wurden. Darunter fällt die Besteuerung von Werbe-Umsätzen, aber auch eine Telekommunikationssteuer, die 2015 auch für Internetprovider gelten soll.

Die Opposition in Ungarn läuft gegen die Pläne Sturm, da die Steuern in aller Regel höher seien, als die eigentlichen Gebühren für das Internet. Gewarnt wurde auch vor den sozialen Folgen, welche Ungarns Internet auf den Stand der Neunziger zurückwerfen könnten.


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WebReporter: Starstalker
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Steuer, Ungarn, Cent, 50 Cent, Gigabyte, Internetnutzung
Quelle: faz.net

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.10.2014 16:04 Uhr von ar1234
 
+10 | -0
 
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50 Cent je Gigabyte... man, da würden mein Soundcloud- und Youtubekonsum aber verdammt teuer werden.
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22.10.2014 16:23 Uhr von T¡ppfehler
 
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Wann wird Ungarn endlich aus der EU geworfen?
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22.10.2014 16:36 Uhr von Imogmi
 
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Die Menschen in Ungarn verdienen nicht sehr gut
und jetzt sollen die von dem Bisschen auch noch mehr Steuern bezahlen. Ungarn macht es vor in der EU wie aus einem normalen Alltagsgut ein Luxusgut wird.
Dementsprechend werden andere Länder folgen , denn in der EU geht es nur darum das normale Volk finanziell zu belasten,
die die eh genug haben kommen aufgrund irgend welcher Sonderbestimmungen drum herum ; siehe Transaktionssteuer für die Banken etc.
Die großen globalen Unternehmen zahlen auch in Ungarn so gut wie keine Einkommenssteuern , alsi muss dieser Ausfall auf die "Kleinen" umgewälzt werden , analog siehe EU, BRD u.s.w.

Aber so schlau ist die regierung in Ungarn auch nicht,
die pissen sich ans eigene Bein. Wenn sie das machen : Besteuerung von Werbe-Umsätzen uind Internetnutzung extra besteuern sind nicht viele user im Net, das heißt auch weniger Werbung wird generiert und somit fallen diese umsätze weg. Darüber sollten die mal nachdenken.

[ nachträglich editiert von Imogmi ]
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22.10.2014 19:23 Uhr von Stray_Cat
 
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@ Amtsrat-Mueller

An sowas dachte ich auch, als ich die Meldung las.

Ist natürlich die Frage, inwieweit dieser Provider gezwungen werden kann, seine Daten in Ungarn offenzulegen.

Vielleicht irre ich mich, aber wie einige meiner Vorredner sehe ich darin auch einen Ansatz, das Netz für die Massen unattraktiver zu machen. Leute, die sich nicht sehr viele Gig leisten können, werden dann nur ihre oberste Präferenz bedienen, sprich, nicht mehr über den Tellerrand hinaussehen.

Wenn man sich betrachtet, welchen Unmut - u.a. beim Verfassungsschutz - das Nicht-Eingehen der Massen auf die Anti-Russland-Propaganda im Zuge der Ukraine-Berichterstattung hervorrief, kann sich ausrechnen, wie sehr den Herrschenden das Internet ein Dorn im Auge sein muss. Denn ohne dieses wäre eine ausreichende Selbst-Information und objektive Recherche niemals möglich gewesen. Ein Novum, was Kriegs-Propaganda und westliche Staatsbürger betrifft.

Dass darauf eine Reaktion erfolgen würde, konnte man sich denken. Vielleicht ist Ungarn nur der Anfang. Das Internet wird ja quasi permanent bedroht. Würden nicht einige Organisationen beständig wachsam sein, sähe es schon jetzt düster aus.

Hoffen wir mal, dass die "Selbstreinigungskraft" des Netzes stark genug ist, demokratiefeindliche Übergriffe abzuwehren.
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23.10.2014 12:37 Uhr von Trallala2
 
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@Kritikglobalisierer

"Dafür würde ich gerne für die verwendete Bandbreite zahlen."

