19.10.14 10:13 Uhr
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Deutsche Bahn: GDL schönte offenbar Zahlen um streiken zu können

Der Arbeitsrechtler Manfred Löwisch geht davon aus, dass die GDL am Wochenende gar nicht hätte streiken dürfen, da dafür gar nicht die erforderliche Stimmzahl bei der Urabstimmung zusammen gekommen sei. Die Gewerkschaft hatte zuvor von 91 Prozent gesprochen, welche dem Aufstand zugestimmt hatten.

Daran hegt Löwisch, ehemaliger Rektor der Uni Freiburg, allerdings Zweifel. Nach seinen Berechnungen hätten tatsächlich nur 74 Prozent dafür gestimmt, wobei für einen derart großen Streik 75 Prozent nötig wären. Die GDL könne nur auf 91 Prozent kommen, wenn sie nur abgegebene Stimmen wertet.

Dabei zähle aber nicht die Zahl der abgegeben Stimmen, sondern man müsse alle Abstimmungsberechtigten heran ziehen. Demnach hätten lediglich 81 Prozent überhaupt ihre Stimme abgegeben, was bei genauer Betrachtung zu 74 Prozent führt. Die Bahn will die Vorwürfe nun entsprechend prüfen.


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WebReporter: Starstalker
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Streik, Deutsche Bahn, Abstimmung, Zahlen, GDL, Manfred Löwisch
Quelle: focus.de

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33 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.10.2014 10:37 Uhr von Djerun
 
+48 | -16
 
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würde mich nicht wundern
der gdl geht es nicht um die mitarbeiter, der gdl geht es um macht und da wird halt gelogen ....
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19.10.2014 11:00 Uhr von RD61
 
+37 | -2
 
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Das ist doch gängige Praxis in D es wird sich alles hinge(l)b ogen wie mans grad braucht.
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19.10.2014 11:04 Uhr von OO88
 
+31 | -3
 
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hatte eh nicht viel genutzt. selbst wenn sie heute 5% mehr bekommen werden sie nächstes jahr wieder unzufrieden sein.
wenn sie so weiter machen fahren eh nur noch busse über die autobahn auf der standspur als eigener streifen.
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19.10.2014 11:06 Uhr von a.maier
 
+17 | -29
 
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19.10.2014 11:51 Uhr von Bodensee2010
 
+25 | -13
 
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Bei diesem Streik geht es diesem GDL Chef offensichtlich einzig und allein darum seine Macht auszubauen
Er kann mir nicht erklären das diese Streikaktionen den Lokführern zu gute kommen sollen , zumal die Bahn die Forderung von 5% mehr Lohn längst erfüllen will
Hier will jemand nur sein Ego Polieren und seinen grössenwahn austoben.
Die GdL Mitlieder wären gut beraten diesen Fuzzi in die Wüste zu schicken . Er schadet ihnen mehr als er der Gewerkschaft nützt
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19.10.2014 11:59 Uhr von Borgir
 
+10 | -7
 
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Was hat er denn berechnet und vor allem wie? Hat er die Stimmzettel gesehen? Unsinn, was der da von sich gibt. Und wer nicht abstimmt kann da nicht zugezählt werden, denn da kann man auch von schweigender Zustimmung sprechen. Ich finde den Streik auch nicht gut, aber jetzt so anzufangen ist lächerlich.
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19.10.2014 12:00 Uhr von FlatFlow
 
+10 | -8
 
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Der ehemaliger Rektor Manfred Löwisch hat die Zahlen von wo?
Als Pensionär hat der Mann gut reden.

In Deutschland gibt es fast keine Solidarität mehr und wenig Verständnis gegenüber denen die Streiken und für Ihre Arbeitsbedienungen und mehr Lohn auf die Straße gehen.

Datei arbeiten in Deutschland Millionen von Menschen die von der geleisteten arbeite nicht leben sondern nur überleben können.

Jedenfalls so bekommt man das in den Medien präsentiert, egal ob Print, Online oder TV.
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19.10.2014 12:45 Uhr von derNameIstProgramm
 
+7 | -8
 
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@Borgir
"... aber jetzt so anzufangen ist lächerlich."

Es ist nur lächerlich, das als lächerlich zu bezeichnen. Es gibt eine Arbeitskampfordnung, dieser unterliegt die GDL. Und darin wird das genau so vorgeschrieben. Wenn sich die GDL nicht an die Regeln eines Streiks hält, warum sollte es dann die DB?
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19.10.2014 13:33 Uhr von KissArmy666
 
+3 | -14
 
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19.10.2014 17:06 Uhr von shadow#
 
+7 | -11
 
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Wieviel hat er für diese Aussage denn von der Bahn bekommen?
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19.10.2014 18:36 Uhr von TheRoadrunner
 
+7 | -2
 
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Die GDL beruft sich in ihrer Rechtfertigung auf ihre eigene Satzung und auf die Arbeitskampfordnung.
In der Satzung der GDL finde ich auf die Schnelle keine Regelung, wann ein Streik eingeleitet werden darf.
In der Arbeitskampfordnung heißt es unter §2:
"(2) Dem Beschluss des Bundeshauptvorstandes, Kampfmaßnahmen durchzuführen, müssen 75 Prozent der vom Arbeitskampf betroffenen Mitglieder zustimmen. Die Urabstimmung ist geheim."
Meiner Ansicht nach hat Herr Löwisch also Recht: Es sind ja auch die Mitarbeiter betroffen, die nicht an der Abstimmung teilnehmen.

