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Urteil: Praktikantin erhält für acht Monate Arbeit in Supermarkt kein Geld

Zunächst wurde einer Praktikantin für die achtmonatige Arbeit in einem Supermarkt 17.000 Euro von dem Gericht Bochum zugesagt, doch in zweiter Instanz wurde dieses Urteil nun gekippt.

Das Landesarbeitsgericht Hamm wies die Klage ab und entschied, dass sie keinerlei Lohn bekommt.

Zwischen den beiden Parteien habe es kein Arbeitsverhältnis gegeben, argumentierten die Richter.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Geld, Arbeit, Urteil, Supermarkt, Praktikantin
Quelle: rp-online.de

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33 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.10.2014 15:37 Uhr von Werner36
 
+73 | -5
 
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auch ohne vertrag hat sie dort eine arbeit verrichtet und sollte dafür entlohnt werden. sie hätten sie ja auch einfach wegschicken können, haben sie aber nicht. für mich sieht das schon nach einem arbeitsverhältnis aus.
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17.10.2014 15:41 Uhr von Johnny Cache
 
+44 | -2
 
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Bilde ich mir das jetzt nur ein oder sind diese Praktika von der ARGE nicht sowieso auf 6 Monate begrenzt? Davon ab besteht auf jeden Fall ein Arbeitsverhältnis zwischen den beiden Parteien, sonst wäre sie ja illegal in dieser Firma unterwegs gewesen.
Ich möchte gerne mal wissen was man in einem Supermarkt länger als einen Monat lernen soll. Selbstverständlich geht es dabei um die reine Arbeitskraft.
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17.10.2014 15:42 Uhr von Petaa
 
+28 | -1
 
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Das wird nochmal verhandelt sobald die zuständige Krankenkasse der Praktikantin davon Wind bekommt.

Die klagt dann für dieses "Praktikum" die Beiträge ein und spätestens dann ist es ein "Arbeitsverhältnis" ;-)
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17.10.2014 15:45 Uhr von ar1234
 
+46 | -3
 
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Zitat aus der Quelle: "Die Klägerin habe das Praktikum als Teilnehmerin einer berufsvorbereitenden Maßnahme der Bundesagentur für Arbeit absolviert und in dieser Zeit Leistungen der Arbeitsagentur erhalten. Die Revision ließ das Landesarbeitsgericht nicht zu."

Ratet mal, wer letztlich dieses "Praktikum" bezahlt hat. Na, eine Idee?.... WIR ALLE! Die Klägerin war während dieser Zeit arbeitslose Leistungsempfängerin und sogar noch in einer Maßnahme. Folglich geht sämtliche Entlohnung für diese Zeit auf Kosten des Staates und dafür fällt sogar ein echter Arbeitsplatz für diese Zeit weg. Somit hat der Staat nicht nur gezahlt, sondern auch noch Einnahmen verloren und noch einen Maßnahmeträger bezahlt. Und das ist KEIN EINZELFALL! Viele der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, die unter verschiedenen Namen laufen, laufen nach eben diesem Prinzip. Wobei bei den 1 Euro Jobs bzw. INJobs der Arbeitgeber selbst sogar noch dafür bezahlt wird, dass Leute bei ihm arbeiten.

Und dann wundert man sich über knappe Kassen und hohe Arbeitslosigkeit und hetzt trotzdem noch gegen die Arbeitslosen!

[ nachträglich editiert von ar1234 ]
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17.10.2014 15:48 Uhr von Petaa
 
+45 | -2
 
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@ ar1234

Der Arbeitgeber und der zuständige Sachbearbeiter bei der Bundesagentur für Arbeit sind damit ohne etwas zu beschönigen asoziale Arschlöcher.
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17.10.2014 15:57 Uhr von ar1234
 
+22 | -0
 
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@Petaa: Genau so ist es. Wobei diese Asozialität seit Jahren systematisch betrieben wird. Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Praktika und Maßnahmen ohne wirklichen Sinn sind zum Standardprogramm der Arbeitsämter und Jobcenter geworden. Geld, das dem Staat gehört wird auf Kosten der Arbeitnehmer und Arbeitslosen und dessen Zukunft verschleudert und etliche Arbeitsplätze werden durch Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Praktikanten und Zeitarbeit ruiniert.

[ nachträglich editiert von ar1234 ]
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17.10.2014 16:00 Uhr von ThomasHambrecht
 
+10 | -6
 
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Super dämlich.
Spätestens in der dritten Woche hätte ich den Arbeitgeber darauf angesprochen, dass die Ausbildung keine ist - und parallel dazu das Arbeitsamt informiert.
Dann hätte man gesehen ob es Geld gibt - oder die falsche Ausbildung beendet wird. Wie war sie denn in der Zeit krankenversichert?
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17.10.2014 16:02 Uhr von KenanKilliad
 
+12 | -0
 
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Hätte sie mal besser die Rentenversicherung damit beauftragt.

