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Kindsmörder klagt am Gerichtshof für Menschenrechte auf Freilassung

Mit einer Totenkopfmaske verkleidet stieg der 19-jährige Täter 2002 in das Kinderzimmer der 12 Jahre alten Vanessa ein, um sie dort zu erstechen. Der Mördern, dessen Motiv bis heute ungeklärt ist, wurde daraufhin zur Höchststrafe nach Jugendstrafrecht von 10 Jahren verurteilt.

Im Jahr 2012 verhängte ein Augsburger Gericht letztendlich die nachträgliche Sicherungsverwahrung, da beim Täter nach wie vor die Gefahr schwerer Gewalt- oder Sexualdelikte besteht. In der Folge kassierte der Bundesgerichtshof zudem die Revision des heute 32-jährigen.

Nun klagt der Mann vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte auf Freilassung, da der Verteidiger Zweifel an der rechtlichen Grundlage für die Sicherungsverwahrung hat, wobei er von Willkür spricht. Die Bundesrepublik muss nun bis zum 21. Januar eine Stellungnahme an das Gericht abgeben.


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WebReporter: Starstalker
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Klage, Freilassung, Gerichtshof, Gerichtshof für Menschenrechte, Möder
Quelle: faz.net

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33 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.10.2014 11:28 Uhr von Romendacil
 
+90 | -6
 
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Der sollte froh sein, daß es hierzulande überhaupt so naive Gesetze gibt. Eigentlich gibt es keinen Grund, überhaupt in Erwägung zu ziehen, so jemanden nochmal nach draußen zu lassen.
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19.10.2014 11:37 Uhr von Borgir
 
+54 | -11
 
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@benni-88

also soll man den jungen Herren frei lassen wider besseren Wissens? Warum soll man das tun? Entschuldigst du dich dann bei den Eltern des nächsten Kindes, das er sich holt?
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19.10.2014 11:50 Uhr von hopto
 
+27 | -10
 
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... gäbe es für diesen Abschaum die Todesstrafe, so müsste man jetzt nicht unnötigerweise über dessen Freilassung diskutieren ...
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19.10.2014 12:26 Uhr von Floppy77
 
+23 | -6
 
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Was war mit den Menschenrechten des 12-jährigen Mädchens?

Sicherungsverwahrung ist das einzig richtige um anderen Mädchen das gleiche Schicksal zu ersparen.
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19.10.2014 12:52 Uhr von Stray_Cat
 
+9 | -1
 
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Er hatte Glück, dass er noch nach Jugenstrafrecht verurteilt wurde.

Da es, soweit ich weiß, keine Methode gibt, seine zukünftige Ungefährlichkeit festzustellen, wäre es grob fahrlässig, ihn wieder auf freien Fuss zu setzen. Zumal die Wiederholungsrate bei diesem Personenkreis ja sehr hoch ist.

Ich finde es traurig, dass solche Maßnahmen nötig sind und sicher hin und wieder auch den Falschen treffen, aber unschuldig ist der Mann ja in keinem Fall.

Insgesamt bin ich entsetzt, wieviele Täter dieser Art es gibt. Was sexuelle Übergriffe auf Minderjährige betrifft, hatte ja schon Freud Hinweise auf eine hohe Zahl, konnte es jedoch persönlich nicht glauben und suchte die Erklärung in entsprechenden Phantasien der Kinder. Aus heutiger Sicht unfassbar.

Habe selbst einen schlimmen Fall im Bekanntenkreis und weiß, dass es das zweite Trauma ist, wenn dem Opfer nicht geglaubt wird.
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19.10.2014 13:21 Uhr von KissArmy666
 
+8 | -9
 
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Wow! Täter haben mehr Rechte, wie derren Opfer bzw. Angehörige. Widerlich.
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19.10.2014 13:25 Uhr von KissArmy666
 
+10 | -5
 
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der Mörder scheint weiterhin als "gefährlich" eingestuft.. und trotzdem pocht sein Anwalt auf Freilassung.. am besten beide abschieben nach Texas, dort warten 2 bequeme Sitze mit elektrischer "Masagefunktion".
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19.10.2014 13:26 Uhr von grandmasterchef
 
+3 | -3
 
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Selber Schuld, er hätte nicht verkleidet ne 12 Jährige erstechen müssen.

