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Katholische Kirche - Die Revolution wurde abgesagt

Eigentlich hatte man sich während der zwei Wochen dauernden Synode den gesellschaftlichen Wirklichkeiten stellen wollen. Was dabei jedoch herauskam, war ein Kompromiss der wenig Neues bringt. So hätte sich selbst der Münchner Erzbischof Reinhard Marx an manchen Stellen mehr Mut gewünscht.

Die Kirchenvertreter sprachen sich etwa gegen die Aufnahme eines Passus aus, welcher Homosexuelle in der Kirche willkommen geheißen hätte. Daraus wurde am Ende die Erklärung, dass Homosexualität als ein Problem katholischer Ehen verstanden wird.

Auch bei der Wiederzulassung zur Kommunion von geschiedenen Ehepartnern konnte sich die Synode nicht auf eine Mehrheit verständigen. Vielen konservativen Mitgliedern der katholischen Kirche waren die teils vorab bekannt gewordenen Pläne zu weit gegangen.


WebReporter: Starstalker
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Kirche, Revolution, Katholische Kirche
Quelle: zeit.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.10.2014 11:12 Uhr von soulicious
 
+13 | -4
 
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Das dauert wohl noch hundert Jahre, bis sich in der katholischen Kirche so etwas wie Fortschritt zeigt.

Das Gute ist, dass man jederzeit aussteigen kann und nicht dran teilnehmen muss, wenn man mit den katholischen Dogmen nicht einverstanden ist. ;-)
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19.10.2014 11:35 Uhr von Wolfram_Pertiller
 
+9 | -4
 
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@soulicious

Wie soll denn der Fortschritt aussehen? Die Homosexualität ergibt im christlichen Weltbild einfach keinen Sinn.
Dann müsste man schon die Bibel nochmal umschreiben...

Aus dem demographischen Blickwinkel gesehen, ist die Homosexualität auch kein Fortschritt.
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19.10.2014 12:15 Uhr von Wolfram_Pertiller
 
+6 | -2
 
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"Die Konsequenzen spürt sie, indem sie vor allem in aufgeklärten Ländern mit festen zivilen und sozialen Strukturen, immer mehr an "Mitgliedern" verliert. "

Die Gegenfrage wäre doch, wie viele Mitglieder die Kirche im Falle einer absoluten Akzeptanz der Homosexualität verlieren würde. Denn auch in "aufgeklärten" Ländern gibt es sehr viele Gegner.
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19.10.2014 12:35 Uhr von soulicious
 
+5 | -1
 
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@ Wolfram_Pertiller

Du hast einerseits natürlich recht.

Andererseits denke ich, dass auch das Institut Katholische Kirche sich dem aktuellen und auch zukünftigen Weltbild anpassen sollte, denn es gibt sie nun mal...die homosexuellen und die geschiedenen Gläubigen. Diese Ausgrenzung ist verstaubt und absolut nicht mehr zeitgemäß, diese "lupenreinen" glaubenden Schäfchen gibt es heute nun mal kaum mehr.

Dass ein Fortschritt möglich ist, hat die Geschichte gezeigt: heute gibt es auch keine Hexenverbrennungen mehr und sonstige Absurditäten, die früher in Gottes Namen durchgeführt wurden.
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19.10.2014 12:47 Uhr von JackMcMurdok
 
+3 | -2
 
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@soulicious, aber eigentlich ist es nicht die Ausgrenzung von Homosexuellen, Haltung zu Scheidung etc., die nicht Zeitgemäß ist, sondern die katholische Kirche und die Religion als Gesamtphänomen. Solcher Schwachsinn hat im 21. Jahrhundert nichts mehr verloren. Und richtig, die Religion mach Fortschritte, aber trotzdem ist Kirche die Betonkugel am Bein, die die Menschheit beim Fortschritt bremst.
Ich bin ganz froh, dass die Katholiken sich so entschieden haben, denn jede solche Entscheidung vergrößert den Abstand zwischen Religiösen und der aufgeklärten Menschheit, und irgendwann werden wir sie ganz abhängen.
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19.10.2014 12:47 Uhr von Floppy77
 
+2 | -8
 
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Man sollte den Laden ganz dicht machen, dann haben die wirren Islamisten auch keine Christen mehr zum umbringen...
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19.10.2014 16:55 Uhr von CrazyWolf1981
 
+1 | -1
 
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Ich finds gut. Je mehr Menschen sehen wie unmodern und intollerant die Kirche ist, um so mehr werden austreten. In unserer Familie ist fast keiner mehr in der Kirche. Und da die Menschen immer weniger Geld zur Verfügung haben, ist das noch ein Grund mehr für viele auszutreten.
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19.10.2014 16:59 Uhr von Gimpor
 
+2 | -0
 
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@ Wolfram_Pertiller: "Dann müsste man schon die Bibel nochmal umschreiben..."

