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Kommentar zu Russland: Wie sieht die Zukunft des Landes aus?

Bereits vor der Ukraine-Krise wuchs die russische Wirtschaft kaum noch, was auf die Investitionsunsicherheit und die stete Einmischung des Staates zurück geht. Doch spätestens seit der Krise befindet sich die Konjunktur auf Talfahrt, und der Rubel tut es ihr gleich, während Kapital abgezogen wird.

Putin, der einst antrat um Russland aus dem wirtschaftlichen Chaos der 90er-Jahre zu befreien, sieht sich nun der gleichen Situation gegenüber. Dabei war auch seine militärische Reaktion in der Ukraine-Krise keine Demonstration von Macht, sondern viel mehr von Schwäche, wegen mangelnder Optionen.

Die Welt sollte indes nicht auf einen Sturz Putins hoffen, auch wenn so etwas in Russland schnell gehen kann, denn liberale oder demokratische Kräfte, die ihm folgen könnten, gibt es nicht. Wichtig ist es, die Demokratie in den Nachbarländern Russlands zu stärken, um sie so insgesamt zu festigen.


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WebReporter: Starstalker
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Russland, Zukunft, Kommentar
Quelle: sueddeutsche.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.10.2014 15:51 Uhr von ar1234
 
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Russland wird wohl nicht gleich untergehen. Dazu hat es sicher noch viel zu viele Reserven. Und wie lange ein Land auch unter teilweiser bis fast totaler Isolation und völlig ruinierter Wirtschaft überleben kann haben Nordkorea, Kuba und andere bereits bewiesen. Leidtragende werden natürlich, wie immer, die einfachen Bürger sein.

[ nachträglich editiert von ar1234 ]
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16.10.2014 16:20 Uhr von HateDept
 
+2 | -1
 
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Was ist das denn für ein merkwürdiger Kommentar?

Es gibt etliche Staaten und wirtschaftliche Bündnisse auf diesem Planeten, die Russland nicht als Agressor sehen. Die wirtschaftlichen Beziehungen zu EU/USA laufen ebenso weiter ... das wird doch der Autor (Julian Hans) sicherlich wissen!? Wie kann er denn von Isolation sprechen? Tut er das vielleicht um nicht erklären zu müssen, dass es weltweit verschiedene Ansichten zu dieser Situation gibt?

"Dabei war auch seine militärische Reaktion in der Ukraine-Krise keine Demonstration von Macht, sondern viel mehr von Schwäche, wegen mangelnder Optionen. "
Aha, ... war denn die Entsendung von Hilfskonvois auch ein Zeichen von Schwäche???

"Die Welt sollte indes nicht auf einen Sturz Putins hoffen, auch wenn so etwas in Russland schnell gehen kann, denn liberale oder demokratische Kräfte, die ihm folgen könnten, gibt es nicht." ...
ääh ... hofft "die Welt" denn das oder soll sie´s, wenns nach dem Autor geht???
Von welcher Art liberalen oder demokratischen Kräfte redet er denn? Klingt wie leere Worthülsen bzw. Geschwätz ... und auf Grundlage welcher Ereignisse/Erkenntnisse kommt er darauf, dass soetwas wie ein Sturz in Russland schnell gehen kann???
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16.10.2014 19:32 Uhr von einerwirdswissen
 
+0 | -1
 
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Zum Artikel: Hierbei gehts nicht um eine Schlagzeile,sondern nur um eine Meinung eines Autors/Zeitung.

Zum Thema: Die EUSA sollten lieber vorsichtig sein, mit dem was sie sagen/machen. Wenn in Russland ein anderer das sagen hätte, dann könnte es durchaus möglich sein, dass die Ukraine ganz ganz schnell russisch ist.

Die Wirtschaft in Russland erholt sich langsam von den Sanktionen.Es werden kaum noch Gelder aus dem Land abgezogen.Einige Firmen(welche die nicht sanktionieren) beginnen wieder ihr Geld in Russland zu investieren.
Jetzt heisst es für den Russen nur noch aussitzen bis die Eigenproduktionen Früchte tragen.
Habe erfahren,dass auch 2 deutsche Unternehmen über China sich an den Bau von Gewächshäusern beteiligen.
Es geht also wieder aufwärts.
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16.10.2014 20:49 Uhr von ar1234
 
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@einerwirdswissen:
Dann kanns ja mit Russland nur noch aufwärts gehen. Sag bescheid, wenn Russland an Brasilien und Frankreich vorbei ist ;-)
http://de.wikipedia.org/...

http://blog.zeit.de/...

Russlands eigene Wirtschaftsleistung ist dermaßen schlecht, dass es bei Fortsetzung seines Kurses zu stark von seinen neuen Geldgebern abhängig wird. Das wird vor allem Russlands Bevölkerung noch schmerzhaft zu spüren bekommen.

[ nachträglich editiert von ar1234 ]
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16.10.2014 20:54 Uhr von einerwirdswissen
 
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@ar1234:
Fals du in der Schule an diesem Tag gefehlt hast noch mal nachträglich:Wirtschaften,welche zu schnell wachsen,werden daran auch zusammen brechen.
Deutschland ist nur so stark geworden,weil es immer langsam und stetig Berg auf ging.
Ergo: Der Russe kann und soll sich auch Zeit lassen.
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16.10.2014 22:14 Uhr von ar1234
 
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@Einerwirdswissen: Wirtschaftswachstum ist nicht Wirtschaftsleistung sondern lediglich dessen Vermehrung.