@ sommermensch1
"2: 2 Stunden weniger Arbeit pro Woche bei gleichem Lohn = ca 15% mehr Gehalt!!!"
Wie kommst du denn auf die 15%? Die 2 Stunden weniger entsprechen einer Gehaltserhöhung von rund 5,4%.

@ borgir
"Was hat er denn berechnet und vor allem wie?"
Er verlässt sich auf die Aussagen der GDL selbst.
Laut Quelle sagt die GDL, dass 81% an der Abstimmung teilgenommen haben. Wenn 91% zugestimmt haben, dann können sich die 91% naturgemäß nur auf die abgegegeben Stimmen beziehen.
0,81 * 0,91 = 0,7371 , also rund 74% der Stimmberechtigten.
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19.10.2014 20:34 Uhr von fox.news
 
+7 | -5
 
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es ist bescheuert, wie hier manche schon rumpoltern, obwohl das alles bisher lediglich eine Vermutung ist.

(nehmt ihr dann eure Kritik an der GDL auch wieder genauso öffentlich zurück, wenn sich herausstellen sollte, daß alles rechtens war?)
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19.10.2014 20:51 Uhr von bigpapa
 
+14 | -6
 
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Die GDL hat ein Knall mit ihren Lohnforderungen.

Die tun ja fast so, als wäre es eine Leistung ein Zug zu fahren.

Ja damals die alten Dampfloks zu fahren, das war noch können.

Schon mal überlegt was der Lokführer in einen ICE macht. Er drückt Köpfchen.Macht er ein Fehler, überfährt ein Stoppsignal wird der Zug automatisch gebremst, allerdings etwas härter als er das machen sollte.

Überlegt mal was dagegen ein Busfahrer eines normalen Lienenbus machen muss.

Auf den Verkehr aufpassen. Er wird nicht automatisch gebremst, wenn er eine Haltestelle oder ein Stoppschild übersieht. Er muss den Fahrpreis kassieren, Sich mit den Kunden rumärgern, Und bekommst noch eins drüber, wenn er 5 Minuten zu spät ist.

Und nun fragt euch mal was der verdient.

Verantwortung haben beide.

Ich hab mal in einen Zug (Nahverkehr geschätzte Fahrgeschwindigkeit max. 60 km/h. Als es ein Unwetter in meinen Zielgebiet gab. Der Fahrer brauchte ca. 7 KM um zu merken das die Schienen überschwemmt waren. Auf die Frage was er da vorne machte, zuckte er mit den Schultern und ist abgehauen. Und ich stand ohne Hilfsmittel nachts an einen Bahnhof ca. 30 Km von mein Ziel entfernt.

Ich behaupte mal frech, das man mit aktueller Technik die Bahn besonders die Fernzüge, problemlos OHNE Fahrer Fahren lassen kann.

Gruß

BIGPAPA

ps.: Schon mal überlegt was eine Pflegekraft die die Scheisse eines schwer pflegebedürftigen Menschen wegmacht, bezahlt bekommt.

pps: Ich bin dies Jahr noch kein Zug gefahren, und muss es hoffentlich nicht.

[ nachträglich editiert von bigpapa ]
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19.10.2014 21:25 Uhr von Brotfoto
 
+7 | -3
 
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Wenn dies stimmt muß die GDL auch den entstandenen Schaden bezahlen.
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19.10.2014 21:25 Uhr von FlatFlow
 
+5 | -3
 
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@bigpapa Genau wir spielen jetzt die Busfahrer gegen die Lokführer aus, mal gucken wer gewinnt ... oder wir packen gleich noch die Piloten rein, die machen schließlich außer Starten und Landen nichts, der Flieger fliegt doch mit Autopilot...

Wenn die Busfahrer zu wenig verdienen, sollen sie auf die Straße gehen und um Ihr recht kämpfen, Sie sind genauso gut organisiert wie die Lokführer.

Zu den Pflegekräften hast natürlich recht, nur die sind wohl damit zufrieden was Sie verdienen, den, wann war noch mal der letzte Streik der Pflegekräfte??
Übrigens meine Tante ist eine Pflegekraft und wenn ich Sie sehe bekommt man dies und jenes zu hören, Streiken möchte Sie nicht, das ist so "Undeutsch" und Verantwortungslos, dann doch lieber ins sauren Apfel beißen.

Wer für sein Recht nicht kämpft hat längst verloren, den der Arbeitgeber wird von sich alleine nicht überproportional hohe Löhne zahlen, wozu auch, wenn die Beschäftigten damit zufrieden sind was sie erhalten.
Je weniger er zahlen muss, desto mehr Gewinn hat er für sich!
Das ist Kapitalismus, friss oder du wirst gefressen.