Man müsste die Bibel sowieso umschreiben. Denn man darf laut Leviticus keine Schalentiere wie Muscheln oder Hummer (Lev. 11:10) essen; Schwein (Lev. 11:10) sowieso nicht. Man darf sich laut diesem Buch ebenso wenig den Bart rasieren (Lev.19:27) oder sich einem Altar nähern, wenn man mit einer Augenkrankheit befallen ist (Keine Kirche mehr für Brillenträger, Lev. 21:20). Und du trägst sicherlich auch Kleider, die aus mehreren verschiedenen Stoffen wie Baumwolle, Polyester etc. gemacht sind, was nach Lev. 19:19 verboten ist.


Klar, man könnte jetzt meinen: "Leviticus, das ist ja das alte Testament. Wir Christen berufen uns aber mehr so auf das neue!". Damit wäre ich vollkommen einverstanden! Denn Leviticus ist das einzige Buch der Bibel, in dem Homosexualität direkt verpönt wird und verboten wird.

Diese alten Kirchen-Opis sollen einfach mal anfangen, alle anderen in Ruhe zu lassen. Sobald sie keine Probleme mehr mit Atheisten, Homosexuellen, Frauen, außerehelichen Sex, Andersgläubigen, Kabarettisten und anderen Formen von "bösen Ketzern" haben, dann habe ich auch kein Problem mehr mit ihnen!
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19.10.2014 20:06 Uhr von TinFoilHead
 
+0 | -0
 
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In Südamerika hiess es: The Revolution will not be televised

Im Vatikan heisst es: The Revolution will not happen. Did you really think so?
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19.10.2014 20:26 Uhr von ms1889
 
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was erwartet man von bischhöfen/kardinälen/papst..die so radikal sind wie IS?

für mich sind katholiken die islamisten der christen.
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19.10.2014 21:13 Uhr von Fomas
 
+1 | -1
 
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Ehm ich will ja nichts sagen, aber der Papst ist laut Bibel der Stellvertreter Gottes auf Erden und wenn der Papst was sagt, soll es auch im Himmel Gesetz sein. Ich glaub zwar nicht dran, aber dieser Regel nach hätte der Papst einfach sagen sollen: Peng, das wird jetzt gemacht. UND GUT IST. Was haben da diese ganzen anderen Würstchen noch mitzureden?
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19.10.2014 22:37 Uhr von Gimpor
 
+0 | -1
 
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@ Fomas: Nein, der Papst ist NICHT laut Bibel der Stellvertreter Gottes. Das ist einfach nur das, was die katholische Kirche auf Biegen und Brechen versucht, aus dem neuen Testament herauszudeuten.
Deswegen haben andere christliche Kirchen auch keinen Papst ;)
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19.10.2014 22:56 Uhr von Fomas
 
+0 | -1
 
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@Gimpor

Ja, mag sein, dass es nicht direkt in der Bibel steht, aber darum gehts doch gar nicht hier. Immer diese Korinthenkackerei.

Es geht hier vielmehr darum, dass der Papst in der kathlolischen Kirche das Sagen hat und die von mir sinngemäß wiedergegebene Regel gibt es, wo sie auch immer steht. Jedenfalls beruft sich die Kirche darauf.

Und das heißt für mich: Wenn der Papst für die Kirche etwas für richtig erachtet, dann kann der Papst auch einfach bestimmen, dass es gemacht wird.
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19.10.2014 23:09 Uhr von DEvB
 
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@Gimpor
Doch es gibt auch andere christliche Päbste...zum Beispiel den koptischen Pabst...
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20.10.2014 11:52 Uhr von maxyking
 
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@ Fomas
.

Na ganz offensichtlich hat der Papst nicht das Sagen in der Kirche oder hast du die News nicht gelesen? Was die Regel für dich bedeutet hat eben nichts mit der Realität in der diese Organastion handelt nichts zu tun.
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22.10.2014 07:40 Uhr von Fomas
 
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@maxyking

Das finde ich immer das Tollste. Wenn man sagt "so und so müsste / sollte es sein", was ja impliziert, allein von der Verwendung des Konjunktivs her, dass es in der Realität nicht so ist, aber eben sein SOLLTE, darauf hingewiesen werden, dass es in der Realität nicht so ist. Danke für diese unendliche Weisheit, darauf wäre ich selbst ja nie gekommen.

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