§ 7 SGB IV

Die Klägerin habe das Praktikum als Teilnehmerin einer berufsvorbereitenden Maßnahme der Bundesagentur für Arbeit absolviert und in dieser Zeit Leistungen der Arbeitsagentur erhalten. Die Revision ließ das Landesarbeitsgericht nicht zu.

Man lässt relevante Daten nicht einfach weg.

[ nachträglich editiert von KenanKilliad ]
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17.10.2014 16:06 Uhr von Petaa
 
+9 | -1
 
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Ja sie könnte natürlich einfach noch eine Steuererklärung für dieses "Praktika" Jahr machen. Da dann die Tätigkeit aufführen und das Urteil beilegen.

Bei der Prüfung wird der "Arbeitgeber" dann auch mächtig ins schleudern geraten ....
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17.10.2014 16:07 Uhr von ar1234
 
+16 | -0
 
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@ThomasHambrecht: Die Ämter wissen darüber bescheid. Sie kontrollieren die Zustände bei den Maßnahmeträgern auch regelmäßig... und stets mit Ankündigung. Die Teilnehmer bekommen dann immer gesagt, wie sie sich zu verhalten und was sie zu sagen haben, wenn die Kontrolleure kommen. Wer bei all dem nicht mitmacht oder sich beschwert, muss mit Konsequenzen rechnen. Einfach austreten ist nicht. Dafür gibts ja die netten Sanktionen. Beschwerden während der Maßnahme werden dem Maßnahmeträger mitgeteilt und das endet in schlechter Bewertung für den Teilnehmer... wen glaubt man dann mehr? Beschwerden nach der Maßnahme werden von Arbeitsämtern und Jobcentern meist einfach ganz ignoriert. Es hat sich über die Jahre ein perfides System aufgebaut, wo massig Geld verdient wird.

[ nachträglich editiert von ar1234 ]
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17.10.2014 16:51 Uhr von probare
 
+13 | -1
 
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dann kann sie ja in aller ruhe firmengeheimnisse verkaufen. sie hat ja nicht dort gearbeitet und untersteht dementsprechend keiner vertraglichen verantwortung.
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17.10.2014 16:53 Uhr von probare
 
+1 | -0
 
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doppelpost

[ nachträglich editiert von probare ]
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17.10.2014 16:53 Uhr von Hebalo10
 
+1 | -0
 
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@Autor, bitte richtig abschreiben, in der Quelle ist von einem Gericht aus Bochum die Rede, nicht Bonn, beide teilen sich nur die ersten beiden Buchstaben.
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17.10.2014 17:06 Uhr von Xanoskar
 
+11 | -0
 
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interessant das ich als nicht arbeitslos gelte wenn ich ein Praktikum habe.....
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17.10.2014 17:08 Uhr von Fishkopp
 
+3 | -2
 
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Also mein Praktikum ist schon elend lange her, aber da wurde vorher klar abgemacht was Sache ist und das schriftlich. Erstmal sind 8 Monate wirklich extrem lang für ein Praktikum, ich glaube bei mir waren es irgendwie bestenfalls 2 Monate und dann wäre ich nach dem drittem Monat daheim geblieben wenns keine Knete gibt. Aber es ist ja nichts neues Praktikanten oder damals Zivis als billige Arbeitskräfte zu missbrauchen.
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17.10.2014 17:43 Uhr von fox.news
 
+7 | -1
 
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@ Hansebanger

"1 Woche wäre Ok, aber 8 Monate aufgestanden und gearbeitet für nichts ? Ohne Vertrag ? Wer macht sowas."

Auf der anderen Seite: was für ein Drecksack von Arbeitgeber muß das sein, der scheinbar nicht bereit ist, dafür auch nur einen einzigen cent zu bezahlen.

Das finde ich weitaus "skandalöser" als eine zu naive Praktikantin.



@ probare

"dann kann sie ja in aller ruhe firmengeheimnisse verkaufen. sie hat ja nicht dort gearbeitet und untersteht dementsprechend keiner vertraglichen verantwortung."

haha. wie gut!
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17.10.2014 19:43 Uhr von Marco Werner
 
+5 | -0
 
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@ar1234
Genauso ist es. Die Kontrollen sind ewig lange vorangekündigt. Denn damit hat der Maßnahmeträger genügend Zeit, alles so hinzudrehen,wie es eigentlich immer sein sollte. Und die Jobcenter wissen das auch genau,daß in den Maßnahmen längst nicht alles so abläuft,wie es offiziell sein sollte. Anders gesagt:Jeder spielt jedem was vor und alle wissen es und tun nix dagegen.