Weiss garnicht warum sowas überhaupt diskutieren muss. Er hätte ebenso cam4 aufrufen können und sich einen wixen können... - aber er musste ja das Messer zücken.

Nun hat er den Salat..
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19.10.2014 13:32 Uhr von d1pe
 
+5 | -1
 
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Sicherungsverwahrung ist richtig? Richtig wäre es die Höchststrafe bei bestimmten Verbrechen auf tatsächlich lebenslänglich heraufzusetzen. Dann gäbe es auch keine Grundlage für eine Klage mehr.
Der Mann hat nämlich seine Strafe nach deutschem Recht verbüßt und wird danach jedoch sicherheitsverwahrt. Natürlich wird jeder Verteidiger diese Praxis als Willkür bezeichnen, das ist es nämlich auch. Mit 100 Jahren Haftstrafe gäbe es diese Klage nie.
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19.10.2014 14:43 Uhr von superhuber
 
+7 | -4
 
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Gesetz ist Gesetz ...

Wenn man anfängt willkürlich Strafen zu verlängern oder nachträglich zu ändern dann gäbe es Chaos.

Der Mann hat seine Strafe abgesessen und damit ein Recht auf Freiheit.

Natürlich ist seine Tat unglaublich schlimm und niemals wieder gut zu machen, aber wir leben in einem Rechtsstaat und das heisst JEDER Mensch hat Rechte.
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19.10.2014 16:53 Uhr von Rongen
 
+7 | -2
 
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Hab ich ne ganz eigene Meinung zu, solche Menschen verbrauchen in ihrem restlichem Leben Ressourcen die wertvoller sind als sie selber, er hätte eigentlich gleich nach der Verurteilung unter die Erde gehöhrt. Das ist gar nicht eine Frage von Rache, die ja jeder "Bestrafung" innewohnt sondern eher ein Kosten/Nutzen Faktor.
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19.10.2014 18:19 Uhr von TheRoadrunner
 
+2 | -5
 
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@ day-night
"Mörder, zumal welche solcher allerniedersten Art, haben jedes Recht auf Leben verwirkt.
Das zumindest ist die gesunde Volksmeinung und nicht die verschrobener Anwälte von Mördern!"
Wer bestimmt denn, was die Volksmeinung ist? Du? Das Mehrheitsvotum auf SN?
Ich bin jedenfalls kein Anwalt, finde aber unsere Gesetzgebung da sehr eindeutig:
´Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.´ (Grundgesetz Artikel 2, Absatz 2)

@ benni-88
"der mann muss freigelassen werden man kann nicht einfach so später die strafe erhöhen"
Es geht nicht um eine Erhöhung der Strafe, sondern den Schutz der Allgemeinheit vor diesem Mann. Man könnte höchstens darüber diskutieren, ob eine geschlossene psychiatrische Abteilung nicht ein besserer Platz ist.
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19.10.2014 18:27 Uhr von Romendacil
 
+0 | -1
 
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@TheRoadrunner: ja, es gibt leider noch immer solche Gesetze, das ist ja eben das Problem. Zum Menschsein gehört aber eben auch eine geistige Komponente, auf zwei Beinen zu gehen sollte nicht genügen, um jemandem mehr Rechte zu geben als einem ansonsten identischen tollen Hund.
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19.10.2014 18:50 Uhr von TheRoadrunner
 
+1 | -3
 
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@ romendacil
"ja, es gibt leider noch immer solche Gesetze"
Ob man nun darüber froh oder traurig ist, welche Gesetze wir haben, ist meines Erachtens jedem selbst überlassen.
Einig sollte man sich jedoch darüber sein, dass wir alle uns an die bestehenden Gesetze zu halten haben.
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19.10.2014 19:21 Uhr von Romendacil
 
+0 | -1
 
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@TheRoadrunner: nichts anderes habe ich geschrieben...
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19.10.2014 19:27 Uhr von Suffkopp
 