Kritikglobalisierer ist ein Fulltime-Troll, also nicht ernst nehmen was er schreibt.
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23.10.2014 12:41 Uhr von mcdar
 
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...die Leut wissen echt nicht mehr was sie noch anzapfen können was sich nicht wehrt...
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23.10.2014 12:49 Uhr von Trallala2
 
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@Imogmi

"Dementsprechend werden andere Länder folgen , denn in der EU geht es nur darum das normale Volk finanziell zu belasten,"

Unsinn, Ungarn steuert auf eine Art Diktatur-Light. Das ist eine Staatsform mit der man noch wenig Erfahrung kommt, aber in einigen Ländern Europas und Welt im Kommen ist. Die Diktatur-Light ist angesiedelt zwischen Demokratie und Diktatur. Es ist keine Voll-Diktatur, da man noch wählen kann, aber auch keine Demokratie mehr, da viele bürgerlichen Rechte, wie u. a. Presse- oder Versammlungsfreiheit, eingeschränkt sind.

Ungarn ist noch nicht da wo die aktuelle Regierung sie gerne haben möchte, was wir sehen ist der Weg. Ohne gleich die Nazis ins Spiel zu bringen, auch Hitler war nicht gleich 1933 der uneingeschränkter Diktator. Auch in Deutschland hat es einige Jahre gedauert bis die Nazis alles übernommen haben.

Auch wenn es in Ungarn nicht so radikal wird, der Regierungschef Viktor Orban hat schon öfters von seiner neuen Staatsform geschwemmt, wonach die Bürger nur noch das recht hätten zu wählen, die Regierung sich aber an keine Verfassung halten müsste und auch von keinem Verfassungsgericht überwacht würde.

Die Steuer ist also keine Steuer um Geld zu verdienen, sondern um die Menschen dran zu hindern das Internet zu nutzen.
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23.10.2014 12:59 Uhr von Trallala2
 
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@Hibbelig

"Aus einem ähnlichen Grund liest kaum noch jemand Bücher.
Die werden auch künstlich teuer gehalten, die Folgen sieht man an der heutigen Allgemeinbildung, "

Einerseits richtig beobachtet, andererseits falsche Schlussfolgerungen gezogen.

Was richtig ist: es gibt eine Preisbindung. Das hat aber andere Gründe. Es gibt Massenbücher, wie z. B. Romane, wo die Gewinnspanne groß ist. Dann gibt es Fachbücher, die sich im Grunde nicht rentieren. Es gibt Fachbücher mit einigen tausend Seiten, von denen vielleicht nur tausend Bücher verkauft werden. Damit sich das rentiert, müssten die Bücher etliche hundert Euro kosten. Das würde nicht klappen. Also gibt es einen Deal - Romane werden künstlich teuer gehalten, der Extravedienst wird bei Fachbüchern verrechnet. Die sind damit billiger.

Es ist also falsch was du schreibst, dass künstlich teuer gehaltene Bücher die Allgemeinbildung bremsen. Hier finanzieren nur die 08/15 Schmöker die Fachbücher.
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23.10.2014 13:02 Uhr von Trallala2
 
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@Stray_Cat

Ich finde es immer lustig wie gerade die Leute die sich einseitig auf Propagandaseiten informieren, anderen vorwerfen Propaganda zu folgen.

"Wenn man sich betrachtet, welchen Unmut - u.a. beim Verfassungsschutz - das Nicht-Eingehen der Massen auf die Anti-Russland-Propaganda im Zuge der Ukraine-Berichterstattung hervorrief, "

Du hast natürlich eine Quelle wo ich das nachlesen kann?
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23.10.2014 21:19 Uhr von Borgir
 
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50 Cent pro Gigabyte? Die sind ja nicht ganz dicht. Verwunderlich, dass Merkel und Co. noch nicht auf so eine Idee gekommen sind.
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23.10.2014 21:35 Uhr von tvpit
 
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@ Borgir
.....Verwunderlich, dass Merkel und Co. noch nicht auf so eine Idee gekommen sind.

Wie auch,für die ist das Internet noch Neuland.
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29.10.2014 16:54 Uhr von BerndLauert
 
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ein begrüßenswerter Schritt in die richtige Richtung. Hoffe doch sehr, dass dieser Weg auch bald in Deutschland auf gehör trifft!

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