16.10.14 19:50 Uhr
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Bill Gates fordert progressive Konsumsteuer

Der reichste Mann der Welt, Bill Gates, macht sich nach eigenen Aussagen Gedanken darüber, dass das Vermögen weltweit ungerecht verteilt sein könnte. Wie er in seinem Blog schreibt, las er mit Interesse das vom französischen Ökonomen Thomas Piketty verfasste Buch "Das Kapital im 21. Jahrhundert".

Er rief Piketty daraufhin an und erklärte diesem, dass er ihm in Vielem zustimmen würde. Allerdings rät er dazu, dass man sich anschaue, was die Menschen mit ihrem Geld machen. Dabei gäbe es drei Typen: Jene, die ihr Geld investieren, solche die es spenden, und andere, die sich Luxusgüter kaufen.

So würden zwar alle zur Ungleichheit beitragen, aber die beiden Erstgenannten würden immerhin einen Wert zur Gesellschaft beitragen. Gates sieht daher auch keine Vermögenssteuer als Lösung, sondern eine Steuer auf Konsum, die sich anpasst. Wer im Luxus lebt, der solle auch höhere Steuern zahlen.


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WebReporter: Starstalker
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Welt, Steuer, Konsum, Bill Gates, Reichtum, Verteilung
Quelle: sueddeutsche.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.10.2014 20:13 Uhr von ghostinside
 
+3 | -7
 
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Absoluter Blödsinn. Als ob der Millionär jede Woche ein neues Boot oder Flugzeug kauft. Dann investiert er eben sein Geld in die Firma und lässt sich von dieser den Privatjet als "Firmenflugzeug" deklarieren.
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17.10.2014 01:30 Uhr von shadow#
 
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Das Problem ist die vierte Gruppe: Die die ihr Geld dem Kreislauf entziehen, indem sie nichts damit tun.
100% Steuern auf "Sparguthaben" über 1 Mrd wären ein guter Anfang.
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17.10.2014 08:12 Uhr von Steel_Lynx
 
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@shadow
"100% Steuern auf "Sparguthaben" über 1 Mrd wären ein guter Anfang"...echt?
Also eine Enteignung! Oder anders ausgedrückt Komunismus, was einem gehört, gehört allen. Aber bitte nur von denen die viel haben oder wie?

@Thema
Es gab da mal einen Beitrag/Studie vom Leiter der KD-Geschäfte (Kaisers-Drugstore). Er ist ein Studierter Wirtschafter und hatte einen interessanten Ansatz. Ich lasse mal die einzelheiten weg, den der Kerngedanke war:
Alle indirekten Steuern abschaffen. Alle direkten, außer der Mehrwertssteuer, abschaffen. Die Mehrwertssteuer auf (ich glaube) 50% anheben.
Hört sich erstmal seltsam an, aber wenn man drüber nachdenkt... Was bestimmt den Preis einer Ware?
Produktion, Lagerung, Transport, Verkauf(Gewinn).
Darin enthaltene sind: Strom, KFZ/LKW, Benzien, Löhne, Miete für Grundstück und Gebäude und und und.
Alles wir besteuert und bestimmt den Preis. Am Ende kommt dann noch 19% MwSt drauf.

Wenn alles an Steuern wegfällt, wird das eigentliche Produkt (ob Schokolade, Ziegaretten oder eine Waschmaschiene) wesentlich günstiger. Durch die 50% MwSt sind wir wieder nahe dem jetzigen Preis, teilweise sogar günstiger.
Zusätzlich fällt auch der Verwaltungsapparat weg der die anderen Steuer eingetrieben hat, was dem Staat finanziel erleichtert.

Wer viel kauft Zahlt auch viel. Jeder hat Brutto = Netto (Minus Kranken- / Pflege-Versicherung), also mehr Geld zum ausgeben. Und der Staat bekommt sein Geld über EINE DIREKTE STEUER!
Problem gelöst: Reiche zahlen viel, Arme zahlen wenig (Auch Leasing-Produkte muss irgendjemand kaufen somit zahlt auch da jemand MwSt)

Wie gesagt ist nicht meine Idee, aber von Grundgedanken find ich die sehr gut!
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17.10.2014 08:52 Uhr von DEvB
 
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@Steel_Lynx

Tut mir leid, aber Dein Vorschlag würde die Ungleichheit extrem verschärfen! Du begehst dabei nämlich einen Gedankenfehler, du gehst davon aus, dass reiche Menschen ihr Vermögen verkonsumieren, was diese aber nicht tun (sonst wären sie ja auch irgendwann nicht mehr reich).

Mal ne einfache Rechnung:

Ein verheirateter Mann mit zwei Kindern, verdient Brutto ca. 2000 Euro im Monat. Die Steuern liegen dank der Kinder und Ehegattensplittings nahe null. Um die Familie zu versorgen verkonsumiert er 100%. Nach Deiner Methode, hätte er so gut wie nix mehr, da er vorher schon kaum Steuern bezahlt hat, muss nun aber 50% statt 19% Prozent Mehrwertsteuer bezahlen -> er hat viel weniger.