+0 | -5
 
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@BastB - mich würde nur eines an Deiner geistreichen Forferung interessieren:

Warum und für wen forderst Du das?
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19.10.2014 19:45 Uhr von Kaseoner13
 
+3 | -1
 
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Wollen wir mal hoffen, dass es abgelehnt wird und nicht irgendein Verfahrensfehler passiert!
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19.10.2014 20:02 Uhr von ms1889
 
+1 | -5
 
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die nachträgliche sicherungsverwahrung ist klar ein akt von barberei.

ich als vater bin garantiert nicht dafür ihn frei zu lassen...aber das strafrecht ist nicht da um willkühlich rache zu üben, aber genau das tut die nachträgliche sicherungsverwahrung.

und so rechtstaatlich wie deutschland immer tut ist es ja auch nicht...denn immer wieder werden gesetze vom verfassungsgericht/eu gerichtshof für menschenrechte aufgehoben... was also die rumtrixerei der politik/gesetzgebung verdeutlicht.

grade cdu/csu sehe ich als menschen die es mit menschenrechten, demokratie nicht so genau nehmen.
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19.10.2014 22:16 Uhr von chiefcom123
 
+4 | -0
 
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In so einem Fall würde ich lieber in Texas mit der Todesstrafe leben. Dann gibt es keine dummen Diskussionen wie diese mehr hier. Das Leben dieses Individuums ist absolut verwirkt. 10 Jahre sind ein Witz und warum dieses Vieh jemals wieder in die Freiheit zurück lassen. Es wird niemals wieder ein wertvolles Mtiglied der Menschheit werden. Wenn es denn wieder jemanden umbringt weiss man wer die Fehler begangen hat ...
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19.10.2014 22:35 Uhr von Fabrizio
 
+0 | -5
 
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"Der Mördern, dessen Motiv bis heute ungeklärt ist"

ebenso ungekärt sind Sinn und Unsinn der deutschen Sprache in Wort und Schrift.
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19.10.2014 23:00 Uhr von Tuoni
 
+5 | -1
 
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Ich wäre dafür das, wenn er aus dem Knast kommt und sich irgendwann ein neues Opfer gesucht hat, sein Verteidiger wegen Mittäterschaft angeklagt und verurteilt wird!
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19.10.2014 23:19 Uhr von blade31
 
+5 | -1
 
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Ein Kinder Mörder klagt für seine Menschenrechte...

das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen
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20.10.2014 06:06 Uhr von VerSus85
 
+3 | -0
 
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Klar, wenn einer das Recht zu Klagen hat dann er! Kopfschüttel.
Vermutlich erstreitet er noch das die Eltern des Opfers sich beim ihm entschuldigen müssen oder so, bei den Deutschen Richtern ist alles möglich... Eine Geselschaft in der die Rechte der Opfer mit Füßen getreten aber die Rechte der Täter mit Samtpfoten angefast werden. Noch mehr Kopfschütel

[ nachträglich editiert von VerSus85 ]
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20.10.2014 07:47 Uhr von jpanse
 
+5 | -0
 
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@blade
"
Ein Kinder Mörder klagt für seine Menschenrechte...

das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen "

Viel mehr muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen das es Anwälte gibt die ihn auch noch vertreten...
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20.10.2014 08:03 Uhr von Kostello
 
+1 | -2
 
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Wenn ich mich richtig erinnere, dann sieht der Täter dem Hauptdarsteller aus Screem ähnlich. Wieso also soll das Tatmotiv unklar sein?

Es sind schon Mörder viel früher wieder frei gekommen und der Täter war auch noch nicht ganz volljährig. In den 10 Jahren hätten die Psychologen an dem arbeiten können. Weil der Fall in den Medien war, wollen die Juristen sicher gehen, dass er nicht rückfällig werden kann, damit sie dafür nicht zur Verantwortung gezogen werden.

Der Ausdruck Kindsmörder, sagt eher aus, dass der Täter ein Kind war. Eigentlich sagt der Ausdruck Kind nicht generell aus, dass es sich um Minderrährige handelt. Schließlich ist jeder das Kind seiner Eltern.

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