Russlands Wirtschaft ist dermaßen unbedeutend, dass es selbst bei rasanten 5 % Wachstum pro Jahr Jahrzehnte bräuchte um auch nur das Niveau der EU zu erreichen. Und zwar etwa 43 Jahre um genau zu sein. Denn alleine die EU hat schon satte 8 mal mehr Wirtschaftsleistung als ganz Russland.

Wenn man überlegt, wie groß Russland ist und wie viele Rohstoffe es hat, stellt sich die Frage, was man dort eigentlich all die Jahre gemacht hat. Nur durch Selbstbereicherung der Oberschicht und einer gravierenden Mißwirtschaft kann ein so großes Ressourcenreiches Land so schlecht da stehen.
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16.10.2014 22:20 Uhr von einerwirdswissen
 
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@ar1234: Vergleiche doch mal den Osten deutschlands mit Russland.Ich weiss ist etwas schwer paralelen zu ziehen.Aber in den Orten wo das Wachstum am schnellsten anstieg,haben die Einwohner das wenigste davon. Der sog. Reichtum ist bei eine handvoll Menschen gelandet.Die allgemeinheit hat nicht viel davon.
Russland wird noch viele Jahre brauchen,aber im Gegensatz zur EU haben sie Zeit. Zeit,die Europa mit ihrer Politik und ihren Schulden nicht hat.Eine Bankenkriese wie in den USA und Europa wirds in Russland nie geben.
Weniger Spekulation, weniger Gewinne,aber SICHER.
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16.10.2014 23:55 Uhr von ar1234
 
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@einerwirdswissen: Der Osten Deutschlands wurde schlicht und einfach vorschnell privatisiert und dabei wurde alles zu Geld gemacht, was irgendwie ging. Deswegen ist der auch letztlich nach der Wende noch eine gnaze Zeit lang weiter runtergewirtschaftet worden.

Dazu kommt, dass der Osten vor der Wende auch schon durch die DDR Regierung unter russischer Aufsicht komplett runtergewirtschaftet wurde. Ein Technologiestand von 1960 bis 1970 wurde bis zur Wende aufrecht erhalten und die meisten Modernisierungen wurden mangels Investitionswillen geblockt. Ja, da war das Wirtschaftswachstum schön langsam. Genutzt hat es nix.

Übrigens ist auch Russlands Wirtschaft sehr empfindlich. Auch wenn du es nicht wahr haben willst.

http://de.wikipedia.org/...

Auch Russland kann jederzeit von einer erneuten Krise getroffen werden. Vor allem, wenn es wieder so stark auf Investitionen aus dem Ausland setzt und sein eigenes Geld für irgendwelchen Bullshit, wie die Einkassierung der Krim, verbratet anstatt das eigene Land mit Eigenkapital zu stärken.
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17.10.2014 22:08 Uhr von einerwirdswissen
 
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@ar1234: Der Osten Deutschlands wurde schlicht und einfach vorschnell privatisiert und dabei wurde alles zu Geld gemacht, was irgendwie ging. Deswegen ist der auch letztlich nach der Wende noch eine gnaze Zeit lang weiter runtergewirtschaftet worden.

Dazu kommt, dass der Osten vor der Wende auch schon durch die DDR Regierung unter russischer Aufsicht komplett runtergewirtschaftet wurde. Ein Technologiestand von 1960 bis 1970 wurde bis zur Wende aufrecht erhalten und die meisten Modernisierungen wurden mangels Investitionswillen geblockt. Ja, da war das Wirtschaftswachstum schön langsam. Genutzt hat es nix.

Das stimmt und ist genau wie in Russland.
Aber wenn man es langsam angehen gelassen hätte,dann währe die Lebensqualität im Osten heute höher und besser.

Auch Russland kann jederzeit von einer erneuten Krise getroffen werden. Vor allem, wenn es wieder so stark auf Investitionen aus dem Ausland setzt

Damit trifst du den Punkt ganz genau.
Deshalb hat der Russe auch kein Problem damit,wenn Spekulanten ihr Geld dort abziehen.Ganz in Gegenteil,er sieht dies sogar positiv.
Dadurch kann jetzt Russland seine Wirtschaft auf guten Fundamenten aufbauen,ohne das Risiko der Kapitalflucht.Dies ist eins der größten Probleme vieler Länder.Wenn die Wirtschaft nicht schnell genug wächst,dann ziehen sie ihr Kapital ab.Und dies sind Risikofaktoren.

Das bedeutet,dass der Russe sogar einen Vorteil aus den Sanktionen und der Kriese zieht.
Das mit der Krim war nicht fein,das habe ich schon oft genug geschrieben.Leider ist die Regierung in Kiev auch nicht gerade zuverlässig und da musste gehandelt werden.
Der Russe wird aber nicht drum rum kommen,die Krim irgendwann in die Souverenität zu entlassen und das weiss auch Putin.Jetzt muss die Krim erst mal aufgebaut werden und danach wird sie eine unabhängigkeit ansteben, aber mit unterstützung der Russen und vor allem friedlich.

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