Nachtrag: übrigens, wenn das Stimmt was der nette Herr erzählt, dann hätte die DB die GDL längst vor Gericht gezerrt, den dann wäre der Streik illegal.

[ nachträglich editiert von FlatFlow ]
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19.10.2014 22:24 Uhr von DarkBluesky
 
+3 | -2
 
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Klar und der Löwisch macht das nur weil der Bahn fahren will für Lau. Sponsert bei DB. Ich habe Zweifel ob 14000 Mitglieder eine Kleine Gewerkschaft ist, nur hat es anscheinend auch gut getroffen. Also Bahn Mehr Kohle und schon fährt Sie wieder. Nix MRD Gewinne.
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20.10.2014 00:39 Uhr von MRaupach
 
+9 | -2
 
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Zum thema Pflegekräfte und streiken:

Ich glaube Pflegekräfte streiken nicht, weil sie ein Gewissen haben und Verantwortungsgefühl!

Sie wissen genau was mit den Menschen in ihrer obhut passiert, wenn sie streiken und auch, dass genau diese Menschen darunter leiden UND das genau diese Menschen nichts dafür können!

Sie sind praktisch Geiseln ihrer eigenen Arbeit!

Verdient hätten sie mehr Geld! Aber sie haben leider kein moralisch anständiges Mittel dies durchzusetzen, leider.

Bei der Bahn trifft der Streik vor allem die Bahn selber (ja die Kunden sind natürlich auch betroffen) aber der finanzielle Schaden UND der Image Schaden geht vor allem auf die Bahn.

Die Arbeitgeber bei Pflegekräften bekommen ihr Geld, egal ob gestreikt wird oder nicht. Es könnte ihnen also relativ egal sein.

Irgendwie unfair!
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20.10.2014 02:29 Uhr von AMB
 
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Vermutlich hat die GDL jetzt einfach zu sehr deutlich gemacht, daß sie nicht am Ergebnis interessiert ist sondern am Machtgewinn.
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20.10.2014 09:57 Uhr von tuennes29
 
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Ich finde es auch unverantwortlich, dass eine so kleine Gewerkschafft wie die GDL ein ganzes Land einfach so wegen Machtspielchen lahmlegen kann. Wenn die bei der Urabstimmung wirklich gefuscht haben, sollte die Bahn die Gewerkschafft auf Schadensersatz verklagen. Vor ca. 3 Jahren habe ich wegen eines Streiks der Verkehrsbetriebe, mein Job verloren. Fahre jetzt mit dem Auto zur Arbeit und bin schneller, flexibler und Kostengünstiger im Gegensatz zur Bahn. Es müssen unbedingt Gesetze her, wo an Ferientagen nicht gestreikt werden darf.
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20.10.2014 10:07 Uhr von sooma
 
+3 | -0
 
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@Sommermensch:

"Die S-Bahn ist hier in Berlin vor ein paar Jahren schon mal mehrere Monate nicht gefahren"

Du übertreibst schamlos, wenn Du die Ausfälle von 2011 meinst.
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20.10.2014 10:45 Uhr von LucasXXL
 
+4 | -6
 
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Die GDL hat nicht mal auf die Angebote der Bahn reagiert, ein reine Machtgehabe das nichts mit den Wohl der Arbeiter zu tun hat!!!!
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20.10.2014 10:54 Uhr von ArrowTiger
 
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Der schlimmste Feind des Sklaven ist der zahme Haussklave...

Zumindest könnte man zu diesem Schluss kommen, wenn man einige Kommentare hier liest.

Wer der öffentlichen "Eliten" - Propaganda bereits erlegen sein sollte, und dadurch tatsächlich der Meinung ist, der Streik wäre unangemessen, möge sich auf dem folgenden beispielhaften Link eines Besseren belehren lassen:

´"Dumm", "verantwortungslos", "irre"´: http://www.heise.de/...

Die Verdrehung der Tatsachen und die selektive Kommentarauswahl in den Medien sollte bei allen die Alarmglocken schrillen lassen, mit welchem demokratiefeindlichen und asozialen Potential unsere "Eliten" bereits unsere Gesellschaft zu zerstören bereit sind.

Ich wünsche den Lokführern jedenfalls viel Erfolg!
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20.10.2014 10:56 Uhr von ArrowTiger
 
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Ebenfalls interessant, "Neoliberale Medien attackieren Gewerkschaften": http://tinyurl.com/...
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20.10.2014 11:02 Uhr von ArrowTiger
 
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@LucasXXL:

Ein Angebot von 5% Gehaltserhöhung über drei Jahre verteilt würde ich auch als Frechheit empfinden - das deckt ja kaum die Inflation. Wer auf so ein "Angebot" eingeht, kann das streiken auch gleich lassen.

(Zudem interessant, wie die Propaganda hier immer nur von den 5% redet, aber nie vom Dreijahreszeitraum. So soll beim Hörer wohl der Eindruck geschaffen werden, die GDL würde den Hals nicht voll bekommen.)
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20.10.2014 11:27 Uhr von ArrowTiger
 
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Hier noch weitere Infos, u.a. zu dem vermeintlichen "Arbeitsrechtler" Löwisch:

http://www.nachdenkseiten.de/...

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