Nun das Gegegbeispiel:
Ein Single ohne Kinder verdient 10.000 Euro im Monat. Davon bezahlt 3650 Euro Steuern. Nach Sozialversicherungen bleiben ihm ca. 5300 Euro. Davon verkonsumiert er 3000 Euro und legt sich 2300 Euro zurück. Nun werden wie in deinem Vorschlag Steuern abgeschafft. Dann hat er ca. 9000 Euro netto zur Verfügung. Sein Konsum von 3000 Euro kostet nun dank der höheren Mehrwertsteuer ca. 3780 Euro -> d.h. er behält nun statt 2300 Euro über 5000 Euro am Monatsende über.

Natürlich wird dieses Geld auch irgendwann mal verkonsumiert, trotzdem belastet dein System vor allem Geringverdiener und macht Reicher noch reicher.
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17.10.2014 10:09 Uhr von maxyking
 
+2 | -0
 
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Das Problem ist nicht die 2 und 3 Gruppe sondern die Erste. Denn die Renditen die für das investierte Geld erwartet werden müssen von irgend wem ja Erarbeitet werden. Wenn man sich heutige Wirtschaftsnachrichten anschaut kommt einem doch als normal Mensch die Galle hoch, wenn Unternehmen trotz großer Gewinne im Kurs verlieren weil die Erwartungen derjenigen die keinen Finger krumm machen nicht erreicht werden und diese Ansprüche von überbezahlten nichts Nutzen dann an die wirklich arbeitenden Menschen weitergegeben werden.
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17.10.2014 10:11 Uhr von Steel_Lynx
 
+3 | -1
 
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@ DEvB
Zuerst mal, wie bereits 2 mal erwähnt: "ES IST NICHT MEINE IDEE!!", ich finde sie nur gut.
Und zweitens, deine Rechnung ist falsch, schon anhand meiner obrigen Aussage: Es wird nicht teurer!

@einfache Rechnung
Mann, verheiratet, 2 Kinder, 2000,-Brutto. Verkonsumiert 100%.
Waschmaschine jetzt (ohne MwSt) 600 € +19% = 714€
Waschmaschine dann (ohne MwSt) z.B. 470€ +50% = 705€
Das Produkt wird günstiger, da alle vorrangegangen Kosten steuerlos sind.
-> er hat mehr.

@Gegenbeispiel
Mann, single, 9.000,- Netto. Er wird weiterhin seine 2300,- zurücklegen und für 3000,- , da es bei ihm nicht um lebensnotwendige Ausgaben geht, bei 9000,- ist das "Luxus" (Feinkost statt Aldi usw.). Die Übrigen 3700,- wird er für weiteren Luxus, Ausgehen, Essen, Reisen, Frauen, Auto, Eigentum, ausgeben. Schlieslich spart man Geld zum Ausgeben (und sei es für die Rente).

@Reiche noch reicher.
Natürlich wird es auch immer welche geben, die das Geld bunkern. Diese Konsumieren aber nicht und "schädigen" somit auch nicht die Geselschaft durch Konsum. Schlussendlich ist es mir egal, ob mein Nachbar 2.000.000,- hat oder nicht. Solange er Geselschaftlich/Steuerlich/Strafrechtlich genauso behandelt wird wie ich, ist doch alles OK. Neidisch bin ich auf den nicht. Ob Lottogewinn oder harte Arbeit, hatte er halt Glück oder hat es verdient. Wer sowas neidet, sollte sich selber in den Arsch tretten und mal was machen.


@Deine Aussage (Fazit)
Du findest also "meine Aussage", die nicht von mir stammt, schlechter wie das jetzige System?
ICH: Jeder soll die Selben Steuern zahlen
Jetzt: Je weiter ich über dem Spitzensteuersatz liege, desto prozentual weniger muss ich bezahlen. Also je Reicher desto weniger Steuern!

Da wundert es mich nicht, das es uns so be...issen geht. Wenn Menschen solche Aussagen tätigen und auch noch meinen das ist Richtig, ohne mal wirklich zu überlegen was sie da sagen.
Ausserdem glaube ich ernsthaft, das ein Wirtschaftsexperte der ein großes Unternehmen leitet, darüber eine fundiertere Aussage treffen kann als ein "normaler" Arbeiter oder Buchhalter.
Sorry will dich nicht beleidigen, aber anders kann man das nciht ausdrücken!
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17.10.2014 10:42 Uhr von DEvB
 
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@Steel_Lynx

OK gut. Ich akzeptiere 2 Sachen.

1. Die Idee ist nicht von dir
2. Die Preise könnten konstant bleiben.

Ändert aber nichts daran, dass dieser Vorschlag ein enormes Geschenk für Besserverdiener ist. Person 1 kann sich eventuell das Gleiche leisten wie vorher, Person 2 wird aber viel besser gestellt.

Wie man durch Konsum "die Gesellschaft schädigen" kann, musst du mir aber noch mal erklären. Würde die Wohlhabenden ihr Geld verkonsumieren, würde es wenigstens wieder in den Kreislauf zurückkommen und Arbeitsplätze schaffen.

