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Todesfall auf der "Gorch Fock": Neue Zeugin belastet Schiffsarzt massiv

Bis heute ist nicht aufgeklärt worden, warum die 18-jährige Kadettin Jenny Böken im Jahr 2008 auf dem Segelschiff "Gorch Fock" gestorben ist. Nun ist eine neue Zeugin aufgetaucht.

Die Zeugin ist ein ehemaliges Mitglied der Besatzung des Schiffs. Sie erhob in ihrer Aussage mächtige Vorwürfe gegen den damaligen Schiffsarzt der "Gorch Fock". Dieser habe von den Schlafproblemen der 18-Jährigen gewusst, die immer wieder während des Dienstes eingeschlafen war.

Die Sanitätsoffiziersanwärterin war trotzdem an dem Abend ihres Todes zum "Ausguck" eingeteilt worden. Dort schaukelt es am heftigsten und man ist ohne Sicherung. "Diese Zeugin ist unglaublich wertvoll für uns. Endlich hat jemand sein Schweigen gebrochen", so der Anwalt der Familie der Toten.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Todesfall, Schiff, Gorch Fock
Quelle: spiegel.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.10.2014 13:04 Uhr von willi_wurst
 
+4 | -8
 
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Jahre später erinnert sich eine Zeugin, wie der Schiffsarzt "angeblich" versagt hat, weil er die Kadettin nicht vom "Ausguck" befreit hat... Ha!

Lächerlich ... die Aufgabe der Arztes ist es nicht hinter jedem Soldaten hinterherzurennen und ihn nach gut Dünken vom Dienst zu befreien. Wenn sie zum Arzt gegangen wäre und hätte offen mit ihm über ernsthafte Probleme gesprochen, dann hätte er sie wahrscheinlich sogar vom Dienst befreit. Vielleicht sogar für immer ... ? Mal abgesehen davon ... vielleicht kamen die Schlafprobleme vom vielen Feiern und Saufen in der Dienstfreien Zeit? Die hatte ich auch ... ^^ Wie auch immer man es dreht, ich kann mir keinen Grund ausdenken, warum ausgerechnet der Schiffsarzt daran Schuld sein könnte ...
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19.10.2014 13:26 Uhr von Borgir
 
+9 | -2
 
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Weil er von den Schlafproblemen wusste, die sie mit ihm besprochen hat , und es ihm egal war? Vielleicht trägt er deshalb eine MItschuld? Vielleicht lügt die Zeugin aber auch, wer weiß das schon. Eine endgültige Aufklärung wird es wohl nicht geben, mitunter deswegen, weil die Bundeswehr das anscheinend auch nicht will. Faul ist da irgendwas.
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19.10.2014 13:39 Uhr von willi_wurst
 
+0 | -9
 
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Vielleicht ist auch garnichts "Faul" und vielleicht sagt aus diesem Grund auch keiner etwas aus? Vielleicht war es einfach nur ein schrecklicher Unfall, weil die Kadettin einfach mal nur unaufmerksam war? Vielleicht sollte man einfach aufhören zanghaft nach einem Schuldigen zu suchen?

[ nachträglich editiert von willi_wurst ]
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19.10.2014 14:44 Uhr von Klassenfeind
 
+2 | -3
 
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Nun,als Arzt hätte ich die Wache ganz oben, auf dem Ausguck niemals für dieses Mädel erlaubt.das sollten Leute machen, die sportlich sind und sie war das eben nicht..das ist ein wichtiger Grund..ein weiterer ist der Selbsterhaltungstrieb eines jeden Menschen, die Angst eben,es könnte einem was passieren..wenn man zu hoch hinauf steigt oder zu tief hinunter sieht, vielen Menschen wird da schwindelig..und man bekommt Angst..



Ähnliches Phänomen ..Kreuzung ohne Ampel..Alles guckt angestrengt nach Rechts, um Autos zu entdecken, die vorbei fahren könnten..und nun ..knallt es links ..und zwar Laut, von einem Motorradfahrer, der seine Maschine ein bisschen frisiert hatte..und alle Gucken nach links zum Knall ..das sich ein modernes Auto mit hoher Geschwindigkeit von Rechts nähert und gefährlich wird, bekommt gar keiner mehr mit...
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19.10.2014 16:32 Uhr von willi_wurst
 
+1 | -3
 
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@klassenfeind: Genau aus diesem Grund sollten Frauen nicht zum Militär: Weil die Menschen nicht ertragen können, das Frauen im Dienst sterben könnten. Wer hat nach Emanzipation geschriehen? Wer wollte unbedingt Dienst an der Waffe tun? Richtig.... die Frauen ... und es für mich nicht einzusehen, warum Frauen hier eine Extrawurst/Extrabehandlung bekommen sollten? Die Frau war Offiziersanwärterin und wurde mit Sicherheit nicht unvorbereitet da hoch geschickt. Sportlich genug war sie mit ziemlicher Sicherheit auch. Außerdem: Kneifen gilt nicht. Wenn sie die Ausbildung abgeschlossen hätte, hätte sie untergebene Soldaten befehligt und Verantwortung auch über deren Leben übernommen und möglicherweise sogar die ein oder andere zweifelhafte und Lebensgefährliche Entscheidung treffen müssen. Sie kann nicht von Soldaten etwas einfordern, was sie selber nicht zu bringen in der Lage ist. Das war dem Mädchen vielleicht bewusst und sie ist da hoch geklettert ... leider mit schlimmen Folgen. Aber Unfälle gehören zum Leben ... findet euch damit ab.
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19.10.2014 21:05 Uhr von Numanoid
 
+1 | -2
 
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Die Hauptverantwortlichen für den Tod von Jenny Böken sind eindeutig zu identifizieren!
Es sind die Tote selbst und ihre Eltern.
Erstere weil sie eine bekannte Vorerkrankung verschwiegen hat, mit der sie, wäre es der Bundeswehr bekannt gewesen, nie tauglich gemustert worden wäre, was dem Tatbestand des Einstellungsbetruges entspricht.
Letztere, weil sie dieses, wider besseren Wissens, zugelassen haben.
Jetzt, im Nachhinein, sind dann alle Anderen schuld, nur man selber nicht!
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20.10.2014 16:40 Uhr von sooma
 
+0 | -1
 
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@Numanoid: Laberhabarber!

"Bökens Eltern haben die Bundesrepublik Deutschland auf Entschädigung in Höhe von 40.000 Euro verklagt, weil sie hoffen, auf diesem Weg Klarheit über die Todesumstände ihrer Tochter zu bekommen. Seit Jahren führen sie zahlreiche juristische Verfahren. Ihrer Einschätzung nach könne ihre Tochter nicht ertrunken sein, denn laut Obduktionsergebnis hatte sie kein Wasser in der Lunge. Zudem gebe es keine Erklärung dafür, dass sie keine Stiefel anhatte, als sie gefunden wurde." (Quelle)

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