@slimer72
Darf ich fragen,wieviele Praktika du schon gemacht hast ? Ganz offenbar bist DU derjenige, der keinen Plan hat, was in Praktika üblicherweise abgeht. Und zum Thema "Keine Mitarbeiter eingespart": In faktisch jedem Praktika werden die Praktikanten in den normalen Arbeitsalltag eingegliedert,d.h. sie erledigen Aufgaben,die normalerweise die regulären Angestellten übernehmen würden. Da diese Aufgaben dann nicht mehr von den normalen Angestellten übernommen werden müssen, hat der Arbeitgeber praktisch Lohn für eigene Angestellte in dieser Zeit gespart. Wie man das nun bezeichnet, ist doch Korintenkackerei...auf jeden Fall ist es Bereicherung an den Praktikanten.
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17.10.2014 20:41 Uhr von shadow#
 
+3 | -0
 
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"Zwar habe die Klägerin zumindest teilweise reguläre Arbeitstätigkeiten verrichtet. Dies sei allerdings "im Rahmen eines sozialversicherungsrechtlich geprägten Praktikantenverhältnisses" geschehen. Die Klägerin habe das Praktikum als Teilnehmerin einer berufsvorbereitenden Maßnahme der Bundesagentur für Arbeit absolviert und in dieser Zeit Leistungen der Arbeitsagentur erhalten."

Danke, CDU.
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17.10.2014 20:57 Uhr von Johnny Cache
 
+1 | -1
 
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@ shadow#
Bilde ich mir das gerade ein oder war die CDU damals bei Hartz4 nicht die Opposition?
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17.10.2014 21:27 Uhr von shadow#
 
+3 | -0
 
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@ Johnny Cache
Ja. Aber auch nein, ganz im Gegenteil.
Dieser ganze Mist mit den Praktika, den Serienmaßnahmen und der ausufernden Aufstockerei basiert auf einer Reihe von Systemlücken die die SPD verbrochen hat - teilweise weil sich diese erst nach und nach gezeigt hatten, teilweise weil sie sich wie immer saublöd angestellt haben und teilweise wohl auch, weil sie in ihrer grenzenlosen Naivität nicht erwartet hatten, dass die Wirtschaft sie maximal schamlos ausnutzen wird.
Zu dem Zeitpunkt war die ganze Sauerei für die Arbeitslosen aber noch nicht verpflichtend, weshalb sich der Schaden in Grenzen gehalten hat. Das kam dann alles erst unter der Federführung der Union, die diese Lücken nicht nur nicht geschlossen sondern sogar noch ausgebaut hat, um nicht nur die Zahlen zu schönen sondern gleich auch noch die windigen Unternehmungen ihrer Parteifreunde aus der Sozialkasse zu finanzieren.
Wir haben heute ganze Wirtschaftszweige die schlicht nicht rentabel wären, müssten die Chefs ihren Angestellten einen fairen Lohn bezahlen, anstatt sie zum Amt zu schicken.
Den Lebensunterhalt von jemandem der Aufstocker beschäftigt zahlt nicht sein Geschäftsmodell, den bezahlt der Steuerzahler.
Von der Union ist das so gewollt, die AfD möchte diesen Zustand zu Ungunsten der Arbeitnehmer noch drastisch verschlimmern und die SPD... ist mal wieder relativ nutzlos.
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17.10.2014 23:24 Uhr von Rechtschreiber
 
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Ich hoffe sie klagt weiter. Sie ist zwar dumm, aber der AG ein regelrechtes .... ach lassen wir das.
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18.10.2014 00:34 Uhr von turmfalke
 
+3 | -2
 
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Wo wir wieder bei der BRD GmbH sind. Welche Siegermacht hat diese Idiotenrichter Bevollmächtigt zu Richten und ich wette keiner der "Richter" hat das Urteil unterschrieben, weil sie keine Urteile fällen dürfen, um evtl. nicht Haftbar gemacht zu werden. Keine Unterschrift kein Urteil,es ist Nullig! Aber der Glaube das die BRD ein eigentständiger Staat ist, ist noch viel zu hoch. Also belest euch endlich mal darüber und dann zieht eure Konsequenzen daraus. Wir müssen uns wehren bevor wir endgültig vversklavt werden, es ist 1min. vor 12!
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18.10.2014 03:49 Uhr von asianlolihunter
 
+1 | -4
 
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Bei Turmfalke und Carnap schlägt Godwin’s law voll ein

„Mit zunehmender Länge einer Online-Diskussion nähert sich die Wahrscheinlichkeit für einen Vergleich mit den Nazis oder Hitler dem Wert Eins an.“
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18.10.2014 04:56 Uhr von Stray_Cat
 
+3 | -0
 
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Sie muss doch auch irgendeine Art von Betriebs-Unfall-Versicherung gehabt haben, oder?

Auch stimme ich meinen Vorrednern zu, bei vielen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen drängt sich der Verdacht auf, es handele sich vielmehr um eine Billiglohn-Beschaffung.

Und wie kann es in diesem Fall überhaupt zu einer Komplett-Verweigerung von Zahlungen kommen? Eine derart miserable, ethische Grundhaltung sollte einen Betriebsleiter sofort zur fristlosen Entlassung gereichen.

Oder hab ich was verpasst und wir haben längst wieder Sklavenhaltung? Nur dass man die heute nicht mehr "importieren" muss.
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18.10.2014 11:38 Uhr von umb17
 
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Was für eine Art Praktikum war das denn, wenn es für den ersten Richter über 2100 Euro im Monat wert ist?

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