In deinem Vorschlag zahlen eben nicht alle die gleichen Steuern (nur wenn 100% konsumiert wird). Mal ganz davon abgesehen, dass das sozialpolitisch sowieso nicht gewünscht ist. Geringverdiener bezahlen heute prozentual weniger Steuer (siehe Person 1), Mehrverdiener bezahlen mehr.

Beispiel Einkommenssteuer:

Person 1 - nahe 0%
Person 2 - ca. 36 %
Person 3 (wie Person 2 nur mit 100.000 Monatseinkommen) - ca 49%

Deine Aussage "Je weiter ich über dem Spitzensteuersatz liege, desto prozentual weniger muss ich bezahlen. Also je Reicher desto weniger Steuern!" stimmt also nicht. -> Falls doch, bitte Gegenbeweis!

Dein sog. Wirtschaftsexperte, oder die Person, die ein großes Unternehmen leitet, ist im Zweifelsfall eher Besserverdiener -> Kein Wunder also, dass er/sie/es diesen Vorschlag gut findet.
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17.10.2014 11:35 Uhr von Steel_Lynx
 
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@DEvB
Jeder Konsum schadet der Geselschaft. Rohstoffverbrauch, Abfall usw.

Jeder zahtl für seinen Konsum die selben Steuern, in meinem Beispiel.

#Steuersatz:
Im Bereich von 8.131,- bis ca. 250.000 Einkommen pro Jahr steigt der Steuersatz prozentual nach Einkommen.
Ab 250.000,- bleibt dieser bei 45%
Heisst:
52.000,- = 21.840,- Steuern
250.000,- = 112.500,- Steuern
400.000,- = 180.000,- Steuern
Ist schon richtig, je mehr man verdient, desto mehr Zahle man.
Aber wo ist die Rechtfertigung das man zwischen 100 und 2.000,- eine höheren Steuersatz hat und zwischen 250.000 und 5.000.000,- den gleichen? Nur weil dieser über den Spitzensteuersatz liegt? Da doch lieber auf den Konsum 50% und für alle Gleich.

Ich bin kein Besserverdiener und kein Wirtschafts-Prof., sollte auch nur ein grober Abriss sein und kein Studienvortrag. Der ganze Bericht umfasst noch mehr (Bürgergeld usw.) als nur das Steuermodel. Kann hier aber kein 20 Seitiges Document posten! ;-)
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17.10.2014 12:39 Uhr von DEvB
 
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@Steel_Lynx

Deine Rechnung ist falsch.
So ist es richtig (Steuerklasse 1, ohne Kirchensteuer, mit Soli):
25.000 Einkommen - >2875 Euro oder 11.5%
52.000 Einkommen - >10.900 Euro oder knapp 21%
250.000 Einkommen - >98.000 Euro oder 39.2%
400.000 Einkommen - >168.900 Euro oder 42.2%

Du hast die Sozialversicherung mit zu den Steuern gerechnet. Das Problem welches du also eigentlich behandeln möchtest sind nicht die Steuern (denn diese steigen mit höherem Einkommen sowohl prozentual als auch absolut), sondern die Sozialversicherungen, da diese nach oben hin gedeckelt sind. Aber die Sozialversicherungen soll ja auch bei dem Alternativkonzept weiter normal bezahlt werden (steht zumindest in deinem ersten Post).

Vielleicht macht das ganze durchaus Sinn, wenn man auch die anderen Konzepte kennt von denen du sprichst. Für sich allein gestellt, verschärft dieses Steuerkonzept aber die Ungleichheit dramatisch und macht die reichen nur Reicher.
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21.10.2014 02:02 Uhr von Stray_Cat
 
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Ganz so einfach ist es nicht. Auch Luxusgüter schaffen Arbeitsplätze und wer spendet, kann damit auch eine Organisation unterstützen, die ihrerseits wieder der Gesellschaft schadet.

Kaum einer, der investiert, tut dies ohne die Hoffnung, daraus wieder einen Gewinn zu erzielen.

Oder hat sich der gute Bill gedacht, er investiert die nächste Zeit mal kräftig und möchte dann nicht so gerne Steuern zahlen? Nun, Investitionen schmälern bereits den Gewinn und somit die Steuern.

Das momentane Problem und evtl. der zentrale Grund für die Verschiebung des Kapitals auf wenige, ist doch die Globalisierung der Unternehmen. Große können durch Standort-Zu- oder Absagen leicht ganze Staaten erpressen. Auch hinsichtlich ihrer Besteuerung haben sie eine starke Position.

Das passiert sicher nicht dadurch, dass nominal einer weniger zahlen muss als der andere. Aber es können Konstellationen festgeschrieben werden, die "förderungswürdig" sind, und so durch verschiedene Hintertüren Begünstigungen geschaffen werden.

Garatiert auch so, dass große Konzerne - da mächtig und solvent - Vorteile gegenüber dem Mittelstand haben.

Und dass sich so mancher Politiker auch gerne mal für seine Entscheidung bezahlen lässt, ist leider auch Usus. Nicht umsonst haben wir noch immer keine vollumfängliche Offenlegung der Lobby-Bezüge.

Andererseits wird es deutlich weniger Leistung geben, wenn sich Leistung gar nicht lohnt.

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